Parkhaus-Areal Hochbrückenstraße 9 [in Planung]

  • Parkhaus-Areal Hochbrückenstraße 9 [in Planung]

    Das Fina-Parkhaus auf dem Grundstück zwischen Hildegardstrasse, Neuturmstrasse und Hochbrückenstrasse in der Münchner Innenstadt soll verkauft und abgerissen werden. Es soll durch einen Neubau mit Wohn- und Geschäftsnutzung ersetzt werden. Das meldet der Münchner Merkur am 17.10.07. Als Ausgleich für die wegfallenden Parkplätze ist eine Parkgarage unter dem weiter östlich verlaufenden Thomas-Wimmer-Ring geplant. Sowohl für das Wohn- und Geschäftshaus als auch für die neue Parkgarage sollen laut Amt für Stadtplanung und Bauordnung Architekturwettbewerbe veranstaltet werden.


    Vollständiger Artikel im MM: http://www.merkur-online.de/re…ardstrasse;art8828,850035


    Foto des Bestandes im Münchner Merkur


    Übersicht auf Google Maps: http://maps.google.de/maps?f=q…28,0.002511&t=h&z=19&om=1

  • Schöne Neuigkeit, diese Ecke der Altstadt Nähe Maximilianstr. hat Glamour. Der Neubau sollte diese Stimmung aufgreifen.


    Habe mal den Titel gekürzt, so gibt es keinen Zeilensprung, und man weiß gleich, worum es geht.

  • Der Trend Parkhaeuser in der Muenchner Innenstadt unter die Erde zu verlegen (zuletzt beim Angerhof) setzt sich fort. Ich hatte frueher glaub ich mal gelesen, dass man hier ein Hotel plante, anscheinend nun doch nicht.


    Bin mal gespannt, wann dieses Prachtstueck an die Reihe kommt.


    Ausserdem meinst du sicherlich, wie im Artikel den Thomas-Wimmer-Ring. Das Parkhaus unter den Innenstadtring zu verlegen wird sicherlich einige Herausforderungen bieten.

  • Yes, danke, immer diese langen Strassennamen :nono: THOMAS Wimmer natürlich!


    Das andere Parkhaus am Färbergraben ist ja echt unmittelbar hinter der Kaufingerstrasse gelegen. Das Grundstück dürfte also ausserordentlich wertvoll sein - die oberirdische Parkhausnutzung ist deshalb eigentlich überhaupt nicht optimal.

  • Das sind echt gute Nachrichten. Ich bin dann mal schon gespannt was dort hinkommt. Man sollte sich wirklich mal überlegen was man mit dem Parkhaus am Färbergraben macht...das Karstadt Technik (Haus am Dom) hat ja auch ein Parkhaus, an der Stelle wäre es auch schön wenn es dort eine verbesserung geben würde, noch dazu das Karstadt jetzt eher auf Premium setzt.

  • Ich meine vor kurzem gelesen zu haben, dass der Hirmer (dem es ja gehört) das Parkhaus am Färbergraben (zumindest noch) stehen lassen möchte. In welchem Zusammenhang das allerdings war, weiß ich beim besten Willen nicht mehr.

  • Baubeginn für die unterirdische Verlegung des Parkhauses soll noch im Jahr 2009 sein. Das meldet die AZ bei einem Ausblick auf die Projekte für 2009: http://www.abendzeitung.de/muenchen/76629


    An den Weihnachtsfeiertagen hatte ich Besuch von diversen Familienmitgliedern und somit die Gelegenheit mir einmal wieder in aller Ruhe die Innenstadt anzusehen. Aufgefallen ist mir dabei, wie viele Innen- und Hinterhöfe noch nicht genutzt werden, obwohl die Münchner Innenstadt einfach traumhaft schön ist. Die Verlegung von Parkhäusern unter die Erde ist deshalb mehr als konsequent :)

  • Ein sehr interessantes Projekt. Ich fürchte nur, da kommt wieder ein Steidle-Bau hin, ähnlich wie beim Angerhof. Vielleicht will sich das Mandarin Oriental ja vergrößern (hat kein SPA), aber da müßten die schon einen unterirdischen Tunnel bauen.

  • Man kann sich an dieser Stelle wirklich nur eine Rekonstruktion historischer Baumassen wünschen! Wie das Mandarin Oriental in Frankfurt oder die Gebäude um den Heumarkt in Dresden. Dennoch fürchte ich, dass sich wieder Steidle mit seinen Bauklötzlichen austoben darf.. :nono:

  • Nö, keine Ahnung was da war. Aber eine historische Fassade würde dort passen. Ich habe aber auch nichts gegen außergewöhnlich gute zeitgenössische Architektur. Ich bete nur gegen weitere neo-neo klassizistischen Münchner Einheits-rendite-architektur! :D

  • ^^ Klar, dort gehört auch meiner Meinung nach eindeutig ein Block mit historischer Fassade hin. Die Blockform ist trotz des Parkhauses noch eindeutig ablesbar, viel Spielraum gibt es da nicht.


    Gefühl verlangt lediglich die Blockseite zum Platz hin (Südseite). Die Süd-Westecke (gegenüber Mandarin) liegt recht gut, die Süd-Ost-Ecke sollte vielleicht etwas zurückgenommen werden und die Seite möglicherweise eine etwas konkave, also nach innen gewölbte Form bekommen. So würde die "Verzerrung" des Platzes kompensiert werden, welche sich z.B. durch die derzeitige "Schiefe" der Grünfläche zeigt.


    Natürlich könnte man wieder einen modernistischen Ansatz wagen, aber bei den "Erfolgen" moderner Formensprache in Altbauumgebung sollte man, denke ich, auf dieses mehr als riskante Experiment verzichten, auch wenn sich so mancher innovative Architekt bei einer recht einfachen Stadtreparaturaufgabe intellektuell unterfordert fühlt.

  • Den Platzgedanken finde ich interessant. Wie waere es, wenn man zusaetzlich den Platz (suedlich vom Grundstueck) komplett verkehrsberuhigt und hier einen echten innerstaedtischen Platz zB mit Cafes, Springbrunnen u.s.w. enstehen laesst? Derzeit ist es ja nur eine grosse Kreuzung, Parkplaetze und eine kleine Gruenflaeche fuer Hunde.

  • ^^...dann würde es wohl ein richtig schöner Ort werden. Wäre vielleicht auch möglich, wenn man ihn nicht komplett verkehrsberuhigt, sondern nur beruhigt. Die Funktion als Verkehrsbauwerk (große Kreuzung) ist nicht mehr erforderlich, da die Ursache dafür, Parkhaus mit An- und Abfahrtswegen ja wegfällt.


    Ich denke an eine einspurige Einbahnstraßenlösung ohne Ampeln, Fahrbahn in die Platzfläche integriert, nur vereinzelt oder gar keine Parkplätze für Autos....

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  • Falls jemand PaBr's Vorkriegs-Bild ("Altbau" bevor das Parkhaus hinkam) nicht öffnen kann, hab ich das winzige Foto hier nochmal als jpg hochgeladen; es handelt sich wohl um den im 45 Grad Winkel zur restlichen Bebauung stehenden Häuserblock: http://i39.tinypic.com/wtbx5.jpg


    Eine Rekonstruktion/Altbau-Imitation fände ich nur dann besser, wenn der stattdessen in Frage kommende Neubau völlig einfallslos aussehen sollte. Grundsätzlich würde ich einen spannenden modernen Neubau (der sich in seinen Proportionen behutsam aber wirkungsvoll in der Umgebung inszeniert) einer auf alt getrimmten Fassade vorziehen. Der Standort verträgt Kontraste, hier gibt es bereits eine interessante Mischung von Bauten aus verschiedenen älteren Epochen, da müsste sich die vorgespielte Konformität an willkürlichen Maßstäben orientieren, eine solche Lösung wäre ausserdem eine verpasste Chance. Am schlimmsten wäre allerdings wie immer ein Kompromiss......

  • Wenn ohnehin schon ein Umfeld aus Gebäuden verschiedener, älterer Stilepochen existiert, warum wäre dann eine "historisierende/klassische" Fassade weniger richtig als eine moderne ? Das Näherliegende (zeitlich) wäre eine klassische Fassade.


    Der Begriff "Kontrast" wird meiner Meinung nach oft ungenau interpretiert und verwendet. Oft wird damit etwas bezeichnet, was in Wirklichkeit kein "Kontrast", sondern ein "Konflikt" ist. So manche Aussage würde richtiggestellt z.B. dann lauten, "dieses Viertel wurde mit einer sehr konfliktreichen Architektur städtebaulich aufgewertet..." ??? Wer fände das dann noch gut, wenn "Konflikt" das Gegenteil von "Harmonie" ist ?


    Vielleicht gibt es eine unscharfe Grenze, an der der "Kontrast" zum "Konflikt" wird. Auf dieses "Grenzspielchen" würde ich mich möglichst nicht einlassen, vorallem dann nicht, wenn die "stärkeren Schiffe", wie in diesem Fall, eindeutig auf der Seite der klassischen Formensprache stehen.


    So wäre doch dann mit großer Wahrscheinlichkeit ein modern aussehendes Gebäude der "Kompromiss", der darin besteht, die planerisch einfachere Lösung eines modern aussehenden Gebäudes mit der Schaffung eines städtbaulichen Konfliktes zu bezahlen. Also genau so, wie man es jahrzehntelang gemacht hat.


    Ich denke, der vormals existente Altbaubestand enthält keine brauchbaren Anhaltspunkte für die Neuplanung.

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  • Ich find’, München könnte sich mal ein gutes Beispiel an der „Neuen Mitte“ und den anderen in den letzten Jahren in der Ulmer Altstadt entstandenen Gebäuden nehmen.

  • Sorry, ich bin da anderer Meinung, hoffentlich nicht ! Die Idee, ein "Kontrast/Konflikt" könne eine positive Qualität im Städtebau/Stadtraum sein, ist meines Erachtens nach ein schwerer Irrtum.

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