Westend-Süd - links und rechts der Bockenheimer Landstraße

  • Onyx - September 2014 will man bezugsfertig sein

    Laut Immoscout ist das ONYX im September 2014 bezugsfertig. Das wäre schon ein enormes Tempo. Eine 4-Zimmer Wohnung kostet 990.000 Euro (also 6.387,10 EUR/m²), wohlgemerkt ohne Einbauküche, aber dafür mit Concierge. Ein Garagenstellplatz kostet weitere 45.000 Euro. Warum das Projekt mal wieder einen trivialen Namen wie Onyx erhalten musste, ist unverständlich. Das Mineral wird damit kaum gemeint sein.


    Der große Wurf ist es angesichts der etwas zu biederen Architektur sicher nicht geworden, in weniger hochpreisigen Projekten entsteht deutlich Spannenderes. Gerade der pechschwarze Abschluss stört das Gesamtbild erheblich und wirkt wie ein plumper Deckel. Man muss es dennoch positiv sehen: Es wird ein völlig deplatzierter 60er Jahre Büroquader weniger mitten im Westend stehen und durch mehr als 50 Wohnungen ersetzt. Zudem hinterlassen die hellen Materialien und der großzügige Eingangsbereich einen besseren Eindruck als so manch düsterer Wohnungsneubau letzte Zeit.

  • 6.387,10 EUR/m² (...) mit Concierge


    Ich denke mal, der Concierge wird nicht im einmaligen Kaufpreis enthalten sein sondern sich auch noch in happigen laufenden Kosten niederschlagen.

    Zitat

    Das Mineral wird damit kaum gemeint sein.


    Aber ganz sicher doch. Onyx Dekorelemente und insbesondere Tischplatten waren Ende der 70er in der eher bürgerlichen Ecke, bevor das Wort Hype geprägt wurde, eben dieser. Deshalb gab es dann ja auch Qnyxtrümmer in Kunstharz gebunden an jeder Ecke als Tischplatte auf Eichenfurnier, bis man es nicht mehr sehen und verkaufen konnte.

    Zitat


    etwas zu biedere Architektur(...) in weniger hochpreisigen Projekten entsteht deutlich Spannenderes.

    Wenn es von oben bis unten glitzert, ist es meistens Strass, nicht Diamant. Oder andersherum: Wirklich werthaltiges kann nicht Heute supermodern daherkommen, dann ist es nämlich Übermorgen von Gestern. Die deutliche Ähnlichkeit mit gelungenen Ergebnissen der 50iger kommt ja nicht von irgendwoher sondern aus den damals noch üblichen - und hier im Forum gerne gelobten - Maßnahmen zur Strukturierung und Gliederung der Fassade. Das wird immer gut aussehen, aber auch genau deshalb immer einen "traditionellen" Touch haben.

    Zitat

    Gerade der pechschwarze Abschluss stört das Gesamtbild erheblich und wirkt wie ein plumper Deckel.


    Das muss man erst einmal in der Realität sehen - dieses satte Schwarz ist nichts, was sich an einem Gebäude so auf Dauer halten lässt, das Rendering dürfte den Ton etwas übertreiben. So dunkel bekommt man das nur bei Regen zu sehen und dann ist der Rest der Fassade auch dunkler - der Kontrast also nicht so stark.

  • Ich denke auch das der "pechschwarze Abschluss" in der Realität anders rüberkommen wird, als auf dem Rendering. Es wäre natürlich schön gewesen, wenn man an dieser Stelle noch einige Stockwerke gespart hätte, aber insgesamt gesehen ist es sicherlich eine städtebauliche Verbesserung.

  • ^ Die gestuften Auskragungen an den Kanten finde ich allemal besser als gänzlich fehlende Dachabschlüsse. Im übrigen denke ich auch, dass die extreme Präsenz der (stümperhaften) Entzerrung und der seltsamen Farbwahl geschuldet ist. Bis zur Realisierung wird noch die ein oder andere Maus über den Entwurf gehuscht sein.

  • Onyx

    Man sollte auch einmal abwarten, bis die lichte Deckenhöhe der Wohnungen präsentiert wird. Optisch "gefühlt" liegt die um die 2,60 m, was mE schlecht mit den qm-Preisen harmoniert.

  • Freidrich-Ebert-Anage 32

    Mir ist vor wenigen Tagen aufgefallen, dass das Bürogebäude an der Friedrich-Ebert-Anlage eingezäunt wurde. Weiss jemand, ob ein Umbau bevorsteht?



    Bilder von mir

  • Bestimmt wird umgebaut. Besitzer seit Ende 2012 und künftiger Nutzer ist das Algerische Generalkonsulat, siehe oben Beitrag #522.


    Ein Bauschild oder sonstige Informationen zum Vorhaben sind online bisher nicht auffindbar. Aber offensichtlich haben die Bauarbeiten auch noch nicht begonnen.

  • Solo West + Myliusstraße 11 (MY11) +15 (WestMent)

    An der Gesamtansicht des Solo West erkennt man im Vergleich zur Letzten, dass die Hausecken zugemauert wurden und Deckenböden jetzt eine einheitliche Front bilden. Außerdem wurden die ersten Fensterelemente eingesetzt




    beim MY11 wie beim WestMent wurden an der Front ein Großteil der Fensterelemente eingebaut und der Dachbereich ist auch weit fortgeschritten (Letzte Bilder hier)




    Bilder: thomasfra

  • Bockenheimer Landstraße 11

    Ein kleineres Projekt wird gerade gegenüber vom Opernturm realisiert. Das Wohnhaus Bockenheimer Landstraße 11 (Karte) wird saniert. Dabei werden laut =B-2013-99-4&tx_vierwdbafinfothek_infothek[action]=bauschild"]Bauschild nicht nur Dach und Fassade erneuert, sondern auch Balkone und zwei Loggien ergänzt. Entwurfsverfasser ist Roland Partisch. Die Vorderseite des Gebäudes ohne Gerüst war im Forum hier schonmal zu sehen (links angeschnitten), die Rückseite dort (rechts mit Gerüst). Und so sieht die Seite zur Bockenheimer Landstraße momentan aus:



    Hier die Rückseite zum Kettenhofweg. Man erkennt , dass einige Fenster jetzt bodentief sind. Die alten Fenster sind zum Teil etwas abstruse Konstruktionen...



    ...was man hier erkennen kann: Oberhalb des Standartfensters wurde einfach eine Scheibe ohne Rahmen eingesetzt.



    -Bilder von mir-

  • Projekt Onyx, Oberlindau 76-78

    Der Bauherr KSW Wohnbau hat das Vorhaben kürzlich während einer Sitzung des Ortsbeirats 2 vorgestellt. Wie bei solchen Veranstaltungen üblich wurden alle möglichen und unmöglichen Bedenken und Vorbehalte geäußert, danach hört es sich jedenfalls in einem heutigen Artikel in der gedruckten FAZ an (online auch in der FR). Selbstverständlich fiel auch das unvermeidliche Schlagwort Gentrifizierung, das vermeintliche Killerargument, was meines Erachtens im Westend allgemein und besonders in der näheren Umgebung der Oberlindau 76-78 schon ein wenig skurril anmutet.


    Besser man beschränkt sich auf die Fakten: 6.900 m² Wohnfläche sollen in dem 55 Meter hohen Gebäude von Anfang der Sechziger entstehen. Die ungefähr 40 Wohnungen werden mindestens 90 m² groß. Es ist möglich, gleich eine ganze Etage zu erwerben, dann hat man 450 m² Wohnfläche zur Verfügung. Im Sockel sind zweigeschossige Wohnungen vorgesehen, "Town Houses" genannt. Außenstellplätze für Pkw wird es auf dem Grundstück nicht mehr geben, die Grünfläche zur Telemannstraße kann daher von 600 auf 1.500 m² vergrößert werden. Ende 2014 soll die Umbaumaßnahme abgeschlossen sein.


    Die neue Fassade soll sich dem Bauherrn zufolge am Art déco orientieren - was auch den Projektnamen erklären dürfte (Onyx war in dieser Zeit ein wohl beliebter Schmuckstein). Visualisierungen gibt es bereits in #588, hier eine weitere Ansicht:



    Bild: KSW Verwaltungs GmbH & Co. Wohnbau KG

  • Das Onyx-Gebäude ist ohne Frage eine Verbesserung der aktuellen Situation. Das ganze Hause zeichnet sich durch eine neureichen Stil aus. Der Eingangsbereich erinnert an asiatische Wohn- und Geschäftshochhäuser. Passt meiner Meinung nach nicht ins Westend. Da fehlt einfach Gestaltungsqualität. Ich denke, da muss der Architekt und der Bauherr noch nachbessern.

  • Psychoanalytisches Zentrum (Myliusstraße 20); Unter den Linden II

    ^ Das Problem ist vermutlich, dass ein Gebäude von solchen Ausmaßen per se nicht ins Westend passt, egal wie man es verkleidet. Und ohne damit etwas über die Qualitäten der zu erwartenden Bewohner sagen zu wollen – rein optisch wäre der Umbau schon eine gewaltige Verbesserung, denn der aktuelle Zustand ist einfach nur furchtbar (Fotos).


    Mittlerweile wird am Psychoanalytischen Zentrum, Myliusstraße 20, gearbeitet (letzter Beitrag, Lage). Im Hof des Gebäudes zur Kleinen Wiesenau wird für den geplanten Anbau ausgeschachtet. Die übrigen Projekte in der Myliusstraße zeigen keine nennenswerten Änderungen.




    Das Projekt Unter den Linden II (ehemals Suhrkamp) in der Lindenstraße 37 (letzter Beitrag mit weiteren Verweisen, Projektseite, Lage) läuft allmählich an. Der abzureißende Bestandbau ist mittlerweile eingerüstet und wird wohl entkernt, auch wenn man von außen noch nicht viel erkennen kann.



    Und zum Schluss ein eigentlich eher unspektakuläres Projekt. Besonders nur deshalb, weil es ja fast die Ausnahme im zentrumsnahen Westend geworden ist, dass schlichte Nachkriegsbauten saniert und nicht abgerissen und durch hochpreisige Neubauten ersetzt werden. Das vorher recht graue Wohnhaus Kettenhofweg 37-39, Ulmenstraße 27 wurde in den letzten Monaten energetisch saniert, bekam neue Balkone auf der Rückseite und erstrahlt nun in frischem Glanz (=B-2013-5-4&tx_vierwdbafinfothek_infothek[action]=bauschild"]Bauschild). Wie es vorher aussah, kann man bei Streetview sehen, im Hintergrund übrigens die Baustelle Solo West (mehr). Natürlich kann es sehr gut sein, dass diese Sanierung mit saftigen Mietpreiserhöhungen einher geht… Davon losgelöst der Hinweis, dass Bauherr die Deutsche Annington ist.



    -Bilder von mir-

  • Onyx Westend

    ^^ So langsam kommt die Baustelle von Onyx Westend (Oberlindau 76-78) in Fahrt. Hier ein paar Bilder von gestern, wo man erste zaghafte Veränderungen sieht. Zum einen wurde an der Wand des Dachaufbaus ganz oben etwas herausgebrochen.



    Darüber hinaus scheint im EG schon am Abriss gearbeitet zu werden. Hier die Seite zur Oberlindau...



    ...und hier die zur Telemannstraße. Recht angeschnitten ein Schild der mittlerweile in Frankfurt recht bekannten Abbruchfirma Chantré.



    -Bilder von mir-

  • Ulmenstraße 5 bis 9

    Hier bahnt sich eine der eher seltenen Sanierungen im Westend an, die danach bei den Mietkosten nicht unbedingt im Luxusbereich endet. Die Liegenschaft wird energetisch saniert, was neben neuer Heizungsanlage auch eine Solaranlage für die Warmwasserbereitung beinhaltet. Desweiteren werden die üblichen Arbeiten an Fassade, Fenster, Dach, Außenanlagen etc. ausgeführt und der rückseitige Parkbereich umfassend neu gestaltet. U. a. werden die dortigen Garagen gegen Doppelparker "ausgetauscht" und neue große Balkone installiert. Die Häuser 7 und 9 erhalten eine Aufstockung, so dass danach eine einheitliche Höhe gegeben ist. Der derzeitige Stand ist hier zu sehen.

  • Solo West, Guiollettstraße 48

    Noch zum Vorbeitrag: Eigentümer dieser Wohnhäuser ist die Wohnungsbaugenossenschaft der Justizangehörigen Frankfurt (Q). Das dürfte Art und Weise der Sanierung erklären. Beauftragt ist das Architekturbüro Die Werkplaner (Web), wie sich aus dem Bauschild ergibt. Das Vorhaben wird so beschrieben: "Aufstockung Gebäudeteil Ulmenstr. 7-9 um ein 4. Obergeschoss sowie Errichtung von 3 Wohneinheiten, Errichtung von Vorstellbalkonen, Absenkung der Hoffläche und Einbau von 5 Doppelparkern und Errichtung von Fahrradabstellplätzen, Nutzungsänderung von Gewerbefläche in Abstellräume im Untergeschoss, Fassaden- und Dachsanierung sowie Errichtung einer Solaranlage an einem Mehrfamilienhaus".


    Zum "Solo West": Der Neuaufbau der Fassade ist weit fortgeschritten, siehe dazu das letzte Update und den Infobeitrag.



    Fassade im Detail:



    Bilder: Schmittchen

  • Planung für Niedenau 25

    Interessantes und Seltenes passiert an der Niedenau: Ein deplatzierter Haufen Büro-Baumasse aus den Siebzigern soll eingestampft werden. Statt dessen ist der Neubau eines Wohnhauses mit angemessener Kubatur und angepasster Architektur geplant. Im Einzelnen:


    Auf dem Grundstück Niedenau 25, gelegen zwischen dem FBC-Hochhaus und dem sich noch in Bau befindenden Gebäude für die VTB Bank an der Rüsterstraße, steht ein heruntergekommenes, vermutlich aus den Siebzigern stammendes Bürohaus. Früherer Nutzer und vermutlich auch Eigentümer war die Allianz. In diesem Thread ist das Gebäude unter anderem deswegen schon erwähnt worden, weil es seit geraumer Zeit mit Gerüsten versehen ist, ohne dass sich an der Fassade seitdem etwas Sichtbares geändert hätte. Bezweckt ist damit wohl der Schutz vor herabfallenden Fassadenteilen, denn zuletzt wurde das Gebäude offenbar noch in geringem Maße genutzt, unter anderem von einem Kindergarten.


    Das Büro Landes plant auf diesem Grundstück für Lang & Cie. einen Neubau mit 13 Wohnungen. Das Wohngebäude lehnt sich an klassizistische Architektur an, historisch der prägende Stil im Frankfurter Westend. Als Status nennt der Architekt "in Planung", mehr ist mir nicht bekannt. Bestand: Foto 1 und Foto 2.


    Planung:



    Bild: Michael A. Landes Architekt / Lang & Cie.

  • Friedrich-Ebert-Anlage 32

    ^Eine sehr erfreuliche Nachricht, vielen Dank für die ausführliche Präsentation! Wirklich erstaunlich, dass so ein Büroklotz verschwindet und dann auch noch durch einen wesentlich weniger wuchtigen Neubau ersetzt wird. Der Entwurf scheint vielversprechend, auch wenn er (wegen der geringen Auflösung) noch etwas "flach" wirkt.


    Das Bürogebäude Friedrich-Ebert-Anlage 32 (#552, #596f, Lage) soll zukünftig vom Algerischen Generalkonsulat genutzt werden, zuvor steht wahrscheinlich eine Grundinstandsetzung oder auch ein Umbau an. Heute konnte man einen Bagger beobachten, der sich am Vorplatz der ehemaligen Autowerkstatt zu schaffen machte. Links am Bildrand sieht man die Baustelle des Hessischen Hofs (Hotelthread).



    -Bild von mir-

  • Solo West, Ulmenstraße 5-9, Bockenheimer Landstraße 11

    Rundgang erste Hälfte


    Zuletzt gab es hier Infos und Bilder zu Solo West, Guiollettstraße 48 (Lage). Heute mal eine Gesamtaufnahme über den Elsa-Brändström-Platz hinweg.



    Und von der optisch fast identischen Rückseite.



    Die oben ebenfalls erwähnte Sanierung und teilweise Aufstockung von Ulmenstraße 5-9 (Lage) ist gestartet. Auch hier je eine Aufnahme der Vor-



    und eine der Rückseite.



    Die Sanierung von Bockenheimer Landstraße 11 (letzter Beitrag, Lage) ist abgeschlossen. Zu erkennen ist, dass die kleinen Fenster im Dachgeschoss seitlich zugemauert und durch Dachfenster ersetzt wurden, während man in der Mitte eine etwas zurückliegende Loggia errichtete. Schade, dass das Dach statt mit Schiefer nur mit Dachpappe gedeckt ist.



    Das Gebäude ist eher schlicht, hat aber ein paar nette Details, wie diese (äpfel?)tragenden Putten.



    Interessanterweise gibt es auf der Rückseite im 3.OG zwei, im 2.OG einen und im 1.OG keinen Zugang zu den neuen Balkonen, auch sind die Fenster in den einzelnen Etagen teilweise unterschiedlich.



    -Bilder von mir-