Westend-Süd - links und rechts der Bockenheimer Landstraße

  • Fassaden

    Die Gliederung der Fassade ist schon gefälliger und ich mag die Vertikalbetonung mehr als das Vorherige. Natürlich muss man noch abwarten, welcher Stein gewählt wird. Ist er zu grau und kalt, wird das Ergebnis um so schlimmer aussehen.


    Allgemein fällt auf, dass die Architekten und Bauherren den Sensus für kleine Raffinessen verloren haben. Ein kleines Extra muss auch nicht immer so extrem viel mehr kosten.
    Vielleicht liegt es ja daran, dass die Gestalter allesamt total überarbeitet sind und deshalb nicht mehr in andere Regionen reisen können. In der Ferne kann man sich mit wachem Auge und findigem Geist immer gut Anregungen holen, ohne kopieren zu müssen.

  • Myliusstraße 11+15

    ^ Das seh ich ähnlich, oft fehlt auch mir die Liebe zu kleinen Details oder Extras. Dennoch wird es hoffentlich besser als das Wellblech, was mir rein geschmacklich überhaupt nicht gefällt. Die Hoffnung auf eine flächendeckende Wiederentdeckung des Ornaments gebe ich dennoch nicht auf ;) Aber was ich eigentlich schreiben wollte:


    Tscheibörd hat es hier schonmal angesprochen, aber irgendwie ist das Projekt West Ment, Myliusstraße 15 (Karte), bisher im Forum etwas untergegangen. Dabei ist der Entwurf wirklich das, was er auf der homepage verspricht: Elegant und Stilvoll (Was „West Ment“ heißen soll, sei mal dahingestellt – Invest-ment im West-end?). Bodentiefe Fenster, Erker, Gesimse, Mansarddach… gefällt mir alles sehr gut. Ein nettes Detail sind die Brüstungsgitter an Balkonen und Fenstern im 50'er-Jahre Retrolook. Die Preise für die Wohnungen gibt es auf Anfrage, vermutlich werden sie sich im Luxussegment bewegen. Besonders erfreulich ist bei dem Projekt, dass dafür ein besonders hässliches Bürogebäude abgerissen werden muss. Zuständig für den Entwurf sind die MSM Architekten (Meyer Schmitz-Morkramer), einen Zeitplan konnte ich leider nicht finden. Eine Bestandsaufnahme.



    Links vom Bürogebäude liegt das Gelände von Myliusstraße 11 (Karte, Beitrag mit Entwurf, weitere Beiträge). Wie auf diesem Bauschild am Rande gerade noch zu erkennen, wird sich der ebenfalls sehr gelungene Entwurf für den Neubau unmittelbar ans West Ment anschließen.



    Blick auf die zwei Projekte aus anderer Perspektive. Im Vordergrund Myliusstraße 11, rechts daneben die Nr. 15.



    -Bilder von mir-

    Einmal editiert, zuletzt von Robbi () aus folgendem Grund: Links repariert

  • An der Friedrichstraße 64, wo vormals die Villa Hirsch war (Foto), ist der neue Bau im Endspurt. Letztes Bilderupdate an dieser Stelle.


    Der Nachfolgebau der Villa Hirsch nimmt eine erstaunliche Wendung. Der Bau stellt sich als eine vollständige Gründerzeitreplik heraus mit Masswerk-Gewänden. Das ist meines Wissens seit ca. 15 Jahren ein Novum in FFM, wenn man von der "historischen" Wiedererrichtung abgerissener Altbauten absieht. Hier leider nur schemenhaft zu erkennen:



    Ich kann mich nur dunkel erinnern, dass der (un)selige Utz Scheider so etwas Anfang der 90ziger in FFM praktiziert hat. Ich bin mal gespannt ob sich dieser Trend im hochpreisigen Segment fortsetzt.


    Zum Vorbeitrag von Robbi: Ich bin heute auf meinem Streifzug ins Westend auch an der Myliusstraße 11-15 vorbeigelaufen und hatte den Gedanken, dass diese Vorhaben ein schönes Ensemble ergeben könnte.

  • In der Friedrichstraße war ich heute ebenfalls (übrigens auch in der Myliusstraße) - und wie Akademix habe ich gestaunt. Ein paar Detailaufnahmen als Ergänzung:



    Man wird davon ausgehen können, dass störende Fugen noch geschlossen werden.



    Es entstehen laut Bauschild übrigens nur vier Wohnungen. Verschiefertes Dach:



    Ähnlicher Blickwinkel wie damals:



    Bilder: Schmittchen

  • Dantestraße 11 / Senckenberganlage 28 / Schumannstraße 58

    Es geht noch weiter, wenn auch mit Sanierungen beziehungsweise Umbauten. Das weiter oben mehrfach erwähnte Umbauprojekt Dantestraße 11 nähert sich der äußeren Fertigstellung. Die die Sicht behindernde Plane ist weitgehend verschwunden, heute sah es so aus:



    Dachbereich an der nordwestlichen Ecke, auch hier Schiefer:



    Detail:



    Keinen sichtbaren Fortschritt gibt es an der Senckenberganlage 28. Immer noch steht das Gebäude ohne Dach da. Bange braucht einem deswegen wohl nicht zu werden, denn Bauherr ist, wie bei der Dantestraße 11 auch, Herr Claus Wisser. Der Entwurf ist hier vom Frankfurter Büro rmw architekten gmbh (leider unaktuelle Website).


    Das Vorhaben wird auf dem Bauschild wie folgt beschrieben: "Dachabbruch und Neuerrichtung des Daches, Einbau eines Aufzuges, Herstellung eines Verbindungsganges zur Tiefgarage, Nutzungsänderung von Institut Hochschule zum Büro, Abbruch des Anbaus GK: Sonderbau nach §2 (8) Satz 12 HBO". Foto von heute:



    Auch die Schumannstraße 58 steht noch da wie zuletzt von Robbi fotografiert. Neues gibt es aber von einem jetzt aushängenden Bauschild. Es entstehen demnach Wohnungen. Zuvor wurde das Gebäude von der Goethe-Uni genutzt (wie die Senckenberganlage 28 und der südliche Teil der Dantestraße 11 auch). Die Vorhabensbeschreibung: "Sanierung mit baulichen Veränderungen und Anbau von Balkonen an ein Mehrfamilienwohnhaus, Abbruch und Neuerrichtung des Dachgeschosses, Anbau einer Balkonanlage und Errichtung einer Tiefgarage mit 6 Stellplätzen und PKW-Hebebühne und Einbau eines Aufzuges". Laut Vorankündigung will man im Februar 2013 fertig sein:



    Zuversicht scheint auch hier angebracht, denn der Entwurf kommt von dem Leipziger Büro Fuchshuber (Website). Bauherr ist eine GbR, vertreten durch FGI Frankfurt Gewerbeimmobilien. Aktuelles Foto:



    Bilder: Schmittchen

  • Friedrichstraße 64

    Danke für die schönen Bilder der noch schöneren Projekte aus dem Westend! Für den Retro-, ja, Reko-Entwurf Friedrichstraße 64 zeichnen übrigens raab.schmale Architekten/Ingenieure (Website) verantwortlich. Das Büro ist uns aus einigen anderen Projekten bekannt, beispielsweise aus der Lersnerstraße 23 (Info, Fotos, mehr Fotos), das ich ebenfalls als Retro-Projekt bezeichnen würde.

    Einmal editiert, zuletzt von epizentrum () aus folgendem Grund: Korrektur Waldschmidtstraße 5

  • Senckenberganlage 28, Dantestraße 11

    ^^ Stimmt, viel hat sich an der Straßenseite der Senckenberganlage 28 seit dem letzten update nicht getan. Dafür aber an der Rückseite. Dort wurde der abgerissene rückwärtige Teil (Fotos in #363) wieder aufgemauert. Am auffälligsten an der Front (und bei Schmittchens Foto oben nur zu erahnen) ist, dass der Giebel und die Dachgauben abgerissen wurden, die hier noch zu sehen sind. Ich nehme an, dass der schön geschwungene Giebel nur zwischengelagert wird. Größere Fortschritte zeigen sich erst aus erhöhter Perspektive. Verglichen mit dieser Luftaufnahme von Ende Februar 2012 erkennt man, dass alle Wände im Dachgeschoss neu gebaut wurden. Im hinteren Teil Richtung KfW scheint ein Aufzugschacht entstanden zu sein.



    Und weil’s so schön ist ergänzend auch noch eine Luftaufnahme von Dantestraße 11.



    -Bilder von mir- (Zum vergrößern anklicken)

    2 Mal editiert, zuletzt von Robbi () aus folgendem Grund: Links repariert

  • Wow Dantestraße 11 & Friedrichstraße 64 sind wirklich sehr schöne Projekte. Sehe es wie Rohne, so gehört im Westend gebaut. Von daher nicht nur ein Danke an die fleißigen Fotografen, sondern auch ein fettes Danke an die zuständigen Architekten & Bauherren!


    Hoffentlich sehen wir in Zukunft mehr von solchen Bauvorhaben im Westend. Oder gerne auch in Höchst oder in Bornheim oder im Bahnhofsviertel oder... :D

  • Feuerbachstraße 8

    zu post # 338 - Conseno

    Zitat

    Wie man auf der folgenden Visualisierung sehen kann, wird an das Nachbarhaus Feuerbachstraße 8 angebaut. Dieses steht seit Umzug der Wirtschaftprüfungsgesellschaft PKF ins Romeo & Julia leer. Das Gebäude mit der Hausnummer 8 wird wohl das nächste Umbauprojekt oder gleich der nächste Abriss, denn es sieht nicht danach aus, als gehöre es zu den auf dem Büromarkt gesuchten Objekten.


    Schmittchen hatte Recht. Seit einer Woche wird der Estrich raus gemacht. Geplant werden, na was wohl, Luxuswohnungen. Das Gebäude, welches in dieser Höhe heute nicht mehr genehmigt würde, wird entkernt. Ähnliches passiert ja an mehrfacher Stelle (z.B. Westendstraße). Hinten kommen große Balkone dran.


    Ein Bauschild ist bislang weder bei der Baufaufsicht online noch vor Ort vorhanden.

  • Feuerbachstraße: Projekte "Con.Senso" und "F8"

    Aber es steht eine Werbetafel an der Feuerbachstraße 8:



    Bild: Schmittchen


    Die Website des Projekts "F8" ist noch ohne Inhalte. Der Entwurf ist von Scharnberger Architekten. Etwas vergrößert:



    Grafik: Scharnberger Architekten / Frankfurt Picolo, Foto: Schmittchen


    "Con.Senso" und die umzubauende Feuerbachstraße 8 vom Westendplatz:



    Die Rückseite der beiden Häuser:



    Bilder: Schmittchen

  • Feuerbachstraße 8

    ^ Das "f8" ist doch ein ganz solider Entwurf, mal davon abgesehen, dass die niedrigen Deckenhöhen auch die Wohnqualität etwas deckeln und dass man aus einem Schuhkarton auch durch größere Umbauten keine Louis-Vuitton-Tasche machen kann. Bodentiefe, doppelflügige Fenster mit Lamellen-Klappläden, Balkone, Glasbrüstungen, Tiefgarage - sieht alles nach einer hochwertigen Ausstattung aus. Die Ein-/Ausfahrt scheint durch die farbliche Gestaltung geschickt kaschiert zu werden. Auch nett.

  • Neues Projekt Arndtstraße 26 und diverse Updates

    Beim Abriss des älteren Einfamilienhauses, den Kettenhof an der Ecke Arndtstraße und Kettenhofweg beobachtet hat, bleibt es nicht. An der südwestlichen Ecke des Parks der Villa Lindenstraße 27 wird ein Mehrfamilienwohnhaus gebaut. Tätig ist die Firma Kropp aus Großenlüder. Bauherr ist einer aushängenden Vorankündigung zufolge die Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung (Web). Ansonsten hängt lediglich eine Abbruchgenehmigung aus, die ein Büro Clormann Neis Krebs aus Hanau als Entwurfsverfasser ausweist.



    Das gibt es bereits zu sehen:



    An der Lindenstraße, beim Projekt "Unter den Linden", laufen die Natursteinarbeiten. Der Stein fällt heller aus als auf der aktuellen Visualisierung:



    Natursteinarbeiten auch beim Projekt Westendleben:



    Auf dem Grundstück Rüsterstraße 7-9 haben schon die Gründungsarbeiten für den Neubau für die VTB-Bank begonnen.



    Das aushängende Bauschild weist die Allianz Lebensversicherungs AG als Bauherrin aus (Lang & Cie. dürfte Generalübernehmer sein). Soweit ich weiß, ist die Allianz auch Eigentümerin der im Hintergrund zu sehenden Liegenschaft Niedenau 25. Obwohl das Gebäude reichlich desolat aussieht, besonders von der Niedenau aus, scheint es noch teilweise genutzt zu werden. Dennoch ist zu erwarten, dass hier demnächst das nächste Projekt ins Haus steht.



    Wie wir wissen, ist das Generalkonsulat der lustigen Party-Republik Irak in das ehemalige Iberia-Gebäude an der Ecke Westendstraße und Niedenau gezogen. Das damals von epizentrum nicht gemachte Foto liefere ich nach:



    Die Einfriedung ist im Vergleich zu anderen Konsulaten erstaunlich dezent ausgefallen.



    Bilder: Schmittchen

  • Grüneburgweg 139

    Das ist ja eine wahre Flut von Westendupdates in der letzten Zeit :) Hier noch eins vom Grüneburgweg 139 (#461, Lage), wo die Gerüste gefallen sind. Sieht gut aus, vor Ort auch weniger steril als hier auf dem Foto. Wenn alles fertig ist, mach ich mal ein paar Detailaufnahmen.



    -Bild von mir-

  • Vieles richtig gemacht, Problem sind halt die großen, völlig ungegliederten Fenster. Zumindest abgesetzte Oberlichter, die auch kaum Einfluss auf die Lichtmenge hätten, würden Wunder wirken. So gilt hier wieder mal der Spruch von den Fenstern als Augen des Hauses, die hier fast nicht vorhanden sind.

  • Oberlichter? Definitiv Planung aus Schilda, wenn der künftige Nutzer an seine Fenstertür treten würde und einen Kämpfer genau vor den Augen hätte. Bei den heute gängigen Geschosshöhen, die es wohl auch hier gibt, wäre dies zu erwarten.

  • ^Echt? Im Vergleich erscheinen mir die Fenster im Neubau exakt so hoch wie das Fenster im Nachbarhaus zur Linken (3. OG mit Geländer), welches ein Oberlicht hat. Von daher ist doch @RMAs Einwurf keineswegs so abwegig. Die Geschosshöhen dürften sich entsprechen, der Neubau ist nur deshalb niedriger, weil er kein Hochparterre hat.

  • So hatte ich das eigentlich auch verstanden. Aber klar müssen die Stockwerkshöhen solche Fenster erlauben. Dass es wesentlich harmonischer wirken würde, ist für mich aber unbestreitbar. Ich habe zum Spaß mal eine laienhafte kleine Fotomontage anhand Robbis Bild nur für das oberste Stockwerk erstellt:



    Bild: Robbi

  • ^ Finde auch, dass das um einiges besser aussieht. Bin (meistens) auch kein Fan von ungegliederten Fenstern. In diesem Fall täte die Gliederung gut. Was man alleine bei den Fenstern für das ganze Gebäude erreichen kann finde ich oft erstaunlich.