Westend-Süd - links und rechts der Bockenheimer Landstraße

  • Dantestr. 6, 11; Senckenberganlage 28, Grüneburgweg 139

    Die Entkernung an der Dantestr. 11 (Info und letzte Fotos hier und dort, mit weiteren Verweisen) schreitet voran.



    Im rechten Teil wird jetzt der unpassende 2. Stock angetragen.



    Dabei wird, wie schon auf dem letzten Bildupdate zu erkennen, der Abgerissene Rückteil wieder aufgemauert.



    Gegenüber in der Dantestr. 6 nähert sich das Novum Westend der Vollendung (letzte Fotos siehe Links oben).



    Lange tat sich an der Senckenberganlage 28 (letzte Bilder an dieser und dieser Stelle) wenig bis nichts. Jetzt rückte, wie Wikos feststellte, ein Abrissbagger ran. Ich gehe mal stark davon aus, dass der Abriss sich auf den rückwärtigen Teil beschränkt.



    Im Hintergrund zu sehen ist das ent-rüstete Novum Westend.



    Blick am Novum Westend vorbei auf die Rückseite.



    Im Grüneburgweg 139 (#334) wird jetzt in die Höhe gebaut, das Ergebnis dürfte den Entwürfen nach zu urteilen ganz ansehnlich werden.



    -Bilder von mir-

    Einmal editiert, zuletzt von Robbi () aus folgendem Grund: Links repariert

  • Neues Projekt: Oberlindau 80

    Der nächste Umbau eines veralteten Bürohauses in ein Wohngebäude steht an der Oberlindau bevor. Das bisher unter den Hausnummern 80-82 geführte Gebäude steht nahe der Ecke zum Grüneburgweg, also gerade noch im richtigen Stadtteil für diesen Strang.


    Der vermutlich aus den 1970er-Jahren stammende Bürobau mit seiner Fassade aus poliertem Granit, hier bei Street View und auf dem Bing-Luftbild, hat gegenwärtig acht Geschosse. Dabei soll es nach dem Umbau bleiben. Anders als zuvor sollen die beiden obersten Stockwerke aber künftig als doppeltes Staffelgeschoss ausgebildet werden. Dazu ist anscheinend zur Straße hin über sechs Geschosse ein Anbau mit relativ geringer Tiefe geplant, bis zur Traufe des nördlichen Nachbarhauses, was wohl deshalb möglich ist, weil das Gebäude bisher ein wenig hinter der Bauflucht zurückbleibt.


    Gleichwohl gewiss eine bedenkliche Höhe für die gründerzeitlich geprägte Umgebung. Daneben steht allerdings ein noch unpassenderes Gebäude mit 14 Geschossen, nämlich das "AIG-Haus", Oberlindau 76-78. Eine wirklich erstaunliche Höhe, zumal sich südlich zweigeschossige Häuser anschließen. Übrigens müssen die künftigen Bewohner die Zufahrt eben jenes "AIG-Hauses" nutzen um zu ihren Tiefgaragenplätzen zu kommen.


    Der Entwurf stammt vom Frankfurter Büro Scharnberger. Entwickler ist die Unternehmensgruppe Schütt, Frankfurt am Main. Informationen zum Projekt einschließlich PDF-Broschüre gibt es hier.


    Visualisierung der Straßenseite:


    Rückseite bei Tag:


    Und in der Dämmerung:

    Bilder: Unternehmensgruppe Schütt / Scharnberger Architekten / screen ID

  • Oberlindau 80: In der Tat eine bedenkliche Höhe und damit eine negative Entwicklung. Hier sieht man mal wieder wie wichtig eine Gestaltungssatzung für dieses gründerzeitliche Umfeld wäre.

  • SCHUMANN9 (Schumannstraße 9)

    Ein neues Projekt gibt es in der Schumannstraße 9 (Karte). Es heißt - originell und unaufdringlich - SCHUMANN9. Bauherr ist die LOGO Immobilien GmbH aus Bad Soden. Der Entwurf stammt von Lange + Huber Architekten, Frankfurt. Hinter der Vertriebsfirma ESC Immobilien steht der Unternehmer Vjeko Vukovic, der wiederum mit der Firma STIBRA DEvelopment Consulting die das Projekt Villa Guiollett vermarktet. (Auf dem Bauplakat steht übrigens ECS Immobilien.) Das Bestandsobjekt scheint in den letzten Jahren mindestens einmal den Besitzer gewechselt zu haben; denn die RK Grundvermögen GmbH kündigt auf einer Projektseite den "globalen Verkauf" des Objektes und den Abschluss der Baumaßen für Mai 2011 an.


    Jedenfalls saniert man ein freistehendes Mehrfamilienhaus. Dabei entstehen neun Eigentumswohnungen von jeweils etwa 80, 130 bzw. 180 qm (Penthouse). Es werden große Balkone angebaut, eine Dachterrasse eingerichtet, neue Fensterelemente mit ungewöhnlich großen Fensterflächen und, wie üblich, ein Fahrstuhl eingebaut. Ich tue mich gerade schwer, den ursprünglichen Baustil einzuordnen. Google Street View zeigt ein streng gegliedertes Haus mit großflächigem Vorsprung, sehr flachem Walmdach und auch damals bereits ungewöhnlich großen Fenstern mit vertikaler Teilung im Verhältnis 1:2:1. Wer hilft mir auf die Sprünge?


    So soll das Haus nach seiner Sanierung ausschauen:



    Die Rückseite:



    Bilder: LOGO Immobilien GmbH, Bad Soden / Bauconstruct GmbH, Bad Soden


    Zur Zeit laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren:



    Das Dach ist verschiefert:



    Die Rückseite zeigt eine schöne Gliederung des Baukörpers:



    Bilder: epizentrum


    Es gibt auch eine aktuelle Projekt-Website inklusive der Baubeschreibung (PDF), aus der ich oben zitiert habe. Letztere stammt von Februar 2011. Obwohl: Vielleicht handelt sie doch von einem anderen Projekt? Es heißt dort Schuhmann9 in der Schuhmannstraße.

  • Ich würde schätzen, wenn man sich im StreetView die Seiten des Gebäudes einmal anschaut, dass es sich im Kern noch um eine Gründerzeitvilla handelt, die in den frühen 50ern (oder möglicherweise auch schon End-40ern) einen Komplettumbau der Straßenfront erfahren hat. Ein interessantes Objekt, wie ich finde.

  • Myliusstraße 11

    Hatten wir das hier schon? Für die Myliusstraße 11 zeigt Landes&Partner auf ihrer Website unter "Aktuelles" diese Miniatur-Visualisierung eines Entwurfs für den Neubau eines Mehrfamilienhauses:



    Bild: Landes&Partner Architekten, Frankfurt am Main


    Die Satellitenkarte von Google zeigt an dieser Stelle ein relativ schmales Bestandsgebäude mit Hinterhaus sowie ein Nebenhaus an der Nr. 9. Die OSM-Karte irrt an dieser Stelle übrigens ausnahmsweise. Sie verortet die Nr. 11 eins weiter südlich. Ein Blick in PlanAS klärt.


    Termine und Status werden nicht bekannt gegeben, der Bauherr allerdings schon: Eine Eigentümergemeinschaft Myliusstraße Hagen Ihlefeld. H. Ihlefeld ist selbst Architekt und wurde zu Studienzeiten auch schon hier im Forum erwähnt.


    Der Landes-Entwurf jedenfalls scheint die zerstreute und zufällig wirkende Kleinbebauung gegen einen ordentlichen Lückenschluss zu ersetzen. Das soll allemal recht sein.

  • Sal.Oppenheim, Occidens + Ecke Mendelssohn/Bockenheimer Land

    Sal. Oppenheim hat jetzt eine Dachbegrünung und ist damit wohl abgeschlossen


    By thomasfra at 2011-07-11

    Occidends hat sich seit dem letzten Blick von oben am 26.02. massiv verändert, allein durch den nachgewachsenen Anbau


    By thomasfra at 2011-07-11

    Die Aufstockung des Wohnhauses Ecke Mendelssohnstraße/Bockenheimer Landstraße von oben, letzte Straßenansicht hier


    By thomasfra at 2011-07-11

  • Projekte im südlichsten Westend

    Passend zur sommerlichen Hitze bin ich durch das südlichste Dreieck des Westends spaziert. Hier wird weiterhin an jeder Ecke gebaut. Deshalb, Achtung: 10 Projekte!


    Am Zimmerweg 13-17 entsteht nach dem Entwurf von Landes und Partner (Projektseite) das Mehrfamilienhaus mit dem mehrdeutigen Projektnamen Tout de Suites. Der Infobeitrag findet sich hier, der letzte mit Fotos hier (OSM-Karte). Inzwischen steht ein Kran, und die Baugrube füllt sich. Die Arbeiter posierten freundlicherweise für ein Foto:



    Von der gegenüberliegenden Seite:



    Im Verkaufscontainer steht ein kleines Modell, das Schmittchen im März von vorne fotografierte, und am Bauzaun hängt ein Banner mit dem üblichen "Casting". Hier Fotos davon:



    Bilder: epizentrum


    Die Projektseite von Landes und Partner zeigt diese beiden 3D-Renderings, von denen wir das erste vom Bauzaun kennen. Vorderseite:



    Und die Rückseite mit Balkon und Vor-/Rücksprung-Landschaft und breiten, bodentiefen Fenstern:



    Bilder: Landes und Partner Architekten, Frankfurt


    Die anderen neun Projekte folgen im nächsten Beitrag.

  • Projekte im südlichsten Westend

    Weiter geht's.


    An der Feuerbachstraße 6, Ecke Westendplatz entsteht das Wohnhaus mit dem Projektnamen Con.Senso. Infos: Vorstellung, Projektseite von Mathis Architekten, Karte. Jetzt gibt es auch hier einen Kran, und die Baugrube wird vorbereitet:





    Rendering vom Bauplakat und das Bauschild:



    In der Westendstraße 61 entsteht Westendleben: Projektseite, Infobeitrag, Erster Hinweis, Abgerissene Bestandsgebäude, Karte. Der Rohbau ensteht und wird ziemlich mächtig:



    Von der Seite rechts:




    An der Westendstraße 12, Ecke Niedenau, ist eine Sanierung in Gang, die wir hier, glaube ich, noch nicht hatten. Bis vor kurzem residierte hier das Frankfurt-Büro der Iberia-Fluggesellschaft. Das Haus ist durchaus gepflegt, allerdings dürfte es als Bürohaus kaum Interessenten anziehen. Infos: Street View, Karte. Weitere Informationen habe ich keine gefunden. Aktuelle Bilder:





    An der Niedenau 40 baut die Bauwerte Gruppe, Bad Homburg, bekanntermaßen nach dem Entwurf von Karl Dudler ein Mehrfamilienhaus. Infos: Bauwerte-Website (ebenfalls "im Aufbau"), Projektseite von Karl Dudler, Entdeckung, Fotos von August 2010, Modell und Fotos von der Rückseite von März 2011, Karte. Und hier der Baustand:



    Die Balkone wirken bullig:



    Ein neues Bauplakat hängt am Gerüst:



    Etwas südlich vom Con.Senso wird an der Feuerbachstraße 16 ein bewohntes Haus saniert. Es geht sicher vor allem um die Fassade. Anscheinend wurde aber auch ein kleiner Aufsatz aufgebaut. Weitere Informationen habe ich nicht gefunden. Karte: hier). Fotos, nachfolgend:





    Sprung zur Rheinstraße 7 bzw. Savignystraße 37. Dort wird ebenfalls ein Mehrfamilienhaus saniert. Es stammt eventuell aus der Nachkriegszeit. Hierzu auch nur die Lage und ein Foto:




    Die Savignystraße ein wenig hinauf steht an der Nummer 43 das seit Oktober 2009 sanierte Bürogebäude leer. Es bietet 2000 qm Mietfläche und sieht gar nicht einmal so übel aus - auch wenn es jetzt kein Walmdach mehr hat. Siehe auch Infobeitrag, Beitrag zur Fertigstellung, Karte und ein aktuelles Foto mit Makleranpreisung:




    In der Guiolletstraße 45 entstand 2009 das Wohnhaus mit dem Projektnamen WestendSinfonie, das durchaus ansprechend geworden ist, für das ich hier keine Fotos nach der Fertigstellung finden konnte. Auch hierzu: Projektseite, Frag das Forum, Fotos:




    Dann noch ein kleines Projekt an der Bettinastraße 26. Hier hat die katholische Kirche den Verbindungsteil zweier schlichter Gebäude mit den Nummern 26a und 28 namens "Antoniushaus" ihres Ensembles an der St.-Antonius-Kirche ersetzt, das ihre Treppenhäuser wohl aus den beiden Hauptgebäuden in dem neuen verglasten Treppenhausbau zusammenlegt und somit wohl Nutzfläche in den Hauptgebäuden gewinnt. Eine einfache Lösung, die den Abschnitt aufwertet:



    Bilder: epizentrum


    Zum Vergleich: Stadtplan Ffm (Luftbild von März 2010), OSM-Karte, Google-Satellitenkarte, Street View.

  • Danke für das Update.


    Aber es ist doch einfach nur noch eine unglaubliche Schande, dass von so vielen Neubauprojekten, gerade mal ein einziges(!) mit einer diesem Stadtteil angemessenen Dachgestaltung daherkommt (wenn man vom zu erwartendend Materila mal absieht).
    Die Erhaltungssatzung für den Statteil hätte man sich auch schenken können. Ohne extrem strenge Gestaltungssatzung scheint es ja wohl einfach nicht mehr zu gehen heutzutage...

  • Vielen Dank für den umfangreichen Rundgang. Es ist schon beachtlich in welchem Tempo sich das Westend (endlich) mehr zu einem Wohnviertel entwickelt. Auch wenn jede Woche ein neues Projekt hinzu zu kommen scheint, kann es eigentlich gar nicht schnell genug gehen. Es gilt jahrelangen Stillstand nachzuholen. Die deplatzierten und belanglosen Büro-Klötze sind beispielsweise an Alleen wie der Liebigstrasse (z.B. Alte Leipziger Gebäude) oder der Oberlindau (z.B. das monströse AIG-Haus) immer noch allgegenwärtig. Wenn man die Myliusstrasse, eigentlich eine Traumlage mit hohen Mieten, entlang geht, ist das Aufwertungspotenzial noch immer beträchtlich. Teilweise sind dort noch einfachste Plattenbauten (z.B. Sigmund-Freud-Institut) zu bestaunen.


    Ein Wort noch zu der Architektur der neuen Stadtvillen mit hellen Sandstein-Fassaden, die eine klare Bereicherung darstellen. Abgesehen von dem fehlenden Dächer-Gestaltungswillen werden diese Neubauten zu oft durch hohe Zäune mit Hochsicherheits-Eingängen zu regelrechten "Trutzburgen" umgebaut. Manchmal werden Erdgeschoss-Bereiche sogar mit Sichtbeton-Wänden versehen. Ich erwarte keine Gastronomien oder Kitas in den Sockeln, aber ein bisschen mehr Austausch mit der direkten Umgebung wäre schon wünschenswert. Wenn sich diese Projekte schon "Westend Leben" oder "Green Urban Living" nennen dürfen, dann sollten sie auch zum "städtischen Leben" ihrer Nachbarschaft beitragen und mehr Bereitschaft zum urbanen Miteinander zeigen. Im Nordend oder Sachsenhausen kommen viele Prachtbauten auch ohne komplett abgeriegelten Erdgeschoss-Bereich aus.


  • Manchmal werden Erker sogar mit Sichtbeton-Wänden versehen.


    Was meinst Du mit "Erker"?
    Aus dem Kontext deines Beitrags kommt es mir vor als meintest Du "Erdgeschoss" wo du von Sichtbeton und komplett verrammelt schreibst.

  • Sorry, ich meinte tatsächlich Erdgeschoss-Bereiche und nicht Erker, die zur Absperrung beitragen. Das habe ich nun auch im Beitrag geändert.


    Noch haben wir in Deutschland ja zum Glück keine "Gated Communities", aber je mehr in Abschottung und teure Abgrenzungsmaßnahmen investiert wird, umso mehr ähnelt es diesem Modell.


    Übrigens steht das oben angesprochene AIG-Haus an der Oberlindau 76-78 leer (Streetview). BNP Paribas und CBRE suchen nach Nachmietern für die etwas betagten Büros in den 14 Geschossen. Die Hoffnung auf Abriss und Neubau einer Wohnimmobilie ist sicherlich nicht außer Reichweite. Schmittchen berichtete bereits an dieser Stelle von dem Umbau von Oberlindau 80.

  • Occidens

    Die durch Abriss der Barckhausstraße 18 entstandene Lücke ist nun vollständig gefüllt:



    Sehr mäckleresque Details:




    Bauteil mit Mansarddach und Traufhöhe der Nachbarbauung an der Ecke zur Ulmenstraße:



    Bilder: Schmittchen