Westend-Süd - links und rechts der Bockenheimer Landstraße

  • Oppenheim zieht in Villa der Hypothekenbank Rheinboden

    Die kölner Privatbank Sal. Oppenheim wird ab Herbst aus den derzeit angemieteten Räumen in der Untermainanlage in die bis vor kurzem von der untergegangenen Hypothekenbank Rheinboden genutzte Gründerzeitvilla in der Bockenheimer Landstrasse 23-25 umziehen. Zudem wird der ganze Komplex bis 2011 für mehr als 100 Millionen Euro umgebaut und durch Neubauten ergänzt. Der Komplex wird auch einen Handelsraum umfassen und wird 600 Mitarbeitern Platz bieten.


    (Handelsblatt Printausgabe 9. Juli 2007)


    Leider konnte ich zu der Meldung online nichts finden, ich habe den Artikel aus dem Handelsblatt zusammengefasst. Ich verstehe die Meldung so, dass die Bank im Herbst in den Altbau zieht und die weiteren Umbau- und Neubaumassnahmen bis 2011 durchgeführt werden. Zu den Umbau- und Neubaumassnahmen finden sich leider keine Details.
    Bei dem Gebäude handelt es sich um das Sandsteingebäude aus der Gründerzeit mit prächtigem Säulenportal schräg gegenüber von der BHF-Bank, die ja seit zwei Jahren zu Sal. Oppenheim gehört

  • Es handelt sich um das Gebauede der AHBR, die heute zu LoneStar gehoert. Die 100 Mio. schliessen sicherlihc den Kaufpreis mit ein. Zudem meine ich die Transaktion so verstanden zu haben, dass Oppenheim erst 2011 umzieht. Zumindest der duerfte der Mietvertrag mit Metzler in der Untermainanlage noch einige Zeit laufen.

  • Also, ich kann die Meldung nur so verstehen, dass Oppenheim bereits im Herbst in das Gebäude umzieht.


    Hier nochmals eine genauere Zusammenfassung des Artikels Handelsblatt, 9. Juli 2007, S.22:
    - Die Bank Sal. Oppenheim will ab Herbst in Frankfurt in eigene Räume ziehen, nachdem die gemieteten Büros in der Untermainanlage zu klein geworden sind.
    - Die Bank hat sich für den derzeitigen Sitz der jetzt zum Eigenkapitalfonds Lone Star gehörende Allgemeinen Hypothekenbank Rheinboden (AHRB) entschieden, eine Villa aus der Gründerzeit in der Bockenheimer Landstrasse 23-25.
    - Auf dem Areal soll für 100 Mill. Euro ein Um- und Neubau stattfinden, der gesamte Komplex, zu dem auch einen Handelsraum gehören wird, soll dann 2011 fertiggestellt sein und insgesamt 600 Mitarbeitern Platz bieten.


    Vielleicht zieht man zuerst nur mit einem Teil der Mitarbeiter um? Wenn ich mich richtig erinnere schließt sich an den Altbau des Gebäudes ein Neubau an, der rückwärtig bis zum Kettenhofweg reicht, vielleicht konzentrieren sich Um- und Neubauten auf diesen Bereich und werden erst in Angriff genommen, wenn schon ein Teil der Mitarbeiter in den Altbau gezogen ist. Wie erwähnt befindet sich auf der anderen Seite der Bockenheimer Landstrasse das Hochhaus der zu Oppenheim gehörenden BHF-Bank, vielleicht werden in einer Übergangszeit auch Räume in diesem Gebäude genutzt.

  • So langsam nimmt Frankfurt wieder Fahrt auf, wie es aussieht. Auch das zwölfgeschossige Hochhaus Bockenheimer Landstraße 33-35, früher Sitz der Hypo-Bank, wird abgerissen. Die Arbeiten laufen bereits. Danach soll dort und auf einem Nachbargrundstück ein niedrigerer Neubau errichtet werden, beauftragt ist das Büro Jo Franzke (Frankfurt). Das steht in einer heutigen Vorabmeldung der FNP.


    Es handelt sich um das kleine Hochhaus mit dunkler Fassade gegenüber dem WestendDuo, erbaut 1971. Hier ein Foto von Mai 2007 aus an sich idealer Perspektive, nämlich vom Dach des WestendDuo - doch leider leider ist dieser oberste Umgang mit gerastertem Glas umgeben, so dass halt nur so etwas rauskommen konnte:



    Edit - noch ein Foto vom selben Tag, diesmal ohne Pünktchen von der 44. Etage des Marriott-Hotels:

    Bilder: Schmittchen

  • Letzten Freitag waren deutlich die ersten Abbrucharbeiten im Bereich des Erdgeschosses zu sehen, die ich aber eher als Vorbereitungen zu einer weiteren Sanierung interpretiert habe. Ich wollte eigentlich ein Foto machen, habe es aber irgendwie dann doch verpennt. Allerdings gibt es eines vom Maintower, ohne Raster. Die Frage, was damit geschieht, drängte sich schon lange auf. Das gilt auch für den ehemaligen Ernest&Young Turm an der Eschersheimer, wobei hier wohl eher ein Komplettsanierung Sinn macht.



    Bild: cyfi

  • Sehr schön. Gut zu sehen, welches wohl das zweite abzureißende Gebäude ist: Vermutlich das Haus, das auf deinem Bild vor der SEB steht. Da die Straße die Niedenau ist, dürfte das mit der Ulmenstraße in der Vorabmeldung falsch sein.


    Edit: Außer dem Hochhaus abgebrochen wird nicht das höhere Haus auf dem Foto genau vor der SEB (Sitz u. a. von "Haus & Grund"), sondern das auf CYFIs Bild gerade noch sichtbare kleinere Gebäude rechts davon. Anschrift Niedenau 65. Auch hier wurde mit dem Abriss schon begonnen.

  • Abriss Gründerzeithaus Schubertstraße 18

    Gestern wurde in der Schubertstraße das Mansarddach einer alten Stadtvilla vom Schiefer ent-deckt (das alte verzierte Haus neben dem Struwwelpeter-Museum) - der Bauarbeiter teilte mir mit, daß es nun abgerissen wird: "Isch hätts net abgerissen, des is innen gut sanierbar, schad' drum!" Ja, das ist es in der Tat. Auch um das Haus welches für die KfW an der Senckenberganlage fallen muss, hat hier jemand einen Link?)


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    Ja: http://www.deutsches-architekt…orum/showthread.php?t=317 (ab #132). Eine Suchfunktion haben wir aber auch.

  • Wieso wird das abgerissen? Was soll denn dieser Müll schon wieder?? Die sollten sich lieber um die Bausünden kümmern und nicht noch weiter Altbauten abreißen. Echt zum kotzen!

  • Da kann ich mich nur anschließen. Ich muss schon sagen, ich bin fassungslos - vor 40 Jahren zerstört man eines von wenigen zusammenhängend erhaltenen Gründerzeitvierteln in Deutschland für solche Monster wie aus Beitrag #2, und heute sollen die wieder für das abgerissen werden, was dort ursprünglich stand, Wohnbauten. Und klar, fleissig weiter nebenher abreissen - wir haben ja genug von dem alten Zeug (frei nach Adickes).


    Nur dumm, dass eine Wohnbebauung nie wieder die Qualität eines sanierten Gründerzeitlers erreichen wird. Sorry, aber das ist in der Summe nicht nur einfach krank, sondern es sagt auch eine Menge über die Halbwertszeit und Güte sogenannter moderner Architektur aus. Aber ich weiß, gleich wird man mir wieder erzählen, dass damals einfach nicht die richtigen Architekten am Werk waren. :angry:

  • Hochhaus Bockenheimer Landstraße 33-35

    Danke für die Infos - ich hab mich schon gefragt, was da wohl passiert. Hätte auch eher auf Sanierung getippt, aber OK. Der Abriss ist kein Verlust. Weiß jemand, was derzeit mit dem Rhein-Main-Center passiert? Da sind seit Monaten Bauarbeiten im Erdgeschoss / Eingangsbereich im Gange; da sich aber am Rest der Fassade nichts getan hast, gehe ich davon aus, dass nur ebendieser Eingangsbereich saniert wird. Das dauert aber schon ziemlich lange...


    Nochmal zu meiner Frage:


    Was könnte Herr Schmal im Interview gemeint haben - welches Hochhaus in der Ulmenstraße soll zu einem Wohnhaus umgebaut werden? Die SEB? Das helle Gebäude vorne rechts in Schmittchens Bild, direkt an der Bockenheimer?

  • Nochmals Abriss Gründerzeithaus Schubertstraße 18

    Zum Abriss des Altbaus in der Schubertstrasse steht morgen ein Artikel in der Frankfurter Rundschau. Hier gehts zum Weblink


    Der zweitstockige Bau (plus Dach) soll durch ein vierstoeckiges Gebaeude mit fuenf Wohnungen ersetzt werden. Die gute Nachricht dabei kommt von Michael Kummer, Leiter der Bauaufsicht: "Für den Laien wird das Gebäude wie aus dem 19. Jahrhundert aussehen."


    Ist zwar immer noch nicht so doll, aber immerhin.


    Viel schlimmer ist, dass auch hier mal wieder kein Denkmalschutz besteht, weil nach dem Krieg aufgrund der Beschaedigungen bauliche Veraenderungen vorgenommen wurden.

  • Weiß jemand, was derzeit mit dem Rhein-Main-Center passiert? Da sind seit Monaten Bauarbeiten im Erdgeschoss / Eingangsbereich im Gange; da sich aber am Rest der Fassade nichts getan hast, gehe ich davon aus, dass nur ebendieser Eingangsbereich saniert wird. Das dauert aber schon ziemlich lange...


    Es erfolgt in der Tat nur eine Aufwertung/Erneuerung des Eingangsbereichs, nachdem mit dem Auszug der Anwälte ein wichtiger Ankermieter wegfiel. :-)

  • Wohnungen hören sich sehr gut an, an dieser Stelle muß endlich etwas passieren.


    Hier noch ein nachgereichtes Foto zur Meldung #571, Bockenheimer Landstrasse 33-35.



    Bild: cyfi

  • 3 Fotos zum Abriss des Hochhauses Bockenheimer Landstraße 33-35. Nähere Infos dazu im Beitrag #569 von Schmittchen.


    01.08.07:



    10.08.07:

    Fotos: MartinLSC

  • Sal. Oppenheim zieht an die Bockenheimer (siehe oben)

    Ein Bericht der Immobilienzeitung bestätigt ponzis Nachricht aus dem Handelsblatt: Der Firmensitz der ehemaligen Allgemeinen HypothekenBank Rheinboden (AHBR), heute Corealcredit, in der Bockenheimer Landstraße 23-25 wurde von Sal. Oppenheim gekauft. Die Gebäude werden für 100 Mio. Euro umgebaut und erweitert. Der Umzug ist allerdings erst 2011 geplant, bis dahin wird die Bank in der Untermainanlage 1 bleiben. Corealcredit zieht in den Grüneburgweg.


    Die AHBR-Gebäude bestehen natürlich nicht nur aus dem prächtigen Altbau an der Bockenheimer. Es gibt einen rückwärtigen Trakt, der bis zum Kettenhofweg reicht. Schätzungsweise in den späten Siebzigern erbaut, mit hochwertig wirkendem Naturstein recht ansehnlich. Es gibt auf dieser Höhe einen öffentlichen Fußweg zwischen Kettenhofweg und Bockenheimer, von dort aus kann sich den Komplex recht gut anschauen.

  • Auf den Seiten von Meyer Schmitz-Morkramer (http://www.msm-architecture.com unter Projekte-Wettbewerbe) findet sich ein Entwurf, der offenbar für eine Bebauung des Grundstücks Bockenheimer Landstrasse 33 gedacht ist. Ist laut Website ein Beitrag im Rahmen eines eingeladenen Wettberwerbs. Da nach den zitierten Presseberichten festzustehene scheint, dass die Neubebauung nach einem Entwurf von Jo Franzke erfolgen soll, wird dieser Entwurf wohl nicht realisiert werden, gibt aber vielleicht dennoch einen Anhaltspunkt dafür, was man ungefähr erwarten kann. Dieser Entwurf sieht so aus, als ob auch das Gebäude hinter dem Hypobank Hochhaus abgerissen würde. Ist das tatsächlich geplant, oder soll der Bau jetzt nur auf dem Gelände des derzeit abgerissenen Hochhauses und dem kleinen Nachbargrundstück in der Niedenau erfolgen?



    Bild: Meyer Schmitz-Morkramer

  • Oha! Ist ja hochinteressant.


    Wenn es von den Ausmaßen her so umgesetzt würde, müsste dafür definitiv auch das zweite Hochhaus abgerissen werden, welches neben dem steht, was gerade abgetragen wird. Das allein ist nämlich viel zu klein für die Grundfläche dieses Neubaus.
    Außerdem ist ja auch kein weiteres kleines Hochhaus bis hin zum Rhein-Main-Center auf dem Rendering mit drauf.
    Ich würde sogar behaupten, dass dafür auch noch das SEB-Gebäude dran glauben müsste, zumindest wenn der Neubau von der "Tiefe" her - also wie weit er in die Seitenstraße reinreicht - den Platz umfassen sollte, wo das jetzt abgerissene Wohnhaus bis vor kurzem stand.


    Oje, war das jetzt verständlich? :)

  • das Gebäude neben dem gerade abgerissenen Haus (steht groß "The Bank of China" drauf, ich glaube es ist die BL 38), für das nun Pläne von MSM vorliegen wird von verschiedenen Mietern mit jeweils kleiner Fläche gemietet.


    Zum einen steht das Haus teilweise leer und zum anderen (und jetzt wird es interessant) sind draußen sowohl von der IDA (einer irischen Bank) als auch von der "Bank of Azerbidjan" Hinweisschilder angebracht, dass diese beiden Unternehmen gerade ausgezogen sind und wo sie jetzt zu finden sind.
    Es gibt also durchaus Hinweise darauf, dass das Haus entmietet wird und dann stehen Plänen für eine Neubebauung nichts entgegen.


    Zwischen diesem Haus und dem Rhein-Main-Center folgt dann eine kleine Strasse und dann 2-3 teilweise recht heruntergekomme Bauten, im ersten ist unter anderem die "Weinbar Westend".