Rüttenscheid (II) [Bauprojekte & Stadtbezirksplanung]

  • Der Entwurf sieht besser aus als die Altbauten auf den Fotos Philips.


    ...was aber bestimmt nicht an der Qualität meiner Bilder liegt :zunge2:


    Scheinbar soll jetzt auch das Parkhaus abgerissen und neu gebaut werden!


    Ich würde nur zu gerne Renderings der Gebäuderückseite sehen. Anscheinend soll ein weiterer Gebäudeflügel in den Innenhof rein ragen!?

  • Was ich nicht verstehe, warum wird der dm-Laden an der Martinstraße gerade saniert und vergrößert und im nächsten Jahr wird 300m weiter der nächste Laden eröffnet. Aber ansonsten bin ich froh das sich direkt am Stern mal wieder etwas verändert.

  • Hi,


    endlich mal ein Neubau der sich wieder sehen lassen kann und der auch mal nicht auf diese Billigarchitektur rein aus Glas und Stahl setzt.


    Da versteht man auch, wieso der Bauherr die Immobilie auch nicht weiter verkaufen will.


    Das mit den zweiten DM sehe ich nicht so kritisch. Denn Rüttenscheid ist ein Stadteil wo recht viele Leute wohnen und da dürften auch zwei Läden sich gut haltten.


    EDEKA wird sicherlich auch den älteren Laden beibehalten oder man wandelt den Laden an der Ecke Klara/Paulinienstr. in einen Netto Laden um.


    Und Schön das Deichmann wieder nach Rüttenscheid zurück kommt, die hatten ja vor einigen Jahren sich aus den Stadteil verabschiedet.

  • Ärger bedeutet bei uns natürlich Anwohner. Diese wollen gegen den "Hochbunker" klagen, weil drei Etagen im Hinterhof um 1,20m höher als die gegenwärtige Bebauung wären und auf die Büsche in einem Garten (Foto im Artikel) minimal mehr Schatten fallen würde. Mit diesem Foto mit den um Lebensqualität besorgten Anwohnern könnte man glatt den Wikipedia-Artikel [Unverschämtheit] bebildern. Wie der städtische Planungsleiter sagt, es ist ein Kerngebiet. Eigentlich hätte ich dort hinter sieben Etagen an der Straße in einem oder zwei Querriegeln mehr als nur drei Etagen erwartet. Wären es zwei, wie die Anwohner fordern, wäre die Hinterhofbebauung nicht um mickrige 1,20m höher als die jetzige, sondern um über 2m niedriger. Diesen Weitblick sollten die Anwohner dem Investor bezahlen, verlorengegangene Fläche mal üblicher Qm-Preis.


    Als Kompromisslösung könnte der hintere Teil wie der vordere gestaltet werden (die im Artikel abgebildete Zeichnung wirkt wirklich nicht so gut) und die obere Etage durch Dachschrägen wie die an der Straße abgemildert werden.

  • Hallo,


    es stellt sich auch die Frage. In wie weit die Planungen für den Innenhof schon abgeschlossen sind. Auf Bilder in der Druckausgabe, kam die Hinterhof Bebauung deutlich besser rüber.


    Aber dennoch glaube ich nicht das man den Anwohnern da war ganz anderes zugesagt hat.


    Es hätte mich aber doch gewundert, wenn nicht doch einige Leute gegen den Neubau gewesen wären.


    Grüße

  • Investor verteidigt Pläne für Neubau am Rüttenscheider Stern in Essen im WAZ-Portal. Der Investor Kölbl-Kruse sagt, er habe Ende 2010 die Anwohner über die genauen Pläne informiert und Gespräche gesucht. Die Anwohner hätten die Gespräche verweigert und lieber mit der Stadtverwaltung kommuniziert. Der Investor reklamiert für sich behutsame Vorgehensweise und bezeichnet den Bebauungsplan als einwandfrei.


    Zum Zankapfel wurde die dreigeschossige Bebauung im Hinterhof. Die früher von der Stadt veröffentlichten Pläne mit ein- bis zweigeschossiger Bebauung stammen aus einer Zeit, in der das Grundstück noch nicht von Kölbl-Kruse gekauft wurde. Die höhere Bebauung wird weiter von den Nachbarhäusern entfernt sein als die jetzige im Hinterhof. Ob der Investor selbst in die dort errichteten Büros einzieht, ist noch nicht entschieden.

  • Wenn das so stimmt, dann ist es so wie vermutet. Der Investor hat versucht jeden es recht zu machen, aber die Anlieger sich schon im Vorfeld einen Dialog verweigert.

  • Auch auf die Gefahr, hier zum Nörgler zu werden:
    Leider hat sich der Investor mal wieder bei der Stadt durchgesetzt und
    eine Etage mehr vermietbare Fläche zugestanden bekommen, als in der
    ursprünglichen Planung.


    Dies hat dem Glückauf Haus auch schon den Dachstuhl und eigentlich
    denkmalgeschütztes Art-Deko-Interieur gekostet.


    Hier führt dieses Zugeständnis zu einer deutlichen qualitativen Verschlechterung
    des Entwurfs. Hatte der erste RKW Entwurf durch seine großzügigen
    Deckenhöhen (in der 2. Etage und wahrscheinlich auch darüber) noch eine
    gewisse Leichtigkeit, wird jetzt in die zugelassene Bauhöhe ein Vollgeschoss
    mehr gequetscht. So erhält die gesamte Mitte des Baukörpers die gleiche
    Kaninchenstalloptik, die im Ist-Zustand schon da ist.


    7 Vollgeschosse bedeuten übrigens, dass der neue Komplex wahrscheinlich
    auf den Milimeter die gleiche Höhe bekommt, wie die heutige Kiste. Die
    Rückansicht des Hauptgebäudes (im Beitrag vor mir zu sehen) ist komplett
    uninspiriert.


    Sorry, Essen hätte sich an dieser exponierten Stelle viel mehr wert sein
    sollen, als auf das erst beste Angebot einzusteigen.

  • ^^^^ Mir gefällt die Rückansicht des Hauptgebäudes ebensowenig, aber es würde ausreichen, sie ähnlich der Straßenfront zu gestalten. Als Normalpassant bekomme ich sie niemals zu sehen, nur die Nachbarn werden darauf tagtäglich schauen müssen. Hätten sie ein großes Problem damit, hätten sie die Gestaltung auch dieses Gebäudeteils angesprochen.


    Auf der Visualisierung sind die Dächer des Neubaus durchgehend begrünt und als Gärten konzipiert. Dagegen fehlt die Begrünung der flachen Anbauten der Nachbarshäuser. Wenn die Anwohner schöne Blicke haben möchten, sollten sie mit Dachgrün bei sich anfangen.

  • Stadt weist Kritik am „Stern“-Komplex ab im WAZ-Portal. Die zuständige Bezirksvertretung II hat den Bau trotz der Einwände der Anwohner genehmigt. Am 23. März steht das Projekt auf der Tagesordnung des Stadtrats. Die Stadtverwaltung betont, die Anforderungen der Vorschriften zu den Wohn- und Arbeitsverhältnissen seien berücksichtigt.


    Die CDU in der BV sprach sich gegen die dritte Etage und gegen das begehbare Dach aus. Meine Meinung: Wieso sollte ein Dachgarten mit Grün störender sein als die Pappe auf etlichen Anbauten im Blockinneren? Vom Dachgarten wird niemand etwas sehen können, was man nicht auch von den Fenstern der gegenüberliegenden Gebäude sieht.

  • Wie DerWesten in einem Artikel berichtet, will die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord an der Klarastraße 18 ein Mehrfamilienhaus mit altengerechten Wohnungen bauen. Unter dem Projektnamen „Stadtresidenz Rüttenscheider Hof“ sollen ca. 12 Wohnungen, die jeweils nicht größer als 100qm sein sollen, entstehen. Das alte Gebäude an der Stelle, an der bisher das Hotel-Restaurant „Rüttenscheider Hof“ Anlaufpunkt war, soll im Verlauf des Frühsommers abgerissen werden.


    ^^^So ganz ist mir nicht klar, ob damit wirklich dieses Gebäude gemeint ist, denn meines Erachtens handelt es sich hierbei um einen Gründerzeitler und nicht wie behauptet um einen Nachkriegsbau. Geht man natürlich davon aus, dass viele Altbauten nach dem Krieg wieder aufgebaut wurden, dann würde es sich ja generell nur noch um Nachkriegsbauten handeln. Für mich ist der Altbau des Rüttenscheider Hofes erhaltenswert. Jetzt zu sagen, es wäre ein Nachkriegsbau, macht es natürlich einfacher, die Genehmigung für den Abriss zu bekommen.

  • ^^^^ Doch, der Artikel nennt den Rüttenscheider Hof als Abrisskandidaten und auf dem Foto steht der Hotelname. Gestalterisch ein gewaltiger Rückschritt. Warum kann die Wohnungsgenossenschaft nicht das Hotelgebäude bei Beibehaltung der Fassade entkernen, wenn die Bausubstanz (laut Artikel) angeblich zu marode ist? Auch wenn die vorhandene stimmungsvolle Fassade und das Dach nachgebaut würden, wäre ich damit zufrieden.


    Ärgerlich: Das am nettesten wirkende Gebäude in der Umgebung. Wenn es weiter so geht, verschwindet bald der Charme des Stadtteils, wegen dem überhaupt jemand dorthin ziehen will.

  • ^^^Hatte das auch eher rhetorisch gemeint, weil ich es eigentlich nicht glauben kann, dass man dieses Haus tatsächlich abreißen will. Da wird dann schnell die Substanz des Gebäudes schlecht geredet, um das Grundstück an einen Investor verkaufen zu können. Hoffentlich wurde der Zustand des Hauses von den Behörden noch mal unter die Lupe genommen, bevor man grünes Licht gegeben hat. Ich sehe da eher andere Objekte im Umkreis des Marktes, die für einen Abriss in Frage kämen.


    In der Umgebung, vornehmlich zum Rüttenscheider Markt und zum Rosaviertel hin gibt es schon eine große Anzahl schöner alter Gebäude. Dies ändert aber nichts daran, dass man solche Häuser pflegen und erhalten muss. Ansonsten ist irgendwann der Charme des Viertels dahin. Erinnere mich in diesem Zusammenhang noch an die drei abgerissenen Gründerzeitler auf dem Grundstück des heutigen Geschäftshauses RÜ199

    Einmal editiert, zuletzt von Turmbauer () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Abriss Ex-Karstadt/Hertie Kaufhaus 29.03.2011 (1/6)

    Hier ein paar Bilder vom 29.03.2011
    Von außen betrachtet, hat sich noch nicht viel getan. Ich habe auch die Umgebung in Bildern festgehalten um zu Zeigen, wie sehr das bisherige Kaufhaus das Stadtbild verschandelt hat.






    Quelle: Eigene Bilder