Rüttenscheid (II) [Bauprojekte & Stadtbezirksplanung]

  • ehem. Güterbahnhof Rüttenscheid

    Hoffentlich behält hier die Stadt den langen Atem, das Gelände ist viel zu Schade für die Polizei. Lieber neuen Wohnraum schaffen mit mehr Aufenthaltsqualität durch Parks, Spielplätze usw. Das würde auch eine erhebliche Auflockerung für das Quartier4 und EcoDrei bedeuten


    Der Planungsausschuß der Stadt Essen hat den Plänen von BLB-NRW und Hopf-Gruppe auf dem ehem. Güterbahnhof Rüttenscheid den Neubau für die Essener Polizei zu errichten,
    einstimmig abgelehnt.


    Als Gründe hierfür wurden benannt:


    • die Nähe zur bestehenden sowie zukünftig geplanter Wohnbebauung
    • Sorge vor Verkehrsproblemen
    • das Fehlen eines Gesamtkonzeptes für das Gelände
    • Verfahrensrechtliche Schwierigkeiten


    Quelle: Bauvorhaben: Ärger um neue Polizei-Verwaltung in Rüttenscheid - DerWesten

  • Umgestaltung des Rüttenscheider Sterns

    PM: "Das Amt für Stadtplanung und Bauordnung informiert über die Ziele des Bebauungsplanentwurfes "Rüttenscheider Straße/ Zweigertstraße". Die Planung umfasst im Wesentlichen das Grundstück des ehemaligen HERTIE-Kaufhauses am Rüttenscheider Stern sowie das Parkhaus an der Alfredstraße/ Bertoldstraße.
    Beabsichtigt ist der Abriss und Neubau des Kaufhausgebäudes; das Parkhaus soll saniert und modernisiert werden. Der geplante Neubau wird einen Mix aus Einzelhandels- und Büroflächen bieten. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich vom 21. Juni bis zum 2. Juli im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus über die Planung informieren und Anregungen abgeben."


    Quelle: Newsletter Stadt Essen

  • Der Westen berichtet in diesem Artikel, dass der Immobilienmakler Brockhoff den Kartstadt/Hertie-Komplex an Rüttenscheider Stern nunmehr gekauft hat und komplett abreißen wird. Der Abriss des jetzigen Gebäudes und der Neubau eines fünfgeschossiges Geschäfts- und Bürohaus soll 2011 beginnen. Mit der Fertigstellung wird 2012 gerechnet. Das an der Alfredstraße gelegene Parkhaus mit 250 Stellplätzen wird zudem saniert.

  • Angeblich sind schon Mieter gefunden. Diese werden erst bekannt gegeben, sobald der Mietvertrag unterschrieben ist. Fest stehe schon jetzt: Es seien prominente Mieter, die überwiegend noch nicht in Rüttenscheid vertreten sind und somit den Stadtteil noch attraktiver machen und bereichern. Der Entwurf des Neubaus mit einer aufwändigen Fassade, hinter der sich vier optisch aufeinander abgestimmte Baukörper verbergen, stammt vom renommierten Architekturbüro RKW.
    http://www.koelblkruse.de/live…erklaerung_Herti_Haus.pdf

  • Ja, aktuell werden an dieser Stelle ein Wohnhaus und mehrere Wirtschaftsgebäude der Fa. Helmut Reiter abgerissen. Vermutlich werden die Arbeiten für die Tiefgarage noch vor der Frostperiode stattfinden.

  • ehemaliges HERTIE-Kaufhaus Rüttenscheid

    PM: " Die Bauverwaltung legt die Planung für den Bereich des ehemaligen HERTIE-Kaufhauses Rüttenscheid öffentlich aus. Nach der Aufgabe des Kaufhauses am Rüttenscheider Stern plant die Stadt, den Bereich städtebaulich neu zu ordnen, um eine attraktive Folgenutzung zu ermöglichen. Das westlich angrenzende, sanierungsbedürftige Parkhaus an der Ecke Alfredstraße/ Bertoldstraße wird ebenso in den Planbereich einbezogen wie der östliche Zweig der Fußgängerpassage „Am Rüttenscheider Stern“. [...]


    Wer sich im Internet über das vorliegende Konzept informieren möchte, findet umfassende Informationen ab dem 2. November unter der Adresse „www.essen.de/stadtplanung“. Auch hier können Stellungnahmen abgegeben werden. Die Verwaltung lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich am Planungsprozess zu beteiligen."


    Quelle: Pressemeldungen

  • Ehem. Hertie Kaufhaus

    Koelbl Kruse hat nun bekannt gegeben, dass das ehem. Hertie Kaufhaus Ende Januar abgerissen wird und 2012 der Neubau stehen soll. Geplant sind Ladenlokale, Büroflächen sowie Lebensmittelgeschäfte. Außerdem wird das Parkhaus an der Ecke Bertoldstraße Alfredstraße modernisiert. Dort soll es in Zukunft 250 Parkplätze geben.



    Bild: Koelbl Kruse


    Den aktuellen Bericht findet ihr bei Koelbl Kruse im Pressearchiv.



    Der Neubau gefällt mir richtig gut und hat meiner Meinung nach, ein gewisses Königsallee-Feeling. Einen Neubau in so einer Form wünsche ich mir auch fürs ehem. C&A Gebäude an der Kettwiger. Wunschdenken!?? Wahrscheinlich!

  • Das ist doch wesentlich besser, als ich zu hoffen gewagt hatte :)
    Dank der Gliederung in drei optisch verschiedene Segmente wirkt der Komplex nicht zu wuchtig. Er sieht sogar sehr elegant aus. Genau die richtige Marschroute für Rüttenscheid!


    Es ist allerdings sehr auffällig, dass immer mehr Neubauprojekte 6 Stockwerke oder höher ausfallen. So sehr ich eine gewisse Verdichtung und Urbanisierung in diese Richtung begrüße, habe ich doch bedenken, was die Anzahl der Parkplätze betrifft, da der Nahverkehr in Rüttenscheid trotz Straßenbahn und U-Bahn eher mangelhaft ist. 250 Parkplätze auf der gegenüberliegenden Seite des Blocks erscheint doch ein bisschen zu wenig. Eine Tiefgarage wäre nicht schlecht.


    Hier noch einmal das Rendering in einer etwas besseren Bildqualität



    Quelle: Kölbl Kruse

  • Auch ich kann dieses Königsallee-Feeling spüren, die Voraussetzung ist jedoch, dass die Fassaden in Naturstein und nicht in Putz ausgeführt werden.


    Wenn man die mit der vergleicht - jeder weiß, dass man um die Königsallee kaum Parkplätze findet (obwohl die wenigen sehr teuer sind) und der Popularität der Prachtmeile schadet es nicht. Wahrscheinlich genau umgekehrt: Man flaniert so gerne auf der Kö, weil es auf dieser Straße wie auch in derer unmittelbaren Umgebung wenig Autoverkehr gibt. Das sollte man auch in Rüttenscheid nicht durch unnötiges Anziehen des Autoverkehrs kaputtmachen. Mit den Grüne-Wiese-Centers wie CentrO kann man bei der Anzahl der (kostenlosen) Parkplätze ohnehin nicht gewinnen - nur bei der natürlichen, unbeschwert und ungestört erlebten Urbanität.

  • 1. Die Rü mit der Kö zu vergleichen halte ich persönlich für exorbitant "weit hergeholt". Ich würde mein Augenmerk mal auf die an der Kö ansässigen Einzelhandelsunternehmen, Hotels und Banken richten.
    2. Würde ich evtl. mal die Kaufkraft vergleichen.
    3. Ist die Behauptung, auf der Kö gibt es wenig individual Verkehr, im Ansatz nicht nachvollziehbar.
    4. Sollte Essen hinsichtlich der "Untercentren" nicht nach Düsseldorf schielen, sondern ein eigenständiges Profil entwickeln.
    5. Rüttenscheid lebt von einem pulsierendem Leben; und jeder Anlieger der in den letzten 30 Jahren nach Rüttenscheid gezogen ist, ist genau deswegen dorthin gezogen.
    6. Rüttenscheid ist mit Abstand noch das letzte funktionierend Untercentrum, eben weil es dort pulsiert. (Übrigens, was man als pulsierendes Centrum interpretiert, wurde von der Wissenschaft hinlänglich Untersucht. Insoweit ist es m.E. angezeigt der "Wissenschaft" vor der "Idelogie" den Vorrang zu gewähren.


    7. Was Rüttenscheid braucht, ist endliche die Tiefgarage unter dem Rüttenscheider-Markt (die übrigens seit Jahrzehnten von der SPD immer wieder mal diskutiert wird) und ggf. eine an der Martinstraße. Den Abriss der Karstadt/Hertie Liegenschaft sollte man als Initialzündung interpretieren.

  • Mich hat der Entwurf auch sofort an Geschäftshäuser erinnert, wie sie in den letzten Jahren an der Düsseldorfer Kö entstanden. Die hellen Sandsteinplatten und die Abstufungen gefallen mir sehr gut, weil dem Komplex so etwas die Schwere genommen wird. Hoffentlich kommt da auch ne schicke Bar in die Geschäftszeile.


    Die Kö ist ein Prachtboulevard, den es so in Deutschland nicht ein zweites Mal gibt. Es gibt dort Einkaufspassagen mit noblen Geschäften und Bankhäuser. Von daher schon mal nicht vergleichbar mit unserer Rü. Die Rü ist ganz anders aufgestellt. Sie ist zwar nicht der Prachtboulevard, hat aber ihren eigenen Charme und Flair. Eben durch die vielen individuellen Geschäfte, Bars und Cafés, die die ganze Meile pulsieren lassen und ihr so Tag und Nacht leben einhauchen. Das wiederum ist ein Vorteil gegenüber der Kö, die abends doch recht tot ist. Die Rü ist lange nicht so breit wie die Kö, aber doppelt so lang.

  • Keine Frage: Im Gegensatz zum Ist-Zustand ist diese vom Investor vorgestellte Planung ein Quantensprung.
    Aber: Warum scheinen in dieser Stadt bei solchen Vorhaben viel zu selten offene oder wenigstens beschränkte Architekturwettbewerbe für Investoren vorgeschrieben zu sein?
    Beim AEG Standort am Hauptbahnhof wurden auch nur vier Varianten eines einzigen Büros präsentiert.

  • Ehem. Kaufhaus auf der Rü - Bestandsaufnahme (1/3)

    Ende Januar wird der jetzige Zwischennutzer das Gebäude leer ziehen, sodass wohl kurz darauf der Abriss beginnen wird. Zeit für eine Bestandsaufnahme!


    (Zweigerststraße)


    (Straßenecke)


    (Rüttenscheider Straße)



    Quelle: Eigene Bilder

  • Ehem. Kaufhaus auf der Rü - Bestandsaufnahme (2/3)

    Mit Ausnahme des Erdgeschosses sind alle anderen Etagen bereits leer, bzw. scheinen sogar bereits entkernt zu werden.
    Im Erdgeschoss sind jedoch noch einzelne Dekorationselemente des ehemaligen Kaufhauses übrig geblieben.






    Quelle: Eigene Bilder

  • Ehem. Kaufhaus auf der Rü - Bestandsaufnahme (3/3)

    Auch das Erdgeschoss steht schon zur Hälfte leer.






    Der Durchgang wird demnächst überbaut werden. Eventuell wird es auf der Rückseite eine Außengastronomie geben. Die übrigen Lokale des Blocks verhandeln wohl diesbezüglich mit dem Investor um einen gemeinsamen Innenhof.


    Quelle: Eigene Bilder

  • Laut DerWesten.de wird der Neubau nun eine Etage höher (ist im Bild des Artikels auch schon berücksichtigt) und ist zu 80% vermarktet. Wenn das keine guten Nachrichten sind!! Das sollte doch ein Anreiz für andere Investoren sein, nachzuziehen!
    Ankermieter der Gewerbeflächen im EG wird übrigens ein Riesen-EDEKA mit Feinkostecke.. Zudem sind Deichmann und "dm" mit im Boot.

  • - Edeka 2100 m² (doppelt soviel wie die frühere Lebensmittelabteilung von Karstadt)
    - Deichmann 800 m²
    - dm 700 m²
    - Mit einem weiteren Einzelhandelsfläche-Interessenten wird noch verhandelt
    - Insgesamt 80% der Fläche bereits jetzt vermietet
    - Besonders hochwertige Bauweise angekündigt (Steinfassade?)
    - Fertigstellung Mitte 2012 - verzögert wegen Problemen mit dem Abriss
    - Kosten 40 Millionen EUR
    - Mit 14 Bewohnern des maroden Mehrfamilienhauses wurde gütliche Einigung erreicht, indem sie mit großzügigen Geldzahlungen abgefunden wurden


    DerWesten.de


    Der Entwurf sieht besser aus als die Altbauten auf den Fotos Philips.