Projekt F40 und Sono West (Neuentwicklung ZAV-Areal)

  • Grabungen Feuerbachstraße

    Schön wärs ja.
    Es handelt sich um Arbeiten an den Gasleitungen, welche im Oktober/November auch in der umliegenden Gegend stattfanden. Die Leitungen für die Gaslaternen und manche alten Hausgasanschlüsse müssen - so die Bauarbeiter - erneuert werden.
    Warum die Vollsperrung der Feuerbachstraße jedoch so lange dauern muss ist unklar.
    Einzige Änderung im ZAV-Bestand ist, dass Sprayer irgend einen Zugang zum Gebäude fanden und einige Scheiben "verzierten".

  • Aber es gibt auch Neuigkeiten: Einer heutigen Onlinemeldung der Immobilien-Zeitung (Log-in nötig) zufolge ist LBBW Immobilien aus dem Projekt ausgestiegen. Zuvor waren Patrizia und LBBW zu je 50 Prozent beteiligt.


    Patrizia führt das Projekt nun erst einmal alleine fort. Mittel- bis langfristig soll darüber entschieden werden, einen neuen Partner zu beteiligen. Als Notwendigkeit sieht Patrizia dies nicht, die Realisierung sei auch alleine möglich. Die Investionssumme einschließlich Grunderwerb wird auf 150 Millionen Euro beziffert.


    Die Baugenehmigung für die Wohnbebauung, geplant sind 118 Eigentumswohnungen, erwartet Patrizia für Mitte März 2010. Im April 2010 soll ein Bauantrag für ein Bürohaus mit 5.700 m² Bruttogeschossfläche eingereicht werden.

  • Drohende Verzögerung durch Unstimmigkeit in Stadtverwaltung

    Lt. Artikel in der FAZ vom 17.1. "Konflikt um Abstandflächen - Patrizia entwickelt Wohn- und Büroprojekt auf Areal Feuerbachstraße allein" (nicht online verfügbar) drohen wegen einiger Unstimmigkeiten um den Bebauungsplan innerhalb der Stadtverwaltung Verzögerungen.


    Das Rechtsamt hat wegen der hohen Bebauuungsdichte und der Unterschreitung der üblichen Abstände rechtliche Bedenken. Anwohner rundrum könnten klagen. Das Planungsdezernat wiegelt ab und hält die Differenzen für nicht ungewöhnlich.


    Patrizia plant Baubeginn noch dieses Jahr nachdem nach Erteilung der Baugenehmigung mit den Abbrucharbeiten (3-4 Monate) begonnen werden kann.



    Abbildung: Patrizia immobilien AG

  • Danke. Ein herbe Enttäuschung. Nicht nur im Vergleich mit dem tollen Langhof-Entwurf aus dem Einladungswettbewerb.


    Hier aber der immergleiche 08/15-Mist. Wenn man keine Ideen hat und/oder der Bau nichts kosten darf (weil das Areal überteuert erworben wurde), dann baut man halt ein paar "Mies-Ecken" ein. Man kann schon ahnen, wie die Makler in ihren Exposés wieder von "Bauhausstil" faseln werden.


    Der Entwurf für die sieben Wohnhäuser ist vom Münchner Büro Lauber + Zottmann. Die bauen wohl nichts anderes. Das geplante und oben bereits erwähnte Bürogebäude soll laut FAZ vom Frankfurter Büro JSK Architekten kommen.

  • Das sind dann wohl die Wohngebäude, über die wir in 30-40 Jahren reden werden und nach Abriss rufen werden, um das Viertel zu beleben, so wie wir es im Altstadtbereich machen. Die moderen Mietskasernen eben. Nicht besonders schick, aber neu und daher teuer.
    Große, bodennahe Fenster, bequemer Grundriss, alles Investorenfreundlich. Da wünscht man sich doch echt die Gründerzeit zurück. Das waren zwar auch "Investorenkisten", aber die sehen wenigstens heute noch gut aus! :nono:

  • Den Langhof-Entwurf fand ich aber auch nicht gerade berauschend. In anderen Stadtteilen, ok, aber fürs Westend find ich weißfassadigen Würfelhusten nicht gerade als passend. Genius loci und so... Wobei der neue Entwurf allerdings in der Tat entsetzlich ist. Hoffe mal dass der nochmal enorm überarbeitet wird. Das fängt bei der Farbe an und hört bei der grausamen Fenstergestaltung noch lange nicht auf...

  • Der Westend-Geist ist freilich ein ganz anderer. Meines Erachtens wäre der Langhof-Entwurf in dieser Umgebung trotzdem ganz interessant geworden. Vertane Chance - weiter gehts.

  • Ich kann die Aufregung ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Klar, man hat damit das Rad auch nicht neu erfunden, aber ich glaube, die Häuser werden an dieser Stelle allein schon durch eine hochwertige Ausführung glänzen. Das Äußere kann man so oder so sehn. Sicher hätte es etwas aufregender sein dürfen, aber fürs Westend auch wieder nicht ZU aufregend...:lach: Da bleibt dann nicht viel Spielraum für innovative gestalterische Ideen. Ich schätze den potentiellen Käufern/Mietern wirds gefallen...

  • Das Rad soll ja auch überhaupt nicht neu erfunden werden. Fordert niemand und gerade in Altbauquartieren wie dem Westend ist es in der Regel auch das falscheste was man machen kann. Aber etwas mehr gestalterische Qualität und Einfügen in die Umgebung als dieser 60er-Jahre-Revival-Entwurf kann man doch wohl verlangen. Wenn man schon unbedingt modern bauen will, dann doch bitte wenigstens so wie in der Eppsteiner Straße 54-56.

  • Sorry, aber wo da jetzt das 60er Revival ist, sehe ich nicht. Klar kann man das häßlich finden, aber die 60er grüßen meiner Meinung nach eher in der Umgebung. Wenn man sich die Bebauung rechts und links sowie auf den gegenüberliegenden Straßenseiten des Geländes anschaut (z. B. Bettinaschule... Hochhaus mit der Uhr), ist gerade dort der Altbauquartier-Bestand schon arg dezimiert. Also, ob das Argument "Einfügen in die Umgebung" hier zieht...? Ich wollte ja letztendlich auch nur sagen, dass ich den Entwurf auch nicht überragend, aber wiederum auch nicht als so schlimm empfinde, wie es bei den anderen Kommentaren hier rüberkommt.

  • Fehlender neuer Bebauungsplan

    Nach dem aktuellen Bebauungsplan ist das ZAV-Gelände immer noch ein "Baugrundstück für den Gemeinbedarf."
    Der neue Bebauungsplan ist noch nicht durch. Und einen Spielplatz wird die Patrizia wohl nicht bauen?


    Ich sehe also noch keine Bebauung in naher Zukunft.
    Der Ausstieg der LLBW war allerdings abzusehen.

  • Neue Planung - Sommer 2010

    Passend zum Sommeranfang kommt Bewegung in die Sache.
    Im Bauausschuss war der


    Bebauungsplan Nr. 842 - Feuerbachstraße
    hier: Satzungsbeschluss - § 10 (2) BauGB
    Vortrag des Magistrats vom 21.05.2010, M 104


    am 21.06.2010 Thema.
    Im Indernett (Parlis) kann die neue Begründung und die neue Planung (M 104) angesehen werden.

  • Zur vorherigen Planung oben Beitrag #17. So sieht es jetzt aus:



    Grafik: Stadt Frankfurt am Main (amtliches Werk)


    Die Unterlagen im PDF-Format: Begründung | Textteil | Grafische Darstellung


    Sehr viel hat sich nicht geändert. Entlang Feuerbach- und Barckhausstraße wurden die bebaubaren Flächen zusammengefasst, gleichzeitig aber eine Bebauung mit jeweils mindestens drei Wohnhaussolitären festgesetzt. Unverändert die maximal sechs Vollgeschosse. Im Norden des mittleren Abschnitts, also südlich des Rhein-Main-Centers (Wiki), bleibt es bei einem Riegel in geschlossener Bauweise mit sieben Vollgeschossen.


    Es entstehen laut Begründung des B-Plans 20.000 m² Geschossfläche an Wohnraum. Gerade in dieser Lage ist das natürlich sehr begrüßenswert. Dennoch sollte sich der Grundstücksbesitzer zu einer hochwertigen Gestaltung durchringen und nicht 08/15-Schachteln bauen lassen, wie sie oben in Beitrag #23 schon einmal zu sehen waren. Das Rendering ist zwar nicht mehr online, der Entwurf hatte aber Ähnlichkeit mit anderen Bauten des Büros Lauber + Zottmann.

  • Die Stadt hätte auch ruhig im Bebauungsplan etwas mehr Aussagen zur baulichen Gestalt machen können. Ist zwar nur ein Bebauungsplan, aber mehr Gestaltungsspielraum als das was im Plan steht hat sie durchaus noch. Was mir halt überhaupt nicht in den Kopf will ist, dass obwohl mitten im Westend gelegen, das in den letzten Jahren schon viel zu sehr durch eintönige, großspurig als "Stadtvillen" bezeichnete, Würfel von der Stange verschandelt wurde und immer noch wird, man sich nicht mal traut die Dachform vorzuschreiben...

  • Abbruchbeginn Oktober

    Die FNP meldet, die Patrizia AG wolle im Oktober den Abbruch der Bestandsgebäude auf dem Areal beginnen und Anfang 2011 mit den Neubauarbeiten.


    Es würden 150 Mio. Euro investiert, und es entstünden 118 Wohnungen. Bei lt. Bebauungsplan 20.000 qm Wohnraum-Geschossfläche komme ich auf eine durchschnittliche Wohnungsgröße von 168 qm. Das erscheint mir unrealistisch viel. Ich bin auf die tatsächliche Planung gespannt. Die Patrizia AG ließ durch ihren Sprecher verlautbaren, sie wolle 60 Wohnungen in einem "Wohnriegel" unterbringen und den Rest in sechs "Stadtvillen", also in freistehenden Gebäuden. Das lässt auf eine lockerere Bebauung schließen als der Bebauungsplan zulässt.


    Auf der Webseite der Patrizia AG sind noch keine Informationen zu finden. Auch konnte ich noch kein beauftragtes Architektenbüro ausfinden machen. Im Januar war noch von Lauber + Zottmann die Rede. Weiterer Link dazu: Infoseite über Prof. Ulrike Lauber

  • Zitat

    Das lässt auf eine lockerere Bebauung schließen als der Bebauungsplan zulässt.


    So wie ich das sehe, entspricht die FNP-Umschreibung dem in #34f angesprochenen Bebauungsplan, epizentrum. An Feuerbach- und Barckhausstraße ist nämlich keine geschlossene Bebauung zulässig. Sondern eben nur eine Bebauung mit jeweils mindestens drei Wohnhaussolitären. Zwischen dem nördlichen Wohnriegel und den Bürogebäuden an der Bockenheimer Landstraße ist übrigens ein öffentlicher Weg in Höhe der Bettinaschule vorgesehen (im Plan oben mit "2" markiert), damit werden Feuerbach- und Barckhausstraße verbunden.


    Thomas Daily berichtet heute, dass die Stadtverordneten am 1. Juli dem Bebauungsplan und damit dem Vorhaben zugestimmt haben. Patrizia erwarte die Baugenehmigung für die Wohnhäuser nun kurzfristig.


    Nicht recht klar ist mir die Sache mit dem sowohl von der FNP als auch von Thomas Daily erwähnten zehngeschossigen Bürogebäude. Zehn Geschosse sind dem B-Plan zufolge nur ganz am Anfang der Barckhausstraße zulässig. Allerdings steht dort und am Kettenhofweg bereits ein Bürokomplex mit bis zu zehn Stockwerken (Foto / Luftbild). Dieser gehört aber anscheinend nicht Patrizia, sondern der IVG. Nach der Website wurde 1998 umfangreich revitalisiert. Erst vor ein paar Tagen wurde eine Neuvermietung an dieser Stelle gemeldet.


    Der B-Plan sieht aber einen zehngeschossigen Neubau direkt an der Barckhausstraße vor, während der Bestandsbau deutlich zurückgesetzt von der Straße steht. Das würde für einen möglichen (Teil-) Abriss mit folgender Neubebauung sprechen. Wie auch immer - laut Thomas Daily soll der Büroneubau erst bei entsprechender Vorvermietung in Angriff genommen werden.

  • Bürogebäude mit 10 Etagen - 7 Etagen

    Vermutlich hat sich die FNP vertan.
    Das neue Bürogebäude auf dem ZAV Gelände befindet sich oben links (Nordwestecke) an der Feuerbachstraße und hatte im letzten Entwurf von 2009 noch eine Höhe von 10 Etagen. Im neuen Entwurf ist nur noch eine Höhe von 7 Etagen vorgesehen.
    Wenig wahrscheinlich ist, dass die IVG ihr Gebäudeunten rechts (in der Südostecke) abbricht.

  • Die Patrizia Projektentwicklung nennt das Projekt "F40". Das ergibt sich aus dieser Pressemitteilung. Auch dort ist von 118 Wohnungen und einem Bürohaus die Rede. In dem geplanten Wohnriegel sind 64 Wohnungen und in den sechs Stadtvillen insgesamt 54 Wohnungen vorgesehen. Visualisierung:



    Bild: Patrizia Immobilien AG


    So wird es sein, Kettenhof. Die Lage des Bürogebäudes habe ich hier eingezeichnet:



    Grafik: Stadt Frankfurt am Main (amtliches Werk)