Luxushotel an historischer Stelle

  • Luxushotel an historischer Stelle

    Vor Jahren wurde das ehemalige Freizeit-Bildungs-Zentrum der Stadt aus Kostengründen geschlossen. Seitdem wird darüber gestritten, was mit dem alten Wasserturm des Bahnhofes und den Anbauten geschehen soll. Lange waren eine Jugendherberge und ein Luxushotel im Gespräch. Laut heutiger B"Z" scheint es ein Hotel zu werden. Was man davon halten soll, weiß ich nicht, immerhin ist der Standort historisch wertvoll und liegt mitten in einem Park. Da kann man auch besseres als ein Parkhaus bauen.

  • In diesem Artikel der B"Z" gibt es jetzt eine Draufsicht auf eines der geplanten Gebäude. Darauf ist zu erkennen, dass man mal wieder alles abreißt, was nicht unter Denkmalschutz steht. Dabei gibt es dort einen sehr qualitätvollen eckigen Platz mit Kollonaden und alte Anbauten an das Pumpenhaus die man durchaus erhalten sollte. Schrecklich!

  • Laut BZ ist die Ausschreibung für das Luxushotel am FBZ ein einer Woche nun entgültig zu Ende. Endlich! Dann wissen wir wer, wie, was dort baut.
    Ich hoffe die klatschen da ein 5 Sterne Hotel hin, 4+ was ist das schon?


    Gleichzeitig wird damit klar wo die Jugendherberge gebaut wird, nähe Löbbckes Insel. Es wird sogar warscheinlich neu gebaut.


    Finde die Entscheidung so gut, das Grundstück im Park ist zu wertvoll für eine Jugendherberge, aber muss nicht unbedingt ein Hotel sein, an der Stelle hätte ich gut eine Okerphilarmonie oder so hingepasst.


    Bin mal gespannt!

  • Am Geiershagen war aber schon seit Jahren was anderes geplant, das verschweigt die B"Z" natürlich wieder gekonnt, Negativmeldungen gibts halt nicht.
    Ich finde es schonmal gut, dass man jetzt doch einen Standort in der Altstadt gewählt hat, und nicht irgendwo am Ring, hätte die Herberge aber eher im Süden angesiedelt. Im nördlichen Teil der Altstadt liegen so viele Schulgebäude Sporthallen etc. dass dort kaum Platz für normales städtisches Leben ist, und es sollen ja noch mehr werden. Am Geiershagen ist natürlich gerade bei einer Jugendherberge die Gefahr hoch, dass das ein Flachbau entlang des Bosselgrabens mit "Blick auf Löbbeckes Insel" wird.

  • Wohnbebauung war da geplant. Teils Blockrand, teils kleiner Punkthäuser sollten an einer Achse Wendenstrasse-Löbbeckes Insel gebaut werden. Die Blockrandbebauung sollte die Baulücke zu machen und einen kleinen dreieckigen Platz an der Wendenstrasse deffinieren, richtung Graben sollten dann mehrere kleinerer Gebäude eben diese Achse bilden. Die Baulücke weiter richtung Uni sollte auch geschlossen werden. Vielleicht finde ich irgendwo einen alten Backup meiner Festplatte, normalerweise überleben solche Daten auf meinem PC nicht lange.

  • Du kannst dort nichts finden, weil die Ausschreibung kein Ergebnis brachte. Keiner der Interessenten wollte so bauen wie es ausgeschrieben war. Daher ist die Stadt nach dem Ende in freie Verhandlungen gegangen und versucht auf dieser Basis das Hotelprojekt auszuhandeln und zu realisieren.


    Diese Verhandlungen dauern aber noch an, so dass du noch nichts im Netz im Ratsinformationssystem finden kannst.

  • Zum Thema gab es am Freitag, 07.11.2008 einen auch für die B"Z" ganz bemerkenswert verwirrenden Artikel.
    Laut Ralph-Herbert Meyer dem Verfasser des Artikels scheint der Bau in trockenen Tüchern, was er aber nicht ganz klar sagt, oder sagen will. Meiner Meinung nach war es immer so, dass das Finanzierungskonzept stehen muss, und zwar bis zu einer bestimmten Frist sonst wird das Ding nicht gebaut Aus dem Artikel geht auch hervor, dass es zwar einen Bauinvestor aber keinen "End-Investor" gibt der das Gebäude vermarkten soll. Folglich ist es doch so, dass es eben kein Finanzierungs-Konzept gibt, die Bedingungen der SPD damit nicht erfüllt, und das Projekt daher auch noch alles andere als sicher ist.
    Dass die B"Z" es mal wieder nicht geschafft hat, eine Karte des Geiershagen abzudrucken, sondern einfach mal eine vom Hasenwinkel genommen hat wundert mich mitlerweile nicht mehr.:lach: Scheint so eine Art Standart-Fehler zu sein.
    In dem Artikel steht auch, man wolle eine Jugendherberge mit 160 Betten bauen, die 30.000 Übernachtungen erreiche, das heißt, dass die Jugendherberge eine Auslastung von über 50% erreicht. Wie hoch war nochmal die Auslastung der braunschweigischen Hotels? 25% oder so, und das noch ohne die beiden neuen die man jetzt bauen will. Wie will man denn da die 50% erreichen, zumal der Standort Geiershagen absolut furchtbar ist!
    Überhaupt kann Ich mich über die Standortwahl nur aufregen. Das neue ****-Hotel gehört einfach an die Stadthalle, das ist seit 40Jahren immer so im Gespräch gewesen, da sind schon etliche Entwürfe an der Uni entstanden, einfach weil das Sinn macht ein Kongresshotel neben die Stadthalle zu stellen. Stattdessen baut man einen riesigen Klotz in den Kiryat-Tivon-Park, der schlicht viel zu groß für den Standort ist und diesen Standort im Grünen überhaupt nicht braucht.
    Die Jugendherberge würde dort wunderbar hinpassen, einfach weil sie kleiner ist, weil die Besucher viel eher den Park nutzen würden etc.. Diese Herberge kommt jetzt ins Ghetto an eine vielbefahrene Strasse in absolutes Brachland, die "mögliche Kooperationen mit der nahen Berufsschule etwa im Mensa-Bereich" ist ein Witz, die BBS I mit ihren Schülern verträgt sich mit einer Herberge überhaupt nicht, Ich kann mir nicht vorstellen, dass Touristen sich ausgerechnet in diesem Stadtteil mit dieser Gesellschaft wohl fühlen.
    Das einzig gute ist, dass Ich gerade einen Entwurf für ein Studentenwohnheim mache, ebenfalls am Geiershagen und somit hinterher wunderbar ein Gegenbeispiel zu dem Schrott der dort sicherlich wieder gebaut wird zeigen kann.
    armes Braunschweig!:Heuler:

  • Die B"Z" berrichtet dass sich nun auch die Lebenshilfe Braunschweig als Betreiber der Jugendherberge bewirbt. An sich ja nett, was mich aber ärgert, ist das die Nordstadt die ja ohnehin nur aus Lebenshilfe und Berufsbildenden Schulen besteht noch monofunktionaler wird, wenn die Lebenshilfe auch das Ding noch betreibt.

  • Was hat das eine mit dem Anderen zu tun ? Eine Jugendherberge bleibt eine Jugendherberge ! Die Stadt wird in dem Bereich doch nicht monofunktionaler wenn die Herberge nicht das deutsche Jugendherbergswerk sondern die Lebenshilfe als Betreiber hat.


    Es sei denn du setzt Jugendherberge mit Berufsschule und Lebenshilfe gleich - was in meinen Augen keinen Sinn macht. Eine Jugendherberge zieht Leben und junge Menschen in den Bereich, der dadurch eine große Chance erhält deutlich aufgewertet zu werden. Warum das anders sein sollte wenn es ein anderer Betreiber macht erschließt sich mir nicht so ganz. Ich finde die Lebenshilfe hat stichhaltige Argumente für ihr Anliegen. Durchaus überlegenswert - wenn auch nach Auffassung der Stadt wenig realistsich.

  • "Monofunktional" ist vielleicht das falsche Wort. Eine Stadt lebt doch davon, dass es viele Akteure gibt, die in Konkurrenz zueinander stehen, die zusammen arbeiten etc. eben von der Gesamtheit der Bürger und ihrer Interessen und Eigenheiten. Wenn jetzt ein ganzes Stadtquartier nur noch 2 "Einwohner" hat, dann denke Ich nicht das das gut ist für die Stadt/den Stadtteil. Es wird auch zunehmend schwerer für dritte dann dort "rein zu kommen". Angenommen di Stadt möchte das Gebiet östlich der Neustadtmühle irgendwie entwickeln, dann hat sie wesentlich weniger Möglichkeiten, weil die großen Anlieger ihre eigenen Interessen haben.


    Monofunktionell passt insofern noch, wenn man sich ansieht, welche Anlieger dort welche Arbeiten verrichten. Die Schulen dort bilden aus, genauso wie die Lebenshilfe dort viele junge Leute ausbildet. Sie verrichten dort in großem Maße die gleiche Arbeit, die sich maßgeblich auf den Standort Neustadt konzentriert.

  • Also ich persönlich finde es nicht schön, auf der Zeichnung sieht es aus wie eine 70 Jahre Bausünde. Es wäre angebracht die Fassade dem Turm anzupassen.
    Ich dachte auch es sollte ein 5 Sterne Hotel werden? Daraus wird wohl auch nichts?
    Ich meine nur weil ein Golfplatz mit 5*****Hotel kommen sollte... naja.


    Was der Stadt wirklich fehlt sind Jugendhotels in der Innenstadt. Deswegen es wäre auch angebracht wenn Lebenshilfe und Jugendherberge zum Zug kommen. Finde aber das eine Jugendherberge mehr Werbung macht.

  • Die Stadt wollte ja mal 5* weil das in Wolfsburg auch 5* hat. Jetzt sagt man man macht 4*-superior , das in WOB hat aber auch 5*-superior.
    In der Diskussion hört man ja auch immer wieder von der Hilton-Kette damit einem die Bürger auch den besonders hohen Standart abkaufen, die Hilton-Kette hat nach eigenen Angaben aber kein Interesse an Braunschweig und wird es auch nie haben.
    So wie es ausschaut (falls die das überhaupt mal bauen) wird es die Steigenberger-Kette.


    So wie es aussieht ist es für mich auch kein "Luxus-Hotel", kann mich Dir da nur anschließen.
    Mit den gläsernen Obergeschoss, dem spiegelnden Naturstein etc versucht man wohl das ganze etwas in den Park zu integrieren, damit es nicht so groß wirkt wie es ist. Es kommt für mich aber recht banal rüber, das hätte man wesentlich besser in den Park integrieren können. Würde man auch den Parkplatz überbauen, wäre die gebäudehöhe wesentlich geringer z.B.

  • @ Dvorak : Ich finde nicht, dass die Strukturen dort durch eine Jugendherberge zu monofunktional werden und daher von der Stadt schlechter zu enwickeln wären.


    Im Gegenteil wäre eine Jugendherberge, und damit eine Institution die Gäste nach Braunschweig holt, eher eine Verpflichtung diesen Stadtbereich bevorzugt aufzuwerten, was hingegen teils schon sehr lang dort angesiedelte Schulen etc. nicht wären.


    Weiterhin ist dieser Bereich schon traditionell sehr dicht mit Wohnbebauung versehen und dieser Anteil wird demnächst durch das Projekt "Wohnen am Burgmühlengraben" noch deutlich erweitert und aufgewertet.


    Weitere Projeke dort haben Strahlkraft und sind beschlossene Sache bzw. werden in allernächster Zukuft realisiert werden und sich ebenfalls erheblich auf diesen Bereich auswirken :


    Da wäre zum einen das Projekt "Turnhalle Großer Hof", wo bereits Abgabe der Entwürfe war und laut Stadt am 24.11. die Ausstellung der Ergebnisse im Rathaus starten soll. Hier soll der Bereich der alten Markthalle aufgewertet und mit Wohnbebauung und einer Turnhalle bebaut und ergänzt werden, wobei auch angrenzende Bereiche für die Bewohner attraktiv umgestaltet werden sollen.


    Im Rahmen des Baus der Regiostadtbahn soll die Wendenstrasse saniert und umgebaut werden, was ebenfalls erhebliche Effekte nach sich ziehen wird und für sich selbst schon eine deutliche Verbesserung bringen wird.


    Der einzige Breich, für den ich den Vorwurf monofunktional und schwierig zu aufzuwerten gelten lasse ist der Bereich um die Turnhalle Alte Waage herum. Rückfront des Cinemaxx und Turnhalle Alte Waage lassen einen eschaudern und alle Hoffnungen gegen null tendieren. Was man sich dabei gedacht hat ist mir ein wirkliches Rätsel.


    Allenfalls jenseits der Halle im Bereich der Wohnblöcke quer zu den Strassenverläufen ließe sich wohl etwas machen, aber auch hier habe ich nur sehr wenig Hoffnung.


    Insgesamt sieht es doch aber für das angesprochene Gebiet nicht wirklich schlecht aus !