Olympische Winterspiele 2018 in München? [gescheitert]

  • Der Chef des Skiverbandes will einige alpine Disziplinen eine möglichen Winterolympiade in München in der Stadt austragen lassen. Die Idee von einer Biathlonstrecke Rund um das Olympiastadion mit den Schießständen im Stadion finde ich ziemlich gut, Voraussetzung dafür wäre aber definitv ein schneereicher Winter 2018, denn selbst mit ausreichend angekarrtem Schnee für die Strecke sähe das Ganze wohl doch etwas peinlich aus, wenn schon einen Meter neben der Strecke alles grünt...
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/544/503764/text/

  • Ich wäre dafür solche Sportarten (Halfpipefahren beim Snowboard bzw kurze Biathlonstrecken) in München auszutragen. Für den Notfall könnte man in Garmisch einen Ersatzstandort bereithalten.

  • Für den Fall, dass München die Spiele austragen darf, wurden nun die Voraussetzungen für den Bau eines Olympischen Dorfs südlich des Olympiaparksgeschaffen. Der Bund hat nun doch darauf verzichtet, das teilweise weiterhin von der Bundewehrverwaltung mitgenutzte Gebiet als „Sondergebiet Landesverteidigung“ auszuweisen - so kann also doch ein städtebaulicher Wettbewerb für das Gesamtareal durchgeführt werden; eventuell mit dem Ziel, an der Dachauer Strasse/Ecke Landshuter Allee ein besonders „profilüberragende Gebäude“ zu errichten. Im Olympischen Dorf könnten etwa 770 Wohnungen entstehen.


    http://www.merkur-online.de/lo…e-olympiadorf-654140.html

  • Bogner überreichte am Montag das Mini Bid Book. Die Zeit schreibt von einem Zweikampf München – Pyeongchang, Annecy scheint kaum noch Chancen zu haben. Bogner hob die bereits vorhandene Infrastruktur und die besondere Nachhaltigkeit des Münchner Konzepts als entscheidenden Vorteil im Wettbewerb mit den anderen Bewerbern hervor:


    http://www.zeit.de/newsticker/…-20100315-341-24221744xml


    http://www.region-muenchen.de/…terspiele-pers%F6nlich-ab

  • Vortragsreihe München 2018 Bewerbung - Konzept - Nachhaltigkeit

    In Kooperation mit der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH und der Bayerischen Architektenkammer veranstaltet der Lehrstuhl für Bauphysik diese Ringvorlesung. Im Rahmen dieser Vorlesungsreihe halten Vertreter der Bewerbungsgesellschaft Vorträge zur Olympiabewerbung Münchens für die Winterspiele 2018. Die Inhalte gehen von der Vorstellung des Gesamtkonzepts, der Architektur, über die Masterplanung bis hin zum Verkehrs- und Umweltkonzept.


    Flyer (PDF)

  • Auslobung Planungswettbewerb

    Die Auslobung des nichtoffenen Planungswettbewerbs in Auszügen:


    • "Der Wettbewerb umfasst das städtebauliche und landschaftsplanerische Gesamtkonzept sowie die Realisierung des Wohnungsbaus im olympischen Dorf. Des Weiteren soll auf Flächen, die derzeit im Eigentum des Freistaats Bayern sind, das Mediendorf errichtet werden. Zum Wettbewerbsgebiet gehören auch Flächen des Bundes an der Dachauer Straße / Landshuter Allee. Hier sollen kerngebietstypische Nutzungen im städtebaulichen Maßstab vorgesehen werden und Flächen zur Erweiterung des Olympiaparks zwischen olympischem Dorf und Mediendorf.


    • Ein besonderer Aspekt im Zusammenhang mit der Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 liegt in der Nachhaltigkeit der Gesamtmaßnahme. Gesucht sind zukunftsweisende Entwurfskonzepte, die mit einem möglichst geringen Einsatz von Energie und Ressourcen die höchstmögliche Gesamtwirtschaftlichkeit, hohe Architekturqualität und städtebauliche Prägnanz erzielen. [...]Die Neuplanung soll sich in das Umfeld integrieren und den Olympiapark adäquat ergänzen.


    • Die Planung muss zwingend den olympischen und den postolympischen Modus darstellen. Während der Spiele soll das olympische Dorf für die Unterbringung von 3.500 Sportlerinnen/ Sportler/ Offiziellen Platz bieten, das Mediendorf soll 1.500 Pressevertreterinnen und Pressevertretern Raum zum Wohnen bieten. [...]
    • Nach den Olympischen Spielen sollen beide Dörfer dem Münchner Wohnungsmarkt als innenstadtnahe Wohnquartiere mit insgesamt etwa 1.300 Wohnungen und den zugehörigen Infrastruktureinrichtungen zur Verfügung stehen. Es sind innovative Lösungen gewünscht, die schon von vorne herein eine effiziente und wirtschaftliche Transformation zum postolympischen Modus vorsehen.


    • Das Planungsgebiet umfasst insgesamt ca. 36 ha."


    Quelle: Entwicklung olympisches Dorf und Mediendorf für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 - BauNetz.de

  • Pyeongchang, Annecy und München wurden nun offiziell als Kandidaten für die Spiele 2018 bekanntgegeben; Pyeongchang gilt als Favorit:


    http://xlurl.de/B8YNRx


    Hier noch der Link zum vollständigen IOC Working Group Report:


    http://www.olympic.org/Documen…rking_Group_Report_EN.pdf


    Und die IOC-Pressemitteilung:



    Quelle: IOC http://www.olympic.org/en/cont…sGroup=-1&articleId=92545

  • Alles in allem finde ich die Situation zur Zeit ziemlich unbefriedigend. Zunächst ist es schade, dass sowohl bei der Politik als auch bei der Privatwirtschaft ganz offenbar noch keine 100prozentige Begeisterung und damit das nötige Engagement für die Spiele erzeugt werden konnte. Was sind denn bitteschön 30, 40 oder 50 Mio. Euro? Das muss doch irgendwie zu beschaffen sein. Gerade im Zusammenhang mit dem Benisch-Tod wurde ja in den letzten Tagen über die Kostendiskussion vor den 72er-Spielen berichtet, als z.B. auch die Zustimmung zu den aufwendigen Olympiapark-Planungen äußerst knapp ausfiel und höchst umstritten war.


    Die Oberammergau-Affäre ist natürlich jetzt schon sehr peinlich.


    Dass Bogner jetzt seinen Frust mehr oder weniger direkt über die Öffentlichkeit kommuniziert halte ich allerdings nur bedingt für hilfreich. Gleichzeitig steht Bogner letztlich immer im Verdacht, nur deshalb Geld einzutreiben, damit er seiner Produktionsfirma Aufträge für Imagefilme zuschanzen kann; außerdem hat er noch eine Sportbekleidungsfirma, die ein unternehmerisches Interesse haben muss, an den Spielen mit zu verdienen. Für mich ist noch nicht ganz deutlich, ob die Chance der Synergieeffekte hier tatsächlich stärker ins Gewicht fällt als das Risiko der Interessenskonflikte (und den damit verbundenen Verstrickungen).


    Hier noch ein weiterer Beitrag aus der SZ

  • Ein FAZ-Beitrag beschwört die positiven direkten und indirekten Effekte sportlicher Großereignisse auf Wirtschaft und den Immobilienmarkt. Die Region München hat gute Chancen, es fehlt aber die Unterstützung in der Bevölkerung.


    http://xlurl.de/4VBxtj

  • Der Professor aus Hamburg schreibt in iconic gepostetem Artikel, dass die Voraussetzungen Münchens gut sind, da eine geringe Entfernung zwischen den Austragungsstätten existiert???

  • ok, ich habe mich gerade schlau gemacht und annecy plant die Disziplinen entweder in Annecy oder in Charmonix auszutragen. Beide sind etwa 100 km Fahrstrecke voneinander entfernt.
    Beim koreanischen Mitbewerber sollen sie angeblich aber alle relativ lokal sein.
    München mit München <-> Garmisch (90 km) oder München <-> Berchtesgarden mit 150 hat da sicherlich keinen kurze Wege.

  • Auch im Stadtgebiet selbst kommt jetzt die Anti-Olympia-Bewegung in Gang. Umweltschützer und Anwohner wollen für die Bewahrung der Brachflächen und des Bundeswehrareals am südlichen Ende des Olympiaparks kämpfen, wo das Olympische Dorf geplant ist. Der Bund Naturschutz erklärte, von den Olympiaplanungen bedroht seien unter anderem das Tollwood-Gelände, Bäume und seltene Tierarten (Grünspecht, Rosenkäfer, Fledermaus), sowie ein Kindergarten.


    Beitrag in der Abendzeitung: http://www.abendzeitung.de/muenchen/206950
    Noch ausführlicher wird es in dieser Pressemitteilung: http://www.bn-muenchen.de/uplo…820_PM_Olypark_fertig.pdf

  • ^^


    Ich glaub, ich lese nicht richtig? Jetzt drehen unsere Wohlstandsökos total durch. Ein jetzt schon genial erschlossenes Gebiet soll Fledermäusen und Käfern vorbehalten sein? Und wir Trottel dürfen 12,80 € den Quadratmeter Wohnfläche berappen? Jetzt wirds wirklich grotesk.