Olympische Winterspiele 2018 in München? [gescheitert]

  • Stelle ich mir schwer vor. Ich weiss dass Münchner mit Lob schwer umgehen können aber ich bin in der Tat der Meinung dass der Olympiapark architektonische Vollendung darstellt. Gigantische Sportanlagen "ducken" sich in ein attraktiv-heiter gestaltetes Parkgelände, wirken dabei zu jedem Zeitpunkt luftig und doch beeindruckend. Der jahrzehntelange Erfolg des Olympiapark, nach den Spielen, gibt dem Konzept recht. Wo gibt es denn bitte auf der Welt olympische Sportstätten die in dieser Intensität nach dem Ende der jeweiligen Spiele weitergenutzt wurden? Nirgendwo. Das ist doch das was man heute mit "Nachhaltigkeit" meint und überall fordert!

  • zu #100:


    Wieso denkst du dass die Region München von Bund und Freistaat subventioniert wird und nicht umgekehrt? Ohne es direkt mit Zahlen belegen zu können bin ich mir absolut sicher dass "unter dem Strich" in der Region deutlich mehr Steuern gezahlt werden als durch die öffentliche Hand in der Region München ausgegeben wird - deutlich! Wir sind doch "solidarisch", in gigantischem Ausmaß! Daran ändern auch einzelne Großprojekte im Milliardenbereich nichts. Wäre dem nicht so könnten wir uns aus eigener Kraft sogar noch mehr leisten!

  • ich bin in der Tat der Meinung dass der Olympiapark architektonische Vollendung darstellt.


    Das ist doch gerade wieder die alte Olympiapark-Debatte. Es ist unumstritten, dass die ganze Anlage eine städtebauliche und landschaftsplanerische Jahrhundertleistung ist. Dennoch, oder gerade deswegen, sollte man in der direkten Umgebung weitere herausragende Bauten planen dürfen. Das ist doch das typische Problem: wenn sich alles vor dem ach so genialen Status Quo ducken und verstecken soll, kann keine Entwicklung mehr stattfinden. Ich finden den Ehrgeiz, für die eventuellen Spiele 2018 ein architektonisches Wahrzeichen zu entwickeln sehr begrüßenswert.

  • DDennoch, oder gerade deswegen, sollte man in der direkten Umgebung weitere herausragende Bauten planen dürfen.


    Ich möchte endlich dieses außergwöhnliche Hotel (zumindest auf den Renderings sieht es gut aus) an der U-Bahn haben.

  • Ich auch, das Hotel sieht auf den Entwuerfen super aus! Und ich hoffe dass die Gegend um das Olympiazentrum bald noch weitere moderne (und vielleicht auch hohe) Bauten bekommt!

  • zu #100:


    Wieso denkst du dass die Region München von Bund und Freistaat subventioniert wird und nicht umgekehrt? Ohne es direkt mit Zahlen belegen zu können bin ich mir absolut sicher dass "unter dem Strich" in der Region deutlich mehr Steuern gezahlt werden als durch die öffentliche Hand in der Region München ausgegeben wird - deutlich! Wir sind doch "solidarisch", in gigantischem Ausmaß! Daran ändern auch einzelne Großprojekte im Milliardenbereich nichts. Wäre dem nicht so könnten wir uns aus eigener Kraft sogar noch mehr leisten!


    Das mag ja heute stimmen.
    Nur ist München in diese komfortable Situation erst einmal mit Subventionen gekommen. Vor 1972 war München doch ziemlich verschlafen und auch ökonomisch hat noch nicht so arg viel Musik dort gespielt.

  • Auf den ersten Blick schaut die Aufteilung ja recht plausibel aus, bemerkenswert finde ich dennoch, dass die Bundeswehr nach wie vor die größte Teilfläche zugesprochen bekommt. Die ständigen Zweifel, dass die Umgebung zu stark lärmbelastet für Wohnungsbau sei, kann ich nur begrenzt nachvollziehen. Sowohl weiter stadtaus- als auch stadteinwärts an der Dachauer Strasse gibt es viele Wohnungen, die auch durchaus beliebt sind. Der von Merk angedeutete „Solitärbau“ an der Ecke Landshuter Allee lässt auf ein auffälliges Hochhaus hoffen – der Standort ist durchaus geeignet, mit dem Minihochhaus Sapporobogen gegenüber und dem Olympiaturm in Sichtweite. Aber bitte bitte ladet’s für die Wettbewerbe diesmal internationale Architekten ein, die auch spannende, zeitgemäße Entwürfe einreichen dürfen und bitte stellt eine Jury zusammen, die nicht wieder die drei Langweiligsten Beiträge zu Siegern kürt!

  • die chancen dafür sind glaube ich nicht schlecht, schließlich ist in dem artikel von einem internationalen wettbewerb die rede. ich hoffe auch, daß das ioc auch die architektonische qualität bewertet und daß münchen sich nicht vor aller welt blamieren will.

  • Ich finde es v.a. auch schade, dass die Bundeswehr auch weiterhin direkt in der Nachbarschaft zum Olympiagelände liegt. Rein von den Lokaitäten hätte ich das neue Bundeswehrzentrum entlang des Mittleren Rings und der Teile der Dachauer Str. angesiedelt und die Sahnestückchen des Geländes entlang des Olympiaparks dem Wohnungsbau zugesprochen.


    Das profilüberragende Gebäude am Mittleren Ring/Dachauer Str. wird ja nicht Teil der Olympiaplanung sein, da er zum Bundeswehrzentrum gehören wird. Somit erwarte ich hier auch keinen Olympia-Architekturbonus. Da der Bauherr oder Nutzer die Bundeswehr sein wird und ich mir nicht vorstellen kann, dass hier Geld für gute Architektur locker gemacht wird, erwarte ich mir sehr wenig von diesem möglichen Gebäude.

  • Da ich kein Architekt bin, kann ich es vermutlich nicht einschätzen, aber muss gute Architektur immer viel Geld kosten? Kostet nicht schlechte Architektur auch viel Geld? Und meine Erfahrungen zeigen, dass das meiste Geld durch unorganisierte Bausteuerer verloren geht bzw. durch Architekten, die nach Auftragsvergabe noch "Super-Ideen" haben.

  • Ich finde es v.a. auch schade, dass die Bundeswehr auch weiterhin direkt in der Nachbarschaft zum Olympiagelände liegt. Rein von den Lokaitäten hätte ich das neue Bundeswehrzentrum entlang des Mittleren Rings und der Teile der Dachauer Str. angesiedelt und die Sahnestückchen des Geländes entlang des Olympiaparks dem Wohnungsbau zugesprochen.


    Ich habe den Verdacht, dass auch diese Flächenverteilung vom Thema Lärmbelastung beeinflusst wurde. Offenbar möchte man von Seiten der Stadt keinen Wohnraum allzu weit in den Olympiapark hinein bauen, da man befürchtet, einige Anwohner könnten wegen Lärmbelastung bei Veranstaltungen auf dem Gelände klagen. Ein plausibles Argument, denn es hilft wirklich nichts, wenn man schöne Wohnungen nahe am Park baut und damit den gesamten Olympiapark als Veranstaltungsort unbrauchbar macht.


    Dazu passen die DTM-Pläne vom vergangenen Sommer:
    http://www.merkur-online.de/lo…lympiastadion-367261.html
    http://www.abendzeitung.de/muenchen/118082

  • Danke, das sind sehr interessante Informationen. Ich bin mir allerdings nicht so sicher, was ich von dieser geplanten Parklandschaft vom Olympiapark bis zum Maßmannpark halten soll. Ich befürchte, dass dabei wieder eine allzu vorstädtische Wohn-Parklandschaft nach dem Vorbild Arnulfpark herauskommt, anstatt dass endlich mal mit hoher städtischer Dichtheit gebaut wird.

  • - Das Bundesverteidigungsministerium teilte mit, dass die Bundeswehrverwaltungen, die zukünftig im westlichen Teil des Geländes Dachauer Str./Landshuter Allee/Willi-Gebhardt-Ufer angesiedelt werden sollen, auf Grundstücken entstehen sollen, die als „Sondergebiet Landesverteidigung“ ausgewiesen werden sollen. Dies hätte zur Folge, dass Stadt keinen Einfluss mehr auf das Gelände hätte und auch bei einem Wettbewerb das Bundeswehr-Areal ausgenommen werden müsste. Damit wird auch das zunächst von der Stadt angeregte „profilüberragende Gebäude“ an der Landshuter Allee/Ecke Dachauer Str. infrage gestellt.


    - Die CSU möchte, dass eine Tunnelführung der Landshuter Allee aus Lärmschutzgründen geprüft wird.


    http://www.merkur-online.de/lo…mpisches-dorf-617662.html