Verkehrsinfrastruktur

  • Achja...
    Die komplette Innenstadt als Fußgängerzone...
    Großflächige Teile würden ja eigentlich schon reichen :-)


    Das was geschrieben wird, deckt sich im Grunde mit Erfahrungen, wonach Stadtplaner versucht haben, eine Innenstadt aufzuwerten, indem sie sie für den Autoverkehr freigegeben haben.
    Das Ergebnis war dann im Grunde der Todesstoß!
    Leider habe ich diesbezüglich keine Quellen, es war mal ein Bericht darüber in einem der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender.


    Im Gegenzug würde das heißen, man müsste den ÖPNV verdichten.
    Die Kölner Innenstadt nur auf einem Fahrrad zu durchqueren wäre wohl doch etwas sehr heftig

  • Ilanir

    Naja, es wäre ja schon sensationell, wenn man die Kölner Innenstadt überhaupt einigermaßen geradlinig und sicher durchqueren könnte. Versuch mal einer von der Südstadt Richtung Agnesviertel zu kommen ohne lang über die Ringe zu fahren: unmöglich! Durch den Rheingarten ist es trotz Fahrradfreigabe aufgrund der pöbelnden Fußgänger kaum möglich und außerhalb gibt es keine für Radfahrer geradlinig durchfahrbare Nord-Süd-Verbindung (hat sich mir in 13 Jahren Köln jedenfalls noch nicht aufgetan).


    Aber ich will ja nicht wieder nur mecken. An vielen Stellen hat sich in Köln für Radfahrer im Kleinen etwas getan, z.B. Öffnung der Einbahnstraßen.

  • Ehrenstraße Rainer #158

    Rainer, natürlich verändern sich Städte, das ist ja auch absolut richtig so. Der Umbau der Ehrenstraße ist nur das perfekte Beispiel für den Abschluss eines Gentrifizierungsprozesses wie er im (Soziologie-)Buche steht! :)

  • Im Ksta wird über ein Gutachten über notwendige Ausbaumaßnahmen für den Bahnknoten Köln berichtet. Wenn ich das richtige sehe, ist das Gutachten ein Auftrag des Verkehrsministeriums NRW.


    http://www.ksta.de/html/artikel/1328540373906.shtml


    Festgestellt wird eigentlich nichts neues: Der Bahnknoten muss dringendst aufgerüstet werden. Der Ausbau der zwei S- Bahn- Gleise soll bis 2019 realisiert werden.
    Darf ich mal raten: Sobald der Breslauer Platz einschließlich des Neubaus der gegenüberliegenden Seite fertig ist, wird der Ausbau beginnen. Und dann wird man feststellen, dass die verlegten Bodenplatten des Platzes für die Kräne und LKW nicht ausgelastet sind, und wir haben dasselbe Malheur wie am Haupteingang. Na, dann sind sie wenigstens einheitlich gestaltet: Mit Warnbarken :lach:.

    Am Interessantesten finde ich an dem Gutachten, dass der Westring ausgebaut werden soll. Ich dachte bisher, das sei nur eine Zukunftsvision des Masterplans. Aber es scheint doch konkreter zu sein.

  • Gutachten Ausbaumaßnahmen

    Für die Nichtleser :D gibt es das hier nochmal kompakt zusammengefasst beim WDR, inklusive interessantem Interview (mit dem Geschäftsführer Rheinverkehr): http://www.wdr.de/mediathek/ht…t-koeln-gutachten-hbf.xml (Quelle: WDR-online, Lokalzeit; Stand: 08.02.2012)


    Ab 2013 fährt ja voraussichtlich auch der "Eurostar" (-> London). Meine in Erinnerung zu haben, dass das auch zu logistischen Problemen durch Gleisüberquerungen führt: http://nachrichten.rp-online.d…-koelner-bahnhof-1.601026 (Quelle: rp-online, Stand: 08.02.2012)

  • Das hört sich ja sehr ambitioniert an, wäre schön wenn wenigstens die Projekte bis 2019 auch entsprechend zeitlich umgesetzt würden. Immerhin scheint die Hohenzollernbrücke nicht das Nadelöhr zu sein und muss nicht noch einmal erweitert werden.

  • Lärmschutztunnel wird früher fertig

    Gute Nachrichten für Autofahrer und Anwohner in Junkersdorf: der Lärmschutztunnel über die A1 wird 2 Monate früher fertig als geplant.


    http://www.ksta.de/html/artikel/1330953230858.shtml


    Ich würde mir nun noch eine Lärmschutzvorrichtung (muss ja kein Tunnel sein) entlang der A57 ab Kreuz Nord bis Ausfahrt Ehrenfeld/Nippes wünschen. Im eigentlich sehr schönen Blücherpark kommt man sich nämlich leider vor, wie an einer Autobahnraststätte.


    Naja, Träume darf man ja wohl haben.

  • Umgestaltung Tunisstraße

    Grundsätzlich finden alle Kölner Parteien den Masterplan gut. Sobald es an die Umsetzung geht trennt sich jedoch die Spreu vom Weizen.


    Auf der Tunisstraße sollen Abbiegespuren wegfallen, trotzdem ist die Straße immer noch riesig für den Autoverkehr dimensioniert. Nach Ansicht der CDU erhöht sich dadurch die Unfallgefahr !?
    Obwohl teilweise noch vier Spuren für den motorisierten Individualverkehr übrig bleiben spricht die FDP von einem „Nadelöhr“ und einer „autofeindliche Lösung“.


    Bleibt mal auf dem Teppich, ich kann es nur begrüßen, wenn man auf dieser Autobahn ein bisschen Platz schafft für Fußgänger, Radfahrer und Bäume.


    http://www.rundschau-online.de…tikel/1339597985545.shtml

  • Die Aussage, das ein 8 Meter breiter Bürgersteig an dieser Stelle völlig überlüssig sei, zeigt doch wie ewig gestrig die Politiker von CDU und FDP sind. Die wollen es einfach nicht verstehen? Autofeindliche Lösung? Das muss man sich wirklich zwei mal durchlesen. :nono:

  • fdp und cdu

    es verwundert einen nicht, dass cdu und fdp sich hier sperren. in ihrer regierungszeit haben sie sich ja schon oft als schutzpatrone der autofahrer aufgespielt und dem leider auch immer taten folgen lassen und strassen verbreitert, tempo 70 auf den grossen strassen forciert und blitzanlagen abmontiert. das man einem solch zentralen platz, der sich doch durch die opernsanierung und belebung des umfelds (gruber-platz) vermutlich sehr positiv entwickeln wird, eine verbreiterung der bürgersteige ablehnt, ist unglaublich...

  • Ein weiter Punkt der mich sehr aufregt:


    Die FDP spricht von einem künstlichen Nadelöhr, welches hier angeblich geschaffen werden soll. :nono:


    Wenn hier etwas künstlich ist, dann doch wohl diese übermäßig breite Autobahn, die keinerlei städtebauliche Rechtfertigung in der Kölner Innenstadt besitzt und diese auch noch auf brutale Weise teilt. Überall entlang dieser künstlichen Verkehrstrasse wurdne in die Stadt tiefe Wunden geschlagen, die auch nach jahrzehnten kein bischen geheilt wurden. Es wird endlich Zeit diese Wunden im Sinne einer zukunftsgerechten Stadt zu heilen.

  • Genau, gerade eine Urbanisierung dieser Autobahn, die Umgestaltung in eine Stadtstraße wäre eigentlich das Thema. Habe mal diesen Plan von Schwarz aus den 50ern gesehen, der die Nord-Südfahrt als um die Veedel schwingende Autobahn gesehen hat.
    Mir fällt kaum ein Teil ein, der mit der angrenzenden Bebauung, das Gefühl "Stadtstraße", wie etwa an den Ringen vermitteln würde.

  • es verwundert einen nicht, dass cdu und fdp sich hier sperren. in ihrer regierungszeit haben sie sich ja schon oft als schutzpatrone der autofahrer aufgespielt und dem leider auch immer taten folgen lassen und strassen verbreitert


    Das muss nicht zwingend so sein, zum Beispiel in Kölns Schwesterstadt rheinabwärts will die schwarz-gelbe Ratsmehrheit die Altstadt für Autos sperren. Die Nord-Süd-Tunisstraße empfinde ich bei jedem Besuch als unangenehme Hürde - ich hoffe, dass der Widerstand gegen die Rückbaupläne leise aufgegeben wird. 8 Meter breite Bürgersteige an einer Hauptstraße mitten in einer Millionenstadt sind keineswegs zu breit - relativ wenige Passanten gibt es vor allem deswegen, weil das Flanieren entlang einer Stadtautobahn etwas für Masochisten ist (obwohl die Gegend zwischen der Oper, dem 4711-Stammhaus und einem bekannten Museum liegt). Einen Teil dieser Breite könnte man eventuell für zusätzliche Bäume nutzen.


    Bis zu 6 Spuren in eine Richtung, das ist etwas, was mitten in der Altstadt kein vernünftiger Mensch braucht.

  • Metropolregion Rheinland zu Verkehrsprojekten

    Die Mitglieder der Metropolregion Rheinland haben sich getroffen, um die aus ihrer Sicht wichtigsten Verkehrsprojekte für die Region aufzulisten und darauf zu drängen, dass sie in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden.
    http://www.stadt-koeln.de/1/pr…/mitteilungen/2012/07171/


    Unter den Projekten zum Straßenbau findet sich als vorletzter Punkt eine "Rheinquerung in Höhe Köln-Godorf/Niederkassel: Verbindung von A 553 zur A 59". Soll da etwa noch eine Autobahnbrücke gebaut werden, oder wie ist das zu verstehen? Ich hoffe nicht.

  • Ein Punkt fehlt. Aber der ist ja auch Top Aktuell:
    Die Brücke zwischen Lev und Niehl (A1 Autobahnbrücke) muss abgerissen werden.


    Das habe ich heute im KSTA gelesen. 150 Millionen sollen dafür veranschlagt werden. Bis... 2020 oder 2025 soll die Brücke fertig sein.


    Dafür gibt es wohl 2 Lösungen (wenn ich mich recht entsinne).
    Die eine setzt einen Neubau und und eine Neue Teilstrecke in gang welche dann am Ende mit dem AB verknüpft werden. (Vollsperrung).


    Eine andere ist man baut die Brücke daneben und schiebt die dann nach Montage und Abriss der alten an ebendiese Stelle.


    Letztes dürfte die Teurere Methode sein.

  • Die Umbauarbeiten an der Linie 5 (Liebigstr. und Gutenbergstr. sollten Barrierefrei werden) kommen nicht zum Abschluss. Der KVB ist es nicht gelungen eine Firma zu finden die es zum Preis von 2 Millionen machen würde. Bei der 2ten Ausschreibung trennte man Haltestelle und Asphaltarbeiten und erhielt Angebote die aber 50% über der veranschlagten Summe lagen. Nachverhandlungen waren erfolglos. (Betroffen ist nur die Gutenbergstr.)


    Die Bahn wird also ab Oktober wieder die alte Haltestelle anfahren. Die KVB prüft einen Bau im nächsten Jahr -> Es würde erneut zu Planänderungen in den Sommerferien kommen.


    http://www.rundschau-online.de…gt,15185496,17191744.html


    Wenn sich wirklich gar keine Firma gefunden hat sollte die KVB mal überlegen ob die das ganze nicht zu "billig" geplant hat. Sonst finden sich auch zu, eigentlich zu billigen Angeboten, immer Firmen die es machen würden. Das sich hier jetzt so gar keine Firma auftreiben ließ zeigt mir doch: Das ist mit deutlich zu wenig kalkuliert worden.


    Warum hat die KVB eig. keine eigene Bauabteilung? :D

  • U5 Subbelrather Straße

    Ein paar Bilder vom U5 Hochbahnsteig an der Subbelrather Straße / Liebigstraße. Die Dauerbaustelle ist aber mit der anderen Haltestelle Gutenbergstraße noch lange nicht beendet.