Verkehrsinfrastruktur

  • Witziger Beitrag Kölner84, nur spiegelt das Video nicht die ganze Realität wieder. Kreisverkehre regeln den Verkehr besser als Ampeln und die Unfallhäufigkeit an diesen Kreuzungen nimmt nach erfolgten Umbau, laut Polizeistatistiken rapide ab.


    Hier mal eine Übersicht, wo Ampeln durch Alternativen ersetzt werden sollen. Neben den Kreisverkehren zählen dazu u. a. auch Zebrastreifen, Einengungen der Fahrbahn und Querungshilfen.


    http://ratsinformation.stadt-k…kvonr=26354&voselect=6517


    Ich finde den Vorschlag unnötige Ampeln durch Alternativen zu ersetzten gut. Dies wird, neben dem besseren Verekehrsfluss, auch das Stadtbild weiter beruhigen und trägt somit zur Verschönerung des Stadtbildes bei.

  • Grundsätzlich finde ich Kreisverkehre auch gut. In Köln erscheint mir das als eine Art Revolution, da man hier bislang aber auch wirklich jeden Knotenpunkt eher mit Ampeln geregelt hat. Allein auf der Siegburger Straße zwischen Poll und Deutz hat sich die Anzahl der Ampellanlagen in den letzten 20 Jahren etwa verdoppelt.


    Der Vorteil der Kreisverkehre geht allerdings ein bisschen verloren, je kleiner sie werden. Viele der innerstädtischen Knotenpunkte werden sich aus Platzgründen nur als Minikreisverkehre mit überfahrbarer Kreisinsel ausbauen lassen (so wie auf dem Video zu sehen). Da passiert es schon, dass jemand die Schilder oder Markierungen übersieht (oder ignoriert) und einfach mal geradeaus fährt. Je nach Größe sind Geradeausfahrten, Abbiegevorgänge und ein Fahren "im Kreisverkehr" kaum mehr auseinanderzuhalten. Die Unfallgefahr, vor allem auch in Verbindung mit den außen liegenden Rad- und Fußgängerüberwegen, dürfte da eher wieder zunehmen.


    Aber wie gesagt, da müssen die Autofahrer eben wieder eigenverantwortlicher fahren. Rechts vor links gilt im Zweifel schließlich immer.

  • Auch ich begrüße dieses Programm sehr!


    Ein Hauptübel für die vielen Rotlichtverstöße in Köln sind eben diese LSA`s (Ampeln), die oftmals an sehr unsinnigen Stellen aufgebaut wurden.
    Mein Wunsch wäre es jetzt, dass neben weiteren Kreisverkehren auch viele neue abmarkierte Radwege und Zebrastreifen angelegt werden. Das soll dem Fuß- und Radverkehr vor allem in der Innenstadt sowie den Stadtteilzentren eindeutig mehr Vorrang gewähren. Vor allem an großen Verkehrsachsen in Köln wird der Fuß- und Radverkehr sträflich vernachlässigt (siehe z.B. Ottoplatz; auch nach dem Umbau!).


    Nur etwas hat mich gewundert:
    War in der Ratsvorlage noch die Rede vom Auslassen vom Kreuzungsumbau, wenn eine Stadtbahn kreuzt, so wird in den Vorschlagslisten die Bonner Straße als Vorschlag genannt, wo ja in den nächsten Jahren eine Stadtbahn gebaut wird.

  • Das verkürzen der Rotphasen halte ich für eine gute Idee. Die Innenstadt sollte meines Erachtens in erster Linie den Menschen und nicht dem Autoverkehr gehören. Ich selber besitze kein Auto und lebe gut damit. Mich persönlich nervt es immer wieder das der Autoverkehr fast überall Vorrang vor allen anderen Verkehrsteilnehmern hat. Darunter leidet meiner Meinung nach die Aufenthalsqualität. Der öffentliche Raum wird leider viel zu oft als reine Parkfläche mißbraucht.



    Quelle: Bilderbuch-Koeln.de


    Leider hat die Stadt da in der Vergangenheit viele Fehler begangen, in dem sie viel zu viel innerstädtische Park- und Tiefgaragen genehmigt hat und somit den Verkehr bewußt in die Innenstadt lockt. Ich meine mich erinnern zu können, das dass Büro Albert Speer bei der Erstellung des Masterplans festgestellt hat, dass ein nicht unerheblicher Teil des Verkehrs innerhalb des Rings (ich meine es waren mehr als 50%) Parksuchverkehr ist.


    Man hätte besser daran getan, diese Großparkhäuser etwas außerhalb mit guter Anbindung an die KVB zu bauen, um so die Innenstadt zu entlasten. Trotzdem bin ich der Meinung das man den unnötigen Durchfahrts- und Parksuchverkehr aus der Innenstadt verbannen muss.

  • Wie die hiesigen Tageszeitungen in ihren heutigen Onlineausgaben berichten, finden in dieser Woche die vorbereitenden Arbeiten für die Lärmschutzeinhausung auf dem 1,5 km langen Abschnitt der A1 zwischen Weiden und Lövenich statt. Dieses Projekt stellt in seiner Dimension und Art ein Pilotprojekt für ganz Deutschland dar und könnte nach Fertigstellung 2013 durchaus Nachahmer finden. Die Baukosten betragen ca. 200 Mio. EURO. Die Glaskonstruktion hat eine Fläche von 30.000qm und dient, wie dem Namen zu entnehmen ist, dem Lärmschutz der naheliegenden Wohngebiete.


    Seit der Nacht zu Mittwoch wird eine Stahlkonstruktion aufgebracht auf dem später die Glasdachkonstruktion ruhen wird.


    http://www.ksta.de/html/artikel/1302709555331.shtml
    http://www.rundschau-online.de…tikel/1296684780951.shtml
    http://www.strassen.nrw.de/pro…/leh-loevenich/index.html
    http://www.express.de/regional…2856/8337552/-/index.html


    Fakten zum Bauwerk:


    Länge: ca. 1500 Meter
    Maximale Außenhöhe: ca. 7 Meter
    Durchschnittliche Außenbreite: ca. 38 Meter
    Röhrenanzahl: 1 pro Fahrtrichtung
    Lichte Höhe in den Röhren: ca. 4,7 Meter
    Lichte Breite in den Röhren: ca. 16,5 Meter
    Kostenträger: Bundesrepublik Deutschland




    Quelle: Straßen NRW

    2 Mal editiert, zuletzt von RainerCGN ()

  • Sieht ja echt beeindruckend aus! Ich frage mich nur, ob das Ganze nicht doch etwas zu gigantisch bzw. teuer geraten ist... Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Geld für Autobahn(brücken)sanierungen an allen Ecken und Enden fehlt.
    Hätten es normale Schallschutzwände nicht auch getan?

  • klausfeisel Genau das habe ich auch gedacht. Wahrscheinlich hätten Schallschutzwände wohl nicht viel geholfen, da die Autobahn hier eh schon "im Graben" liegt. Für die Anwohner ist es klasse. Aber 200 Mio Euro sind schon heftig für eine Lärmschutzmaßnahme.

  • Die Frage habe ich mir auch gestellt. 200 Mio. EUR für 2000 - 3000 Anwohner ist ja schon mal eine Ansage. Hätte man diesen Aufwand wohl auch betrieben wenn diese Autobahn durch Chorweiler verlaufen würde? Bei einem Blick auf die Google Map Karte sieht man allerdings, dass dieser Bereich der Autobahn wirklich unmittelbar an die Wohnbebauung von Weiden und Lövenich ranreicht. Ich denke das man diesen Aufwand auch wegen der Verbreiterung auf 6 Spuren betreibt, da die Autobahn somit noch unmittelbarer an die Wohnbebauung ranrückt.

  • Entweder ich verwechsle ich da was, aber ich kann mich erinnern, das dieses Projekt durch Public Private Partnership finanziert werden sollte.
    Sprich ein Investor baut das Ganze und kassiert eine gewisse Zeit lang die LKW-Mautgebüren auf diesem Abschnitt.
    Oder war das ein anderes BAB-Projekt in Köln ?


    Gruß
    Paul

  • Wie man es besser machen kann kann man ja an der A57 nördlich der Bahnstrecke Köln - Aachen oder hier sehen:


    Hamburger Deckel


    In Hamburg werden ab nächsten Jahr sogar 3 Tunnel gebaut, die zusätzlich begrünt werden. Außerdem schafft die Hansestadt zusätzlichen Wohnraum entlang der Tunnel.

  • In der Architekturzeitung findet sich ein Artikel über die von den Bochumer Architekten Rübsamen+Partner neugestaltete Stadtbahn-Haltestelle 'Zoo/Flora'


    http://networkedblogs.com/gMqkI


    Aufgabe sei gewesen, die bislang nicht barrierefreie Haltestelle ohne technische Zusatzeinrichtungen, wie Fahrtreppen unf Aufzüge, barrierefrei zu gestalten und eine für diesen Ort eigenständige Formensprache zu finden.
    (Der Artikel ist mit einer Reihe vergößerbarer Fotos und Planskizzen illustriert)

  • Welches Volk der allgemeine Express Leser auch immer sein mag, nun gut...



    Aus meiner Sicht kann ich es ehrlich nicht verstehen, wo das Problem liegt!?


    Seit über 30 Jahren kämpfen die Anlieger um den Tunnel/Lärmschutz und Köln um den Ausbau der A1 auf 6 Spuren + Ausbau Kreuz Köln West.
    Die Autos fuhren dort täglich zu 100.000 'durch' die Grundstücke der Anlieger direkt in 3m Entfernung am Garten des Hauses vorbei, ohne irgendwas...
    Ich weiß nicht ob ihr so wohnen würdet und das über diesen Zeitraum bei der Verkehrszunahme...? Das hat absolut nichts mit Promifaktor des Stadtteils zu tun!


    Bei vergleichbaren aktuellen Projekten in Jena Lobeda (A4) und Aschaffenburg (A3) werden ähnliche Tunnel gebaut incl. Erweiterung auf 6 Spuren ohne das dort Anlieger so nah an der Autobahn wohnen.


    ne typisch deutsche Diskussion - sorry :nono:

  • Das Onlinenachrichtenmagazin Report-K berichtet in seiner heutigen Onlineausgabe über die Sanierung der Geh- und Radwege entlang der Aaachener Straße. Die Sanierung größerer Teilbereiche soll im Juni abgeschlossen sein. Insgesamt investiert die Stadt dabei ca. 2 Mio. EUR.


    Das Thema Radverkehr hatte beim Bürgerhaushalt 2008 einen Anteil von 34% an den gesamten Einsendungen. Neben der Aaachener Straße werden auch Bereiche des Pfälzischen Rings sowie des Sülzgürtels erneuert.


    Welchen Stellenwert der Radverkehr in Köln einnimmt zeigt sich allein an der Zahl der Fahrräder. In Köln gibt es über eine Mio. Fahrräder aber nur 490.000 Autos. In Ehrenfeld übersteigt der Radverkehr laut städtischen Messungen schon heute den des Autoverkehrs!


    Ob die mich da wohl auch mal gezählt haben ? ;-)


    Auch in den kommenden Jahren sollen jedes Jahr zwischen 1,5 - 2,0 Mio. EUR in die Erneuerung und den Ausbau des Radverkehrs investiert werden. Zudem soll es jedes Jahr 1.000 neue Fahrradabstellplätze geben!!!! :daumen: :daumen: :daumen: :daumen: :daumen: :daumen:


    http://www.report-k.de/content/view/39622/146/