DB-Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim (geplant)

  • DB-Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim (geplant)

    • Lückenschluss der ICE-Hochgeschwindigkeitstrassen Köln-Frankfurt und Mannheim-Stuttgart, insgesamt 85km. Während auf hessischer Seite unumstritten, ist die Trassenführung bei Mannheim noch nicht geklärt
    • 17 km fehlen noch zwischen Viernheimer Dreieck und Einfädelung in Mannheimer Süden
    • Variante A über MA-Hbf raumverträglich
    • Variante B "Bypass", wie von Mehdorn/DB AG favorisiert, 2002 durch Landtagsbeschluss, Bundestagsbeschluss und durch Raumordnungsbeschluss untersagt, da nicht raumverträglich (2004)
    • Bahn halte dennoch an Bypass-Variante fest, mit einem ICE-Fernbahnhof zwischen MA-Seckenheim und MA-Friedrichsfeld
    • Durch die Bypass-Variante könne Frankfurt Hbf und Stuttgart Hbf in 53 min. verbunden werden (bislang 70min.)


    Quelle:http://www.rnz.de/zusammen10/0…f_buhlt_um_Sympathie.html
    Wikipedia:http://de.wikipedia.org/wiki/N…Main%E2%80%93Rhein/Neckar

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    OB Widder: NBS Frankfurt-Mannheim im engen Zusammenhang mit S21 und NBS Stuttgart-Ulm zu sehen


    Zustimmung:
    Denn ohne die SFS kann man kaum noch zusätzliche Fernzüge von Frankfurt her fahren lassen. Denn die Riedbahn (da wo heute die ICE fahren) ist schon heute durch Regional- und Güterzüge erheblich belastet.
    Und bis 2015 soll auch noch die "S-Bahn" von Mannheim bis Biblis fahren (und natürlich ohne seperate Gleise und warscheinlich im 30er Takt).

  • Interessant aber auch, daß diese Strecke vor kurzem noch toter als S21 war und nun ein Baubeginn 2010 ohne irgendwelche Vorfinanzierungsanstrengungen des Landes im Gespräch ist.


    MA sollte jedenfalls nicht umfahren werden. Mal sehen, wie Bahn vs. gesamte Politik ausgeht.

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    Interessant aber auch, daß diese Strecke vor kurzem noch toter als S21 war und nun ein Baubeginn 2010 ohne irgendwelche Vorfinanzierungsanstrengungen des Landes im Gespräch ist.


    Die Strecke liegt ja auch nur ein paar Km auf BaWü-Gebiet. Zudem isses ja auch eine wichtige Gotthardstrecke. Trotzdem war man in der Region Rhein-Neckar etwas beleidigt als Oettinger bei einen Spitzengespräch wo es um S21 und SFS S-Ulm und MA-F ging die SFS MA-F einfach vergessen wurde :D


    MA sollte jedenfalls nicht umfahren werden. Mal sehen, wie Bahn vs. gesamte Politik ausgeht.


    Das ist hier eine schwierige Frage, wo ich mich noch nicht entgültig Festgelegt habe.


    Für einen Bypass spricht:
    - Der Mannheimer HBf ist schon jetzt überlaufen, und bald werden noch mehr Züge fahren (laut Bahn ist der geplante Ausbau auf 11 Gleise nur ein Tropfen auf den heißen Stein)
    - Zwischen F und S kann man eine für das Fahrplangefüge günstige Fahrzeit von 53 min erreicht werden.
    - Der Bahnhof in MA-Seckenheim könnte vor allem von Heidelberg schneller erreicht werden. Sollte daraufhin der Fernverkehrshalt in HD wegfallen könnte man den Takt der S3 (künftig S1)-West (Strecke HD - KA) verdichten ohne die Strecke ausbauen zu müssen. Dann würden auch die vom Fernverkehr verursachten Störungen abnehmen, da ja in der Region Rhein-Neckar dann das Konzept Netz 21 (also trennung der Zugarten) sehr kosequent umgesetzt würde
    - Bei halt der Züge in MA-HBf würden die ICE die (künftigen) S-Bahnen auf der Riedbahn-West behindern.
    - Der Mannheimer Flughafen könnte durch eine verlängerung der Stadtbahnlinie 6 zum Fernbahnhof direkt erreicht werden und so an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden :lach: :roll: :banana:


    Gegen einen Bypass spricht:
    - Mannheim HBf würde woh einen großteil seiner Fernzüge verlieren (bis auf die ICE nach Paris und ein paar Polit-Züge), was dann auch Auswirkungen auf die Wirtschaft der Region haben dürfte. Außerdem dürfte das für Mannheim 21 nicht gerade förderlich sein.
    - Aus Richtung Schwetzingen wäre der neue Fernbahnhof nur schlecht erreichbar
    - Heidelberg würde warscheinlich vom Fernverkehrsnetz abgeschnitten (was aber nicht nur ein Nachteil wäre)
    - Die Investitionen in die Kreuzungsfreie Einführung der SFS in den Mannheimer Hbf wären für die Hunde


    Ich hoff ich hab jetzt nicht´s vergessen

  • hat das Wiederaufleben irgendwelche politischen hintergründe, oder ist es einfach durch die derzeitige finanzielle Lage schlicht und ergreifen problemlos machbar, die Strecke zu finanzieren, und weil sie eben schon ewig in den Schubladen liegt, macht man sie jetzt...?

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    Es gab/gibt ja immer Diskusionen um die Anbindung von Darmstadt und Mannheim, die aber (bis auf Mannheim) inzwischen gelöst sind.
    Außerdem schau dir mal die Bahnprojekte in der Umgebung an:
    - SFS S-Ulm
    - 4-Gleisiger Rheinbahnausbau (und im Anschluss die Gotthartstrecke)
    - ABS/NBS Mannheim - Saarbrücken (-Paris)
    All diese Projekte verschärfen die Verkehrssituation in der Region Rhein-Neckar noch mehr. Und auch der Güterverkehr nimmt auch dank der Schweiz drastisch zu. Und die nächste 2-Gleisige Elektriffizierte Strecke nach Süden befindet sich hinter München. Kein Wunder also dass ein Großteil der Güterzüge über die Rheinbahn fahren, welche 2015 eine der am Meisten belasteten Bahnstrecken in D sein wird.
    Alles Gründe diesen Engpass zu entschärfen.


    Hier noch ein Bericht über die Strecke von 2006: http://www.der-fahrgast.de/Archiv/2006/2006-1-14_16.pdf


    Hier noch eine Karte die die Situation der Region Rhein-Neckar deutlich zeigt (auf Seite 3): http://www.bmwi.de/BMWi/Redakt…i,sprache=de,rwb=true.pdf
    (Man sieht so dick wie zwischen MA und F ist so gut wie keine Strecke)

  • Alles Gründe diesen Engpass zu entschärfen.


    Worüber es längst Verträge mit der Schweiz gibt. Die von deutscher Seite nicht eingehalten werden.
    Typisch: Dieses kleine Land von 7 Mio Ew baut zügig seine Megatunnel, während unser 82 Mio Moloch alles in Bürokratie und den Osten pumpt. In der zwanghaften Hoffnung, der Aufschwung müsse doch endlich kommen. Doch er kommt nicht.

  • Das wird aber auch langsam Zeit nachdem die Strecke zwischenzeitlich schon fast tot war.
    Ist dann schon die dritte Schienenverbindung zwischen Frankfurt und Mannheim. Schon irre irgendwie, was auf dem Korridor für ein Verkehr herrscht.

  • Pressemitteilung der DB:



    Quelle: http://www.db.de/site/bahn/de/…tionen/ubf/f20071031.html

  • ich verstehe nicht, wieso man da nicht noch mehr fahrzeiteinsparung rausholen kann, insbesondere da es ja ein kompletter neubau ist...


    85 km in 53 min, das macht einen Schnitt von ungefähr 100 kmh....das darf sich ja im prinzip noch nichtmal HGV nennen....

  • Der SWR hat zwischenzeitlich gemeldet dass die SFS nun durch den Lampertheimer Forst führen soll (warscheinlich direkt, bisher sollte die SFS der Autobahn folgen was aber 2 scharfe 90° biegungen erfordern würde). Dafür soll die DB auf den großen Bypass verzichten, aber es ist möglich die Riedbahn-Ost auszubauen und mit der SFS nach Stuttgart zu verbinden. Für eine kreuzungsfreie einführung der Riedbahn-Ost wurde übrigens schon beim bau der SFS nach Stuttgart auf höhe des S-Bahn Haltepunktes Rangierbahnhof zwischen den Gleisen genug platz gelassen um eine Rampe für ein Kreuzungsbauwerk zwischen den Gleisen anzulegen.


    Fotos von der Verbindungsbrücke auf höhe des S-Bahn Haltses Rangierbahnhof in Richtung Mannheim-HBF/Stuttgart.


    Inzwischen ist das ganze aber wieder dementiert worden, aber villeicht kommt's ja doch?


    Mehr dazu bei der Rhein-Neckar-Laber-Fraktion (das ÖPNV-Forum für die Region Rhein-Neckar)

  • Wenn man sich die wirtschaftliche Bedeutung der Achse Stuttgart - Mannheim - Frankfurt - Köln und die Bevölkerungszahl, die entlang dieser Achse lebt, zu Gemüte führt, ist es eigentlich ein einziges Armutszeugnis, dass diese Strecke trotz jahrelanger Planung nicht schon mindestens im Bau ist.


    Von den Bypass-Planungen halte ich allerdings überhaupt nichts.

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    Das hat auch damit zu tun das der Herr Mehdorn ein Dickkopf ist der immer mit den Kopf durch die wand will. Seit den ereignissen der letzten Monate solte das eigendlich fast jeder Bundesbürger wissen. ;)
    Eine sache ist aber interessant: Viele Leute vergöttern den TGV, sobald aber so Sachen wie Bypässe die im TGV-Netz alltäglich sind (selbst Paris hat einen) ins Spiel kommen wird sofort gejammert. Auch Großstädte wie Frankfurt haben Bypässe.


    Und wenn der Bypass nur 1-2x/h befahren wird dann ist der auch für die Region RheinNeckar nicht so schlimm, vor allem da der Mannheimer HBF eh schon aus allen Nähten platzt.