Die Zukunft Braunschweigs

  • fällt dir noch ein Quartier ein, in dem die Fassaden der 60 er aufgearbeitet werden sollten?


    interessant ist, dass die Gebäude z.B. Leonhardstraße und Geysostraße viel älter sind, aber durch ihren Klinkerbau wesentlich weniger pflegebedürftig.


    beschämend ist besonders der Hagenmarkt und der nördliche Bohlwegbereich.


    Ich weiß nicht, ob MC Donalds die Fassade renoviert. Es steht nur das Baugerüst. Der Architektenentwurf und die einheitliche Planung sollen aber umgesetzt werden. Änderungen gibt es nicht. Das hat mir die Stadt erst letztes Jahr versichert. Hfftl kommt der Stein ins Rollen!


  • Ich weiß nicht, ob MC Donalds die Fassade renoviert. Es steht nur das Baugerüst. Der Architektenentwurf und die einheitliche Planung sollen aber umgesetzt werden. Änderungen gibt es nicht. Das hat mir die Stadt erst letztes Jahr versichert. Hfftl kommt der Stein ins Rollen!


    Also das hat Dir die Stadt sicher nicht versichert, das kann sie nicht, noch wäre das Gesetzeskonform. Sie fördert Fassaden-Instandsetzungen, wenn sich diese an den Wettbewerbsergebnissen orientieren. Wenn ich mich richtig erinnere ist die Förderung aber schon ausgelaufen, ohne das sich jemand dafür interessiert hätte. Der Bebauungsplan mit Gestaltungsvorschrift regelt:


    -die Gliederung der Fassaden in Sockel-, Mittel- und Oberbereich, sowie
    -Fassadenfarben.


    Die Gliederung ist bereits vorhanden, Farben wären dann Grau, Beige und/oder Braun. Ich erwarte da nichts.

  • Es kann natürlich sein, dass dieser schon ausgelaufen ist. Dennoch wird die Stadt sicher weiterhin verscuhen, eine einheitliche Bebauung und Fassade hinzubekommen. Es scheint ja im Interesse aller zu sein.

  • Im Schlag auf schlag gespräch der bz wurde eingeworfen, dass mehr kultur in der stadt angesiedelt werden soll. Die verdichtung des einzelhandels soll zukünftig nicht ausreichen.Wie seht ihr das?

  • Inwieweit soll denn Kultur angesiedelt werden?


    Im Prinzip gut, Kultur, Freizeitaktivitäten, aber bitte für alle Altersschichten. Hab das Gefühl dass das Angebot der Stadt für die Generation 50+ gemacht wird... .


    Ich erinnere mich noch an das Landesturnfest ... ein großartiges Ereignis mit vielen jungen Menschen!

  • Es gibt nur die Idee mehr Kultur in der Stadt anzusiedeln. Dabei ist ja durchaus Potential vorhanden bedenkt man die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2010.Oder irre ich mich?

  • ein solches Konzept sollte sich auch unsere Nachbarstadt Wolfenbüttel schnellstens überlegen! Ein Nischenprojekt kann nichts schaden.


    Warum richtet der Eigentümer des Reinicke und Richau Hauses nicht ein Kulturzentrum ein. Er könnte doch solch einen Veranstaltungsort sponsern; allein durch die Räumlichkeiten.


    Warum nicht. Braunschweig wird durch gute Konzepte und Projekte bestimmt profitieren. Dazu zählt auch ausprobieren. Die Innenstadt ist stark genug. Teilgebiete können gefördert werden. Ich finde auch die Stärkung von Quartieren gut. Wie das Friedrich-Wilhelm-Viertel nun ein "Künstlerviertel" wird. Genial!


  • Warum richtet der Eigentümer des Reinicke und Richau Hauses nicht ein Kulturzentrum ein. Er könnte doch solch einen Veranstaltungsort sponsern; allein durch die Räumlichkeiten.
    ... Braunschweig wird durch gute Konzepte und Projekte bestimmt profitieren. Dazu zählt auch ausprobieren. Die Innenstadt ist stark genug. Teilgebiete können gefördert werden. Ich finde auch die Stärkung von Quartieren gut. Wie das Friedrich-Wilhelm-Viertel nun ein "Künstlerviertel" wird. Genial!


    Im Prinzip hast Du recht - aber man kann so etwas auch nicht einfach herbeizaubern. Nur fördern. Und dafür braucht man natürlich Konzepte. Und Ideen.


    Ob das "Kultviertel" oder "Künstler-Viertel" Friedrich-Wilhelm-Viertel nur Kraft der Benennung sich auch weiter dahin entwickelt, sehe ich eher skeptisch.


    In der Diskussion gab es auch einen Beitrag von "Lord" Schadt, mit ein paar brauchbaren Ansätzen (ab hier Zitat von BZ):


    "Buntes Braunschweig – ein Lichtkonzept für die Innenstadt.


    50 Braunschweiger Künstler gestalten Löwen fürs Stadtbild.


    Fahrradachsen durch die Innenstadt von Norden nach Süden und von Osten nach Westen.


    Kunst im öffentlichen Raum, zum Beispiel Ausstellungen im Horten-Tunnel.


    Ein Werbeverbot in der Innenstadt wie in Sao Paulo, das die Kreativität der Kaufleute beflügeln soll.


    Offene Bühnen in der Innenstadt.


    Mehr Bänke, mehr Toiletten, mehr Abfalleimer.


    Eine Zentrale für die Zwischennutzung leerstehender Läden.


    Ein regionales Kaufhaus für Kultur und Kleinkunst.


    Belebung des Schlossplatzes.


    Kostenfreie Sondernutzungs-Genehmigungen für Kulturschaffende in der Stadt."


    Schöne Ansätze, aber leider ins Leere gesprochen.
    Was in Braunschweig fehlt - ebenso wie bei einem Verkehrsentwicklungsplan - ist der Maestro mit dem Dirigentenstab, das Main Brain, der Stadtbaumeister, Stadtbaurat, wie auch immer. Eine Abteilung, die alle spinnerten Ideen unvoreingenommen sammelt, ordnet und dann für Politik und Verwaltung vorbereitet. Visionen entwickelt. Und einfordert.


    Am ehesten sehe ich da momentan das Büro Ackers.


    Aber von Seiten der Stadt: Es wird auf fast allen Ebenen nur reagiert und repariert, nicht gesponnen und in neuen Bahnen gedacht.


    Schade schade

  • Das regionale Kaufhaus für Kunst und Kultur könnte ich mir durchaus vorstellen. Denke auch dass es für die Produkte durchaus eine Kundengruppe in der Stadt gibt die groß genug ist. Weiß natürlich nicht wie konkurrenzfähig man im Vergleich zur Internetkonkurrenz sein kann.


    Für den Hortentunnel sollte man sich so oder so ein neues Nutzungskonzept überlegen. Wäre schade drum, wenn er immer weiter verfällt.


    Das mit dem Lichtkonzept find ich ganz reizvoll. Gab ja bereits Konzepte die diese Idee aufgreifen. (Lichtparcours im Jahr 2011)


  • Für den Hortentunnel sollte man sich so oder so ein neues Nutzungskonzept überlegen.


    Sandkasten, und zwar bis zur Oberkante.


    Die Vorschläge von Schadt zielen entweder auf die Gestaltung des Öffentlichen Raumes oder auf Symptome, die aber wenig Probleme lösen. Früher wollte die Präsidentin der Hbk, wenn ich mich recht erinnere, die Achse vom Bahnhof in die Stadt aufwerten, indem sie eine Kunstmeile etablieren wollte. Aber dadurch hätte sich ja nicht die geringste Verbesserung eingestellt. Kunst ist immer die Kirsche, oben auf der Sahne, oben auf dem Eis. Wenn mir schon der Becher fehlt, dann wird aus einer Kirsche kein Eisbecher.


    Das Werbeverbot finde ich, ist ein wunderbarer Vorschlag! Die sollen aber gar nicht kreativ werden, sondern einfach nur die ganze Werbung abbauen.


    Ich bin der Meinung, dass das Problem die Monofunktionalität der Innenstadt, insbesondere der Fußgängerzone ist(1). Eine Lebendige Mischung, aus Einzelhandel, Dienstleistung, Wohnen, auch Handwerk gibt es ja nicht. Und ganz im Kern ist das Problem die Fußgängerzone und der daraus resultierende Tangentenring. In Münster gibt es beides nicht, dafür die urbane Ursuppe aus den verschiedenen Nutzungen. Ebenso in Berlin, Ulm, Wolfenbüttel oder vielen anderen Städten. Oder die Kastanienallee in Braunschweig.


    Wenn man einmal diese Mischung etabliert und der öffentliche Raum qualifiziert ist, dann entsteht auch Kultur. Anders herum kann ich mir das nicht vorstellen.


    (1) Viele Gebäude (z.B. am Damm/Hutfiltern) haben zwar keinen Leerstand in den Erdgeschossen, stehen aber in den Obergeschossen leer, weil deren Vermietung als Wohnungen den Einzelhandel im EG stören würde.

  • Siehst du gar keine Chance mehr den Hortentunnel einer anderen Nutzung zu zuführen? Denke auch dass sich mehr Kultur entwickeln würde, wenn es eine stärkere Durchmischung gibt. Fraglich ist nur inwieweit das Zentrenkonzept aufgeweicht werden würde? Weil sich das Zentrum durch die Zurückdrängung des Handels ja unweigerlich verschieben würde?


    Ansonsten zur Zukunft Braunschweigs:


    "Mit einem Gutachten des Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnungsforschung, GEWOS, will die städtische Bauverwaltung einen Impuls für einen verstärkten Wohnungsbau setzen.


    „Verlässliche Daten für die Baulandentwicklung sind ein wichtiger Baustein für die Stadtentwicklung“, sagte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. Die Stadt habe deshalb die Nibelungen Wohnbau GmbH mit einer Analyse des Wohnungsbedarfs mit Unterstützung des Hamburger Forschungsinstituts beauftragt.


    „Der Wohnungsmarkt ist erkennbar angespannt, insbesondere bei größeren Wohnungen und in puncto Bezahlbarkeit,“ fuhr der Stadtbaurat fort. Mit dem Abiturdoppeljahrgang drängten zudem mehr Studenten auf den Wohnungsmarkt und fragten vor allem mehr kleinere Wohnungen nach.


    Leuer: „Vor diesem Hintergrund wollten wir es genauer wissen, denn diesem Bedarf wollen wir gerecht werden. Tatsächlich habe die GEWOS-Studie bestätigt hat, dass Braunschweig gute Chancen hat, bis 2020 weiter zu wachsen – allerdings nur dann, wenn der Wohnungsbau in den kommenden Jahren forciert wird.“


    „Mit der Studie erhält auch die Nibelungen Wohnbau eine aktuelle Datenbasis für ihre Investitionsentscheidungen“, ergänzte Maren Sommer, Geschäfts¬führerin der städtischen Gesellschaft. „Der prognostizierte Bedarf an Wohnungen bestätigt unser Engagement in dem neuen Geschäftsfeld, in dem wir uns auch wieder im Wohnungsneubau engagieren wollen.“


    Laut GEWOS-Studie steige die Zahl der Menschen, die in Braunschweig eine Wohnung (als Haupt- oder Nebenwohnsitz) nachfragen, bis 2020 auf 259.350 (nicht zu verwechseln mit der Einwohnerzahl!) an, führte Sommer aus. Der Grund: Der erwartete Bevölkerungszuwachs und der demografische Wandel, sorgten für einen Anstieg der „wohnungsmarktrelevanten Bevölkerung“ um 1,9 Prozent und einen Anstieg der Haushalte um sogar 2,4 Prozent oder 3.100 Haushalte - was den Trend zu kleineren Haushalten widerspiegelt, denn die über 60-jährigen leben ganz überwiegend in Ein- oder Zweipersonen¬haushalten. Beide Faktoren würden um 2020 einen Höchststand von 136.350 Haushalten (jetzt: 133.240) erreichen, die ein ausreichendes Angebot an zeitgemäßen Wohnungen erwarteten. Bis 2025 dürfte sich die Nachfragesituation wieder etwas entspannen, weil die Zahl der Haushalte trotz andauernder Wanderungsgewinne nicht mehr ansteigt.


    „Dies bedeutet, dass wir in den kommenden acht bis zehn Jahren einer verstärkten Nachfrage nach Wohnungen entgegen sehen werden.“, sagte Sommer. Von dem neuen Wohnungsbedarf würden in erster Linie Geschosswohnungen benötigt, nachrangig Einfamilienhäuser.


    Um den Wohnungssuchenden eine entspannte Ver¬sorgung mit Wohnraum gewährleisten zu können, wären nach Meinung der Gutachter zusätzlich zu den 3.100 noch weitere rund 1.300 Wohneinheiten erforderlich. Damit könnte die so genannte Fluktuationsreserve ebenfalls abgedeckt werden, die heute nicht mehr in vollem Umfang gegeben ist. Sie würde damit von ein auf zwei Prozent erhöht werden.


    „Bei der Fluktuationsreserve handelt es sich um Wohnungen, die dem Wohnungsmarkt vorübergehend nicht zur Verfügung stehen, damit beispielsweise Umzüge und Renovierungsmaßnahmen durchgeführt werden können“, erläuterte Sommer.


    „Wenn wir die Wachstumspotenziale der Stadt vollständig ausschöpfen wollen, müssen vorhandene Flächen zügig bebaut werden. Handlungsdruck besteht besonders in den nächsten fünf Jahren“, betonte Stadtbaurat Leuer. Flächen, die danach Baureife erlangen würden, könnten wegen der erheblichen Zeit, die für Planung, Bau und Vermarktung vergehe, kaum vor 2020 auf dem Wohnungsmarkt für Entspannung sorgen. „Für eine rasche Entwicklung hat die Stadt die Rahmenbedingungen bereits gesetzt und die Nibelungen Wohnbau GmbH wird einen großen Teil davon ausfüllen“, hob der Stadtbaurat hervor. Das städtische Wohnungsbauunternehmen werde beispiels¬weise nach dem Abriss der alten Wilhelm-Bracke-Gesamtschule auf dem frei werdenden Grundstück umgehend 200 neue Wohnungen schaffen. „Die für Braun¬schweig aufgezeigten Wachstumschancen kann die Nibelungen allerdings nicht allein ausschöpfen.“


    „Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse der Prognose wollen wir aber auch anderen Marktteilnehmern ein Signal geben, jetzt optimistisch in die Zukunft zu schauen und mutig Investitionsentscheidungen zu treffen“, hob Leuer hervor, denn: „Sollten zur rechten Zeit nicht genügend Wohnungen auf dem Markt sein, kann Braunschweig das Zuzugspotenzial nicht voll ausschöpfen, denn das Baufertigstellungsvolumen hat einen entscheidenden Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung.


    „Braunschweig ist eine Stadt von großer Anziehungskraft und in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Damit dieser Trend ungebremst fortgesetzt werden kann, sollten auch andere Wohnungsbaugesellschaften, private Investoren und Privatleute geplante Investitionen nicht länger aufschieben, denn es zeichnen sich bereits Engpässe auf dem Wohnungsmarkt ab“, meint auch der für Stadtentwicklung zuständige Dezernent Ulrich Stegemann. Ein Indiz sei, dass Kaufpreise und Mieten in den vergangenen Jahren aufgrund der gestiegenen Nachfrage und der Entwicklung auf dem Kapitalmarkt stärker gestiegen seien.


    Ein weiterer Indiz für diesen Trend ist die sogenannte Wanderungsbilanz der letzten Jahre: Mit 4.632 Zuzügen aus der Region wurde im Jahr 2012 das beste Ergebnis seit 1988 erzielt. Gleiches gilt für die überregionale Wanderungsbilanz. Mit insgesamt 9.294 Zuzügen von außerhalb der Region in die Stadt Braunschweig wurde im Jahr 2012 das gute Vorjahresergebnis (9.235 Zuzüge) wiederholt (+ 0,6 %). Im Saldo (Zuzüge abzüglich Fortzüge) fällt die überregionale Wanderungsbilanz von + 1.967 Personen im Jahr 2012 nochmals positiver aus als das Ergebnis aus dem Vorjahr (+1.714). Ulrich Stegemann weiter: „Diese Spitzenwerte hat Braunschweig letztmalig 1990 erreicht. Das macht mehr als deutlich, wie attraktiv Braunschweig für Zuzüge ist.“


    Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer betonte: „Wir sind gut aufgestellt, der Nachfrage bis 2020 gerecht zu werden. Derzeit sind Bebauungspläne für rund 2.000 Wohneinheiten im Verfahren. Es handelt sich dabei z. T. um städtische Baugebiete, z. T. um Baugebiete privater Investoren. Bereits im nächsten Jahr beabsichtigt die Stadtverwaltung, Baugebiete in Bevenrode, Lamme und Leiferde zu erschließen, sofern die Ratsgremien den Planungen zustimmen. Außerdem setzt die Stadt wie bereits umfassend berichtet einen Schwerpunkt in der Entwicklung eines neuen Wohnviertels mit rund 1.000 Wohneinheiten im nördlichen Ringgebiet und wird weiter die Innenentwicklung Braunschweigs fördern.“ Braunschweig habe darüber hinaus weitere Potentiale für die Entwicklung von Baugebieten, auf die sich die weiteren Planungen konzentrieren werden. "


    Soll hier auch auf die möglichen Wachstumschancen und den wie hier bereits in vielen Threads mehrfach dargestellten verstärkten Wohnungsbau hingewiesen werden.


    Quelle: http://www.braunschweig.de/pol…chrichten/nibelungen.html

  • Noch ein Hinweis zur Kulturellen Entwicklung in der Stadt. Ein interessanter Baustein ist sicherlich auch die neue Veranstaltungshalle als Nachfolgerstandort für das bereits abgerissene FBZ


  • Die Vorschläge von Schadt zielen entweder auf die Gestaltung des Öffentlichen Raumes oder auf Symptome, die aber wenig Probleme lösen. Früher wollte die Präsidentin der Hbk, wenn ich mich recht erinnere, die Achse vom Bahnhof in die Stadt aufwerten, indem sie eine Kunstmeile etablieren wollte. Aber dadurch hätte sich ja nicht die geringste Verbesserung eingestellt. Kunst ist immer die Kirsche, oben auf der Sahne, oben auf dem Eis. Wenn mir schon der Becher fehlt, dann wird aus einer Kirsche kein Eisbecher.


    Ich denke wir sind da auf einer Linie - weitgehend.
    Qualifizierung des öffentlichen Raums - hast Du ja selber gesagt - ist die Aufgabe. "Lebendige Mischung" eben. Aber eben Aufgabe der Stadt.


    Genau zu dieser Qualifizierung bzw. Mischung gehört auch Kultur auf allen Ebenen - muss ja nicht notwendigerweise "Kunst" sein. Um bei Deiner Metapher zu bleiben: Der Becher ist ja schon da (das ist die Stadt), er ist auch groß genug - aber es sollte eher ein Smoothie drin sein (ist ja eh trendy), als ein geschichteter Cocktail mit voneinander abgesetzten Geschmacksbereichen.


    Und die Stadt steht beim öffentlichen Raum eben auch in der Pflicht, Anreize und Freiräume zu schaffen bzw. zu fördern/inspirieren.


    MHO: Bei Kultur nicht immer an "Kunst am Bau" nach HOAI Kostengruppe 500 denken. Kultur ist NICHT die Kirsche zum hinterher Abschmecken.

  • Weiß eigentlich jemand wie es um das ehemalige Eisenbahnausbesserungswerk steht?


    http://www.braunschweig-zukunf…send_Arbeitsplaetzen.html


    Ich habe gehört,dass sich die DBProjektBau dort angesiedelt hat u.a. und auch Alstom. Weiß jemand was genaueres?


    EDIT:


    Da ja auch die Umbenennung des Berliner Platzes hier thematisiert wurde:


    http://www.neuesausbraunschwei…dert-lieberknecht-strasse


    und


    http://www.avaaz.org/de/petiti…LIEBERKNECHTSTRAssE/?copy

  • 1.) Was meiner Meinung nach eine Bereicherung für das Nachtleben wäre, wäre eine Art "Stand up Comedy" Club/Bar
    wie sie in Großstädten teilweise ganz normal sind. Wobei wenn ich mir das recht überlege, könnte diese Rolle auch das neue FBZ einnehmen. Ansonsten wünsche ich mir identitätsstiftende Gebäude mit Wiedererkennungswert (wie er beispielsweise beim Brawo Turm II vermutlich vorhanden sein wird)



    2.) Achja übrigens auch am Flughafen tut sich einiges. Demnächst ist dort übrigens für alle Interessierten Tag der offenen Tür.
    "Wirtschaftsdezernent Roth: Modernste IT-Infrastruktur macht Gewerbegebiete am Flughafen attraktiver
    Die Braunschweig Zukunft GmbH hat mit der Wolfsburger Business Communication Company GmbH (BCC) einen Partner gefunden, um die neuen Gewerbegebiete am Flughafen mit modernster Kommunikationsinfrastruktur auszustatten. War es Unternehmen dort bislang nur möglich, über ein Kupferkabel eine herkömmliche DSL-Verbindung ins Internet herzustellen, erhalten sie ab Mai Anschluss über ein „schnelles“ Glasfaserkabel. Dazu hat BCC rund 100.000 Euro auf eigenes Risiko investiert."


    3.) Auf der Friedrich Wilhelm Straße wird eine neue Bepflanzung geplant.
    [ http://www.braunschweig.de/leb…elm-Strasse_KiQ_Flyer.pdf ]


    4.) In Waggum scheint man ein neues Baugebiet "Vor den Hörsten" zu planen.


    [http://www.neuesausbraunschweig.de/region/braunschweig/5484-stadtbaurat-plaediert-fuer-neues-baugebiet-in-waggum]

  • Da hast du Recht. Er wird dem Altgebäude nicht gerecht. Vor allem das Pflaster ( heute eher Teerflickung) macht es zum Disaster. Angeblich gibt es einen Ausschuss, der sich im Zuge der Mensasanierung mit dem umliegenden Gebiet auseinandersetzt, aber wahrscheinlich fehlen wie immer Gelder, Ideen und ein Oberplaner.
    Vielleicht könnten sich Architekturstudenten einsetzen.

  • Alba zieht in die Karrenführerstraße.


    "Wie Braunschweigs Alba-Geschäftsführer Matthias Fricke sagte, seien die Räume in dem Geschäftshaus gegenüber von Galeria Kaufhof am Eingang zum Magniviertel bereits angemietet. Nach jetzigem Zeitplan sei eine Eröffnung im September denkbar.
    Fricke schwebt eine Anlaufstelle für Umwelterziehung vor, in denen Schulkinder spielerisch und experimentierfreudig ihr Wissen rund ums Thema Müll auffrischen können. Geplant sind auch Vorträge und Ausstellungen gemeinsam mit den Hochschulen."


    3-4 neue Stellen sollen entstehen.


    http://www.braunschweiger-zeit…dt-geplant-id1042071.html


    Außerdem wurde der Startschuss gegeben für den Bau der IGS Weststadt am Rheinring. Dort soll schon im Oktober der Rohbau fertig sein.Mit einer Gesamtinvestition von 39,2 Millionen Euro ist dies der größte Schulneubau in der Geschichte der Stadt. In der zweiten Hälfte des Schuljahres 2014/2015 soll der Lehrbetrieb aufgenommen werden.


    "Der Neubau der IGS Weststadt wird als erstes städtisches Gebäude energiesparend als Passivhaus gebaut und erhält eine 2000 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage. Das vorhandene Regenrückhaltebecken wird als Feuchtbiotop erhalten, ein neues Becken wird künftig den Niederschlag sammeln. In der neuen Mensa mit Frischeküche werden neben den IGS-Schüler dann auch die Grundschüler vom Rheinring verpflegt. Geplant ist zudem, dass eine Zweigstelle der Stadtbibliothek mit ins Haus einziehen wird."


    http://www.braunschweiger-zeit…es-projekt-id1042474.html

  • Wieder einmal ist die Diskussion um einen Neubau für das abgerissene FBZ im Gange. Nun hat sich der Silverclub aus dem Diskussionsprozess zu Standort und Ausrichtung verabschiedet. Er beklagt mangelnde Transparenz und das Fehlen eines offenen, demokratischen Prozesses. Der Silverclub wirft der Kulturverwaltung weiterhin vor den Fokus zu sehr auf eine große kommerziell geführte Veranstaltungshalle zu legen. Er hingegen befürworte ein kleinteiliges soziokulturelles Zentrum. Wie seht ihr das?


    Wann fällt die Entscheidung?
    Es wird weitere Treffen mit den anderen Initiativen geben. Das fünfte Treffen findet am 26. Juni statt. Ob danach weitere Treffen erforderlich werden oder bereits in dieser Sitzung ein konsensfähiges Ergebnis erzielt wird, bleibt abzuwarten. In jedem Falle werden, wenn notwendig, noch weitere Termine angesetzt. Vorgabe des Kulturausschusses ist es, dass er am 9. August einen Sachstandsbericht erhält.