Die Zukunft Braunschweigs

  • Grundsätzlich ist das eine Verbesserung, es wird wohl viele neue/alte Kunden in die Gegend Umgebung ziehen. An sich erstmal keine schlechte Lösung. New Yorker wird dadurch erhebliche Konkurrenz bekommen.

  • Konkurrenz belebt das Geschäft! Außerdem istb das eine sehr positive Entwicklung in der Stadtmitte Nord.


    Das City Point wird dann voll ausgelastet sein. Im unteren Bereich wird die Schlemmermeile erhalten bleiben. Das umliegende Gebiet samt dem Welfenhof wird davon stark profiteren und es wird neben Schloss und Damm das drittstärkste Einkaufsgebiet bleiben.


    Dennoch weise ich auf die schwache Infrastruktur in den umliegenden Gebieten hin (s.o. Bilder). Reinicke und Richau Gebäude, Ecke bei Mezopotamiengrill und das Magniviertel sind immernoch unterfrequentiert.

  • Ich halte von Primark nicht viel, gehöre jedoch auch nicht zur Zielgruppe. Wenn ich allerdings sehe, wieviele Menschen gegenwärtig in der Hannoveraner Innenstadt mit Primark-Tüten herumlaufen, so denke ich mir, dass dieses Geschäft definitiv zu einem Kunden-Magneten avancieren könnte.


    Das City-Point-Center hat insbesondere in der gerade abgelaufenen Weihnachtszeit einen sehr traurigen Anblick geboten. Es wurde ja noch nicht einmal, wie in den Jahren zuvor üblich, ein großer Weihnachtsbaum im Atrium errichtet - vermutlich, weil dieser nur den Blick in die leerstehenden Obegeschosse gelenkt hätte...


    Insofern also eine gute Nachricht. Schade ist nur, dass die Wiederbelebung des City-Point noch anderthalb Jahre in der Zukunft liegt.


    Gespannt bin ich auch, inwieweit sich die Primark-Ansiedlung auf die noch bestehenden Geschäfte auswirkt. Ich kann mir schwer vorstellen, dass Primark-Kunden ihr Abendessen bei Schlemmermeyer einkaufen...

  • Also das Primark zu einem Kundenmagneten avanciert, das steht für mich fest. Daher werden sich die Laufwege auch wieder ändern. Davon profitieren anliegende Geschäfte. Denke es ist schon sinnvoll so einen Magneten in den Citypoint zu holen, ansonsten wäre die Größe zu gering um die Kunden eine kritische Zeit darin zu halten. Aber so gehe ich davon aus, dass das schon eine sinnvoller Schachzug war, zumal es ja so klingt als wenn das Engagement langfristig sein soll.

  • Auch wenn es noch 1,5 Jahre dauern soll, so könnte sich bereits jetzt die Vermietungssituation in den umliegenden Gegenden verbessern, in der Hoffnung dass dort etwas geschied. z.B könnten die restlichen Leerstände im CP vermietet werden.



    Ob nur im Innenbereich modernisiert wird? oder auch von Außen? (halte ich für unwahrscheinlich)

  • ^ Ich halte es für durchaus realistisch, dass die Braunschweiger Innenstadt infolge der der Primark-Ansiedlung noch stärker Kaufkraft aus Nachbarorten wie Wolfsburg, Salzgitter, Wolfenbüttel etc. abschöpfen wird, als es ohnehin bereits der Fall ist.


    Allerdings möchte ich auch zu bedenken geben, dass Quantität für einen Einkaufsstandort nicht alles ist. Mit den großen Filialen von New Yorker, TK Maxx und künftig Primark ist Braunschweig im Billigsektor auf absehbare Zeit sehr gut aufgestellt. Wichtig für die Attraktivität des Standorts sind aber auch gehobene Angebote für wohlhabende "Best Ager", die aus rein demographischen Gründen eine immer wichtigere Zielgruppe werden. Auch hier muss sich die Stadt gegenüber Hannover behaupten können.


    Was die Umlenkung der Kundenströme anbelangt, so wird in Braunschweig ein Problem m. E. immer bestehen bleiben: Aus historischen Gründen verfügt die Stadt über ein enorm großes Zentrum, in dem es immer Randlagen geben wird, die bei Veränderungen, wie derjenigen, die sich nun abzeichnet, verlieren werden.


    Ich persönlich hatte z. B. immer gehofft, dass das Magniviertel von den Schloss-Arkaden würde profitieren können. Doch das war offenbar ein Trugschluss.

  • Ted Mosby schrieb:

    Zitat

    Ich halte es für durchaus realistisch, dass die Braunschweiger Innenstadt infolge der der Primark-Ansiedlung noch stärker Kaufkraft aus Nachbarorten wie Wolfsburg, Salzgitter, Wolfenbüttel etc. abschöpfen wird, als es ohnehin bereits der Fall ist.


    Ist das starke Abschöpfen aber wünschenswert? Denn Wolfenbüttel (die Geburtsstadt meiner Frau) ist auch ein sehr schönes Städtchen mit Geschäftsexistenzrecht. Wir sind bei jedem Besuch traurig ob des Niedergangs der Geschäfte.


    Da zeigt sich, das wir eine wirksame Regionalplanung aus "Planwirtschafts-Phobie" aufgegeben haben und einen schon aus demografischen Gründen zunehmenden "Kanibalisierungsprozess" der Gemeinden und Städte untereinander auf planerischer Seite kaum noch wirksame Instrumente entgegen setzen können. Nun wird ein Geschäft mehr oder weniger nicht den "Untergang des Abendlandes" bewirken, aber der Lösung harrt diese Problematik dennoch grundsätzlich.


    Bestes Negativ-Beispiel ist Oberhausen mit seinem CentrO (nach Eigenwerbung größtes Shopping- und Freizeit-Zentum Europas!), der Neuen Mitte Oberhausens, die sowohl die "Alte Mitte" als auch die Nachbarstädte in blanke Wut gebracht haben.


    Natürlich sind wieder mal unsere Juristen nicht unschuldig, wenn Bewährtes aus sophistischen Gründen untergeht, wie auch das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster zum Euregio-Factory-Outlet Center in Ochtrup beweist, ein Mini-Städtchen im West-MS-Land, was dem Land letzte Zähne regionaler Planung zog.

  • Ist das starke Abschöpfen aber wünschenswert


    Klare Antwort: ist es nicht. Der ganzen Region Braunschweig mangelt es an einer konsequenten Abstimmung in dieser Frage. Und das aktuelle Gerangel um die „Regionsplanung“ lässt es unwahrscheinlich erscheinen, dass hier kurzfristig Besserung eintritt. Das von Braunschweig aus angestoßene Vorhaben, eine Region nach Hannoveraner Vorbild zu gründen, könnte Abhilfe schaffen, doch der aktuell vorgestellte SPD-Plan (u. a. von Hubertus Heil) dürfte das Chaos m. E. nur vergrößern und ähnliche Abstimmungs- und Demokratiedefizite schaffen, wie sie heute z. B. im Hinblick auf die EU beklagt werden (vgl. http://www.braunschweiger-zeit…ueckschritt-id875259.html. Allerdings sind, ganz grundsätzlich gesprochen, die strukturellen Probleme der Stadt Wolfenbüttel auch nicht der Braunschweiger Innenstadtplanung anzulasten.

  • Wiederaufbau Ackerhof-Portal

    Das einem römischen Triumphbogen nachempfundene Ackerhof-Portal schmückte einst den südlichen Zugang des historischen Schlossparks. Es hat den Zweiten Weltkrieg überstanden, wurde aber abgetragen und eingelagert (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Ackerhof-Portal).


    Seither war ein Wiederaufbau immer wieder angedacht. Soweit ich weiß, war zuletzt geplant, es hinter dem Rizzi-Haus wieder zu errichten. Für das Magniviertel wäre dies ein weiterer Blickfang und eine Attraktion, die zusätzlich Passanten in diesen Bereich der Innenstadt locken könnte. Verfügt jemand über Informationen bezüglich des aktuellen Stands der Dinge? Da Braunschweig mittlerweile quasi schuldenfrei ist, sollte ein Wiederaufbau doch im Bereich des Möglichen liegen!?

  • interessant und verwunderlich, warum es noch nicht wiedererrichtet wurde. Ein Platz im Magniviertel bietet sich an. Z.B. in der Magnikirchstraße, direkt neben dem Rizzi Haus. Ein schöner Blickwinkel aus dem fachwerklichen Magniviertel in Richtung hinterer Schlossplatz.

  • Wenn es aufgestellt wird, dann ja wohl bitte direkt am originalen Standort. Das steht dann zwar auf der Straße und es passt nur immer ein Wagen hindurch, aber das kann man lösen.

  • Leider kann man das nicht lösen !


    Ich hate damals als die Schloss-Arkaden anstanden und noch nicht in der Realisierung waren eine konkrete umfangreiche Anfrage an die Stadt geschickt !


    In der Antwort hiess es, dass die Stadt selbst daran gedacht hat das Portal im ahmen des Wiederaufbaus etc. von ECE finanziert wiedererrichten zu lassen, dass dies aber nicht durchsetzbar war .


    Die Kosten für einen Wiederaufbau würden sich in einem Rahmen von etwa 1 Mio Euro belaufen, da umfangreiche Fundamentierungsarbeiten,Sanierungen etc. anstehen würden dann. Daher wurde vom Wiederaufbau abgesehen.


    Der originale Standort käme dann auch nicht in Frage, da der Verkehr am Haupteinfallstor zum Magniviertel dadurch zu sehr behindert würde .. . und somit wurde es ad acta gelegt !


    Aber vielleicht möchte ja jemand mal erneut anfragen bei der Stadt ? ;-)

  • grundsätzlich ist das mit der tor sicherlich eine nette angelegenheit, die das Profil des viertels nochmal schärfen könnte.


    Was ist eigentlich aus dem zeitweise diskutierten wiederaufbau des Mummehauses geworden?


    Und was passiert eigentlich am alten Jolly Joker Standort?


    Für Infos bin ich immer sehr dankbar :)

  • habe bei der Stadtverwaltung bezüglich des Ackerhof-Portals angefragt. Gleicghzeitig habe ich in einer weiteren Nachricht auf den Kennedyplatz aufmerksam gemacht, der durch Sträucher wie Schilff ( so auch am Hauptbahnhof) endlich aufgewertet werden könnte. Im letzten Jahr wurde die Straßenführung dort saniert.
    Ggf würde ich noch wegen des Mummehauses fragen, aber vllt findet sich auch jemand anderes?!


    Ps: Die Straßenführung in der Wilhelmstraße ist immernoch irreführend. Die alten Fahrbahnmarkierungen sind nicht richtig entfernt wurden.

  • der Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz wird sich nun mit dem Ackerhof Portal beschäftigen und auf Realisierung prüfen. Im Anschluss werden sie sich melden.
    Wie wäre ein Artikel in der Braunschweiger Zeitung über das Portal? Ich denke, das wäre eine sinnvolle Tat um es wieder in den Vordergrund zu rücken. Ich wusste vorher auch noch nichts darüber und vllt gibt es wieder anonyme Spender...



    Das Mummehaus ist Wunsch von vielen Braunschweigern und wird seit einigen Jahren verstärkt diskutiert. Wahrscheinlich auch durch die neue Bedeutung der Mumme für die Stadt Braunschweig in Sachen Marketing. In das Mummehaus könnte nämlich ein Mummeladen, Museum/ Ausstellung und Konferenzzentrum entstehen. Der Standort wäre wohl im nordwestlichen Innenstadtbereich. Ein Aufbau wird nur mit Sponsoren z.B. VW, Borek, BLSK möglich sein, aber auch durch allgemeine Spender über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Vllt geben Stadt und Land die Hälfte dazu.

  • ^ Vielen Dank für dein Engagement, Braunschweiger! Ein Zeitungsartikel wäre gewiss nicht schlecht und ich denke auch nicht, dass die “Braunschweiger Zeitung” abgeneigt wäre. Jedoch bedarf es für einen Artikel auch einer bestimmten Story und Gesichtern, die für das konkrete Anliegen einstehen (Nachrichtenwert!).


    Gibt es eine Interessensvertretung für die Gewerbetreibenden des Magniviertels? Eine solche Lobby könnte – vorausgesetzt, dass sie den Plan einer Wiedererrichtung des Ackerhof-Portals unterstützt – die Stimme und die Gesichter liefern, auf die die „BZ“ sich berufen und die sie in einem Artikel zitieren könnte. Einzelpersonen zählen in solchen Fällen leider nicht. Es muss schon mehr dahinter stecken.


    Man könnte freilich auch eine eigene Initiative ins Leben rufen, auch das wäre einen Artikel wärt. Meine Unterstützung (sofern ich als Hamburger dazu beitragen könnte) hättest du jedenfalls. Ich denke zudem, dass sich in Braunschweig für ein solches Anliegen zahlreiche Unterstützer mobilisieren ließen. Wie wäre es mit einer Unterschriftenaktion?


    Bezüglich des Mumme-Hauses bin ich freilich eher skeptisch. Anders als etwa im Fall der Alten Waage geht es hier ja nicht um eine unbebaute Fläche. Hier müsste bestehende Bausubstanz abgerissen werden, was wohl gehörigen (und gerechten) Widerspruch der derzeitigen Bewohner nach sich ziehen würde. Gegen die Nutzung durch einen „Mummeladen“ spricht die Tatsache, dass der Bäckerklint sich abseits der Passantenströme der Innenstadt befindet. Die Gegend ist halt in erster Linie ein innerstädtisches Wohnquartier – und sollte es auch bleiben.


    Sollte sich ein edler Spender finden, der das Ganze finanziert, alle Widerstände auszuräumen weiß, und sollte auch die Mehrheit der Braunschweiger dahinter stehen – gerne! Das ist jedoch nicht sehr wahrscheinlich. Und auch dann stellt sich die Frage, welchen Sinn eine Rekonstruktion an dieser Stelle der Stadt macht. Ich stehe Rekonstruktionen nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber (ganz im Gegenteil), doch falls man in Braunschweig noch Gebäude rekonstruieren möchte, so gibt es Orte, die hierfür deutlich eher in Betracht kommen. Mein Paradebeispiel ist die bestehende Baulücke im Bereich Vor der Burg / Ringerbrunnen (schon weiter oben präsentiert). Hier – siehe noch einmal das nachstehende Foto – wäre eine Rekonstruktion allemal angebracht:



    (Alle Bildrechte liegen bei mir.)

  • Gibt es nicht eine Interessenvertretung des Magniviertels bzw. der Gewerbetreibenden, die auch immer das Magnifest organisiert?


    Bezüglich der Unterschriftenaktion könnte man sicherlich dieses auch u.a. Online machen? Dadurch könnte man sicherlich relativ schnell eine große Anzahl an Personen erreichen

  • Es gibt eine Interessengemeinschaft für das Magniviertel, die auch das älteste Fachwerkhaus von BS (Zoo Adam) renovieren möchte. Ich weiß nicht, ob sie eine Homepage haben.
    Sie haben auch einen Namen, nur den weiß ich nicht.
    Sie haben recht, die Interessengemeisnchaft würde den Wiederaufbau des Ackerhof Portals unterstützen. Eine solche neue Sehenswürdigkeit würde Besucher anlocken und das Magniviertel mehr in den Mittelpunkt rücken.