Messestadt Riem (10.000 WE) [im Bau]

  • Vom Bauprojekt Bildungscampus Riem (BCR) möchte ich wieder ein fotografisches Update geben. Die Fotos habe ich in den letzten 14 Tagen gemacht.


    Auch von außen erkennt man gut, dass die Rohbauarbeiten weitestgehend das Untergeschoss hinter sich gelassen haben und nun im 1. OG angekommen sind.



    Doch interessanter sind die Aufnahmen, die direkt auf dem Baugelände entstanden sind. Hier eine "kleine" Auswahl davon - hoffentlich nicht zu viele Fotos:






    Wie immer wird die Großansicht empfohlen.

  • Beim Bildungscampus Riem wachsen die Wände sichtbar nach oben. Innen haben die Arbeiten an den technischen Anlagen begonnen. So zeige ich heute nicht nur aktuelle Fotos von einem Rundgang um den Rohbau, sondern auch einige Innenaufnahmen. Besonderes Highlight war in den letzten Tagen das Einheben und Montieren von Stahlträgern in die Decke der künftigen Schwimmhalle. Denn auf die Halle werden noch Unterrichtsräume gebaut.


    Weitere Information zum Projekt gibt es von der MRG GmbH auf der Projektseite:

    https://www.mrg-gmbh.de/aktuel…am-bildungscampus-beginnt

    Dort sind auch sehr interessante 360 Grad Drohnen-Fotos, gemacht von der EDEO GmbH, verlinkt.


    Hier nun der Rundgang (Fotos vom 11.02.):


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    Hier auf dem Dach und in der Schwimmhalle (Fotos vom 11.02.):


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    Nun geht es in das Innenleben (Fotos vom 11.02.):


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    Und zum Schluss hier noch 2 Eindrücke vom 02.02., als die bis zu 15m langen Stahlträger von einem 8-achsigen Mobilkran der 650t-Klasse auf die Decke der Schwimmhalle gehoben wurden:


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    Alle Fotos sind von mir. Auch wenn es heute sehr viele Fotos geworden sind, empfehle ich wie immer die Großansicht.

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    Wie immer ein sehr informatives und anschauliches Update von Dir :thumbup:


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    5. Bauabschnitt Messestadt


    Kürzlich gab es in einer der Wochenzeitungen einen kurzen Artikel zur sog. "Arrondierung Kirchtrudering".

    In Vorbereitung des Bebauungsplanverfahrens steht nun ein Eckdatenbeschluss des Stadtrats an, vorgesehen sind aktuell rund 2.500 Wohneinheiten. Der Bauabschnitt enthält dann auch die viel diskutierte "Umfahrung Kirchtrudering". Nach städtebaulichem Wettbewerb und Satzung sollen die Planungen 2024 abgeschlossen sein.


    25 % der Flächen gehören aktuell der Stadt, alle anderen Eigentümer seien entwicklungsbereit und stimmten der B-Planerstellung bereits zu.


    Lageplan (Tabelle veraltet): https://www.ris-muenchen.de/RI…TZUNGSVORLAGE/1519750.pdf (im bereits realisierten 4. Bauabschnitt sind rd. 900 Wohnungen entstanden, die Dichte wird also deutlich über der bislang in der Messestadt üblichen liegen).


    https://spd-trudering-riem.de/…wortet-mdl-rinderspacher/


    Der BA bringt sich bereits mit Forderungen ein, die Grünen wollen u.a. Holzbausiedlungen, Fassadenbegrünung und Quartiersgaragen, die SPD einen Wochenmarkt...


    https://gruene-bergamlaim-trud…abschnitt-der-messestadt/


    Zudem sind im Rahmen einer Umstrukturierung des in obigem Plan eingezeichneten Gewerbegebiets Rappenweg (unterer Bildrand) etwa 3.000 Wohneinheiten eingeplant. Dies geht hier hervor: https://www.muenchen.de/rathau…/Haushaltsbrief-2020.html

  • Und an der Heltauer Straße soll auch kräftig gebaut werden... Hier standen mal bis zu 2000 WE zur Debatte.

    Die endgültige Bebauung wird aber von einem größeren Verkehrsgutachten abhängen, das schon längst vorliegen sollte, denn alle drei Projekte (plus evtl Bebbauung Gronsdorf beim Durchstich des Rappenwegs) werden über die gleichen Straßen angebunden, und es ist mehr als fraglich, ob diese den Mehrverkehr wirklich aufnehmen können. Dabei geht es nicht so sehr um die Umfahrung, sondern

    - Unterführung Schwablhofstraße

    - Überführung Schmuckerweg

    - Kreuzung Mitterfeld/Joseph-Wild-Straße

    - Kreuzung Heltauer Straße/ Schatzbogen

    - Kreuzung Moosfeld/ Schatzbogen


    Letzten Endes sind das nämlich die Einzigen Ein-/Ausfahrten in das Gebiet, das mit bis zu 7000 WE bebaut werden soll. Insbesondere ist momentan fraglich, wie der ÖPNV (Bus) das auffangen soll.


    Die Überführung Schmuckerweg ist jetzt schon überlastet, und es werden auf der südlichen Seite die Abbiegespuren im Zuge der Ortskernsanierung Trudering wegfallen. Der Bus steht hier regelmäßig im Stau, von der Haltestelle Truchthari-Anger laufe ich zum Berufsverkehr schneller zum Truderinger Bahnhof, als der Bus braucht (bzw. man läuft eher zur Haltestelle Moosfeld).

    Die Kreuzung Moosfeld/Schatzbogen ist Tempo 30 und eigentlich reine Anwohnerstraße.

    Die Kreuzung Mitterfeld/Joseph-Wild-Straße wird im Zuge des Schulbaus zu einer echten Kreuzung ausgebaut, dass dürfte die Kapazität auch eher negativ beeinflussen. Auch hier kommt es in der Früh zu regelmäßigen Rückstaus, wo man mehrere Ampelphasen steht.


    Bleiben die Unterführung an der Schwablhofstraße und die Einmündung der Heltauer Straße in den Schatzbogen. Hier gibt es sicherlich noch (erhebliche) Kapazitäten, würde aber die Kreuzung am Dehner (Schmuckerweg/ Mitterfeld/ Kirchtruderinger Straße) erheblich belasten.


    Als (sehr) direkter Anwohner vor Ort habe ich nichts gegen eine hohe Bebauung, ich wünsche sie mir im Bezug auf die Wohnungsnot in unserer Stadt sogar. Aber damit das funktioniert und nicht in totalem Chaos, ewigen Umplanungen und viel Frust ausartet, müssen innovative Lösungen her. Das ist möglich, erfordert aber ein bisschen mehr Weitsicht als nur auf den 5. BA zu schauen.

  • Letzten Endes sind das nämlich die Einzigen Ein-/Ausfahrten in das Gebiet, das mit bis zu 7000 WE bebaut werden soll. Insbesondere ist momentan fraglich, wie der ÖPNV (Bus) das auffangen soll.

    Benötigt man dort überhaupt mehr ÖPNV? Der Bahnhof Trudering müsste doch fußläufig erreichbar sein.

  • Vom 5. BA sind es je nach Position 15-20 Min zur U-Bahn Trudering. Fußläufig ist da Moosfeld (ca. 10-15 Min) und Messestadt West (vmtl. ähnlich) näher.

    Vom Rappenweg ist das Näheste die U-Bahn Gronsdorf, hier soll aber eh die Tram entlang der Wasserburger verlängert werden, ein eigener S-Bahnhalt wurde zumindest in Erwägung gezogen.

    Das Gebiet an der Heltauer Straße ist über den Truderinger Bahnhof tatsächlich sehr gut erschlossen.


    Als Richtwert nennt man normalerwise 7 Min Gehentfernung für eine gute Akzeptanz des ÖPNV's. Der 5. Bauabschnitt kann also nicht einfach ignoriert werden, insbesondere wenn man erreichen will, dass die neuen Bewohner aufs Auto verzichten.

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    Ich kenne mich in der Gegend nicht aus, kann daher jetzt Entfernungen auf die Schnelle nicht abschätzen, aber bei 7.000 WE allein in den drei genannten Baugebieten + Verdichtung entlang der Wasserburger + 800 WE in Gronsdorf & ggf. Schulcampus + rd. 5.000 neue Arbeitsplätze in den nächsten 5 Jahren allein in Dornach (S-Bahn Riem) + perspektivisch die SEM MNO, schreit das für mich gerade so nach einer leistungsfähigen schienengebundenen Nord-Süd-Tangente.


    Mit dem aktuell wieder stark forcierten S-Bahn Halt "Messe" (S2) wäre diese über den aktuell in Bau befindlichen Erdinger Ringschluss direkt mit dem Flughafen verbunden. Die U4 soll auf lange Sicht über das MNO Gebiet ohnehin zur Messe (U2) verlängert werden, wäre es also nicht schlüssig, diese gleich bis nach Gronsdorf über die oben genannten Entwicklungsgebiete zu führen, um das Maximum an Knotenpunkten herauszuholen?

  • Eine leistungsfähige Nord-Süd-Tangente wäre sicherlich notwendig und sinnvoll, wo und wie genau diese am Besten aussehen sollte ist aber echt schwer zu sagen.

    Dein Vorschlag klingt auf jeden Fall sehr plausibel!


    Um von mir nach Neuperlach zu kommen, ist es zum Beispiel zu Hauptverkehrszeiten schneller, zur U-Bahn Moosfeld zu laufen, bis zum Insbrucker Ring zu fahren, dort die Seite zu wechseln und mit der U5 wieder stadtauswärt zu fahren, statt mit der direkten Busverbindung im Stau zu stehen.

    Um nach Johanneskirchen zu kommen brauche ich 50 Min mit den Öffentlichen, 10 Min mim Auto, 15 Min mim Fahrrad (oder 1h zu Fuß), diese Verbindung ist schlicht prohibitiv schlecht.

    Eine schneller umsetzbare Alternative könnte eine Trambahn sein, die von der Messe beginnend den 5. BA erschließt, weiter zum Rappenweg (dort wird ja eh bereits die Trasse entlang der Wasserburger geplant) und dann nach Süden entlang der Friedenspromenade über das Piederstorfer-Areal (immerhin auch 1300 WE) und die hinteren Bereiche Neuperlachs nach Neuperlach Zentrum - dort könnten die Trambahngleise dann auch auf die Ramersdorfer Trasse treffen, die momentan ja ebenfalls geplant wird.


    Eine Sorge, die im BA15 in Bezug auf die Umfahrung Kirchtrudering immer wieder vorgebracht wurde ist die Enstehung einer weiteren Tangentialachse für den MIV entlang der Route A8 - Ständlerstraße - Friedenspromenade - Rappenweg - Umfahrung Kirchtrudering - A 94. Aus diesem Grund wird auch die Ständlerstraße nicht komplett gerade zur Friedenspromenade durchgestoßen. Aus dem gleichen Grund gab es vor ein paar Jahren erhebliche Vorbehalte gegen eine leistungsfähige (i.e. gerade, ampelfreie) Umfahrung Kirchtruderings, auch wenn diese vermutlich notwendig wäre, um den zu erwartenden Neubau im Münchner Osten langfristig zu bedienen.

  • Hier noch nachgereicht die Trassierungsvarianten für den S-Bahn-Halt "Messe": https://www.hallo-muenchen.de/…ndste-linie-90200192.html


    Truderinger:


    Deinen Vorschlag mit der Tramverbindung finde ich gut. Es könnte sogar eine Art Trambahnring entstehen, wenn die geplante Tram nach Johanneskirchen auch durch das SEM Gebiet zur Messe, von dort über den Rappenweg nach Neuperlach und von dort weiter über die geplante Neubautrasse NP - Werksviertel - Gasteig bis ins Zentrum geführt wird. Eine Verlängerung der U4 wäre so ggf. nur bis ins SEM Gebiet nötig und nicht mehr bis zur Messe (wohl ohnehin erst > 2040).

  • Am Donnerstag wurde im BA 15 Trudering-Riem der Entwurf für den Aufstellungsbeschluss zum 5. Bauabschnitt Messestadt - auch bekannt als Arrondierung Kirchtrudering, diskutiert. Vertreter aus den Referaten für Stadtplanung und Mobilität waren zu Gast um Fragen zu beantworten. Laut dem Bericht der SZ ging es hierbei vor allem um die Anzahl der Wohneinheiten, die Höhe der Gebäude und dem künftigen Verkehr.


    https://www.sueddeutsche.de/mu…sam-wird-s-voll-1.5233295

  • Ich verstehe diese Vorbehalte auch nicht, insbesondere da es ja nicht darum geht, Hochhausblöcke irgendwo hinzusetzen.

    Trotzdem muss man dem BA15 (inklusive CSU!) zugute halten, dass sie deutlich kooperativer und realitätsnaher agieren als in Bogenhausen, Fürstenried, Feldmoching und vielen anderen Stadtbezirken. Immerhin wurden für das gleiche Gelände vor 15 Jahren noch mit ~450 WE geplant (heißt nicht das ich persönlich dagegen bin, ist aber schon eine der größeren Neuplanungen). Das mit den Hochpunkten sehen die schon auch noch ein.


    Was ich schade fände ist, wenn man es nicht schafft zumindest eine ampelfreie Querungsmöglichkeit über die neue Straße zu schaffen, sondern das Gebiet komplett in 2 Hälften schneidet. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Außerdem sollte es ja jetzt nicht so schwer sein auf einem leeren Feld einen 50m Graben zu buddeln, daraus ne Unterführung zu machen, nen Deckel drauf und schon kommen alle ohne Ampel in den Park.

  • Update zum Bildungscampus Riem (BCR):


    Für die Deckenkonstruktion 3-fach-Sporthalle am nordwestlichen Eck wurden in dieser Woche die Stahlträger angeliefert und eingehoben. Bei ca. 30m Länge und einem Gewicht von 50t ist das alles andere als alltäglich auf dem Bau. Die aufwändige Deckenkonstruktion mit Verbundträgern ist statisch erforderlich, weil darüber noch Unterrichtsräume gebaut werden.


    Ich hoffe, dieses kleine bebilderte "Special" bringt das anschaulich rüber.


    Mo., 15.03.: Am 8-achsigen Autokran der 700t-Klasse wird der Teleskopausleger verlängert. 160t Ballastgewicht sind hinten drauf.


    Di., 16.03.: Um 00:30 Uhr bringt in dieser Nacht ein Schwertransporter den ersten von vier Trägern auf das Baugelände.


    Di., 16.03.: Morgens beginnt das Einheben der 4 Stahlträger.




    Übrigens: Die letzten 2 Stahlträger sollen in dieser Nacht geliefert werden. Mir reichte jedoch die Dienstagnacht im Schneeregen um dabei zu sein. :-)


    Die Fotos sind von mir. Wie immer wird die Großansicht empfohlen.

  • Das Landratsamt überlegt offenbar für rund 100 Millionen Euro ein bebautes Grundstück an der Olof-Palme-Straße zu kaufen, um dort die bislang im Landkreis und Stadtgebiet verteilten Büro- und Servicestandorte zusammenzuführen. Die Gelegenheit hierzu hätte "sich kurzfristig ergeben". Der Hauptstandort im ehemaligen Paulanerkloster am Mariahilfplatz wird derzeit ausgebaut.


    https://www.merkur.de/lokales/…-messestadt-90477877.html

  • ^^

    100 Millionen Euro? Schon wirklich absurde Summen. Geld spielt beim Landratsamt anscheinend keine große Rolle.


    Wenn es dieses Grundstück ist kommt man auf 7.000 Euro pro Quadratmeter. Irre!

  • ^^

    Das Grundstück wird es wohl nicht sein. Denn n der Meldung ist die Rede von einem "Grundstück mit geeignetem Gebäude". Das Teatro-Zelt dürfte damit sicherlich nicht gemeint sein.

  • Isek:


    Natürlich handelt es sich wie oben geschrieben um ein Grundstück MIT Gebäude, das Landratsamt baut nicht neu. Im Artikel heißt es weiter, diese Woche werde der Landrat den Fraktionsmitgliedern einen Rundgang durch die Immobilie anbieten. Ein Zelt ist keine Immobilie ;)