HafenCity II [März 2007-April 2008]

  • die derzeitige Presse unterstützt doch nur "fishing for compliments" -
    (will sagen auch Negatives bringt weiteren Rummel)


    die Züge sind doch längst abgefahren... ich glaube nicht daran, dass sich irgendwo etwas ändern wird, was bereits festgeschrieben steht

  • ^Na gut, wenn du es ein bißchen konstruktiver haben willst: Zum Großteil ist fast noch nichts bebaut! Wie groß die Hafencity wird ist doch bekannt. Deshalb ist es gerade wichtig, dass die Kritik eventuell in den nächsten Bauetappen mitaufgenommen wird. Ich glaub, so ähnlich war das von Escobar gedacht...;)
    Und zu den Palmen noch mal...siehe Amsickstrasse!

  • Man muss ja bedenken, dass Gebäude eine lange Vorlaufzeit haben. Dadurch "stehen" momentan schon viel mehr Gebäude, als man an Ort und Stelle wirklich sehen kann, weil Planung und Aufträge schon abgeschlossen sind. Sonst denkt Euch statt "Großteil" einfach "große Menge", wenn das besser gefällt.

  • Micro hat Recht. Bis auf die Spitze des Strandkais und die Gegend um den Lohnsepark sind die innerstädtischen Gebiete bereits alle verplant.

  • Das Abendblatt schreibt über Alternativen zur HC-Architektur am Beispiel Kollhoff:
    http://www.abendblatt.de/daten/2007/04/13/723231.html


    Das hätte man vor ein paar Jahren mal diskutieren sollen, als noch alles offen war.


    Eines der Hauptprobleme sehe ich im übrigen darin, dass es in der Hafencity zwar eine gemischte Nutzung aus Büro und Wohnen geben wird, dass aber fast alle Gebäude inklusive Wohnbauten - auch die noch nicht gebauten Entwürfe - typologisch eher wie Bürobauten denn wie Wohnhäuser aussehen, unabhängig von der Qualität der jeweiligen Architketur. Vor allem die ewigen horizontalen Festnerbänder und die breit gelagerten, langgestreckten Volumina etwa im Überseequartier sind für den normalen Bürger nun mal typische Merkmale von Büroarchitektur. Urbanität kann da nur schwer entstehen.


    Meiner Meinung nach hätte man gar nicht mal unbedingt auf "klassische" Architektur à la Kollhoff setzen müssen - es hätte gelangt, die Baufelder in schmalen Parzellen zu bebauen, sodass man einen Blockrand mit einer Abfolge relativ schmaler Einzelfassaden erhält, die sich in Größe und Aufbau ähneln, ansonsten aber unterschiedlich sind - egal in welchem Stil. Allein das schon hätte IMO für mehr Urbanität gesorgt.

  • An Townhouses dachte ich dabei gar nicht, so kleinteilig müsste es gar nicht mal sein. Eher so nen ganz normalen Blockrand aus Häusern in der Größe normaler Mietshäuser. So wie in traditionellen städtischen Vierteln wie Ottensen oder Eimsbüttel.

  • Am Sandtorkai und am Überseequartier gebe ich dir Recht. Wohn- und Bürobauten sind sich wirklich arg ähnlich. Liegt aber nicht nur an den Architekten, sondern vielmehr an den Vorgaben.
    Am Dalmannkai sehe ich das allerdings anders. Vielleicht gibt es keine schmalen Parzellen. Durch die Gliederung der Blöcke in Einzelfassaden ist aber imo viel gewonnen worden. Dadurch kommt eine gewisse Kleinteiligkeit auf, die so bei den meisten Projekten dieser Größe oft durch eine Einheitsfassade flöten geht. 4 verschiedene Fassaden.

  • http://www.hafencity.com/uploa…aene_34_070320_FSK_A3.pdf


    Eine Kleinteiligkeit und unterschiedliche Fassaden wie am Dalmannkai sind dem Masterplan nach nur noch am nördlichen und südlichen Baakenhafen zu erwarten. Vielleicht lassen sich die Herren Projektplaner aber noch zu Änderungen verleiten.


    Am Brooktorkai habe ich Nachbesserungen bei den Grundrissen festgestellt. Zwischen Poggenmühle und Shanghaiallee sind Knicke und Anschrägungen zu sehen, wo vorher noch dem Diktat des rechten Winkels gefrönt wurde.

  • Gut beobachtet. Mal abwarten.


    Dieses Projekt ist bereits im vollen Gange.
    Die Dachterrasse ist nett, ansonsten wurde wohl versucht das Gebäude gewollt anders aussehen zu lassen. Leider bleibt es beim Versuch.
    Da durchbricht einer den rechten Winkel und dann kommt sowas dabei heraus. Wäre bei Hadis Elbstraßengebäuden wohl besser aufgehoben. In die HafenCity passt es nicht.

    Quelle: http://www.uebernn.de/
    Meinungen?


    PS: Die Kräne sind klasse. Weiß jemand ob die nur Deko sind, um von dem miesen Entwurf abzulenken oder sollen die wirklich aufgestellt werden.

  • Ich tippe auf ein Ablenkunsmanöver. Ansonsten: Dieser Entwurf wird in 20 Jahren genauso veraltet ausehen wie ein iPod.


    Nachtrag: Heute war die HafenCity-Kritik Thema in der Presserunde auf Hamburg1. Axel Tiedemann vom Abendblatt meinte, es wäre fürs Flair besser gewesen, mehr Gebäude stehen zu lassen, selbst wenn es nur bedeutungslose Schuppen sind, die man zum Beispiel günstig an Künstler als Ateliers vermieten könnte. Ich kann ihm nur recht geben: die Mischung aus nostalgischer Hafenromantik und modernen Bauten, die so viele Waterfront-Projekte auszeichnet, kommt in der HC eindeutig zu kurz. Sie wirkt inzwischen, wenn man sich die Planungen ansieht, wie ein ganz gewöhnlicher, zeitgeistiger Retorten-Stadtteil, der halt zufällig am Wasser liegt.

  • Gab es denn da überhaupt noch irgendwelche alten Hafenschuppen? Ich hatte bisher angenommen dass man sämtliche älteren Bauten stehengelassen hat, wie den Kaispeicher und das alte Hafenamt. Ansonsten kann ich auf älteren Fotos nicht viel mehr als diverse Wellblechlagerhallen entdecken, die nicht sonderlich erhaltenswert waren.
    Insofern kann man der Hafencity zwar vorwerfen eine Retortenstadt zu sein, aber was wäre denn die Alternative? Ungenutze Brachfläche in bester Lage? Wenn man an nichts anknüfen kann muss man nunmal was neues schaffen. Eine moderne Interpretation der Backsteingotik wäre vermutlich wesentlich schlimmer ausgefallen.
    Was den Zeitgeist betrifft, ich würde sagen 95% von dem was heutzutage so gebaut wird, wird man in 20/30 Jahren nicht mehr schön finden. Die Architekten, die heute wirklich zeitlos bauen kann man an einer Hand abzählen... ;)
    Aber wer kann schon in die Zukunft sehen...

  • Hab mal mit Hilfe der Webcam einen Überblick über das Baugeschehen erstellt(Januar-April):

    Sorry für die Größe, aber sonst erkennt man nichts.


    Viel ist zwar noch nicht zu sehen, aber wenn das Überseequartier erst mal in Bau ist, wird sich das rasch ändern.
    Webcam auf Hafencity.de

  • Lieber hässliche Würfel als Hochhäuser, denn diese würde man dann von überall sehen :D


    Irgendwie kann ich deine recht einseitige Kritik nicht verstehen, aber find es gut, das du schonmal siehst das es Würfel und keine Kreise sind.


    Kannst dich ja mal hinsetzen und ein paar Renderings erstellen, mit deinen Ideen und Vorstellung, einer idealen Hafencity.


    Haben dafür sogar einen entsprechenden Thread ( Hamburg Utopia )


    Bin nämlich mal gespannt was, in deinen Augen, Ideal ist. Wenn du Rotterdam oder Amsterdam, als besser oder sogar ideal anssiehst, versteh ich deine Kritik dann überhaupt nicht mehr, besonders wenn ich mir die gebauten Projekte, der beiden Städte, im Skyscraper-Thread angucke.


    Mal so gefragt, was genau gefällt dir denn an der Hafencity, oder ist da überhaupt gar nichts, was dir gefällt?

  • Also was mich etwas an den "5-Etagen-Würfeln" fehlt ist die klare Linie. Ok, ist sicher geschmackssache aber dieses verspielte ist nicht so mein Fall. Willkürlich gesetzte fenster, damit kann ich gar nix anfangen. Wer weiß was in 10-20 Jahren als modern angesehen wird aber einige Gebäude werden dann sicherals Bausünde durchgehen :)