MainTor-Projekt I: die Planung

  • 500 oder 580 Mio. Euro?

    Übrigens: Höller spricht im FAZ-Interview erstmals von 580 Mio. Euro Gesamtinvestition - bisher war immer von 500 Mio. Euro die Rede. Das bezog sich aber nur auf die Gewerbeflächen, die 80 Mio. Euro kommen oben drauf, rechnet man u.a. die Wohnprojekte hinzu. Es ist also nicht so, dass sich hier schon die erste Kostenexplosion abzeichnet.

  • Den Maklerhäusern zum Trotz

    Bei so einer Summe ist es nicht gerade zum Nachteil, dass DIC das Kapital nur Stück für Stück bereitstellen muss. Wenn man überlegt, dass das gesamte Projekt im April von Maklerhäusern wie Jones Lang LaSalle und Savills noch grundsätzlich angezweifelt wurde (Post vom April und Handelsblatt Artikel), kann man froh sein die erste große Hürde übersprungen zu haben. Natürlich muss man auch ein Lob an Carlo Giersch aussprechen, der sich für viele positive bauliche Entwicklungen in der Stadt einsetzt und der nun das wichtige Startsignal gesetzt hat. Die DIC kann als erster großer Mieter eher verkraften, dass sie zukünftig von einer Baustelle umgeben sein werden. Jetzt hoffe ich, dass sich die neuen Aktivitäten in dieser Ecke auch endlich auf das verwaiste Bundesrechnungshof-Areal (Letztes Update vor einem Monat) und einen baldigen Umbau der Berliner Strasse (Nichts Neues seit Dezember) auswirkt.

  • Auf dem Weg zur Ausstellung begleiten einen folgende Displays, was war und was wird


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  • Etwas merkwürdig finde ich, dass hier der Zweite Weltkrieg ausgeblendet wird. Schließlich ist der der Grund (und wohl der geschichtlich einschneidenste), wieso das Areal so aussieht, wie es heute ist.

  • Nicht nur das. Auch das zarte Alter von gerade mal 25 Jahren der abzureissenden Gebäude findet keine erwähnung. Obwohl diese in den 1980ern ebenso wie heute eine Zäsur für das Gelände darstellten.


    Abbruchhäuser werden in Frankfurt auch immer jünger.

  • Tja, bei den Displays handelt es sich halt nicht um den Versuch, die Geschichte ordentlich darzulegen, sondern um Werbung für das neue Projekt.. da gilt es nur positive Aspekte hervorzuheben.

  • Albrecht Büdke, KSP Jürgen Engel Architekten, sprach im Rahmen der Pecha Kucha Night Frankfurt von in dieser Woche bekannt gewordenen Problemen bzgl. der Statikplanung des zukünftigen Primus (altes Degussa Hochhaus). Es gebe wohl Differenzen zwischen existierenden Plänen, Ist-Zustand und Zukunftsplanung. Genauer wurde die Problematik nicht ausgeführt.

  • Bau des 70-Meter-Hochhauses "Porta" soll 2012 beginnen

    Die DIC wird in diesem Jahr mit dem Bau des "Porta" beginnen. Noch 2012 könnte auch der Baustart für das Hochhaus "Panorama" erfolgen, sofern die Vermietung stimme (was impliziert, dass dies beim "Porta" bereits der Fall ist). Das ist eine der Neuigkeiten aus dem Anfang Januar schon zur Gewohnheit gewordenen Überblick der FAZ über das Baugeschehen des Jahres.

  • Die Zeitung hat sicher diese Pressemitteilung der DIC erhalten. Baubeginn für das 70-Meter-Hochhaus demnach noch in diesem Quartal, Fertigstellung im ersten Quartal 2014. Die wesentlichen Passagen aus der Meldung:


    [INDENT]Die DIC hat vom Bürokomplex MainTor Porta des künftigen MainTor-Quartiers rund 14.000 m² (das sind rund 70 Prozent der gesamten Mietfläche) an die Union Asset Management Holding AG („Union Investment“) vermietet. Mietbeginn ist im Frühjahr 2014. Damit ist die größte Neuvermietung des Jahres 2011 in der Frankfurter Innenstadt unter Dach und Fach.


    Mit dieser erfolgreichen Vermietung sind die Voraussetzungen für den Start des zweiten Teilprojekts des Frankfurter MainTor-Quartiers erfüllt: Bereits im ersten Quartal 2012 beginnen die Baumaßnahmen mit einem Projektvolumen von rund 140 Mio. Euro; die Fertigstellung ist nach einer zweijährigen Bauzeit im ersten Quartal 2014 geplant.


    Das Bürogebäude MainTor Porta liegt in einer prominenten Ecklage mit Vorplatz an der Weißfrauenstraße und damit verkehrsgünstig sowohl am Hotel Frankfurter Hof als auch nahe am U-Bahn-Knotenpunkt Willy-Brandt-Platz. Die insgesamt rund 20.000 m² Gewerbemietflächen verteilen sich auf 19 Geschosse des 70 m hohen Gebäudes. Porta zeichnet sich durch eine repräsentative 3-geschossige Lobby, einen begrünten und begehbaren Innenhof sowie mehrere Dachterrassen mit spektakulären Ausblicken aus.[/INDENT]




    Bilder: DIC / KSP Jürgen Engel Architekten


    Foto des Gesamtmodells, Blickrichtung Westen, "MainTor Porta" im Bildvordergrund rechts:



    Den in der Pressemitteilung erwähnten Innenhof sieht man auf dem folgenden Bild:



    Fotos: Schmittchen

  • Weitere Einzelheiten berichtet die Immobilien-Zeitung. Union Investment hat demnach die unteren sieben Geschosse des Büroturms und das gesamte Sockelgebäude gemietet. Für zehn Jahre. Die Miete beträgt laut "Marktkreisen" zwischen 27 und 30 Euro je Quadratmeter und Monat. Union Investment möchte noch nicht verraten welche Standorte für den Umzug verlassen werden.


    Der Vertrieb der 200 Wohnungen in den Projektteilen Patio & Palazzi soll Mitte 2012 beginnen. Im Einzelnen sind 90 Mietwohnungen im Patio-Komplex und mehr als 100 Eigentumswohnungen im Projektteil Palazzi vorgesehen. Der Baubeginn soll spätestens Anfang 2013 erfolgen. Das gesamte Quartier soll bis 2015 fertig gestellt sein.



    Bild: DIC

  • Panorama auch noch 2012? Höchstwahrscheinlich!!!

    Ich habe jetzt von mehreren Seiten gehört, dass man bei DIC sehr zuversichtlich ist, dass auch das Teilprojekt "Panorma" (64 m) bald starten kann. Es müssten sehr dicke Stricke reißen, damit die dafür notwendige Vorvermietungsquote nicht in absehbarer Zeit erreicht wird.

  • El Kremada : das ist eine sehr gute Nachricht!


    Ich persönlich finde das Panorama Hochhaus, welches ja dann gegenüber dem NM-1 stehen wird, städtebaulich mit am Wichtigsten, denn es schafft dann endlich die gewünschte Portal-Situation wenn man von Sachsenhausen über die Brücke in die City fährt.


    Und dementsprechend ist eben auch der Anblick der offenen Baugrube nach dem Abriss genau an dieser exponierten Stelle mehr als trostlos.


    Also wollen wir mal hoffen, dass an dem Gerücht etwas dran ist ... :)

  • Inzwischen ist die zweite Ausgabe des Magazins "The Riverside" erschienen. Darin sind die bereits im Modell enthaltenen weiteren Planungen nun erstmals auch als Visualisierung zu sehen. Das Magazin "The Riverside II" kann hier heruntergeladen werden.


    Deutliche Veränderungen gibt es in der südöstlichen Ecke, also bei den "MainTor Patio" und "MainTor Palazzi" genannten Wohngebäuden. In erster Reihe zum Main sind nun zwei von Jo. Franzke geplante Gebäude zu finden. Dahinter, an der Südseite des historischen Verlaufs der Alten Mainzer Gasse, stehen vier Wohngebäude, die vom Büro B&V Braun Canton Volleth Architekten entworfen wurden. Diese sechs Gebäude sind die "MainTor Palazzi". Weiter ausgearbeitet wurde schließlich das "MainTor Patio", bekanntlich geplant von KSP Jürgen Engel Architekten.


    Zunächst eine Grafik, die einen guten Überblick über das Gesamt-Areal bietet:



    In zweiter Reihe die vier Wohngebäude von B&V Braun Canton Volleth, jeweils zwei sind nach diesem Plan miteinander verkettet:



    Direkt am Untermainkai die Wohnhäuser nach Planung von Jo. Franzke Architekten - man wird sehen, ob dies bereits die endgültige Gestaltung darstellt. Für die "MainTor Palazzi" wird ein Baubeginn im Jahr 2013 angegeben, von daher wäre noch Zeit für Überarbeitungen.



    Das "MainTor Patio" von KSP Jürgen Engel Architekten wird inzwischen so visualisiert, etwa 92 Wohneinheiten sollen hier entstehen:



    Das "MainTor Patio" von Nordosten gesehen:



    Der Sockelbereich des "MainTor Panorama" genannten Hochhauses nach Planung von Christoph Mäckler Architekten, dahinter die Nordseiten der anschließenden Wohnhäuser:



    Nochmals, nun aber von Südosten gesehen - gut zu sehen auch die Dachterrasse des "MainTor Panorama", der Garten des Hermann-Schlosser-Hauses und die strukturierte Fassade der Wohnhäuser dahinter:



    Bilder: DIC – Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA / Konzept3D

  • Palazzi

    Sehr Interessantes tat sich heute auf der Maintor-Website. Sie enthält ein neues Marketing-Video (Vimeo) mit einer Mischung aus alten und neuen Renderings. Die neuen zeigen überarbeitete Palazzi-Wohngebäude. Hier ein Schnappschuss aus dem Video, etwa ab 0:44 zu sehen:



    Video: Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA


    In erster Reihe stehen jetzt anstelle des schuhkartonförmigen Eckgebäudes zwei miteinander verbundene Wohnhäuser neben der "Palais" genannten Villa. Die beiden Häuser haben jeweils ein "geköpftes" Walmdach mit einer Art aufgesetzter Kolonnade (wie nennt man einfach umlaufende Säulen/Pfeiler, auf denen Verbindungsstreben liegen?). Die vier Häuser der zweiten Reihe - entlang der ursprünglichen Alten Mainzer Straße - scheinen ebenfalls neu gestaltet.


    EDIT: Eine genauere Visualisierung gibt es im aktuellen "Riverside II"-Magazin:



    Visualisierung: Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA

  • Die Wohngebäude gefallen mir eigentlich recht gut, hätte deutlich schlimmer ausfallen können.
    Schlimm finde ich dagegen den WINX Turm, durch die horizontale Strebengliederung zwischen den beiden Hochhausscheiben entsteht ein sehr gedrungener plumper Eindruck.
    Schade dass man die Vertikale nicht mehr betont.


    Überhaupt scheint es mir als das ganze Gebiet ziemlich zugebaut wird, entgegen der früheren Planung scheint auch der zentrale Platz massiv verkleinert worden zu sein.

  • Letzteres kann ich mir nicht vorstellen. Der 2010 in Kraft getretene Bebauungsplan würde das nicht zulassen (dort sind Baugrenzen, teilweise auch Baulinien, festgeschrieben, diese dürfen nicht überbaut werden).


    Hier so etwas wie ein Schwarzplan, ebenfalls aus "The Riverside II", die gelben Linien sollen die entstehenden Durchwegungen verdeutlichen:



    Plan: DIC – Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA

  • Die Wohnhäuser gefallen mir jetzt besser. Die 2. Reihe ist ruhiger gegliedet und gefällt mir damit besser als auf den früheren Entwürfen. Allerdings sehen sie irgendwie recht monoton aus. Deutlich schöner sind da die Gebäude direkt am Untermainkai. Da merkt man wie schön "klassische" Dächer sein können, auch wenn sie wie hier modern interpetiert werden. Besonders gelungen finde ich hierbei, dass man die Grundstruktur des Daches der benachbarten Hermann-Schlosser-Villa aufgenommen hat - nur eben alles eine Nummer größer/breiter und moderner. So schafft man nicht nur Bezug zur Umgebung, sondern auch eine schöne Dachterasse. Schade das man nicht alle Wohngebäude so gestaltet, würde auch die 2. Reihe erheblich aufwerten.