MainTor-Projekt I: die Planung

  • Auf diesem Bild sieht man beim MainTor-Panorama sehr gut, die von mir oben schon mal erwähnten angebauten Büroflächen "hinten rechts", um die gewünschte BGF unterzubringen.



    Hier ein im Wettbewerb unterlegener Teilnehmer. Ziemlich unruhig und doch recht langweilig. Was man auf dem Rendering nicht so gut sieht, ist beim WinX-Entwurf die geknickte Fassade, "Palais Quartier" läßt grüßen. Laut Jochem Heumann (planungspolitischer Sprecher der CDU) wollte man solch unruhige Gestaltung am Main nicht haben.



    Bilder von skyliner!

  • Aufgrund der positiven Reaktionen, noch ein kleiner Nachschlag:)


    Zu erkennen ist das gesamte Degussa-Areal:



    Blick von Richtung Osten:


    Alle Bilder von Skyliner!

  • Ich bin ja hier für eine Rekonstruktion der Gebäude zwischen Seckbächer Gasse und Papageiengasse, sowie dem Eberbacher Hof (westl. Ecke Weißfrauenstraße/Papageiengasse). Für diese sind Quellen vorhanden, manche hatten auch gehobenen Stellenwert (Barockportal Seckbächer Gasse 11, Eberbacher Hof). Sie würden die Historie des Ortes darstellen (ist nämlich immernoch innerhalb des Altstadtringes), gerade in direkter Nachbarschaft zum Karmeliterkloster und einen schönen Übergang zu den Türmen, die davon nicht betroffen wären. Man hätte also hier auch Aufenthaltsqualität und vom wohnbaulichen Angebot wären die Rekonstruktionen auch bestimmt nicht schlechter als die dort nun vorgesehenen Standard-Deutschherrnufer-Würfel.

  • Bebauungsplan für das Degussa-Areal ist fertig


    Am 14.01. hat Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) die Magistratsvorlage zum Satzungsbeschluss des Bebauungsplans unterzeichnet. Die Stadtverordneten können nun voraussichtlich im März über den Satzungsbeschluss entscheiden, mit dem der Bebauungsplan dann wirksam wäre.


    Quelle: http://www.faz.net/s/RubFAE83B…Tpl~Ecommon~Scontent.html

  • Kritik an Degussa-Areal-Plänen


    Für das Großprojekt mit drei Hochhäusern, fünf Wohnblocks, einem neuen Platz und neuen historischen Wegebeziehungen wird Kritik lauter. Mittels der Überschrift "Zu hohe Häuser, zu wenig Licht" geht die FNP in einem Artikel etwas genauer auf den politischen Sachverhalt ein:


    • Die SPD zweifelt an der Aufenthaltsqualität der "Piazza", da der Platz von den Schatten der Hochhäuser beeinträchtigt wäre. Des Weiteren würden die Hochhäuser in ihrer Masse zu dicht an der Innenstadt platziert sein. Außerdem sei mehr Wohnfläche als die veranschlagten 21.000 Quadratmeter wünschenswert gewesen.


    • Ein von den Linken gefordertes "autofreies Wohnen" sei laut DIC nicht darstellbar. Rund 600 Stellplätze sind laut DIC geplant.


    • Die von der FDP vorgeschlagenen Dächer mit Solarmodulen hält die DIC ohne den Rückgriff auf Subventionen für unwirtschaftlich. Stattdessen sollen Grasdächer zur Rückhaltung von Regenwasser sowie ein Erdwärme-System für ökologische Nachhaltigkeit sorgen.


    • Einen weiteren Kritikpunkt stellt das geplante "Palazzi" dar: Der weiße Mainprospekt sieht am Main Häuser mit Dachgiebeln vor, die von den bislang projektierten "Palazzi" mit italienisch anmutenden Dächern abweichen.


    • Die Grünen ließen die Magistratsvorlage zur Verabschiedung der Pläne nun zurückstellen.


    Bei der Vergabe des Wohnraums will die DIC nach eigenen Angaben auf eine Mischung aus Eigentums- und Mietwohnungen setzen. Das Projekt soll wie geplant von 2011 bis 2014 hochgezogen werden. Laut DIC gebe es bereits Gespräche mit vielen Interessenten.

  • Na ja, Vorstellung beim Ortsbeirat. Lauter Experten. Letztlich nicht von Bedeutung, aber bestimmt so angenehm wie einem versammelten Kaninchenzüchterverein mitzuteilen, dass ihr Vereinsgelände für den Bau einer neuen Straße gebraucht wird.

  • Pressemitteilung der DIC von heute:


    [INDENT]KSP und Mäckler bauen MainTor-Türme in Frankfurt


    Die DIC (Deutsche Immobilien Chancen) hat jetzt planmäßig in Abstimmung mit der Stadt Frankfurt die finale Entscheidung über die Auswahl der Architekturbüros für die beiden Hochhäuser des Frankfurter MainTor-Projekts getroffen:


    • "WinX": KSP Jürgen Engel Architekten GmbH
    • "MainTor Panorama": Prof. Christoph Mäckler Architekten


    Die DIC folgt damit der Empfehlung der Jury, die im vorausgegangenen Gutachterverfahren im Dezember 2009 diese Kombination einstimmig empfohlen hatte, da sie die beste städtebauliche Lösung darstelle. Beide Entwürfe wurden inzwischen nach den Jury-Vorstellungen überarbeitet, harmonieren sehr gut miteinander und komplettieren mit den umliegenden Gebäuden die attraktive Frankfurter Skyline.


    Vorstandsvorsitzender Ulrich Höller: "Die Stadt hat die Planungsarbeiten der DIC sehr konstruktiv begleitet und mit dem jetzt verabschiedeten Bebauungsplan abschließend gewürdigt. Damit ist der nächste Meilenstein der Projektrealisierung planmäßig vollzogen."[/INDENT]

  • Ich bin der Meinuung, der Entwurf ist so ziemlich das Beste, was diesem Block hätte passieren können - worst case wäre meiner Meinung die dauerhafte Beeibehaltung des aktuellen Zustandes. WinX dürfte gerne 20 Meter höher oder auch niedriger sein, um den Skylineblick vom Main aus etwas spannender zu gestalten - ich sehe aber ein, dass dies bei der Planung eventuell zweirangig war.


    Ein niedriger Mini-Cluster am Main, noch dazu "durchquerbar", wird als Schnittmenge aus Bankenviertel und Innenstadt ein sehr schönes Südportal für "Hibbedebach" abgeben.


    Jetzt - klopfe dreimal auf Holz - braucht die DIC "nur" noch den finanziellen Atem um dieses Projekt in einem Zug zu schultern. Hoffentlich bleibt die Bauzeit überschaubar. So gerne ich Kräne sehe: An dieser Stelle bitte nicht zehn Jahre Dauerbaustelle, das Schauspiel nervt ja schon gewaltig.

  • Das sind gute Nachrichten, weil diese Form der Pünktlichkeit zeigt, dass die Gesellschaft nicht trödelt und auf bessere Zeiten zu warten scheint, so wie das Tishman-Speyer mit dem TaunusTor Projekt tun.

  • Mit Sicherheit die beste Entscheidung! Also stehen "Porta" v. KSP Engel und Zimmermann, "WinX" v. KSP Engel und Zimmermann sowie der erste Entwurf des "MainTor" v. Prof. Christoph Mäckler (hoffentlich ganz bald) in den Startlöchern. Gut so!


    Befasst man sich mit diesen Visualisierungen (speziell mit der 2. Visualisierung), versprechen/verspricht diese doch ein ziemlich helles Mainprospekt, betrachtet von der Untermainbrücke. Lediglich die Nationale Suisse im Vordergrund sticht farblich hervor. Im Hintergrund ist es das zentrale Ensemble, sprich das K26, die alte Commerzbank sowie insbesondere der Maintower in seinem Strahleblau, das farblich auffällt. Mir gefällts!

  • Drei oder vier Bauteile?

    Sagt mal, nun sind die drei großen Teile des Degussa-Areals entschieden. Was ist aber mit den drei bis vier Einzelhäusern am Main? Die Maintor Palazzi und etwas weiter im Inneren stehende Maintor Patio. Steht die entgültige Architektur nun auch fest? Da war ja bisher kein brauchbarer Entwurf dabei.


    Der letzte Stand war hier zu sehen.


    Auf den Seiten von DIC ist nichts zu finden.

  • Zumindest wurde die endgültige Architektur dieser Gebäude bisher nicht bekannt gemacht. Ich versuche mal, den aktuellen Stand zusammenzufassen:



    Plan: Stadt Frankfurt am Main (amtliches Werk), Ziffern von mir



    • Panorama (Höhe 64 Meter ggf. plus Technikaufbauten): Prof. Christoph Mäckler Architekten (Rendering / Modellfoto)
    • WinX (Höhe 100 Meter ggf. plus Technikaufbauten): KSP Jürgen Engel Architekten (Rendering / Modellfoto)
    • Eingangsgebäude zum WinX (Höhe max. 26 Meter): KSP Jürgen Engel Architekten (Rendering / Modellfoto)
    • altes Degussa-Hochhaus (Baujahr 1952, 48 Meter, Foto): wird entkernt und erhält neue Fassade, Entwurf/Architekt unbekannt
    • Porta (Höhe 64 Meter ggf. plus Technikaufbauten, erster Bauabschnitt): KSP Jürgen Engel Architekten (Rendering 1 / Rendering 2)
    • Patio (Höhe max. 26 Meter, am zentralen Platz gelegen): Entwurf/Architekt unbekannt, Mischnutzung, Mainufer-Gestaltungssatzung gilt nicht, da nördlich des historischen Verlaufs der Alten Mainzer Gasse
    • unbenanntes Gebäude (gehört namentlich eventuell zu den Palazzi), Entwurf/Architekt unbekannt, "ruhiger und steinerner" Wohnbau, anderer Architekt als die auf dem übrigen Areal tätigen, Mainufer-Gestaltungssatzung (Text) gilt
    • Palazzi: Entwurf/Architekt der drei Gebäude unbekannt, anderer Architekt als die auf dem übrigen Areal tätigen, Gebäude werden anders aussehen als erste Studien und sollen der Mainufer-Gestaltungssatzung entsprechen, demnach auch geneigte Dächer erhalten
    • Villa Schlosser (denkmalgeschützter Bestand / Foto), der bisher private Garten der Villa wird öffentlich
    • Gebäude Neue Mainzer Straße 14 -18 mit Theater "Die Komödie", nicht zum MainTor-Projekt gehörender Bestand (Foto)


    Ergänzend noch Gesamtansichten als Modellfoto und als aktualisiertes Rendering:



    Bild: DIC

  • Hallo, ich lese seit ungefähr drei Jahren in diesem Forum und habe mich heute zur Registrierung entschlossen. Ich möchte in dieser Antwort anmerken, dass Geschmäcker ja bekanntlich unterschiedlich sind, dass es nicht "den" verdienten Siegerentwurf geben kann oder vielleicht doch..
    Meines Erachtens war die Wahl des Siegerentwurfs ein Schlag ins Gesicht eines jeden teilnehmenden Architektens. So fehlt dem Entwurf jede Eigenschaft der Zeitlosigkeit, die Hochhäuser an einer so markanten Stelle mitbringen müssten. Die unproportionalen Ausmaße und das zum Teil sichtbare Stahlgerüst sind ein Affront, der sich in meinen Augen in keinster Weise in die Skyline einfügt.
    Jeder Hauch von Internationalität geht an diesem Entwurf verloren, der in den Kleihues & Kleihues Entwürfen viel eher erscheint.

  • Ich muss gestehen, dass mir der Kleihues & Kleihues Entwurf ebenfalls gut gefällt, trotz oder gerade wegen seiner Schlichtheit. Der alte Entwurf für den Taunusturm ging ja ebenfalls in diese Richtung. Weshalb dieser Entwurf jedoch im Vergleich zum Siegerentwurf von KSP internationaler sein soll, leuchtet mir nicht ein. Der KSP ist abwechslungsreicher und gestaltet die Skyline abwechslungsreich. Allerdings hat der Turm durch die verordnete Schrumpfkur deutlich verloren. Ähnlich wie der EZB-Turm wirkt das HH zu gedrungen und die angedachte Architektur kommt nicht hinreichend zur Geltung.

  • Ja tedmosby,


    der Entwurf von Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH entspricht auch meinem Wunsch nach einer harmonischen, abgerundeten und zeitlosen Architektur an dieser Stelle mehr, als die Siegerentwurf-Kombination. Ein bisschen zusammengewürfelt sieht die Bebauung mit zwei recht unterschiedlichen Hochhausstilen schon aus. Zudem wäre die Torwirkung zusammen mit dem Schweizer National-Hochhaus bei der Draufsicht vom Main aus mit Kleinhues deutlicher herausgekommen.


    Bestimmt können wir mit den favorisierten Entwürfen leben, aber diese Chance für einen durchgängigen Stil auf einem großen, aus vielen Blickwinkeln sichtbaren Areal bietet sich nicht jeden Tag.