MainTor-Projekt I: die Planung

  • Kann die Euphorie ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, wirklich was Neues ist das ja nicht was da im Artikel steht. Essentiell wird einfach sein dass das Areal von verschiedenen Büros geplant wird (der Turm selbst kann ruhig von KSP gebaut werden, der Entwurf war ja ganz gut, nur die Flachbauten sahen ziemlich grausig aus) und, - ich kann nur nochmal darauf hinweisen - dass vor allem die Gestaltungssatzung fürs Mainufer haarklein eingehalten wird.

  • Gut zu hören, dass es hier weiter geht, wie auch beim Skyline Plaza. Ich verstehe allerdings nicht, warum bei beiden Projekt zunächst ein Baubeginn für Herbst 2008 in Aussicht gestellt wurde und jetzt doch erst ein Jahr später. Was sind die Gründe für die Verzögerung?

  • Hallo Gizmo, wie kommst Du in diesem Zusammenhang darauf, dass es mit der Skyline Plaza weiter geht? Davon haben wir doch schon lange nichts mehr gehört. Bei den Horrorszenarien, die durch die Finanz- und Wirtschaftskrise durch die Medien geistern, könnte ich mir vorstellen, dass dieses Projekt nun wieder verschoben wird, was ich allerdings nicht hoffe!

  • Tolle Neuigkeiten!


    Besonders positiv hervorzuheben ist m. E. die Tatsache, dass Laden- und Gastronomieflächen vorgesehen sind und mehrere neue und repräsentative Wohnungen mit Mainblick und "offener Bauweise" entstehen werden. Prima auch, dass die unter Denkmalschutz stehende Villa Schlosser in die Wohnhauszeile integriert wird!


    an der Weißfrauenstraße entstehen Bürohäuser


    Bleibt spannend, wie viele in welchem Ausmaß letztendlich gebaut werden. Alles in allem sehr sehr erfeulich, bin gespannt auf die ersten Renderings!

  • Abriss soll im Spätherbst 2009 starten

    Das MainTor-Projekt wird auch in der Krise weiter voran getrieben. Der Baubeginn verzögert sich allerdings um zwei bis drei Monate, da der Bebauungsplan später fertig wurde als geplant. Das Baurecht soll im Herbst erteilt werden. Die ersten Gebäude werden voraussichtlich 2012 fertig gestellt.


    FAZ-Artikel, 10.03.09

  • Der Bebauungsplanentwurf "Bebauungsplan Nr. 867 - Südlich Weißfrauenstraße/ehemals Degussagelände" wird laut Magistratsvortrag 34/09 nun öffentlich ausgelegt. Der Entwurf ist online, klicken für die Begründung und den Textteil (PDF).


    Die kleineren Hochhäuser dürfen 64 Meter hoch werden, also geringfügig höher als es bisher hieß. Das als WinX bekannte Hochhaus unverändert 100 Meter. Die Höhe bezieht sich auf die Oberkante des letzten raumabschließenden Bauteils. Für notwendige Technik auf den Dächern kann eine Überschreitung der maximalen Höhe zugelassen werden, wobei die Technik dann in die Gebäudehülle integriert werden soll. Es können also noch ein paar Meter dazu kommen.


    Die Mainufer-Gestaltungssatzung (Auszüge) kommt nur für das Hochhaus und dessen Sockelbebauung im Südwesten des Areals nicht zur Anwendung, auch das nur teilweise. Also für das Hochhaus, durch das zusammen mit dem Schweizer-National-Hochhaus eine "Torsituation" entstehen soll.


    Ansonsten gilt die Gestaltungssatzung. Offenbar auch für die Wohnhaus-Solitäre hinter der Villa Schlosser, denn die Gestaltungssatzung gilt laut Begründung (S. 17) für den gesamten Bereich zwischen Untermainkai und der ehemaligen Alte Mainzer Gasse. Die Solitäre sollten noch in diesem Bereich liegen. Die bisherige Planung müsste also in dieser Hinsicht stark geändert werden. Wenn man sich diese Grafik ansieht, dann kann man nur "hoffentlich" rufen.

  • Hier mal eines der neuen Renderings, sieht sehr gut aus wie ich finde, die Torsituation wird gut aufgefriffen, das WinX gefällt mir aus dieser Perspektive sehr gut da es extrem schlank wirkt. Fein, das ganze:



    Bild: Emptyform, DIC

  • Ich pflichte dir bei, Adama.
    Es wird seiner Rolle gerecht.


    Ich bin gespannt auf die nächtliche Beleuchtung. Der westliche Nachbar ist ja quasi ein Leuchtturm, wenn die Sonne in ihrer Schwäche dem Mond weicht.


    Fein, fein, fein. :)

  • Hier noch ein neues Rendering des Hochhauses an der Weißfrauenstrasse, das ja auch im ersten Bauabschnitt verwirklicht werden soll, gefällt mir persönlich auch sehr gut, immerhin 19 oder 20 Stockwerke:



    Und noch ein qualitativ schlechtes Rendering von der Sachsenhausener Seite aus, aber immerhin mit der überarbeiteten Planung, man kann es noch so gerade erkennen:



    Bilder: DIC

  • Sieht gut aus, vor allem der kleine Turm an der Weißfrauenstraße, bis auf die niedrigen Gebäude zum Main hin, passen meiner Meinung nach nicht ins Gesamtbild der Uferbebauung.


    Allerdings haut das zumindest bei den Renderings 1 und 2 mit der Höhe des Winx nicht hin, wie dargestellt schätze ich ihn hier auf locker 150 m.

  • Eigentlich würde das ganze Projekt sehr gut passen, das einzige was nicht paßt ist imho der fette Commerzbank Tower! :lach:
    Das Ensemble wäre ohne ihm stimmiger. Nicht falsch verstehen, ich habe sonst nichts gegen ihn! ;) Nur da es ihn gibt, hätte ich das Projekt auch anders aufgezogen an der Stelle. Irgendwas, wo sich zwei Dimensionen an Bauten - 259m und 60m Tower - nicht so stark auftun. Weil auch wenn die Renderings was anderes vorgaukeln - ich fürchte man wird die neuen Hochhäuser nur aus wenigen Blickwinkeln wirklich überhaupt wahrnehmen. Ich hoffe halt nicht, daß sie so untergehen wie zB der Garden Tower imho.

  • jet2sp@ce :


    Ich denke, Deine Befürchtungen kann ich Dir etwas nehmen. Von Sachsenhausen aus gesehen (siehe Bild von Adama in#192) steht ja z. B. das Gebäude der Schweizer National-Bank bereits da! Du siehst, durch den Blickwinkel sieht das HH nur unwesentlich niedriger aus, als der Coba-Turm, obwohl die "nationale suisse" nur 50m hoch ist! Das geplante HH gegenüber wird immerhin 64m;)


    Es ist wirklich enorm, wie das Ensemble auch heute schon von Sachsenhausen aus ("Schweizer Strasse"), über die "Untermainbrücke" hinweg gesehen, wirkt. Diesbezüglich stimme ich auch Äppler nicht zu, daß das Winx auf den Renderings um die 150 m hoch sein müsse, wenn man es mal am Schweizer National Gebäude mißt!


    Das Winx wird man m.M.n. auch auf jeden Fall von der berühmten Ost-Perspektive (von Richtung Flößer Brücke) aus sehen, da es sich ganz links zusätzlich zu der bereits bestehenden Skyline einfügen dürfte. So weit Richtung Main hin steht ansonsten noch kein HH, zumindest nicht mit 100-115m Höhe.


    Warten wir`s ab.:)

  • Die Architektur des Winx und des Hochhauses am Main steht noch nicht fest. Es wird Wettbewerbe oder Gutachterverfahren geben.

  • Weg frei für`s Hochhaus!


    Der Vollständigkeit halber ein Artikel aus der heutigen FNP-Ausgabe:


    http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/rmn01.c.5707703.de.htm


    Das Stadtparlament hat am Donnerstag dem 100m "WinX-Turm" sowie den 2 60 m HH die Zustimmung erteilt, sprich den B-Plan für das Degussa-Areal beschlossen!


    Es kann nun also voraussichtlich bald losgehen (zunächst mal mit den Abrissen). Schaun mer mal und drücken die Daumen...

  • Wie schon in #191 geschrieben, ist der Entwurf des Bebauungsplans derzeit ausgelegt. Noch bis 8. Juni. Auch über die geringfüg gewachsenen Maximalhöhen steht schon etwas in #191.


    Hier nun der Entwurf mit zeichnerischen Festsetzungen:



    Plan: Stadt Frankfurt am Main (amtliches Werk)


    Über die blauen Linien darf nicht hinausgebaut werden. Wo rote Linien sind, muss die Bebauung genau dort beginnen/enden. Die Höhen sind Maximalhöhen. Lediglich das Hochhaus vis-a-vis des Schweizer-National-Hochhauses muss 64 Meter hoch werden, nicht mehr und nicht weniger. Die Gebäudehöhen können für notwendige Gebäudetechnik überschritten werden. Für das Gebiet MI-1 kommt die Mainufer-Gestaltungssatzung wie erwähnt teilweise nicht zur Anwendung. Für die Gebiete MI-2 und MI-3 gilt sie anscheinend uneingeschränkt.


    Eine nette Idee sind festgesetzte Arkaden entlang der Weißfrauenstraße, die dann mit den schon vorhandenen Arkaden der Bebauung an der Nordseite (u. a. Velvet Club) korrespondieren können. Als Mindesthöhe sind 3,5 Meter vorgegeben.

  • Dies möchte ich zum Anlass nehmen, mit einigen Ansichten aus vergangener Zeit die ehemalige Situation in Erinnerung zu bringen. Wir sehen in Folge drei Bilder, die aus den Anfängen der 1980er Jahre stammen. Man möge über das Straßenbahn-Hauptmotiv hinwegsehen.


    Auf dem ersten Bild ist die komplette Nachkriegsbebauung noch zu erkennen.



    Die Deutsche Bank trägt noch ihr nachts beleuchtetes weißes Mützchen und die alte HELABA war erst wenige Jahre alt. Die Ladengalerie am Theater hatte noch ihre charakteristische Fassaden-Abschrägung und der Bühnenturm hatte seinen großen Brand und die damit verbundene Veränderung noch vor sich.


    Auf der nächsten Ansicht sind die Nachkriegsbauten bereits abgebrochen und geben den Blick auf die neu entstandenen Gebäude frei.



    Das kleine Hochhaus in der Neuen Mainzer, kurz nach der Kaiser Straße und vor der Commerzbank ist mittlerweile einem etwas höheren Neubau gewichen.


    Die nächste Ansicht ist etwa aus dem Jahr 1984. Hier beginnen gerade die Bauarbeiten für die jetzt abzubrechenden Gebäude.



    Die hier sichtbare Rückseite der Städtischen Bühnen sieht durch die laufenden Umbauarbeiten auch nicht mehr so aus. Der Straßenbahnverkehr auf der Brücke ist ebenfalls seit mehr als 20 Jahren Geschichte.

  • Hier nun ein neuer Blick in das Atrium des Nordturms, der ja auch Teil des ersten Bauabschnittes sein wird:



    Bild: DIC

  • Recht lange hat man von dem Projekt "MainTor" nichts mehr gehört, der Baubeginn scheint ungewiss zu sein. An dem Eckgebäude gegenüber des Schweizer-National-Hochhauses prangte lange der Degussa-Schriftzug. Dieser ist nun verschwunden.



    Durch das Riesenrad beim diesjährigen Mainfest war ein guter Überblick über das gesamte Areal möglich. Die hinteren Gebäude stehen an der Weißfrauenstraße und werden höchstwahrscheinlich als erste abgerissen.



    Gebäude des Areals direkt am Untermainkai mit der denkmalgeschützten Villa:



    Blick aus der anderen Richtung auf das Eckgebäude Weißfrauenstraße / Neue Mainzer Landstraße:


  • Ich würde mir hier nicht allzu viele Gedanken machen. Das Projekt MainTor wird schon lange geplant, und dass der Degussa-Schriftzug verschwunden ist, ist doch ein gutes Zeichen. Aus sicherer Quelle weiß ich außerdem von der Grünanlagenplanung. Und solange der Termin des Baubeginns nicht lange überschritten ist - soweit ich weiß, soll es im Herbst losgehen - können wir beruhigt sein, dass das Projekt tatsächlich bald umgesetzt wird.