Neues aus der Altstadt / Carlstadt

  • Den Grünen geht es um eine bessere Durchmischung der Bewohner und da muss man ihnen sogar teilweise recht geben


    Die soziale Durchmischung war mal bundesweit überall gefordert, aber das war mal - inzwischen haben führende Stadtsoziologen zugegeben, dass diese bloß Mythos, Humbug und Mumpitz ist (#559-#561):


    Neil Smith, einer der prominentesten kritischen Geographen, geht in seiner Kritik noch einen Schritt weiter und sieht nicht nur den Mythos der Sozialen Mischung gescheitert, sondern interpretiert die neoliberalen Anrufung der sozialen Mischung als Ausdruck revanchistischer Stadtpolitik ...


    Revanchistische Stadtpolitik!


    Ähnliche Probleme wie in der Düsseldorfer Altstadt mit dem exzessiven Sau-Rauslassen gab es mal um Balnearios 6 in der Region Palma de Mallorca, die spanischen Behörden haben durchgegriffen und das ramponierte Image gerettet. Es wäre peinlich, wenn man es in Düsseldorf nicht schaffen würde,


    Den inzwischen geänderten Link habe ich ausgetauscht

  • Kameha

    Die Grundstücksmauer ist immer noch nicht fertig gestellt, aber es ist erkennbar (leiider nicht gut fotografierbar), das die Terrasse vom Neubau dadurch noch enger und bedrückender wird.
    Die Gerüste im Innnenhof sind jetzt fast komplett verschwunden, hinten im überdachtem Bereich wurden die Wände mannshoch mit glänzenden schwarzen Fliesen verkleidet.
    Der Neubau wurde straßenseitig wieder komplett eingerüstet!







    Bilder von mir / 08.04.2014

  • Andreaskirche

    Die Sanierungs- und "Verschönerungs"-Arbeiten gehen weiter, es wurden weitere Wände gelb gestrichen und leider auch der hellgraue Anstrich der verschiedenen farbigen Steinelemente fortgeführt:







    Bilder von mir / 08.04.2014

  • Lambertusstraße 1 (Lambertus1)

    Bis auf das Verkaufsschild ist noch nichts von irgendwelchen Bauarbeiten zu sehen, deshalb zumindest erst mal ein Rundgang um das Grundstück für den Vorher/Nachher-Vergleich:










    Bilder von mir / 08.04.2014

  • Lambertus1

    erst mal ein Rundgang um das Grundstück für den Vorher/Nachher-Vergleich


    Hier gibt es Fotos vom Ende Februar. Ich hoffe stark, dass die historischen Fassaden möglichst unverändert bleiben, dem Denkmalschutz gemäss. Leider könnte passieren, dass daran Balkone drangeklebt werden, die heute ein Muss sein sollten - unwahrscheinlich, dass im Stil, der zur Mitte des 19. Jahrhunderts passt.


    Bei Gelegenheit - das Haus am Mannesmannufer mit der (bald) teuersten Wohnung der Stadt scheint als Rohbau fertig zu sein.

  • DeMedici - Gitterwelt

    Heute habe ich bemerkt, dass genauso die EG-Fenster der Südfassade wie auch die Flächen zwischen den Fenstern mit Gittern versehen wurden - mich persönlich erinnern sie an vergitterte Fenster in den spanischen Altstädten, was ich für eine Bereicherung halte. Möglicherweise wird noch etwas an den Gittern zwischen den Fenstern wachsen? Dafür spricht, dass die Spitzen der Fenstergitter kunstvoll ausgeführt wurden, während man sich bei den anderen die Mühe ersparte - wahrscheinlich werden sie bedeckt.

  • Unterhalb der Gitter sieht man bereits angelegte Beete, die darauf hindeuten, dass dort etwas hoch wachsen wird... Wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, Schmierereien in der Altstadt zu verhindern.

  • Hunsrückenstraße

    Leider hängt das Baustellenschild zu weit weg, um zu erkennen, was dort entsteht. Bisher hat das Gebäude weder Fenster noch Eingänge zur Hunsrückenstraße hin. Ich bin gerade gespannt, ob sich dies nun in Anbetracht der zu erwartenden Veränderung der Straße ändert.


    Inzwischen ist eine REWE-To-Go-Filiale entstanden, sogar mit ein paar Außentischen. Einen Eingang von der Hunsrückenstraße gibt es, an der Ecke - aber sonst keine Fenster oder Auslagen. Ein paar Werbeflächen nehmen der Wand etwas von der Hinterhof-Situation - weniger, als es möglich wäre. Vielleicht werden nach dem Wegfall des Bahngleises auch dort einige Außentische aufgestellt, wodurch die fensterlose Wand weniger wahrnehmbar wird. Gerne könnte auch zwischen den Werbeflächen etwas wachsen, zumal dieser Teil der Altstadt keine Begrünung hat.

  • Kameha

    Ich finde, dass die Steinprofile, die die Grundstücksmauer ergänzen, der Straße ein nettes altstädtisches Feeling geben werden - einmal habe ich mir hier gewünscht, dass eine Mauer errichtet wird, die wie alte Mauer wirkt. Dazu die schönen Torflügel nach historischem Vorbild (2. Foto). Es passiert selten, dass Träume in diese Richtung erfüllt werden. Ich bin gespannt, was in den verbliebenen Lücken weiter links entstehen wird - etwa ein nachgbauter alter Brunnen würde mich glücklich machen.


    Am EG des Altbaus werden derzeit Fenstergitter montiert - selbst nach mehrminutiger Betrachtung war ich nicht sicher, ob sie nachgemacht oder grundüberholt wurden. Sie werden jetzt silbergrau (links), wo sie früher rostig-weiß (rechts) waren, aber die Farbe passt.

  • DeMedici

    Unterhalb der Gitter sieht man bereits angelegte Beete, die darauf hindeuten, dass dort etwas hoch wachsen wird...


    Inzwischen wächst etwas und die Straße sieht gleich viel freundlicher aus. Auf der anderen Straßenseite gibt es mehrere Läden, die sich mit Pflanzenkübeln neben den Eingängen behelfen - man braucht was Grünes auch unabhängig von der Schmierereienabwehr.


    Mit Foto - der im Januar vom Dus-Fan gezeigte Nordeingang hat kürzlich bunte Wappen gekriegt, die zumindest aus einiger Distanz stilvoll wirken.


    Nachträgliche Begrünung könnte noch der benachbarte Platz vor der Andreaskirche gebrauchen, wo das öde Nachkriegsgebäude keine Läden oder Auslagen hat, die einen Zugang benötigten. Die Fläche am Bau wird kaum genutzt - nur als Versammlungsort der Düsseldorfer Künstlerszene, die dort flüssige Kreativitätsverstärker einnimmt. Dann könnte ein 1-2 Meter breiter Streifen entlang der Nachkriegsding-Fassaden bepflanzt werden.

  • Nachträgliche Begrünung könnte noch der benachbarte Platz vor der Andreaskirche gebrauchen, wo das öde Nachkriegsgebäude keine Läden oder Auslagen hat, die einen Zugang benötigten. Die Fläche am Bau wird kaum genutzt - nur als Versammlungsort der Düsseldorfer Künstlerszene, die dort flüssige Kreativitätsverstärker einnimmt. Dann könnte ein 1-2 Meter breiter Streifen entlang der Nachkriegsding-Fassaden bepflanzt werden.


    Du meinst das Kloster der Dominikaner? Mit den Anti-Pinkel-Blenden am Sockel?

  • ^ Der Platz heisst Am Dominikanerkloster (s. auch den Straßenschild auf dem verlinkten Foto) - ob es auch die tatsächliche Nutzung ist, weiß ich nicht.


    An der Kameha-Mauer wird gerade eine kunstvolle ovale Öffnung gemauert, derer Rände zum Teil aus Backsteinen, zum Teil aus Naturstein bestehen - eine solche wurde zuletzt vor vielleicht 100 Jahren gemauert. Ich bin begeistert, wieviel Aufwand betrieben wird - noch seltener ist der Wille, ohne Augenzwinkereien und Distanzierungen sich in die Altstadt einzufügen.
    Beim Neubau desselben Komplexes gab es allerdings weniger davon, leider - wenn ich die Bemühungen bei der Mauer sehe, wird die Latte etwas höher gelegt. Noch vor ein paar Monaten hätte ich ihn akzeptabel gefunden, jetzt hätte ich mir auch dort mehr Altstadt-Flair gewünscht.

  • Mannesmannufer

    Die Wohnung für 7 Millionen kriegte eine Holz-Außenwand mit Fenstern (1. Foto oben), etliche Balkone Holzgeländer, selbst die einmal diskutierten Eingänge/Einfahrten Holztore (2. Foto). Das alles wird bestimmt nicht zur endgültigen Gestaltung gehören, doch für die temporäre Nutzung ist es viel zu ordentlich, zu neu, zu aufwändig - normalerweise werden für solche Sachen x-beliebige Second-Hand-Latten genommen. (Ein Freund von mir ist praktizierender Bauleiter - ihn ärgert stets, wenn er solche Verschwendung sieht). Ist es Absicht - damit selbst während des Bauens ein möglichst feiner Eindruck entsteht?


  • ^ Ja, das ist wohl Absicht - vermutlich sind noch nicht alle Wohnungen verkauft und so soll bei den Kaufinteressenten ein möglichst hochwertiger Eindruck hinterlassen werden....


    Bei den "x-beliebige Second-Hand-Latten" irrst du dich aber - auf keiner Baustelle wird gebrauchtes Bauholz (außer Schalungselemente) benutzt - wo sollen die auch herkommen, es gibt keinen "Gebrauchtholzhandel".
    Bauunternehmen lagern solches Altholz nicht ein (viel zu unwirtschaftlich) - das kommt auf jeder Baustelle neu vom Großhändler und landet anschließend im Bauschutt-Container, abhängig von der Baustellengröße oft noch nicht mal getrennt in einem Container für Holz, sondern in Mischcontainern - manchmal natürlich auch in privaten Händen z.B. für den Kleingarten oder als Brennholz (was aber bei imprägnierten und behandeltem Holz oder Paletten verboten ist - da beim Verbrennen bekanntlich Schadstoffe entstehen bzw. freigesetzt werden!).

  • Kameha

    Zum Teil wird die noble Wirkung der Mauer noch gesteigert - die Säulen werden mit Naturstein-Elementen mit sehr schönen Reliefs abgeschlossen (Nahaufnahme auf dem 1. Foto). Die Nische (2. Foto links) wurde mit Stahltüren abgeschlossen - vielleicht wird es dahinter Mülleimer geben, doch für eine so große Wohnanlage bräuchte man für diese etwas mehr Platz (die Nische ist kaum einen Meter tief). Der Teil mit der Ellipse geht weiter nach oben (3. Foto), ich vermute einen spektakulären Abschluss - ohne ihn hätte keinen Sinn, dass dieser Teil der Mauer deutlich höher als der Rest ist. Ehrlichkeitshalber muss ich zugeben, dass ich den Eindruck habe, dass die Ellipse etwas unförmig geraten ist - Übung in solchen Formen fehlt:



    Dennoch ist dies wohl die aufwändigste Einzäunung, die in den letzten Jahrzehnten in Düsseldorf errichtet wurde.

  • ^ Extra habe ich heute auf den Baustellenschild geschaut - hinter dem Haus wird ein eingeschossiger Anbau errichtet. Dort soll es eine Gaststätte geben - wie an der Ratinger Straße kaum anders zu erwarten.


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    Als ich im Auftrag des Herrn unterwegs war, entdeckte ich diesen Aufbau mit gerillten Wänden - ich bin nicht sicher, ob er zur Manh- und Gedenkstätte oder zum benachbarten Hotel (links) gehört. Dezent und angepasst ginge anders:



    Wenn wir schon dabei sind - die Dachfläche-Fenster zwischen den Gauben können nicht ganz überzeugen.

  • Die Adresse Mertensgasse 4 ist anscheinend fast wieder aufgebaut worden; der Bau scheint aber nur 2 Geschosse hoch und muss ohne Wiederherstellung des gläsernen Cabrio-Daches des früheren Mandalai auskommen.