Neues aus der Altstadt / Carlstadt

  • Kopfstein-und Kleinpflaster werden gerne als einzige, historisch korrekte Bodenbeläge für Altstadtstraßen hervorgehoben; das ist aber so nicht richtig.


    Es gab und gibt in vielen alten Städten auch großformatige Steinplatten, teils kombiniert mit Kleinpflaster (z.B. im Randbereich)


    In früheren Zeiten hatten die wenigen Straßen in Düsseldorf gar kein Pflaster, demnach wäre Lehm- und Sandboden historisch korrekt.


    Vielleicht müssen wir uns erst mal Gedanklich vom Kopfsteinpflaster als einzig wahre Antwort in Altstädten lösen. Dann gibt es sicherlich viele Möglichkeiten, einer historischen Bausubstanz sowie den Anforderungen an Straßenbeläge gerecht zu werden.

  • Ich hatte Kopfsteinpflaster auch nicht als einzigen, historisch korrekten Bodenbelag angeführt, sondern vielmehr hingewiesen, dass diese Art des Belages in einigen Teilen der Altstadt (wenn auch nicht unbedingt als historischer Belag) noch vorhanden ist.
    Die Urahnen haben zu jeder Zeit immer den Belag gewählt, der kostengünstig, nutzungsorientiert und belastbar war, ob Lehm, Kopfsteinpflaster oder Asphalt.
    Man sollte bei der Altstadt im Wesentlichen auf die heutige Nutzung hin planen.

  • Ab 2011 soll der Umbau losgehen, dann werden die rund 23.300 m² Boden verlegt, für eine neue Möblierung gesorgt und ein neues Grünkonzept umgesetzt. Das ganz wird 5 Millionen Euro kosten.


    Um die Anlieger zu schonen, wird nur in den Wintermonaten gebaut. Die Bauzeit wird somit auf 3 Jahre kommen und so alles mit Eröffnung von Kö-Bogen und Wehrhahnlinie zusammenkommen.


    RP


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    RP
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    DerWesten Kommentar


    Nach der Sommerpause wird es zum Konzept noch eine öffentliche Diskussionsrunde in der BV1 geben.

  • So kommt keine Langeweile auf ...


    Am Freitag ließ die Stadtverwaltung die Probepflasterung im Rathaushof entfernen, weil der Besichtigungszeitraum regulär abgelaufen war - jetzt verlegte das beauftragte Unternehmen dasselbe Pflaster neu an der alten Stelle. :nono:


    DerWesten

  • Die Fassade des Grupello-Hauses am Rathaus (Plenarsaal des Rates) wird saniert.
    Dabei wird der seltsame Blauton durch einen hellen Sandton ersetzt, der an den historischen Zustand angelehnt ist. Zudem werden die Natursteinornamente repariert und die Nepomukplastik neben dem Gießerjungen wiederhergestellt.
    Fertigstellung soll bis November 2010 erfolgen. Im Frühjahr 2011 soll dann der Innenhof des Rathauses saniert werden.


    Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf

  • Überarbeitete Pläne für die neue Altstadtgestaltung sehen einige Änderungen vor:
    Fahrradständer bleiben erhalten, anstatt der modernen Holzbänke kommen solche in klassischem Design, Ginkgos in der Grabenstraße und die Mehlbeere auf der Mittelstraße bleiben erhalten, weitere werden gepflanzt.
    Als Pflaster kommt der granitgrau-weiß melierte Betonstein Umbriano zum Einsatz.


    Bauzeit: Januar 2011 bis März 2014
    Kosten: 5,75 Millionen Euro


    Quelle: RP Online


    Alles in Allem hört sich das ganze vernünftig an.
    Vielleicht sollte man über ein Anti-Kaugummi-Beschichtung, wie auf der Frankfurter Zeil und dem Berliner Alex nachdenken.

  • Hört sich wirklich sehr vernünftig an, allerdings verstehe ich nicht, warum man die Bautätigkeit nicht in einem Rutsch durchzieht sondern das Ganze auf über 3 Jahre verteilt! So werden wir in der Altstadt quasi eine Dauerbaustelle haben, wenn auch immer an einem anderen Fleck, schade!

  • Die Pflasterung der Schneider-Wibbel-Gasse soll ebenfalls erneuert werden - hoffentlich kommt es nicht zu kleinlichem Hickhack mit den Gastronomiebetreibern. Und ja: Die Bauzeit kommt mir sehr lange vor. Und die Anti-Kaugummibeschichtung, wenn sie wirklich effizient ist, sollten wir uns als wohlhabende Stadt definitiv leisten!

  • Die Bezirksvertretung 1 hat dem Konzept heute zugestimmt. Als Grund für die lange Bauzeit gibt die Stadt an, dass pro Jahr nur ca. 6 Monate gearbeitet werden könne, da in den anderen Monaten die Fläche für Außengastronomie und ähnliches genutzt wird oder Veranstaltungen wie der Karneval stattfinden.


    Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf

  • Gute Nachrichten

    Das Gebäude am Bolker Stern in dem sich der Mc Doof befindet bekommt eine neue Fassade. Aktuell wird die Isolierung angebracht. Hoffen wir mal, dass nicht so eine halbherzige Lösung wie beim Eckgebäude GAP/ Friedrichstr. bei rumkommt.


  • Alles: Echnaton


    Die Sanierung des Stadthauses (##1, 22-24) und der Umbau zum Hotel haben erkennbar begonnen. Rückseitig an der Kurzen Straße tut sich ähnliches wie auf diesen Bildern vom Innenhof.

  • Die Bauarbeiten für das neue Altstadtpflaster sollen nach Karneval starten und wie angekündigt wirklich 3 Jahre dauern.


    RP


    Meiner Meinung nach wirklich zu lange, das muss schneller gehen! Das kann man den Anwohnern und allen anderen Düsseldorfern nicht antun, vorallem nicht nach den vergangenen Bauarbeiten an den Kanälen und den anderen 1000 Baustellen in der Stadt.


    Die Bauarbeiten sollen jedes Jahr für 6 Monate ruhen, aufgrund von Rücksicht auf Brauchtum und Gastwirte. Wenn man jetzt also von insgesamt 18 Monaten Bauzeit über die gesamten drei Jahre ausgeht und man mit durchschnittlich 20 Arbeitstagen pro Monat kalkuliert, kommt man auf sage und schreibe 50m² pro Tag für die insgesamt 18.000m² zu verlegende Fläche.


    Das kann doch nicht alles sein? Geht das wirklich nicht schneller?


    Echnaton: Gehört das Stadthaus eigentlich immer noch der DERAG (Die haben das doch damals gekauft?) bzw. sind die Pläne von 2007 immer noch aktuell?
    Gibt es dazu irgendwelche Informationen?

  • Soweit ich weiß, ist das noch immer die DERAG. Man hat lange mit der Stadt verhandelt und jetzt ein genehmigtes Konzept, welches umgesetzt wird.


    Die Mühlenstraße kann wirklich etwas frischen Wind vertragen. Gut wäre es, wenn mit dem Andreasquartier auch die Verkehrsberuhigung der Straße käme. Der Taxistand am Burgplatz muss dann wegfallen – kein Verlust.

  • Die Stadt hat nun bekannt gegeben, dass bereits Anfang Februar mit der Pflasterung in der Mertensgasse begonnen wird, die ist bereits vorbereitet.
    Im Sommer soll dann die Bolkerstraße folgen. Es werden jeweils Bereiche von etwa 25m bearbeitet. Dabei werden die Arbeiten von der einen zur anderen Seite springen. Außerdem wird es in der Wallstraße ein Büro geben, das den Anliegern als Anlaufpunkt dienen soll.



    http://www.duesseldorf.de/top/…dtpflaster/ap_plan440.jpg


    WZ


    Landeshauptstadt Düsseldorf

  • ^ Über diese Arbeiten berichtet ebenfalls die WAZ vom 08.02. Bis 2014 werden neue Gullys mit Geruchsverschluss eingebaut, weil es angeblich aus den alten stinken soll (selber habe ich nie etwas gerochen). Gepflastert wird mit granitgrauweißen Steinen des Typs Umbriano, die 14 Cm dick und bis zu 60 Cm breit sind. Sie wurden von Elbers gewählt, damit sie inmitten der bunten Fassaden und Auslagen beruhigend wirken. Die Pflasterarbeiten auf 18.300 Qm Fläche werden 5,7 Millionen Euro kosten.


    Die Gestaltung des Bolker Sterns ist derzeit noch offen. Nach der Inbetriebnahme der Wehrhahnlinie im Jahr 2015 werden dort die Straßenbahngleise entfernt. Der Autoverkehr auf der Mühlenstraße soll möglichst reduziert werden - der Verkehrsdezernent Stephan Keller arbeitet noch an einem Detailkonzept.

  • Die Gullys riechen hauptsächlich in den ersten warmen Frühlings- oder Frühsommertagen, da sich noch genug Winterdreck unten angesammelt hat, welcher aber durch ausbleibende Regenfälle nicht dauerhaft weggespült und durch steigende Temperaturen duftend wird. Die Altstadtgullys stinkt manchmal arg, Wirte der Bolker haben schon oft darüber geklagt!

  • Ich hatte zehn Jahre lang mein Büro auf der Ratinger Strasse. In den Sommermonaten hat es dort sehr viele (zu viele) Fliegen und Fruchtfliegen - habe mich immer gefragt, ob das mit der Gastro, oder mit den häufig müffelnden Gullies zu tun hat...