Münchner Biergartenratsch

  • Also mir persönlich hat ja - unabhängig vom Farbton - dieser leicht morbide Charme der abblätternden Fassade immer besonders gut gefallen. Das mag ich ohnehin an vielen Münchner Gebäuden, dass sie eine Eleganz ausstrahlen und durchaus gepflegt sind, ohne dabei geleckt und übertrieben zurechtgemacht zu erscheinen. Deshalb befürchte ich, dass die Fassade durch die Sanierung erst mal zu steril wirken wird. Nun ja, rational betrachtet, ist die Sanierung natürlich eine positive Sache.

  • Laut einer noch laufenden Umfrage des Radiosenders Bayern 2 wollen nach aktuellem Stand 50 Prozent der Menschen auf dem Land leben, nur 23 Prozent in der Stadt. 27 Prozent wollen "Stadtnah im Umland" wohnen. Vielleicht ist dies einer der Hauptgründe warum auch bei innerstädtischen Wohnungs-Neubauprojekten (wie Arnulfpark) zunehmend vorstädtisch geprägte Architektur und Stadtplanung auf dem Vormarsch ist.


    http://www.br-online.de/bayern…en/voting_gross.jsp#anker

  • Naja Umfragen und Prognosen werden meiner Meinung nach viel zu ernst genommen.


    Davon abgesehen reflektiert das doch die realen Verhältnisse in Bayern recht gut. Die Hälfte wohnt auf dem Land, ein Viertel in Speckgürteln und ein Viertel in den Städten.

  • Neuigkeit oder bekannt?


    Mock-O’Hara, Geschäftsführer von Stage Entertainment:


    Wir sind in Gesprächen über ein großes viertes Musicaltheater in Hamburg und planen auch eins in München


    Quelle


    In Hamburg wurde von Stage gerade ein Bauantrag gestellt, wie weit sind die Planungen in München, weiss einer genaueres?

  • ^^^


    Himmel! Schock mich vielleicht? Und ich dachte schon... Leider wird's nochmal 10 Jahre brauchen, bis wir uns über einen 80m + Türmchen freuen dürfen. In der Region um die 120m + wird's denk ich 20 Jahre oder mehr brauchen, bis sich etwas tut.

  • Leider wird's nochmal 10 Jahre brauchen, bis wir uns über einen 80m + Türmchen freuen dürfen. In der Region um die 120m + wird's denk ich 20 Jahre oder mehr brauchen, bis sich etwas tut.


    Hoffentlich nicht. Ich spekuliere ja auf ein richtiges Hochhaus auf dem Bundesbahndirektiongelände Richelstraße. Aber da muss man erst mal das Scheitern der Zweiten Stammstrecke abwarten, um das Gesamtareal voranzubringen.

  • Nemetschek HQ

    Ich arbeite viel mit IX Haus der Firma Nemetschek, die auch CAD Software für Architekten entwickelt und ihren Sitz in Riem hat. Die Firma stellt sich gerne wie hier oder dort als architektonischer Vorreiter vor, der die Welt von morgen baut. Wieso hat sie so langweilige 0815 Zentrale gebaut? In jedem Gewerbegebiet finde ich interessantere Gebäude.


    http://www.baunetz.de/img/24494014_2e3d7b52b7.jpg


    http://www.nemetschek.com/uploads/pics/01Naumann_60.jpg


    http://www.arcguide.de/arcguid…hek%5B146x113,crop%5D.jpg


    Was meint ihr über dieses Gebäude?

  • Das Gebäude ist tatsächlich 08/15, zumindest ist es mir vor einigen Jahren nie besonders aufgefallen, obwohl ich zu der Zeit öfter dort in der Kantine war.
    Kann es sein, dass Nemetschek erst eingezogen ist, nachdem dieser Bau stand?
    Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass die an der Architektur beteiligt waren.
    Jedenfalls gibt es das Gebäude meines Wissens schon verhältnismäßig lange dort, d.h. es gehörte zur Initialbebauung nach dem Umzug des Flughafens.
    Oder ist das schon wieder ne neue Geschichte?
    Ich kann jedenfalls keinen Unterschied zum bisherigen Bau feststellen :rcain:

  • hierher verschoben...

    :lach: Aber jetzt ist doch die Baustelle vorbei, oder?


    Zwei sind definitiv vorbei, eine ruht winterbedingt und zwei ruhen auf unbestimmte Zeit.


    Im übrigen sind Missstände am Bau meist mit fehlender Qualität in der Ausbildung, also am Humanfaktor zu erklären. Leider ist unsere Gesellschaft nicht bereit, mehr für Bauleistungen zu zahlen. Die von der Gesellschaft akzeptierten Preise für Massivbauarbeiten liegen heute nicht höher als Mitte der 70er Jahre. Die Folge sind die allbekannten Missstände mit Lohndumping und schlecht qualifizierten Menschenmaterial.


    Wie erklären sich dann die hohen Preise für Wohneigentum? Wer streicht den Gewinn ein?


    Das geht im Prinzip schon beim Bauingenieur - also in der Planung an. Welcher Akademiker will heute schon als Bauingenieur arbeiten? Da muss man schon Idealist, Spinner oder eben gering qualifiziert sein, um heute in einem Planungsbüro in München mit 10 Jahren Berufserfahrung für 50 000 Euro pro Jahr bei einer 50 Stunden Woche zu arbeiten. Der Unterschied zu den anderen Ingenieursdisziplinen ist hier gerade in Deutschland ENORM!!


    Dabei soll doch das Bauingenieurswesen eine der schwersten Disziplinen sein. Noch schlechter dürften aber die Architekten dran sein.


  • Wie erklären sich dann die hohen Preise für Wohneigentum? Wer streicht den Gewinn ein?


    Die sind doch nur in München und ein paar anderen Städten hoch, die du an einer Hand abzählen kannst.




    Dabei soll doch das Bauingenieurswesen eine der schwersten Disziplinen sein. Noch schlechter dürften aber die Architekten dran sein.


    Das Studium zum Bauingenieur an der TU in München ist sicher machbar. Eine gute Note bedarf natürlich einiger Anstrengung. Ich glaube gerade bis zum Vordiplom bzw. Bachelor sind alle Ingenieurstudiengänge gleich anspruchsvoll.


    Als Architekt braucht man halt noch mehr Geduld. Diese ewige Projektarbeit... Außerdem gibt es im Gegensatz zum Ingenieurstudium kein "Richtig" oder "Falsch" - viele Bewertungen sind rein Subjektiv und hängen stark vom Dozenten ab.

  • Martyn : Das teure am Eigentum in München ist der (anteilige) Baugrund. Dann schlägt der Investor/Generalübernehmer noch was drauf (weils hier nicht sonderlich auffällt) und streichts dann auch ein. Vermutlich wollen auch immer ein paar Paten besänftigt werden....da kann man die Kohle gut brauchen.

  • Bodenrichtwerte

    Außerdem sagt man: Wer sein Geld vor Inflation oder Euro-Crash schützen will, kaufe entweder Gold oder eine Immobilie in München. Dies ist auch seit einiger Zeit zu beobachten, auch die Bodenrichtwerte sind stark gestiegen.