Köhlbrandbrücke adieu?

  • libero : Wie könnten wir die Elbauen vergessen? Das Higlight des Utopia-Thread. Und auch das WorldLogisticCenter war ein Schmankerl.
    Allerdings halte ich Hochhäuser auf der Veddel und auch in Wilhelmsburg nicht für realistisch. Gerade die Veddel hat viel Potential, halt ein klassisches Backstein-Arbeiter-Quartier made by Fritz Schuhmacher, wo man mal einen guten Architekten drauf loslassen sollte. Mit einem guten Masterplan könnte man da richtig was draus machen. Da muss man nicht gleich alles abreissen. Wilhelmsburg ist meiner Meinung nach nicht urban genug für richtige Hochhäuser.
    Ich könnte mir am ehesten eine Hochhausentwicklung östlich der Elbbrücken vorstellen. Der Chicago Square könnte der Startpunkt dafür sein. Gerade Rothenburgsort sehe ich immer als potentielles Entwicklungsgebiet. Wenige Altbauten, nur knapp 1000 Einwohner und zentrale Lage, eine Verlagerung der Speditionsbetriebe, die diesen Stadtteil prägen, ist längst überfällig. Da wäre genung Platz für einen Cluster. *Utopie*:)

  • In naher Zukunft sicherlich nicht, dafür sind die Veddel und der Chicago Square momentan besser geeignet. Denke aber das diese beiden Stücke Stadt, nur ein Schritt in die Hochausentwicklungs Hamburgs sind. Ein paar Jahrzehnte später, kann ich mir trotzdem durchaus Vorstellen, das die Entwicklung gen Süden, sprich Wilhelmsburg gehen wird. :daumen:

  • Na da lassen wir uns doch mal überraschen. Aber die neue Brücke dann bitte wieder ein Tragseilbrücke, die sehen nämlich am besten aus! :daumen:
    72m finde ich allerdings recht wenig, wenn man bedenkt, dass die Queen Mary 2 heute schon 70m hoch ist.

  • Die Bild-"Zeitung" berichtet ja von einem definitiven Abriss, was völliger Unsinn ist. Besonders, wenn man bedenkt, dass der Geldgeber Bund noch gar nichts von dem Projekt weiss, zumindest in seiner nun konkreteren Form.
    Überhaupt sind ja 4 Vorschläge noch zu besprechen:


    1. neue Hafenquerspange parallel zur Köhlbrandbrücke in gleicher Höhe
    2. Köhbrandbrücke wird abgerissen und durch die Hafenquerspange ersetzt
    3. Untertunnelung von Köhlbrand und Spreehafen
    4. Abwicklung der Verkehrsströme über den Veddeler Damm.


    Ich persönlich würde der Köhlbrandbrücke mehr als nur eine Träne nachweinen, aber "höher, breiter, toller, besser" find ich gut :D

  • Dykie : Keine Sorge, 72m reichen völlig aus. Man braucht sich ja lediglich an der Höhe der zukünftigen Generation von Containerschiffen zu orientieren. Diese Schiffe müssen unter Teilabladung und bei Hochwasser noch in der Lage sein den Container Terminal Altenwerder (und langfristig auch einen weiteren Terminal in Moorburg) zu erreichen. Hierfür dürften 72 Meter mehr als ausreichend sein – immerhin sind es satte 20 Meter mehr als heute. So wird z.B. die grade im Bau befindliche „Stonecutter’s Brigde“ in Hongkong eine freie Höhe von 68,50 Metern haben. Alle Schiffe welche die Containerterminals von Hongkong ansteuern (darunter die größten der Welt) müssen in Zukunft unter dieser Brücke hindurch. Mit 72 Metern sollte Hamburg also auch bei Flut auf der sichern Seite sein. Die Köhlbrandbrücke macht ja heute schon ständig Probleme wegen der fehlenden Höhe.

  • ~~~~~~~~~~~~~~~zwischengeschobene FRUSTBEMERKUNG~~~~~~~~~~~~~~~


    bei dem STAU heute mal wieder richtung Waltershof sollen die das ding doch abreißen und gegen ne 8-spurige brücke ersetzen *g* ;) naja...macht die zollkontrolle immernoch nicht schneller... freihafenproblematik! baut die querhafenspange!:lach:

  • Da kann man nur hoffen, das die Brücke etwas einzigartig spektakuläres wird. Gerade wenn man die Chance hat, und großen Wert auf die Architektur legt, sollte man diesen Schritt auch wagen, weil sonst ist sowas wirklich für Jahrzehnte sehr ärgerlich und nur unnötige Geldverschwendung. Gute Architektur ist nicht eine Frage des Geldes, sondern eine Frage der orginalität, materialauswahl, typologie und ausstrahlung des Baukörpers.


    Find die Köhlbrandbrücke auch sehr nice, kann mich aber mit einer besseren und interessanteren Variante durchaus anfreunden :daumen:

  • Da kann man nur hoffen, das die Brücke etwas einzigartig spektakuläres wird. Gerade wenn man die Chance hat, und großen Wert auf die Architektur legt, sollte man diesen Schritt auch wagen, weil sonst ist sowas wirklich für Jahrzehnte sehr ärgerlich und nur unnötige Geldverschwendung. Gute Architektur ist nicht eine Frage des Geldes, sondern eine Frage der orginalität, materialauswahl, typologie und ausstrahlung des Baukörpers.


    Find die Köhlbrandbrücke auch sehr nice, kann mich aber mit einer besseren und interessanteren Variante durchaus anfreunden :daumen:

  • Wir werden wohl angesichts der exorbitanten Stahlpreise damit rechnen müssen, dass jeder wirtschaftlich denkende Architekt es mit einer Komplett-Beton-Lösung versuchen wird. Ich glaube nicht, dass so große Stahlpylone wie die der heutigen Brücke mal noch einmal drin sind. Eine Schrägseilbrücke wird es wohl in Jedem Falle werden: Dieser Typ ist meines Wissens bei mittleren Spannweiten mit Abstand am ökonomischsten.

  • Aber eine Tunnellösung hätte bei einer zu niedrigen Köhlbrandbrücke zur Folge, dass die Brücke ersatzlos aus dem Stadtbild verschwindet, und ich denke, ich spreche nicht nur für mich wenn ich sage: A U F K E I N E N F A L L ! !

  • Da hast du wohl Recht, ein Tunnel wäre kein Ersatz für die Köhlbrandbrücke, zumal sie so schön in die Hafenskyline hineinpasst.


    P.S.: Ich will dich hier ja nur ungern korrigieren, aber AUFKEINENFALL schreibt man auseinander! *Auch mal klugscheißen will!* :D

  • Das Hamburger Abendblatt berichtet heute in einem Artikel über den aktuellen Stand der Planungen. Komisch, dass nun auf einmal der GL noch ein Gutachten anfertigen soll. Die künftigen Schiffe, welche unter der Brücke hindurch müssen, sind in großer Zahl bereits bestellt. Sie kommen sowieso alle von den Werften bevor eine neue Brücke fertig wäre. Ein paar Jahre lang müste also in jedem Falle mit leichten Einschränkungen der Erreichbarkeit Altenwerders gelebt werden. Wozu noch ein großartiges Gutachten darüber wie sich die Schiffsgrößen entwickeln "könnten"? Schon die heutigen Schiffe müssen zum Teil vor der Brückenpassage ihre Antennen demontieren oder auf ein Zeitfenster warten, zudem "unten noch genug Wasser aber oben noch genug Luft" ist.

  • Da steht das das Gutachten gemacht wird um zu schauen ob es zukünftig mit dem Tiefgang über die Elbtunnel klappt.


    Abendblatt:

    Zitat

    Zunächst soll daher ein weiteres Gutachten des Germanischen Lloyds zu künftigen Schiffsgrößen im Hafen abgewartet werden. Befürchtung: Größere Containerschiffe haben auch größere Tiefgänge und kämen dann auch nicht mehr über den neuen Elbtunnel.


    Wenn die zukünftigen Schiffe nicht über den Elbtunnel kommen, brauch die "neue" Köhlbrandbrücke nicht in die Höhe zu wachsen sondern nur in die Breite.


    Außerdem hängt von dem Gutachten auch ab, wo der Hafen in Zukunft wächst. Wenn die zukünftigen Pötte nicht über den Elbtunnel kommen, werden wir nach meiner Meinung zukünftig Abschied von dem Dörfchen Finkenwerder oder dem Gebiet um Rosengarten, Cranz, Neuenfelde nehmen können.


    Das die Hafenquerspange kommen muss ist ohne Zweifel.

  • man könnte den Elbtunnel abreissen, und eine kombination von Köhlbrandbrücke und "neuer elbbrücke" machen...


    Die Nazis hatten da doch so nen schicken Plan für eine Autobahn-Brücke über die Elbe....



    http://img132.imageshack.us/im…05/gauhochhauseins6qy.jpg


    hier rechts im Bild...


    Ich persönlich fände es eine katastrophe für Hamburg, wenn aufgrund des Elbtunnels keine grossen Schiffe mehr in den Hafen könnten, insbesondere bei den Ausbauplänen für Moorburg und den mittleren Freihafen.



    :(