Lehrter Stadtquartier & Hauptbahnhof Umfeld

  • zuletzt Beitrag #1055


    BTW: für das geplante Gebäude auf den Baufelder MK I+II (siehe Beitrag #1006) wurde jüngst die Baugenehmigung erteilt.


    Hier geht es los. Die Zufahrt zu der Baustelle wird aktuell geschaffen und erste bauvorbereitende Maßnahmen gehen los. Ob es sich (nur) um das Hotel auf der östlichen Teilfläche handelt, ist noch nicht erkennbar, aber ob der bestätigten Baugenehmigung wahrscheinlich.

  • "The Cube" - Spundwand in Baugrube

    Hallo,


    in der Webcam der Cube-Baustelle erkennt man sehr schön den Baufortschritt. Zum einen sieht man im nord-östlichen Bereich schon erste Teile der Flachgründung, zum anderen eine auffällige Spundwand, einmal diagonal durch die Baugrube.


    So weit ich das verfolgt habe, war diese schon vorher da und wurde durch den Tiefbau freigelegt. Kennt jemand die Hintergründe? Wofür ist die Spundwand da bzw. wann wurde sie errichtet? Warum dieser seltsame Verlauf?


    Gruß


    Thrax

  • Neue Bäume wurden wieder entfernt


    Frage: Weiß jemand, warum für die Baustelle am Washingtonplatz, wie auf der Livecam zu sehen, 2/3 der frisch errichteten Parkanlage inkl. der Bäume wieder abgeräumt wurde? (Siehe hier: https://www.stangneth-baustoffe.de/referenzen_1)


    Die Baugrube wurde bis in diesen Bereich ausdehnt, obwohl The Cube nur auf einem vergleichsweise kleinen Teil der jetzigen Grube stehen wird.


    http://cube-berlin.webcam-profi.de/


  • Nach Studium dieses Fotos (Danke für den Link!) und eines helleren Webcam-Bildes erkläre ich mir den Verlauf dieser Spundwand momentan so:


    - der diagonale Verlauf ist keine Spund- sondern eine Schlitzwand. Nach dem Verlauf her könnte es eine der Schlitzwände für den damaligen Tunnelbau der B96 sein.
    - Die rechtwinkelige Auskantung in der Mitte der Schlitzwand ist in der Tat eine Spundwand, sie begrenzt die zukünftige Gründung des Cube und wurde neu eingebaut
    - Der Cube stünde damit zumindest zu Teil auf dem Tunnel der B96.


    Gruß


    Thrax

  • Humboldthafen

    ^ Für die übrigen Baufelder gibt es auch noch keine Pläne, steht da. Ob die Nachfrage hier so mau ist? Ich verstehe wirklich nicht warum das so lange dauert mit der Bebauung. Wenn die Flächennachfrage wirklich so hoch wäre wie man immer liest, hätte man doch innerhalb von zwei Jahren das komplette Areal rund um den Hbf bebauen können.


    So laaaangsam wird das ja (Mai 2006: Eröffnung vom Hauptbahnhof) :D


    Lässt man mal alleine die Entwicklung rund um den Humboldthafen Revue passieren, stößt man auf einige "Schmankerl": https://www.morgenpost.de/berl…lle-am-Humboldthafen.html
    https://img.morgenpost.de/img/…afen-BM-Berlin-Berlin.jpg


    --------------------
    Hinweis der Moderation: Die Einbindung der Bilddatei wurde in einen Link geändert. Bitte künftig auf die Richtlinien für das Einbinden von Bildern achten! Vielen Dank.
    Bato


    Drei der dort hervorgehoben abgebildeten Grundstücke (2 direkt neben dem Hbf, 1 in "Handtuchformat" nördlich der Stadtbahntrasse) gehören noch dem Land Berlin, berichtet eine Tageszeitung (http://www.tagesspiegel.de/ber…mboldthafen/19999768.html ) anlässlich einer Grundsteinlegung (siehe: http://www.deutsches-architekt…php?p=572913&postcount=80 ). Demnach gibt es in Hinblick auf diese 3 Grundstücke einen Konflikt zwischen einem Bezirksbaustadtrat ("Dessen Alternative: Nichts bauen und „eine Promenade, Bänke, einen Weg anlegen, wo die Menschen Ruhe finden, bevor sie den Zug nehmen“) und Senatsbaudirektorin Regula Lüscher ("Ein Verzicht auf Verkauf oder Verpachtung mindere die Einnahmen –, „da muss man die Finanzverwaltung fragen". Und dann gebe es den städtebaulichen Aspekt: Das Hafenbecken sei ohne die Bauten nicht „eingefasst“. Und würden sich Passanten überhaupt dort hinbegeben, wenn es keine Cafés und Läden gibt?").


    ^ Na, das zwischen Washingtonplatz und Hafenzufahrt meint er.


    @ LukaTonio: Dort ist laut städtebaulicher Leitplanung ein Haus vorgesehen, das als Pendant zur PwC-Zentrale gegenüber fungiert und den Bahnhofsplatz nach Osten begrenzt. Konkrete Pläne gibt es m.W. noch nicht. Kürzlich wurde mal die Idee ins Spiel gebracht, dort den Neubau der Berliner Landesbibliothek zu errichten.


    Ein Entwurf von Nickl & Partner Architekten für den Bau der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) ist dort abgebildet:
    http://www.tagesspiegel.de/ber…auptbahnhof/14896806.html
    Und jener "Ideengeber" will die beiden anderen noch landeseigenen Baugrundstücke am Humboldthafen lieber nicht verkaufen:
    https://www.morgenpost.de/berl…uer-Landesbibliothek.html


    Ach das. Ja, da soll irgendwann mal das Haus der Gesundheit gebaut werden (link). Konkrete Planungen gibt es noch keine da vorher die S21-Bauarbeiten beendet werden müssen. Aber das kann sich noch lange hinziehen.


    Im verlinkten Zeitungsartikel heißt es allerdings: "Auf dem Eckgrundstück am Friedrich-List-Ufer" und damit wohl nördlich, an der Ecke zur Invalidenstraße - genau dort, wo dem früheren Regierenden Bürgermeister Wowereit wiederum laut dem eingangs von mir verlinkten Zeitungsartikel eine "Kunsthalle" vorschwebte.. ;-)
    "Haus der Gesundheit" = "Ambulanz-, Translations- und Innovationszentrum" denmächst direkt neben dem Charite-Bettenhochhaus gemäß folgendem?
    http://www.deutsches-architekt…hp?p=573456&postcount=345


    Wie auch immer, wenn der Cube 2019 erst mal steht, sollte in der Tat eine Bebauung auch am östlichen Rand des Washingtonplatzes (er)folgen.


    Und eines Tages, wenn die S21-Baustelle auf - oder vielmehr: unter - dem (nördlichen) Europaplatz fertiggestellt ist und das solange noch gesperrte Friedrich-List-Ufer (schon lange angelegte, schmale Straße!) wieder durchgängig nutzbar ist, kann ein kürzlich gefasster Beschluss zur Errichtung eines Fahrradparkhauses (wie z.B. vor dem Amsterdamer Central-Bahnhof) unter der Stadtbahntrasse verwirklicht werden: http://www.bz-berlin.de/berlin…-hauptbahnhof-ist-radvoll
    Und noch später, wenn auch die Bauarbeiten am geplanten Hochhaus auf dem Europaplatz beendet sind, dann, ja dann könnte die CA Immo auch noch folgendes (siehe: http://www.tagesspiegel.de/ber…ste-lebt-auf/9060372.html ) umsetzen: "Der abschreckende nördliche Vorplatz des Bahnhofes, mit wild parkenden Autos, Würstchenbuden, Bushaltebuchten und Dauerbaustellen, wird nach Abschluss der S-Bahn-Arbeiten neu gestaltet: Einen mindestens 100 Meter hohen Turm will die CA-Immo dort in den Himmel über Berlin wachsen lassen und auch einen Vorplatz anlegen." ;)
    Momentaufnahme vom Europaplatz: http://www.bz-berlin.de/berlin…inen-namen-nicht-verdient

  • Landeslabor / Invalidenstr. 60 in Moabit

    Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Hauptbahnhofs 2016 betrachtete folgender Zeitungsartikel das Umfeld desselben: http://www.tagesspiegel.de/ber…-uebel-oder/13655526.html
    Zitat: "Selbst der räudig flaschengrüne Altneubau des Landeslabors rechts vom Gleis an der Invalidenstraße entfaltet mehr Charme als die allfällig glattgebügelten Hotelklötze, in deren Erdgeschossen die Geschäftsräume ihren Beinamen „exklusiv“ dadurch bestätigen, dass keiner sie mieten will." :D


    In Adlershof entsteht derzeit ein Neubau für besagtes "Landeslabor Berlin-Brandenburg" (LLBB); in diesem Zusammenhang wurde schon die Frage aufgeworfen:

    Dann kann das LLBB Gebäude am Hbf ab 2019 abgerissen werden, richtig?


    ^
    Ich weiß es nicht. Zu wünschen wäre es. Würde auch Sinn machen durch Grundstücksverkäufe den Neubau auf dem Wista-Areal zu finanzieren. Die Ecke an der Invalidenstraße bedarf jedenfalls einer gründlichen Urbanisierung mit ansprechender innerstädtischen Bebauung.


    Auch zuletzt beim LLBB Neubau-Richtfest wurde berichtet, dass dieser nötig geworden sei, weil ebenjener "räudig flaschengrüne Altneubau" (Zitat Tagesspiegel) in Moabit (Invalidenstr. 60 Ecke Clara-Jaschke-Str. und somit neben obigem Büroneubau-Projekt "Grand Central") einen erheblichen Sanierungsstau aufweise und nicht mehr den aktuellen Anforderungen an einen modernen Laborbetrieb entspräche.
    IMHO deutet alles auf einen Abriss 2019ff. hin - wie "tief" sinkt dann erst jenes "Westende" des Hauptbahnhofs, über das der "Tagesspiegel" auch meint: "Dort ist alles von den mit Schießscharten bewehrten Sandsteinklötzen umstellt, die ein Bahnhofsviertel simulieren sollen, wie es synthetischer und abweisender kaum denkbar ist." :confused::D


    Zu besagtem Zeitungsartikel gehören wiederum auch 34 Fotos und Visus, von denen eine wohl ziemlich neu ist: http://www.tagesspiegel.de/ima…0552/3-formatOriginal.jpg
    "Hier der nördliche Vorplatz am Hauptbahnhof, der einmal entstehen soll. Bislang sieht's da schrecklich aus (wissen alle, die dort in den BVG-Bus steigen müssen)." (Tagesspiegel über den "Europaplatz")

  • Dieses Hauptbahnhofumfeldbashing kann ich nicht mehr Ernst nehmen. Jeder der sich profilieren will, drischt darauf ein.
    Das Ganze ist auf dem Reissbrett vor 15 Jahren entstanden und dafür ist es gar nicht mal so schlecht, ausserdem ist es noch lange nicht fertig.
    Verglichen mit vielen anderen Hauptbahnhöfen, ist dieses Umfeld bestimmt ziemlich einzigartig. Ich finde es nach wie vor grandios aus dem Hauptbahnhof rauszutreten und den Blicke auf Kanzleramt, Potsdamer Platz und Reichstag zu haben.
    Ebenso halte ich den Stadtplanung mit der Gebäudeanordnung gelungen. Was die Architektur betrifft, sind wir nun mal in Berlin und nicht in Dubai, dieses Jammern über die langweiligen Kisten ist ja ein Ritual geworden und gehört einfach dazu.

  • Ich denke mal, dass die wenigsten die Stadtplanung kritisieren - wie du schon sagst ist sie seit 15 Jahren beschlossene Sache und man braucht nicht viel Phantasie um zu erkennen, dass das Ergebnis richtig gut werden wird.
    Was aber (zu Recht) negativ bewertet wird ist die abweisende Wirkung der Architektur der vollendeten Gebäude. Die Qualität ist (außer beim Meininger) gar nicht mal schlecht, aber die oft zitierten Schießschartenfenster in Zusammenhang mit den kühl und künstlich aussehenden Fassadenmaterialien wirken einfach abweisend, nüchtern und beliebig. Das herausragende Baumassemodell macht aber vieles wett.

  • ^ Das hat der städtebauliche Masterplan von Anfang an so vorgesehen. Ich finde es auch gut: Allein stand der Bahnhof im Niemandsland, jetzt wird er langsam zum (zentralen) Teil eines Stadtviertels. Über die Architektur kann man geteilter Meinung sein, den Städtebau finde ich nach wie vor gelungen.

  • Zuletzt hier


    Abschließend zum Bürohaus Bertha Benz: Auch der westliche "Vorplatz" zwischen dem Neubau und dem ULAP-Wäldchen wurde neu gepflastert und fertiggestellt. [..]
    http://www.deutsches-architekt…/2017/01/berthabenz01.jpg


    Savills IM nun "Bertha Benz"-Eigentümer: http://www.deal-magazin.com/ne…-Bertha-Berlin-von-Becken
    Demnach entsteht im Erdgeschoss unter dem Slogan "Heaven of Photography" ein Flagship-Store des Fotohändlers Calumet. Zwei kleine Flächen für Einzelhandel oder Gastronomie befinden sich in der "fortgeschrittenen Vermarktung".


    Von wegen Gastronomie: http://www.berliner-zeitung.de…hnhof-veraendert-24118542
    Der langjährige Inhaber des italienischen Restaurants auf dem Washingtonplatz (dort, wo jetzt der Cube entsteht) zögert(e) ebenso wie andere Gastronomen mit dem Anmieten leerstehender Läden in der Umgebung.
    https://www.morgenpost.de/berl…iele-Geschaefte-leer.html
    Demnach bekommt CA Immo in den Erdgeschossen mehrerer Gebäude schon seit Jahren nichts vermietet; unterdessen wurden die Imbissbuden auf der anderen Seite / Europaplatz abgerissen - das Hauptbahnhof-Umfeld ist noch immer geprägt von Provisorien.


    Der östliche Abschluss des Washingtonplatzes hin zum Humboldthafen wird auch noch auf Jahre (mit der dort wohl geplanten zentralen Landesbibliothek) unbebaubar sein, wegen Tunnelbauten für die S21: http://www.deutsches-architekt…p?p=576917&postcount=1859
    Kürzlich wurde dort u.a. Vegetation entfernt:



    (Foto: Hallole)


    Ob das schon Vorbereitungen für die offene Baugrube der S21-Tunnelbauten Richtung Potsdamer Platz sind?

  • Hochhaus (100 m) an Invalidenstraße

    Es soll hier - wenn auch noch nicht "ganz konkret" - um das Hochhaus-BV *südlich* der Invalidenstraße, direkt neben dem Hauptbahnhof auf dem Europaplatz gehen:


    CA Immo als Eigentümer bildet dieses BV auch auf seiner "Europacity"-Projektseite ab:
    http://www.caimmo.com/fileadmi…ildmontage_066eb226ce.jpg
    Deutlich überragt es das 84 Meter Hochhaus-BV am nördlichen Ende des Europaplatzes (siehe: http://www.deutsches-architekt…um/showthread.php?t=13086)


    Eine ältere Visu in Zusammenhang mit der "Humboldthafen"-Bebauung: https://img.morgenpost.de/img/…afen-BM-Berlin-Berlin.jpg (dort am oberen Rand mittig)


    http://www.tagesspiegel.de/ber…ste-lebt-auf/9060372.html
    Der "abschreckende nördliche Vorplatz des Bahnhofes [Europaplatz], mit wild parkenden Autos, Würstchenbuden, Bushaltebuchten und Dauerbaustellen", soll demnach nach Abschluss der S-Bahn-Arbeiten neu gestaltet werden: Einen "mindestens 100 Meter hohen Turm" will die CA-Immo demnach dort in den Himmel über Berlin wachsen lassen und auch einen "Vorplatz anlegen".


    Aus einem weiteren Artikel vom Juli 2015: http://www.tagesspiegel.de/ber…auptbahnhof/12024926.html
    Demnach erhoffe sich der seinerzeitige Senator für Stadtentwicklung und Umwelt (Andreas Geisel) mit einem 100 Meter hohen "Turm eine städtebauliche Dominante".
    Dem Vernehmen nach sondiere Tishman Speyer, ob der Standort für ein Hochhausprojekt geeignet sei - was CA Immo dementierte, Tishman Speyer wollte sich auf Anfrage nicht äußern.



    100 Meter Höhe sollten dann doch zu mehr als "1 Stunde Verschattung" meinetwegen an einem Sommertag führen (wie im Nachbar-Thread jemand meinte: http://www.deutsches-architekt…php?p=578297&postcount=85)