Lehrter Stadtquartier & Hauptbahnhof Umfeld

  • Grundsätzlich finde ich die Lösung mit den Hotels perfekt. Durch die Hotelgäste zieht da auch richtig Leben ein. Besser als abends leere Bürobauten. Die Verkehrsanbindung für die wichtigsten touristischen Anlaufpunkte ist exzellent. Fehlt eigentlich nur noch die Anbindung zum BBI. Von mir aus kann man den Alexanderplatz auch noch mit Hotels vollstellen. Der Cube, die Meermann - Bauten, die Hafenumbauung - vielleicht auch noch das ausgeschriebene Museum - werden das Bild prägen. Und irgendwann das Hochhaus. Nicht das eine Hostel.
    Schöner Nebeneffekt durch die neuen Hotels - leider nicht für die Betreiber - die Zimmerpreise halten sich im Rahmen und der Tourismus kann weiter boomen.

  • Besonders ärgerlich ist, daß im Masterplan von Ungers dieses Feld garnicht zur Bebauung vorgesehen war. Der Entwurf selber lässt Schlimmstes befürchten. Wetten,das wird Thermohaut?

  • million:


    Klar gibts dort viele Büros, aber die sind eben von der etwas edleren Sorte. Ich hab dort des öfteren mit einem bekannten Brausehersteller zu tun, da wird fast ausschliesslich Taxi, Tiefgaragenauto oder Fahrrad gefahren. Die Personen die dort arbeiten, wohnen auch mehrheitlich in Mitte, gefolgt vom P-Berg und F'hain.


    Das soll natürlich nicht heissen, dass niemand an der Friedrichstraße aussteigt - ich hatte mich auf einen inzwischen gelöschten Beitrag bezogen, in dem bemängelt wurde, dass die S1 keine direkte Friedrichstraßenanbindung mehr hat. Was ich sagen wollte. Der Personenkreis, der alternativlos über die S1 an Mitte angebunden ist und genau zur Friedrichstraße _muß_, ist nicht so hoch, dass dies nicht durch die direkte Hauptbahnhofanbindung kompensiert werden würde.


    Grüße,
    *D

  • Das Gebäude muss in diesem Umfeld einfach von Glas und Stahl dominiert werden. Helmut Jahn hat in einem Interviewgesagt: Glas ist heute das effizienteste und hochwertigste Material, es lässt sich auch leicht, also kostengünstig, verarbeiten. Demnach wäre es durchaus möglich das Meinigergebäude vielleicht so auszusehen lassen. Eine derartige Formgebung würde dem Hauptbahnhof viel eher gerecht werden.


    Wenn alle Gebäude nun von Glas und Stahl dominiert wären, bräuchte man natürlich ein ausgearbeitetes Lichtkonzept für das Bauensemble. Yann Kersalé , der auch das Lichtkonzept vom Sonycenter entworfen hat, wäre ein passender Illuminationskünstler.


    Allgemein, würde ich mir bei den Bauten eine Mixtur von hochwertigen Gebäuden von bekannten Architekten wünschen. Wenn die insgesamt 5 Gebäude neben dem Cube von Architekten wie Helmut Jahn, Teherani, Perrault, Foster und Auer & Weber gestaltet wären, wäre schon viel gewonnen.


    Die Kunsthalle auf der anderen Seite wäre mit Portzamparc gut bedient ;)

  • Der Entwurf wirkt recht wertig auf mich aber leider auch wieder etwas monoton und standardisiert. Könnte aber auch leicht schlimmer kommen. Irgendwie sieht das schon halbwegs stimmig aus. Man kann ja - leider - nicht überall einen zweiten Potsdamer Platz oder Hackeschen Markt oder etwas dementsprechendes erwarten. Vielleicht setzt sich ja auch ein etwas phantasievollerer Entwurf noch durch.


    Der Hbf selbst gefällt mir ganz gut und ich denke, dass er alleine dem Gebiet einen gewissen Charakter geben wird, auch wenn zunächst nichts Spektakuläres im Umfeld entstehen sollte. Bleibt aber trotzdem zu hoffen, dass das ein oder andere Projekt hier ebenfalls die Mittelmäßigkeit überwindet.

  • ^^^^^^in der vorletzten Wettbewerbe Aktuell war eine Dokumentation des Wettbewerbs für das gebiet nördlich des HBF.


    Beim erstplatzierten waren da 3 schon fast richtige Hochhäuser enthalten.


    Obs was wird, ist wieder die andere Frage.

  • Der KSV Entwurf enthält einen besseren Entwurf als das Meininger Gebäude.
    Wenn der 3x Nielsen Cube verwirklicht wird, ist es ebenso möglich den Rest der Gebäude in einem hellen Sandstein zu verwirklichen. Das wäre auch eine gute Möglichkeit.
    Ich möchte ja nicht unken, aber KSV hatte den Wettbewerb nicht gewonnen.
    Siehe hier: http://www.ak-berlin.de/public…321719D2EC12572260033423C

  • Wenn ich mir die Renderings ansehe, werde ich das Gefühl nicht los, dass das hinterher einer dieser Riesenplätze mit nur mäßiger Aufenthaltsqualität wird (ähnlich dem Alex). Ich sehe im Winter schon die Reisenden über den Platz huschen, wenn der Wind so richtig eisig drüber fegt... :lach:

  • Fassen wir noch einmal zusammen:
    1. Das Gebiet soll durch 2 bis 3 Gebäude dominiert werden. Hierzu zählt der Hauptbahnhof, der Cube und evtl. noch ein Hochhaus.
    2. Das Meinigergebäude ist so noch nicht akzeptabel.


    Frage: Wie soll nun das gesamte Ensemble gestaltet werden?
    aIst es ratsam alle Gebäude mit Glasfassaden auszustatten? Hierdurch wäre eine Einheitlichkeit der Bebauung gegeben.
    oder b Ist es vielleicht doch besser nur den Cube und den Bahnhof mit einer Glasfassade zuzulassen. Beide Gebäude sollen schließlich ihr Alleinstellungsmerkmal deutlich machen können?


    Ich hab hier mal was dahingepfuscht!
    http://www.abload.de/image.php?img=fraglichwxw.jpg
    Also ist es vielleicht doch sinnvoller die restlichen Gebäude mit Steinfassaden auszustatten. Der "dunkle" Cube würde dann doch wesentlich besser zur Geltung kommen? Was ist eure Auffassung?


    Zum Cube auch folgende Website, mit Visualisierungen, die ich zumindest noch nicht kannte:
    http://dekonstruktivist.blogsp…showComment=1209377040000

  • Ich sehe im Winter schon die Reisenden über den Platz huschen, wenn der Wind so richtig eisig drüber fegt... :lach:


    Ja, das geschieht auch bei entsprechendem Wetter in Venedig auf dem Markusplatz. Ich war nämlich im letzten Februar dort und genau das ist passiert (huschen wegen kaltem windigem Wetter) - liegt also nicht unbedingt an der Architektur ;)


    Kent: Super, GENAU SO sollte der Cube aussehen!!! :D

  • Also wie sollte die weitere Bebauung sein?
    Hauptsächlich Glas und Stahl
    oder
    Stein?
    wie wirken Cube und Hauptbahnhof besser`?


    Ich habe ein bisschen die Angst, dass der Cube bei einer kompletten Glasbebauung etwas untergeht.


  • Ich möchte ja nicht unken, aber KSV hatte den Wettbewerb nicht gewonnen.


    Laut dem weiter oben verlinkten Tagesspiegel - Artikel plant KSV allerdings das zu errichtende Kongresszentrum. Da nehme ich einfach mal stark an, dass die sich an ihre vorherigen Ergebnisse orientieren.

  • Dem Cube steh ich von Beginn an skeptisch gegenüber. Nicht ablehnend, aber skeptisch. Weniger befürchte ich, dass sich der wie zufällig vom Himmel gefallene Kubus in's Umfeld fügen wird. Das könnte ähnlich wie die neue Synagoge in M wirken. Allerdings gibt's den großen Unterschied im Material, dass den Jakobsplatz derart viel Aufenthaltsqualität gibt, als auch die Umgebungsbebauung. Egal.
    Was ich definitiv befürchte, der Cube mindert ganz deutlich die Dominanz und Ausstrahlung des Hbfs. Allein schon wegen seiner Größe, auch wegen seiner Kubatur.

  • Also mich erinnert der Cube etwas an die Bibliothek der HBK in Braunschweig ! Das ist ehemals der mexikanische PAvillon auf der Expo 2000 in Hannover gewesen. Der wurde abgebaut und in BS wieder aufgebaut und erhielt im Inneren einen roten Kubus, der gegenüber seinem äußeren, größeren Pendant gedreht ist und besonders nachts ein ganz famoses Bild abgibt !


    Ich habe bei Wikipedia eine Abbildung gefunden :


    http://de.wikipedia.org/w/inde…etimestamp=20070822033530


    Verblüffend wie ähnlich sich die Projeke sind !