Festspielhaus (nicht realisiert)

  • Beim WCCB (muss mich erst dran gewöhnen) haben alle Ratsmitglieder mit Ausnahme einer gewissen Pia Heckes dafür gestimmt, mithin auch der Bürgerbund.
    Bei den anderen Projekten bin ich mir nicht sicher.

  • Hinter den Kulissen werden, reichlich unbemerkt von der großen Öffentlichkeit, erste Fakten geschaffen. In einer Diskussionsrunde mit dem BDA, in der von Seiten der Architekten noch verschiedene Vorschläge für einen möglichen Standort des Musentempels eruiert wurden (im Gespräch unter anderem: Viktoriabad; ursprünglich vorgesehene Lokation für die Kunstkiste von Hans Haake; Platz zwischen Oper und Kennedybrücke; Kaiserplatz; Alter Zoll...), ist die Vorsitzende des Kulturrates, Karin Hempel-Soos, schon einen Schritt weiter: Es wird in jedem Fall im Umfeld der alten Beethovenhalle gebaut, deren Dach sie am liebsten "zusammenfalten und ins Haus der Geschichte bringen" würde, der Rest des Baus sagt ihr nämlich nicht zu.
    Arcihtekturstudenten der RWTH Aachen haben in ihren Examensarbeiten (!, das zeigt, wie hinter den Kulissen schon gearbeitet wird, und mit welchem zeitlichen Vorlauf) zu 90 % den Vorschlag gemacht, die Halle zu opfern, um eine große Lösung zu verwirklichen.
    Die anwesende Vertreterin der SPD, Richter, war hingegen der Ansicht, die Beethovenhalle müsse bleiben, weil ein Abriss in der Bürgerschaft nicht zu vermitteln sei. Insofern müssen sich die Planungen darauf konzentrieren, das bestehende Bauwerk zu integrieren. Nach wie vor ist in der etwas wolkigen Beschreibung des GA die Rede davon, dass es sich um den Bereich zwischen Halle und Rhein handeln soll.
    Nach Worten der umtriebigen Kulturratsvorsitzenden, die eine Europatour nach Valencia, Bilbao, Baden-Baden und Bregenz hinter sich hat, um entsprechende Häuser in Augenschein zu nehmen, muss das gesamte Viertel festspieltauglich werden, was wohl größere Investitionen der öffentlichen Hand zur Folge haben wird.
    Zeitlich ist man am Drücker; "noch dieses Jahr" werde der Grundstein gelegt, 2011, 2012 müsse man fertig sein. Da es sich wohl kaum um vier Jahre Bauzeit handeln wird, ist wohl eher der symbolische Baustein. Andererseits scheint die Finanzierung tatsächlich mehr oder weniger in trockenen Tüchern für den Bau, dessen Großer Saal zwischen 1400 und 1600 Plätze bieten wird.
    Über den Architekten gab es unterschiedliche Ansätze: Der BDA plädiert für einen offenen internationalen Wettbewerb (ob die ernsthaft glauben, einer der heimischen Architekten werde das Rennen machen?), Hempel-Soos dagegen will ausgewählte (Star-)Büros teilnehmen lassen. Über die Weltklasse dürfe es keine Diskussionen geben.
    Dann sei es auch kein Problem, den Bau zu füllen, angesichts von allein 90.000 Besuchern aus der Stadt Bonn, die jährlich die Philharmonie in Köln aufsuchen.


    "Wir müssen weit über Bonn hinausdenken." Wenn es so kommt, schaut auch > wieder zufrieden...:fiddle:


    Zum Nachlesen:"Ein Traumhaus für Beethoven" http://www.general-anzeiger-bo…mid=10003&detailid=313011

  • Der BDA hat in einer Diskussionsveranstaltung erste Vorschläge für den Standort des Festspielhauses erstellt. Artikel im Generalanzeiger


    Dabei wird gemunkelt, dass der Abriss der Beethovenhalle "politisch nicht durchsetzbar" sei. Wie wäre es denn mit einer Umfrage? IMO sind die Bonner Bürger wesentlich fortschrittlicher, wie von den Politikern vermutet.

  • Man sollte Folgendes tun:
    - Festsetzung eines Budgets
    - Auschreibung eines internationalen Architekturwettbewerbs, Teil dessen Aufgabenstellung die Beantwortung der Frage ist, ob und wenn ja: wie die Beethovenhalle stehen bleiben soll
    - Auswahl des besten Konzepts

  • Je präziser die Ausgangsbedingungen festgelegt werden und die Anforderungen an das Projekt definiert werden, desto besser das Ergebnis.


    Wenn die Stadt nicht weiss was sie wo machen will, kann der Architekturwettbewerb nicht all dies beantworten. Dann müsste eine städtebaulicher Wettbewerb vorgeschaltet werden.

  • Ob und wie die Bhh bleiben kann hängt aber entscheidend davon ab, wie die neue Halle aussehen wird. Vlt kann man sie auch als "kleines Haus" eines künftigen Festspielhauses weiterverwenden (nur ein Szenario von vielen). Wer einen wirklich wertvollen Wettbewerb will, darf exotische Ansätze nicht von vorneherein ausschließen.


    Bsp: Norman Foster hatte zunächst vor, den Reichstag als Ganzes gläsern zu überdachen, wurde dann aber zu der Kuppel aus einem Fremdentwurf verdonnert.

  • In einem gesonderten Dokument - auf der Seite der Stadt Bonn als pdf erhältlich - (siehe hier: "Festspielhaus Rahmenbedingungen" http://www.bonn.de/tourismus_k…/05199/index.html?lang=de)
    wird der neue Standort der Halle explizit umrissen.
    Man will tatsächlich das handtuchbreite Grundstück zwischen Beethovenhalle und Rhein zwischen den Straßen Wachsbleiche und Theaterstraße nutzen, wobei eine Einbeziehung (wohl Überbauung) der Straße "Fritz-Schroeder-Ufer" möglich sein soll; hier gilt es den Hochwasserschutz zu beachten.


    1) generelle Lage mit Oper im Süden und BHH im Norden am Rhein http://www.hilton.de/assets/HI…_floor_plans/map_Bonn.gif


    2) Beispiel für die künstlerische Qualität der Halle als Symbol der 50er-Jahre:http://www.beethovenhalle.de/geschichte-tradition/#link2


    3) Saalplan: http://www.beethovenhalle.de/plaene/


    4) Im Rahmen der Regionale 2010 (http://www.regionale2010.de) wird übrigens das Ufer neu gestaltet, was auch nötig ist: 360°-Panorama Ufer vor der BHH:
    http://www.stadtpanoramen.de/b…enade_beethovenhalle.html



    Kommentar:
    Um dort überhaupt ein Festspielhaus errichten zu können, muss mindestens das Restaurant "Dacapo" fallen, anders kann ich mir eine verträgliche Lösung nicht vorstellen. Die F.A.Z. hat einmal in einem Kommentar zur Wiederaufnahme des Beethovenfestes von einem "nachgerade bizarren Charme" ebenjenes Restaurants gesprochen, womit zusätzlich die Verbindung zum Rhein torpediert würde.


    Wenn dieses weichen muss (Kleines Bild) http://www.dacapo-bonn.de/images/start.jpg), wäre das kein Verlust, sondern vielmehr ein Gewinn. Der Hochwasserschutz wird aber ein nicht unerhebliches Wagnis für jeden Architekten, sind die Auseinandersetzungen mit der Bezirksregierung Köln über die Bebauung in Beuel doch noch nicht ausgestanden. Und ohne Einbeziehung des Ufers könnte es zumindest eng werden. Wahrscheinlich wird die Halle quer zum Grundriss der BHH gebaut werden, was ein interessantes architektonisches Merkmal abgibt.


    Ich bin sehr gespannt, ob sich der Rat für diese Lösung ausspricht. Zwar ist die Niederlegung der Beethovenhalle aus stadtgestalterischen Gründen bedenkenswert, andererseits darf die Bedeutung dieses Baus für die Geschichte der jungen Bundesrepublik Deutschland nicht unterschätzt werden. Schon bei der Villa Dahm im Regierungsviertel war man zu nachlässig mit der Geschichte - das Bonner Selbstverständnis gründet eben auch auf seiner Rolle als Bundeshauptstadt der Wiedereingliederung Deutschlands in die internationale Gemeinschaft. Zahlreiche Bundespräsidenten wurden dort gewählt, Bundespressebälle abgehalten, Parteitage veranstaltet. Dass jetzt dort Schuhmessen und Karnevalsfeiern stattfinden, schmälert dieses Erbe nicht, sondern ist vielmehr Mahnung an die Verantwortlichen der Gegenwart, diesem unwürdigen Treiben ein Ende zu setzen.


    Architekten wie Frank Gehry und Santiago Calatrava (um einige Exponenten der heutigen Zeit zu nennen) dürften sich mit diesen Vorgaben dennoch schwertun, da die sensible Einbindung der BHH mit ihren weichen Formen einer architektonischen Auseinandersetzung mit der Gegenwart zwar nicht entgegensteht, selbstreferentielle Architektur à la Calatrava, (Oper Valencia: http://www.fernweh.de/typo3temp/pics/b8c3a593d9.jpg; Bahnhof Lüttich: http://www.arcspace.com/archit…ege/1.Calatrava-Liege.jpg), die nur sich selbst feiert, dürfte hier dennoch bei aller Qualität schwerlich passen.


    Mein Favorit wäre jemand wie Peter Zumthor (Thermalhaus Vals/Schweiz:http://www.uo-online.at/dateien/790_vals.jpg) oder Tadao Ando (http://www.ursusbooks.com/thum…100895a.jpg&maxwidth=700).


    Auf jeden Fall wird der Wettbewerb zur ultimativen Herausforderung für jeden Architekten, auf eng umgrenzten Raum gleichsam ein bauliches Band von der Bonner Republik zur neuen, alten Rolle der Stadt Bonn zu knüpfen - wem dies gelingt, der soll den Auftrag erhalten. Beim World Congress Center hat man sich an diese Aufgabe nicht herangetraut, deshalb ist der Erhalt der Beethovenhalle zumindest in der Ausschreibung zu begrüßen. So nah an den Rhein herangerückt, wird man in die Höhe gehen müssen - ein spektakulärer Abschluss der Rheinfront winkt.



    Beethovenhalle Großer Saal während des zweijährlich stattfindenden Beethovenwettbewerbes:http://www.beethoven-competiti…s/2005/final/hires/01.jpg


    Wettbewerb BHH 1955, 4. Preis, zeigt gut den Schnitt des Bestandsbaus und den recht geringen Platz auf der rechten, östlichen Seite, die zum Rhein hin ausgerichtet ist:http://www.nrw-architekturdate…ethovenhalleDenninger.jpg


    Beethovenhalle bei Nacht, Blick vom Rhein, im Vordergrund das Restaurant, welches wohl weichen wird - der Neubau des Festspielhauses wird im Vordergrund entstehen: http://www.beethovenfest.de/fi…lst_tten/Bhalle_au_en.jpg


    Nachtrag: Wie das Leben so spielt - am Vorabend der Präsentation der Ratsvorlage deckt ein Unwetter Teile des Daches der Beethovenhalle ab; ein Schelm, wer...;) (http://www.net-tribune.de/article/230507-284.php)


    Übrigens: Auch in der Nachbarstadt Köln kristallisiert sich nach langen Debatten heraus, den Bau des Opernhauses von Wilhelm Riphahn aus der unmittelbaren Nachkriegszeit zu erhalten, als Symbol für den Wiederaufbau unseres Landes und als Reminiszenz an die durchaus immanenten baulichen Qualitäten dieser Epoche. (Ränge der Oper Köln): http://images.google.de/imgres…lz%3D1T4GFRC_deDE206DE207

  • ^, ^^:


    Das Bild des Wettbewerbsentwurfes von 1955 zeigt sehr eindrücklich den geringen Raum zwischen BHH und Uferpromenade, wobei laut Stadt die Straße überbaut werden darf und unterbrochen werden kann. Die Anbauten zum Rhein hin müssen weg, anders wird es sehr, sehr eng.


    Das Szepter des Handelns wird durch die vom Rat hoffentlich begrüßte Projektgesellschaft sowie einen Gründungsintendanten, den man gleichfalls sucht, sehr schnell in professionelle Hände wandern. Es zeichnet sich eine für die Stadt typische Lösung ab: Sobald erstklassige Spezialisten mit der Durchführung eines Projektes betraut werden, weicht der administrative Kleinmut und wird durch durchführbare Visionen ersetzt. Jetzt bedarf es des Mutes, diese Projektgesellschaft mit der Herkulesaufgabe zu betrauen.
    In diesem Fall ist dann auch mal ein ausdrückliches Lob für die gewählten Vertreter der Stadt angebracht!

  • formschön,


    zu #69 möchte ich einwenden, daß ich mir auf jeden Fall extravagante Architektur für das Festspielhaus wünsche. Die Gegebenheiten in Bonn verbieten tatsächlich sehr häufig eine aus dem Rahmen fallende Lösung. Doch sollte nicht gerade dies Anreiz dafür sein, in einem Falle wie dem des Festspielhauses etwas Großartiges zu schaffen? Ein neuer Beton-/Glas-/Stahl-Kubus auf verschobenem Grundriß, wie er auch in Dortmund und Bochum geplant ist, wird sicherlich nie ein Wahrzeichen werden. Wenn die Musik ein Pfeiler im zukünftigen "Profil" der Stadt werden soll, sollte dies auch an einem Symbol im Stadtbild weithin sichtbar vergegenständlicht werden, so wie es mit dem Post-Tower für den "Dienstleistungsstandort Bonn" bereits gelungen ist.


    Vielleicht muß man, wie vom BDA bereits getan, auch einen anderen Standort ins Auge fassen. Allerdings bin ich selbst hier nicht zu einer befriedigenden Lösung gelangt.

  • ZET-101,


    ich stimme Dir zu.
    Die architektonische Lösung muss herausragend sein; was mir wichtig war zu betonen, ist eine Lösung, die gleichwohl eien positive Spannung zum BEstandsbau herstellt. Je mehr man sich die Kombination Alt/Neu klarmacht, desto größer nimmt sich der Charme eines Kulturzentrums am Rhein aus, wie es auch der neue Kongressbereich sein wird.
    Das Dortmunder Konzerthaus (http://www.architekten24.de/mediadb/news/4840/index.jpg) steht übrigens schon, die Akkustik ist in meinen Ohren wirklich gut, die Architektur diskussionsbedürftig. Allerdings hat man in der Ruhrmetropole auch andere städtebauliche Gegebenheiten - hier ging es darum, ein mit den Jahren abgerutschtes Quartier in der weiteren Innenstadt durch Kultur zu stabilisieren, was zumindest teilweise gelungen ist.

  • Nicht nur das weitere Schicksal der Konzerte auf dem Museumsplatz wirft eine ganz andere Frage auf. Inwieweit soll das Festspielhaus auch für (vernünftige) Konzerte geeignet sein? Schon heute hat Bonn im Winterhalbjahr keine Stätte für solche Veranstaltungen. Selbst eine "Stadt" wie Oberhausen lockt mit Konzerten abends Besucher aus dem ganzen Rhein/Ruhr-Gebiet.


    Ganz klar ist für mich, daß das Festspielhaus nicht wie vorgeschlagen im Bundesviertel entstehen darf. Sicherlich gäbe es dort einige hervorragende Orte für solch ein Haus. Allein für Bonn wäre diese Lösung schlecht.

  • Zitat

    Man will tatsächlich das handtuchbreite Grundstück zwischen Beethovenhalle und Rhein zwischen den Straßen Wachsbleiche und Theaterstraße nutzen


    Ja, das war ja klar. Aus meiner Sicht eine absolut unbefriedigende Lösung: die Beethovenhalle und das neue Festspielhaus würden sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinträchtigen. Noch dazu die Idee, die Rheinpromenade eventuell zu überbauen. Das geht ja mal gar nicht. Schon heute ist die Uferpromenade viel zu beengt, verkrautet und muffig. Jetzt soll da auch noch so ein Klotz draufgesetzt werden.


    Wenn man die Beethovenhalle gerne erhalten möchte, und so schlecht ist sie ja architektonisch in der Tat nicht, ließe sie sich im Rahmen einer ohnehin irgendwann anstehenden Sanierung auch mit relativ geringen Mitteln "pimpen". Dazu noch das Umfeld ein bißchen aufgebessert und ein ansehnliches Programm.


    Für das Festspielhaus sollte man sich dann lieber einen anderen Ort suchen. Warum eigentlich nicht im Bereich Gronau/ Rheinauenpark. Ich finde die Idee gar nicht so schlecht.



    Zitat

    Nicht nur das weitere Schicksal der Konzerte auf dem Museumsplatz wirft eine ganz andere Frage auf. Inwieweit soll das Festspielhaus auch für (vernünftige) Konzerte geeignet sein?


    Dafür wäre ein Festspielhaus wohl eher nicht geeignet. Damit wären wir wieder bei der Diskussion um eine Multifunktionshalle.

  • rec,


    mir ist ein Fall bekannt, in dem ein Interpret, der auf dem Museumsplatz aufgetreten ist, auch in der Alten Oper zu Frankfurt gastierte. Eine kleine Schnittmenge gibt es also durchaus, auch wenn das die richtige Forderung nach einer Multifunktionshalle für Bonn natürlich nicht berührt.


    Die Rheinaue bzw. Gronau wäre ein ausgezeichneter Standort für das Festspielhaus, aber nicht unbedingt für Bonn. Zumindest ich wünsche mir endlich ein Großprojekt, das positiv auf die Innenstadt ausstrahlt. Das Festspielhaus könnte nicht zuletzt die Entwicklung eines geschlossenen Gastronomieviertels in der Altstadt beschleunigen.
    Ein Festspielhaus in der Gronau wäre nur dann angemessen, wenn dort im großen Maßstab Wohnungen entstünden - in diesem Zusammenhang hast Du einmal von "Central-Park-Atmosphäre" in der Rheinaue gesprochen. Denn nur dann wäre ein Festspielhaus im Bundesviertel kein verschwendetes Potential.

  • ^^rec,


    hier stimme ich mit ZET-101 überein - das Festspielhaus soll die dringend benötigte Innenstadterweiterung vorantreiben.
    Auch eine Überbauung der Straße am Schroederufer ist nicht die schlechteste Idee, die Promenade bleibt davon ja unberührt. Und wie man auf dem Stadtpanorama sowie auf diesem kleinen Bild
    (links des Saalplanes´, erkennbar auch, dass noch einige weitere Säle im südlichen Teil bestehen) erkennen kann, ist die Promenade an dieser Stelle sogar einigermaßen breit. Dass sie inadäquat gestaltet ist, wird sich mit der Neugestaltung ändern.


    Eine Auf"pimpung" der BHH ist zwar grundsätzlich möglich, der große Wurf wird aber nur durch einen Neubau erreicht.
    Es wirf gerade Aufgabe des Architekten sein, die beiden Gebäude zu verbinden - dies wird nur herausragenden Büros gelingen.

  • @ ZET-101


    Ich wollte nicht anzweifeln, dass es dort eine Schnittmenge gibt. Allerdings ist natürlich allein die unterschiedliche Kapazität von Festspielhaus und Museumsplatz ein Grund dafür, dass die meisten Veranstaltungen inkompatibel sein dürften.



    Zitat

    Die Rheinaue bzw. Gronau wäre ein ausgezeichneter Standort für das Festspielhaus, aber nicht unbedingt für Bonn.


    Sehe ich aus den von dir genannten Gründen genauso. Allerdings fallen mir in der Innenstadt nicht viele Standorte ein. In die engen Strukturen passt ein großer, extravaganter Bau schlecht rein. Und am Rhein hat man mit Oper und Beethovenhalle schon zwei "Kulturtempel". Dazu noch ein Festspielhaus, ich weiß nicht recht...



    @ formschön


    ich will natürlich nicht eine "gepimpte" Beethovenhalle zum Festspielhaus machen, sondern denke, dass man sich im Falle einer Entscheidung für den Erhalt der Beethovenhalle für das Festspielhaus lieber einen anderen Standort suchen sollte.


    Was die Promenade angeht, ich finde, dass in Bonn vieles zu eng gedacht und geplant wird. Man könnte viel mehr aus dem Rheinufer machen, dazu braucht man aber eine breite Promenade + Straße. Ich denke da an den Bund in Shanghai oder sowas, natürlich nicht so groß in der Ausführung, aber vom Prinzip her. Und nicht wie es heute ist, Schotterweg mit drei Bäumen und eine fünf Meter breite Straße (letzere zur Überbauung freigegeben). Das nenne ich provinziell.

  • Zwei Einschränkungen für die Lage des zukünftigen Festspielhauses sind wünschenswert: Rheinufer und Innenstadt. Wahrscheinlich ist die gleichzeitige Erfüllung beider Forderungen ein unlösbarer Zielkonflikt. Es bliebe die vorgeschlagene Lösung am Alten Zoll (fragt mich nicht, wo da noch Platz sein soll).


    rec, Deine Ausführungen zur Gestaltung der Rheinpromenade sind vollkommen richtig. Den Bund macht allerdings seine monumentale Bebauung aus, die direkt an die Promenade reicht. Das wäre in Bonn wahrscheinlich schon wegen der Bestimmungen zum Hochwasserschutz nicht möglich. :D