Nahverkehr

  • Ah, danke - auf den Bildern oben war das nicht zu erkennen. Das System ist dann etwas weniger doof als zunächst angenommen. In der Energieeffizienz, der Passagierkapazität und dem Fahrkomfort ist es aber nachteilhaft gegenüber echtem Schienenverkehr. Man spart halt bei bestimmten Wegbeziehungen den Umstieg zwischen Bus und Bahn.

  • Also ich finde den Fahrkomfort im Spurbusbetrieb sogar sehr gut. Leider sind die Strecken aber bei weitem nicht durchgängig als Spurbus errichtet, sodass es sich die meiste Zeit wie in einem ganz gewöhnlicher Bus anfühlt.

  • Nein, die Beton Spuren sind sehr glatt, sodass es sehr wenige Hüpfer und nur geringe Vibrationen gibt. Da der Bus vom restlichen Verkehr getrennt ist, muss der Fahrer auch weniger häufig schalten.


    Sicher, sollte die Stadt durch irgend ein Wunder noch einmal zu Geld kommen, wäre ich absolut dafür hier wieder eine Stadtbahnlinie zu errichten - gleich nachdem die Kindergärten und Jugendprojekte die gerade in den Problembezirken eingestampft werden wieder eröffnet worden sind...

  • Evag plant Stadtbahnlinie nach Bredeney. Mehrere wurden geprüft, zwei sind nach NRZ-Informationen übrig geblieben:


    - Bis nach Bredeney könnte nach Auffassung der Evag-Planer die U 12 führen. Baukosten: 11,6 Millionen Euro.
    - Die Alternative: Auf den Straßenbahnlinien 101 und 107 fahren moderne Niederflurbahnen bis nach Bredeney. Baukosten: 6,2 Millionen Euro.
    http://www.derwesten.de/nachri…news-55785285/detail.html


    Inzwischen sieht es mehr nach einem Umbau zur reinen Stadtbahnlinie aus. Mehr dazu in diesem WAZ-Artikel.

  • Kann man hierzu bereits irgend wo die Planungsunterlagen einsehen? Mich interessiert, wie man dedenkt die Bahnsteige der Haltestelle Frankenstraße einzurichten. Mittelbahnsteig? Oder weiter eine versetzte Haltestelle? Oder baut man die Strecke in Bredeney eingleisig, wie z.B. bei der U41 in Dortmund richtung Dortmund Clarenberg?

  • Die Grünen und der Fahrgastverband Pro Bahn lehnen die Stadtbahn-Variante aus verschiedenen Gründen ab; so würden bspw. die Hochbahnsteige das Straßenbild "verschandeln". Quelle: WAZ

  • ^^ Im Artikel ist auch von einer Verlängerung zum "Flughafen" die Rede, wo es irgend eine Verknüpfung mit der Linie 104 geben sollte. Eine Verknüpfung gab es mal als die Strab 104 via Norden Mülheim und Essen verband, was recht lange Fahrten bedeutete (wohl daher gibbet es net mehr) - jeder Normalmensch nimmt zwischen den Städten einen RE oder eine S-Bahn.


    Das mit dem vermeintlich anzubindenden "Flughafen" - soll ich der Liste der Flughafen-MH/E-Träumer hier auch die Essener Grünen und die Bahnhobbyisten von Pro Bahn hinzufügen? (Für 200 Beschäftigte eines Wartungsstandorts würde höchstens eine Buslinie mehr als langen)


  • Das mit dem vermeintlich anzubindenden "Flughafen" - soll ich der Liste der Flughafen-MH/E-Träumer hier auch die Essener Grünen und die Bahnhobbyisten von Pro Bahn hinzufügen? (Für 200 Beschäftigte eines Wartungsstandorts würde höchstens eine Buslinie mehr als langen)


    Es geht dabei nicht um eine Anbindung des Flughafens, sondern um einen durchaus sinnvollen Netzschluss im Schienenbereich.
    In erster Linie soll eine Anbindung mit der Straßenbahn von Haarzopf an die Innenstadt erfolgen, das geht mit einer Meterspur-Niederflurstraßenbahn sicherlich einfacher, als mit Hochbahnsteigen und Normalspur.
    Wenn man dann eh schon in Haarzopf ist, kann man auch den Netzschluss mit Mülheim herstellen und damit auch die östlichen Stadtteile von MH mit Rüttenscheid und Essen verbinden.
    Letzteres ist zwar wünschenswert, aber sicherlich Träumerei - hat aber überhaupt nichts mit dem Flughafen zu tun, da ist nur zufällig die letzte Haltestelle auf Mülheimer Stadtgebiet!

  • Mülheimer Flughafensiedlung - gerade mal ein paar Einfamilienhäuser; um sowas mit Essen zu verknüpfen, reicht eine Buslinie (die gibt es sogar, soweit ich mich erinnere - u.U. könnte man die Taktdichte etwas erhöhen und sie direkt nach Rüttenscheid führen). Im Osten Mülheims ist erst Heißen dicht besiedelt - mit Essen durch die U18 verbunden.

  • Mülheimer Flughafensiedlung - gerade mal ein paar Einfamilienhäuser; um sowas mit Essen zu verknüpfen, reicht eine Buslinie (die gibt es sogar, soweit ich mich erinnere - u.U. könnte man die Taktdichte etwas erhöhen und sie direkt nach Rüttenscheid führen). Im Osten Mülheims ist erst Heißen dicht besiedelt - mit Essen durch die U18 verbunden.


    Und ganz Holthausen!?
    Wenn (irgendwann jemals - ich glaube selbst nicht dran!) wieder ein Straßenbahn in Haarzopf endet, macht es einfach Sinn, die beiden dann nur rund einen Kilometer von einander entfernten Endstellen in Mülheim und Essen zu verbinden und damit viele neue Direktverbindungen zu schaffen.

  • Dass die Bebauung zur Endhaltestelle hin dünner wird, ist doch der Regelfall, Bewacher. Was sich möglicherweise anbietet ist aber eine Verknüpfung mit dem ländlichen Busverkehr und natürlich Park+Ride.

  • #50


    Ich glaube, lieber Bewacher , dass man hier nur ein Beispiel dafür geben bzw. einen Vergleich aufzeigen wollte, wo man eine Stadtbahn besser einsetzen könnte als bei besagter Südstrecke. Sehe es eher als Ablenkungsmanöver vom eigentlichen Thema. Die Durchstreckung von der Maggie-Höhe oder der Gruga wird, so glaube ich, leider bestimmt nicht geben.


    #48


    Denke mal auch lieber Philip , dass man die Süd-Strecke bei den angestrebten Taktzeiten eingleisig befahren könnte. Auf einem unabhängig vom Autoverkehr geführten Gleis würde die Bahn schnell voran kommen. Aufhübschen könnte man die Gleisanlage ja durch das Anpflanzen von Gras. Genauso praktiziert man es ja schon in der Maggie-Höhe mit der U17, wo die Stadtbahn zum Teil ja auch nur über ein Gleis fährt.

  • Turmbauer


    Eine eingleisige Strecke für die Stadtbahn wird es nicht geben. Da man so kaum den Takt bei einer möglichen Steigerung der Fahrgastzahlen kaum anheben kann. Dazu kommt das man diese Strecke nie mit Doppeltraktionen befahren könnte. Da Bahnsteige in der Länge da so gut wie kaum machbar sind, ohne gleich die ganze Randbebaung auf einer Seite abzureisen.


    Man sollte in Essen realistisch werden und sich von den Stadtbahn TRäumen verabschieden.


    Eigentlich sollte die U12 da ja nie an der Oberfläche fahren, diese war immer als U-Bahn dort geplant und das nicht ohne Grund!!!


    Für eine Stadtbahn ist die Bredeneyer Str. recht eng.

  • Etwas weiter unten am Berg könnten man doch Ausweichstellen bauen.
    Bis der Tunnel 2050 endlich fertig wird, könnte ich gut mit einer eingleisigen Strecke leben :D


    Aber mal ernsthaft. In Dortmund Clarenberg fahren die Züge in Doppeltraktion und mit 10 Minuten Takt auf einer eingleisigen Strecke, die auf die Art die letzten zwei oder drei Haltestellen bedient.
    Und wie Turmbauer schreibt, ist eine solche Lösung an anderer Stelle in Essen doch sogar schon im Einsatz.


  • Aber mal ernsthaft. In Dortmund Clarenberg fahren die Züge in Doppeltraktion und mit 10 Minuten Takt auf einer eingleisigen Strecke, die auf die Art die letzten zwei oder drei Haltestellen bedient.
    Und wie Turmbauer schreibt, ist eine solche Lösung an anderer Stelle in Essen doch sogar schon im Einsatz.


    Dein Vergleich mit Dortmund ist falsch - die Strecke zum Clarenberg ist zweigleisig, nur abends und am Wochenende befährt man aus betrieblichen Gründen nur ein Gleis, um sich die Fahrt durch die Wendeanlage und damit einen Kurs einzusparen.


    Im Übrigen: Auch eingleisig geht auf der Bredeneyer Straße nicht! Es gibt dort heute nur eine Fahrspur je Richtung, die sich Autos und Straßenbahn teilen...

  • Burkhard, du hast vollkommen recht. Ich habe mich im Namen geirrt.
    Es ist die Linie U41, nur in die entgegengesetzte Richtung :D


    Ich bin noch vorletzte Woche damit gefahren.


    Es handelt sich um die Strecke zwischen folgenden Haltestellen:

    • Unmittelbar hinter "Brechten Zentrum" gibt es ein kurzes eingleisiges Stück.
    • Die nächste Haltestelle "Ötringhauser Str." ist wieder zweigleisig, doch die ab hier ist die Strecke bis zum Schluss eingleisig.
    • Es folgen die eingleisige Haltestellen "Herrenthey Str."
    • und die zweigleisige Haltestelle "Brambauer Krankenhaus", die damit gleichzeitig Ausweichstelle ist.
    • Die Haltestelle "Brambauer Verkehrshof" ist als Endhaltestelle auch wieder zweigleisig, doch die Gleise davor sind wie gesagt eingleisig. Übrigens gibt es auf der anderen Seite des Häuserblocks ein hervorragendes Einskaffee :daumen:


    Zurück nach Essen.
    Bei einer Umgestaltung des Kreuzungsbereichs gäbe es dort meiner Meinung nach schon Platz einen Bahnsteig unterzubringen - wenn man bereit ist eine Abbiegerspur zu opfern.
    Auf der anderen Seite: Braucht man die Haltestelle dort wirklich? Wer heute von der Straßenbahn in den Bus oder anders herum umsteigen möchte tut dies auch heute schon in Bredeney. Und für diejenigen, die nicht umseigen möchten, ist die Haltestelle Bredeney nur 5 Minuten zu Fuß entfernt (oder man fährt wieder mit dem Bus zurück).
    Ist man bereit neben einer Abbiegerspur auch noch die Parkplätze zu opfern, findet dort auch ein Mittelbahnsteig Platz.

  • Hallo,


    nochmal kurz zu Dortmund.


    Das mit der Eingleisigkeit auf der U41, Richtung Brambauer, will man auf dauer in Teilen weiter beseitigen, nur muss man dafür noch die Gelder zusammen bekommen. Hätte man damals die besagten Gelder dafür bnekommen, wäre die Strecke komplett zweigelisig. Es gab auch schon einen recht üblen Unfall auf der Strecke.


    Zu Essen


    Auf der Südstrecke hat jede Haltestelle schon ihre Aufgabe, nicht ohne Grund hat man nun die 30m Bahnsteig Version aus den Hut gezaubert. Die Version mit 60m Bahnsteige würde dann schon zu verlusten von Haltestellen führen.
    Und man muss auch für die Zukunft bauen. Danach steigt die Zahl der älteren Bürger. Und man kann denen nicht wirklich lange Wege zur nächsten Hst. zu muten.
    Und auf den Papier ist alles möglich, nur sollte man es dann auch sich mal real vor Ort nochmal ansehen. Dann merkt man deutlich das nicht immer alle Dinge ohne weiteres umzusetzen sind.


    Viel mehr sollte man sich auch die Option offen halten die Normalspur wieder hier und da abzuschaffen. Da man da auch bald neue Fahrzeuge brauch.
    Und wenn ich den Fremdkörper Normalspur wieder abbauen, dann würde das Netz deutlich wirtschaftlicher. Da man auf dauer kaum das Normalspurnetz auf das ganze Ruhrgebiet ausweiten kann.