Sinsheim: Rhein-Neckar-Arena (fertig)

  • @ kato2k8:


    Meine "Schätzung" für den S-Bahn-Verkehr ist, daß bis Meckesheim im 30-Minuten-Takt gefahren wird.


    Als ich noch in Neckargemünd gewohnt habe war ich vor ein paar Jahren bei einer Verantaltung der Grünen wo es um einen Stadtbus in Neckargemünd ging. Dort wurde dann auch der Betrieb auf der Elsenztalbahn angesprochen. Laut den Verkehrswissenschaftler der dort sprach ist auf der Elsenztalbahn nicht mit allzu viel mehrverkehr zu rechnen. Was das genau heißt wird man ja wohl hoffentlich bals sehen.


    Dazu im Zwei-Stunden-Takt der RE nach Heilbronn, wenn der dann denn noch überhaupt fährt.


    Was ich bisher gehört habe soll er weiterfahren, aber vorerst noch mit Diesel (bis die Stadtbahn aus Heilbronn fertig ist).


    So in der Art dürfte das dann aussehen. Natürlich alles nur mit 2x425 maximal, die Bahnsteige werden ja alle auf 140m zugeschnitten.


    Was auch sinn macht, schließlich sind ja auch alle Bahnsteige zwischen Neckargemünd und Heidelberg 150m Bahnsteige.


    Andererseits könnte mit vergleichsweise spurtstarken 425ern statt den doch etwas lahmen 628ern auf der Strecke Steinsfurt - Eppingen vielleicht noch ein Fahrzeitgewinn von 2 Minuten drin sein.


    Das dürfte aber trotzdem für einen Stabilen Betrieb zu viel sein. Schließlich soll die S-Bahn auch noch mit den Stadtbahnen in einen ITF-Knoten eingebunden werden. Deshalb wird sie genau 6min Aufenthalt in Eppingen haben. Dazu sollte man wegen der knappen Anschlüsse und Menschenmassen (an Spieltagen) noch ein bisschen Puffer usw. vorsehen.


    @ Oppholdsvaer:


    beide Perrons 210 m lang, 76 cm hoch, 4 m breit


    Da wäre 140m 76cm und 80m 55cm angebrachter gewesen, schließlich wird die Stadtbahn ja auch an diesen Bahnsteigen halten.


    Sonderzüge sollen weitestgehend im Bf SNH abgestellt werden; dazu Einbau weiterer Weiche


    Mit SNH meist du den Sinnsheimer Bf, oder?
    Schon alleine Platzmäßig kriegt man da aber kaum was unter.


    Von einem Aufzug wurde nichts geschrieben.


    Villeicht kommt ja eine Rampe. In BaWü hat das bei der S-Bahn RheinNeckar bisher fast immer geklappt.
    Der heutige Haltepunkt hat ja auch eine Rampe.

  • kato2k8


    Du schreibst, dass man da einen Aufzug nicht braucht. Soweit ich weiß, ist der Höhenunterschied zwischen Damm und dahinter liegendem Feldweg graviered. Kann natürlich sein, dass man dies noch mit einer Rampe technisch bewältigen kann, aber das muss ja dann auch der Rollifahrer bewältigen! Ein Meter hin oder her - wie passt das denn zum ganz auf Komfort ausgelegten Stadion?



    fehlplaner


    Ja, ich meine den Bahnhof Sinsheim ;) Da stehen historische, unrestaurierte Wagons, die wahrscheinlich umplatziert werden, wenn sie nicht schon weg sind.

  • Soweit ich weiß, ist der Höhenunterschied zwischen Damm und dahinter liegendem Feldweg graviered. Kann natürlich sein, dass man dies noch mit einer Rampe technisch bewältigen kann, aber das muss ja dann auch der Rollifahrer bewältigen!


    Sind etwa 3 Meter Höhenunterschied. Also, wenn man die Rampe entsprechend anlegt (entlang des ganzen Bahnsteigs), um die 2% Steigung - sogar wenn man noch ebene Zwischenbereiche wie üblich einbaut.


    Das ist locker machbar und vertretbar. In der Schweiz werden im Umfeld von Bahnhöfen Rampen bis 6% Steigung noch als recht akzeptabel befunden, bis 12% für gerade noch akzeptabel (dann vorzugsweise mit Lift nebendran, zumindest für nicht elektrifizierte Rollis).

  • Ich, der ich als regelmäßige Begleitpersohn ja auch indirekt von den Theme betroffen bin, kann dazu sagen dass ich Rampen die nicht mehr als ca. 1-2 Ebenen überwinden Aufzügen um jeden Fall vorziehe. Schon alleine aus Gründen der Störungsanfälligkeit von Aufzügen. Z.B. war ich letztes Jahr 3x mit einen Rollstuhlfahrer in der Allianz-Arena in München, und 2 1/2 mal ging der Aufzug nicht (1x ging er während des Spieles kaputt). Da mussten dann auch E-Rollis über die Rolltreppe fahren (Gewicht locker 100-200kg). Wenn dann die Rolltreppe einen Notstop macht möchte ich nicht umbedingt drunter stehen :hmmm:
    Und man muss auch sagen dass z.B. die Rolstuhlplätze in der neuen Stuttgarter Porsche-Arena m.W. nur über eine nicht Normgerechte Rampe zu ereichen sind. Und die geht noch über eine Straße, dürfte also einen Höhenunterschied von 4-5m haben.


    Zudem gibt es ja noch bis zum Stadion ein paar weitere Steigungen.


    Ein weiterer guter Nebeneffekt ist das sich die Leute über eine Rampe besser af den Bahnsteig verteilen können.
    Als wichtiges kriterium sehen ich aber an dass die Rampe von der Unterführung aus in richtung Osten geführt wird, da so die Rollstuhlfahrer, wenn die Züge auf den rechten Gleis abfahren, an der Zugspitze rauskommen (wo bei der S-Bahn eine Einstiegshilfe zur verfügung steht die vor allem für E-Rollis interessant ist).


    @ kato2k8:


    Rollstuhlrampen nach DIN 18024 -2 dürfen 6% Steigung haben, müssen aber alle 600cm ein 150cm langes ebenes Podest aufweisen. Dieses Gefälle findet in Deutschland eigendlich generell anwendung. Im Bereich der Stuttgarter Stadtbahn gibt es aber noch recht viele Stationen die über Rampen bis zu 8% verfügen (dafür aber auch nur 1 Höhenmeter zu überwinden).
    Und zumindest mir ist es lieber wenn die Rampe etwas steiler ist als wenn diese ewig lang ist. Denn lange Rampen kosten auch Zeit und Kraft.


    Quellen:
    http://nullbarriere.de/din18024-2-stufenlos.htm
    http://nullbarriere.de/rampen.htm

  • Ganz nett, aber halt eine typische Arena, könnte überall stehen..


    so wie vor 30 jahren ein typisches leichtathletikstadion, könnte auch überall stehen... ;)


    es gibt ja häufig die einheitsbreidiskussion. mein standpunkt kurz dazu:


    ja, es gibt einheitsbrei heutzutage. nur sollte nicht vergessen werden, dass es den vor 50 jahren auch schon gab (mit dem unterschied, dass da noch zwei stadiontypen gebaut wurden (laufbahn mit/ohne), wobei sich die stadien eines typs untereinander aber auch mit regel bestätigenden ausnahmen ähnelten). das alte müngersdorfer stadion und weserstadion gleichten sich fast wie ein ei dem anderen ;) und die ganzen kleineren stadien (oval mit einer überdachten haupttribüne, rest unüberdachte stehränge) auch.

  • Hi,


    stimmt es, dass das Stadion nochmals erweiterbar wäre? Ich habe gehört, das sich Hoffenheim beim Bau diese Option freigehalten hat, falls man regelmäßig im UEFA Cup oder der CL vertreten wäre...


    gruß


    vom club-fan.

  • Patrick :
    Ja, da ist schon was dran. Einige Stadien hatten(haben) schon ihren eigenen Charakter, den Aachener Tivoli konnte man zb noch nie mit dem Berliner Olympiastadion vergleichen. Aber grundsätzlich stand auch früher schon die Funktionalität im Vordergrund.
    Trotzdem irgendwie traurig, dass da Millionen in ein super modernes Stadion investiert werden (nicht nur in Hoffenheim) und das Ergebnis einen trotzdem nicht wirklich beeindruckt. Man hat eher das Gefühl "kenn ich schon".

  • Wenn man so die begleitende Berichterstattung im Radio an den Spieltagen mitverfolgt, scheint ja die Zufahrt und Parkmöglichkeiten an der Arena etwas unterdimensioniert zu sein.


    Heute gabs 6 km Stau auf der A6 rund um die Abfahrt aus beiden Richtungen im besten Wochenendverkehr (Belastung A6 in dem Abschnitt freitags ohne Arena: 70,000 PKW, 30,000 LKW), und nachdem die Parkplätze an der Arena voll waren, wurden die Leute darauf verwiesen, sich doch in Sinsheim-Steinsfurt und im Gewerbegebiet selbständig Parkplätze zu suchen.


    Laut PD Heidelberg scheint das Nahverkehrskonzept nicht so ganz aufzugehen; im Schnitt nutzen unter 30% der Zuschauer den ÖPNV, um zur Arena zu kommen. Dieser besteht derzeit neben verlängerten regulären Zügen (Dreifachtraktionen 628er auf den RBs HD - Eppingen) aus drei Sonderzügen aus Richtung Mannheim, Heilbronn und Karlsruhe, sowie seit neuestem der Verlängerung aller (8 oder so) am Bf Sinsheim endenden Buslinien an Spieltagen über die Autobahn zur Arena, um insbesondere das Umland von Sinsheim direkt an die Arena zu bringen.


    Etwas älterer [url=http://www.stimme.de/sport/fussball/hoffenheim/Sinsheim-Rhein-Neckar-Arena-1899-Hoffenheim-Fussball-Bundesliga;art879,1451527]Artikel zum Thema[/url] (auch mit einigen Bildern der Arena) von der "Heilbronner Stimme".


    Wie die DFB heute veröffentlicht hat, soll übrigens das "kleine Finale" der Frauen-Fußball-WM 2011 in der Rhein-Neckar-Arena stattfinden (abhängig von der Zustimmung der FIFA).

  • Wenn man so die begleitende Berichterstattung im Radio an den Spieltagen mitverfolgt, scheint ja die Zufahrt und Parkmöglichkeiten an der Arena etwas unterdimensioniert zu sein.


    Vielleicht wäre gerade die gegenteilige Taktik besser: Die Leute durch wenig Parkmöglichkeiten oder gesalzene Parkgebühren dazu zu bringen, eher auf den ÖPNV umzusteigen. Gerade diese frisch am Stadtrand/aufm Land errichteten Arenen mit vielen Parkplätzen neigen komischerweise dazu Staus zu verursachen. Es ist wohl einfach nicht möglich 15.000 Autos mehr oder weniger gleichzeitig von den Parkplätzen fahren zu lassen und sie in den Verkehr einer stark befahrenen Autobahn zu intergrieren. Die A6 ist ja sowieso schon viel zu voll und eine riesige Parkplatzlandschaft auch nicht gerade attraktiv/nützlich für die Umgebung. Auch wenn grundsätzlich eine Lage direkt an der Autobahn sehr vielversprechend ist, ganz so einfach ist das nicht.
    Tut lieber was für den ÖPNV, wo doch so viele der Zuschauer aus der relativ dicht besiedelten und durch Straßenbahn etc angeschlossenen Umgebung kommen.:)
    (es gibt ja auch die andere Möglichkeit; nicht nur teure Parkplätze sondern kostenlose ÖPNV-Tickets (eigentlich standard, in Hoffenheim wahrscheinlich auch schon umgesetzt?) oder günstigerer Stadioneintritt für die ÖPNV-Nutzer)
    Natürlich braucht´s dann auch ein Verkehrskonzept um beispielsweise Busse vernünftig durch den Verkehr zum Stadion kommen zu lassen, das ist auch nicht immer so einfach.
    (In Gladbach schon erlebt: So viel Stau, dass die Fans zu 99% die Busse wieder verlassen haben und den Fußmarsch raus auf die Wiese vorgezogen haben.
    In Siegen hat man - als damals noch ein paar mehr Zuschauer kamen, *schnüff* - die Hauptstraße in Richtung Stadt grundsätzlich für den Verkehr gesperrt, das Stadion war, abgesehen von einem Parkplatz 400m entfernt, eigentlich nur per Bus erreichbar. Sogar die über die Autobahn kommenden Gäste mussten auf die P&R-Plätze in der Stadt ausweichen und den (dann allerdings recht schnellen) Bus hoch zum Stadion nehmen. Auch eine Möglichkeit...hier herrscht allerdings auch tatsächlich Parkplatzmangel rund ums Stadion, so krass macht das in Sinsheim natürlich keinen Sinn.)



    Zitat


    Wie die DFB heute veröffentlicht hat, soll übrigens das "kleine Finale" der Frauen-Fußball-WM 2011 in der Rhein-Neckar-Arena stattfinden (abhängig von der Zustimmung der FIFA).


    Warum eigentlich nochmal genau? Schon die Auswahl der Rhein-Neckar Arena und das Nicht-Wählen einiger anderer großer Stadien in Deutschland für die Frauen-WM hat einige Fußballfans etwas irritiert....und nun gleich das "kleine Finale"...Eröffnungsgeschenk an Herrn Hopp?

  • Gerade diese frisch am Stadtrand/aufm Land errichteten Arenen mit vielen Parkplätzen neigen komischerweise dazu Staus zu verursachen.


    Nicht nur dort. Auch bei Veranstaltungen in der SAP-Arena oder beim Maimarkt gibts regelmäßig mehrere Kilometer Stau im Bereich A5 / A656 / B38 rund ums Mannheimer Kreuz.
    Mal richtig abschleppen lassen während des Spiels wäre da eine interessante Maßnahme :lach:


    Übrigens verfügt die Arena selbst nur über 2.500 Parkplätze sowie weitere 2.500 für VIPs, Fernsehteams, Reisebusse etc. Die restlichen 2.000 Parkplätze, etwas weiter weg, sind wohl die von Museum und Messe.


    Im Vergleich sinds im unmittelbaren Umfeld SAP-Arena/Maimarkt sinds in Mannheim bei voller Öffnung (wird nur zum Maimarkt gemacht) 9.000 Parkplätze, mit direkter Auffahrt von der A656/B37 auf den Parkplatz mit zwei extra Spuren dorthin.


    Offizielle Verteilung der Kapazitäten laut Heilbronner Stimme (vom ersten Spiel in der Arena):
    - PKW : 19.800 (65%)
    - Zug : 4.600 (15%)
    - Sonderbusse: 3.300 (11%)
    - Fußläufig, Fahrrad, Stadtbus: 2.800 (9%)


    Die A6 ist ja sowieso schon viel zu voll und eine riesige Parkplatzlandschaft auch nicht gerade attraktiv/nützlich für die Umgebung.


    Hätte man nicht die Messe praktisch zugunsten Stuttgart verloren (die letzten Großmessen finden 2009 statt, danach zieht das ganze um), hätte man an genau der Stelle ganz gut einen Riesenparkplatz an der Autobahn hochziehen können - mit Nutzung durch Messe Sinsheim, Stadion und Museum. Das Stadion ist für Sinsheim fast schon eine "Ausgleichsmaßnahme" für das seit neuestem stark verkleinerte Messegelände.

    Tut lieber was für den ÖPNV, wo doch so viele der Zuschauer aus der relativ dicht besiedelten und durch Straßenbahn etc angeschlossenen Umgebung kommen.:)


    Die Frage ist was man da groß tun kann. Das einzige Mittel, den Schienenverkehr auszubauen wäre, die ganzen Zulaufstrecken zweigleisig auszubauen. Für über den Daumen gepeilt eine mindestens zweistellige Millionensumme. Der S-Bahn-Ausbau über Sinsheim nach Eppingen kostet in der jetzt zu bauenden Form schon 80 Millionen.

    (es gibt ja auch die andere Möglichkeit; nicht nur teure Parkplätze sondern kostenlose ÖPNV-Tickets (eigentlich standard, in Hoffenheim wahrscheinlich auch schon umgesetzt?) oder günstigerer Stadioneintritt für die ÖPNV-Nutzer)


    Ist umgesetzt. Mit der Eintrittskarte kann man alle Verkehrsmittel im VRN und HNV zur An- und Abreise benutzen, was einem mithin die kostenlose Anreise aus über 150 km Entfernung erlaubt... nur daß das eben entsprechend lang dauert.
    Ich käme schon aus Heidelberg nicht auf die Idee, nach Sinsheim in die Prärie mitm Zug zu fahren, wenn ich in der halben Zeit mitm Auto da sein kann - und das inklusive Stau.

    Warum eigentlich nochmal genau?


    Offiziell sollen laut DFB jetzt genau die Regionen bevorzugt werden (bei "gleichen Bedingungen"), die bei der WM 2006 nicht berücksichtigt wurden. D.h. daß die Region was abkriegt war relativ klar, die Auswahl war damit auf die ursprünglichen Bewerber aus der Region Mannheim, Karlsruhe und Sinsheim begrenzt. Mannheim und Karlsruhe erfüllten angeblich die "Bedingungen" des DFB nicht, was auch immer die waren.