Sparda Bank (Sparda-Carré) am Busbahnhof (fertiggestellt)

  • Sparda Bank (Sparda-Carré) am Busbahnhof (fertiggestellt)

    Mein erster Post :)


    Die Sparda-Bank plant ihr bisheriges Gebäude in der Wesselstrasse am Busbahnhof abzureißen und durch ein neues zu ersetzen. Es wurde ein Wettbewerb ausgelobt und auch schon die Sieger gekürt, wobei das letzte Wort bei der Geschäftsführung der Bank liegt, so dass theoretisch auch der zweite oder Dritte Platz zum Zug kommen könnte.
    http://www.general-anzeiger-bo…mid=10490&detailid=276952


    So sieht der Siegerentwurf aus:
    http://www.general-anzeiger-bo…r/show_bild.php?id=200798


    So die bisherige Bebauung:
    http://www.general-anzeiger-bo…r/show_bild.php?id=200796


    Ich finde, dass der Entwurf die ohnehin nicht befriedigende Situation am Busbahnhof leider überhaupt nicht verbessert, insbesondere das schräg anwachsende Dachgeschoß und die viel zu großen Fensterflächen finde ich schrecklich.


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  • Ponzi,


    erst einmal möchte ich Dich im Forum willkommen heißen.


    Beim Sparda-Bank-Gebäude teilen wir eine Meinung. Schlimmer als das anwachsende Dachgeschoß finde ich die Verglasung über Eck in der vierten Etage. Dadurch verliert der gesamte Klotz an innerem Halt.

  • Bei so großen Glasflächen macht die Innenraumgestaltung und ev. nächtliche Beleuchtung sehr viel aus.
    Trotzdem besser als die vielen glatten Glasfassaden die Investoren in letzter Zeit so schätzen

  • Ich empfehle Euch, bei Gelegenheit auch in die Sparda-Bank hineinzuschauen und die dort ausgestellten Entwürfe der Plätze Nr. 2 und 3 anzusehen. Nummer 3 ist von der Art des Siegers, nur ganz in Glas. Die Nummer 2 dagegen ist so schlecht nicht, ein Bau mit geschwungener Rundung in der Ecksituation, der auch neben einer klassischen Bebauung des Bahnhofsplatzes nicht unangenehm auffiele.

  • Ich weiß nicht ob es am Rendering liegt, allerdings wirkt der Entwurf so als sei er in das Ensemble reingezwängt worden. Er geht kaum auf die Nachbargebäude ein und wirkt recht deplatziert.


    Da wirkt der Siegerentwurf schon stimmiger. Einfach, aber recht chic.

  • Der Eindruck täuscht nicht. Das Gebäude ist an der Straßenecke nicht einfach abgerundet, sondern es holt zu einer weit über den Bürgersteig reichenden Auskragung aus.

  • Was mir am 2. Platz nicht gefällt: das überkragende Dach ist eckig und passt überhaupt nicht zum Unterbau. gerade ein geschwungenes Dach, organische Formen oder ähnliches hätten die dynamische Formgebung des Baus sehr gut unterstrichen-aber sowas nicht


    problem: Der 2. Platz ist ziemlich ausladend und dürfte in den Luftraum über den Bürgersteig ragen-ob man sowas durchsetzen kann gegenüber der Stadt?

  • mischakr,


    Das Dach könnte man überarbeiten. Auf dem Rendering sticht es in der Tat ins Auge; in der Realität fiele es beim Vorbeigehen jedoch kaum auf - was keine Entschuldigung für diesen Mißgriff sein soll.


    Der erste Entwurf ragt auch sehr weit über den Bürgersteig. Auf dem Rendering sieht man dies kaum. Man muß schon sehr genau hinschauen, um das wahre Ausmaß dieser Auskragung erahnen zu können.


    Raskas,


    auch wenn diese Kistenparade (leider) so aussieht - das ist kein Wohngebiet. :(

  • ^
    Sah auf den ersten Blick aus wie eine innerstädtische Einkaufsstraße mit Wohnbebauung und Einzelhandel.
    Es ist doch nicht das Bonner Bankenviertel?;)

  • Beim Betrachten der Parade wird einem der Siegerentwurf schnell deutlich sympathischer, da er eine halbwegs zeitlose Formensprache wählt und von dem Geschmäcklerischen der anderen Entwürfe, aber auch des Bestandsbaus selbst, abweicht. Eine große Herausforderung wird es allerdings sein, die großen weißen Flächen mittelfristig ansprechend zu erhalten - am besten nimmt man in die Kalkulation der Baukosten einen jährlichen Neuanstrich hinein.

  • Mir gefällt der zweite Preis viel besser als der Siegerentwurf! Mir wird jetzt erst bewusst, dass der Neubau zum ZOB (im Vordergrund) hin weit über die Gebäudekante rechts hinausragen wird. Durch die Rundung wird dieser Gebäudevorsprung besser aufgefangen, das ganze Gebäude wirkt zudem dynamischer und eleganter. Glas-/ Stahlfassaden gibt es in der Innenstadt auch nicht viele, weiß angestrichenen Beton dagegen schon (Sterntorhaus, Stadthausloggia u.v.m.). Vielleicht entscheidet man sich doch dafür den zweiten Preis zu realisieren.

  • Ich gebe zu, dass auf den Renderings nicht deutlich zu erkennen ist, wie weit die einzelnen Entwürfe in den Straßenraum hineinragen. Sollte hier der zweite Platz eine verträglichere Maßstäblichkeit an den Tag legen, lasse ich mich gerne umstimmen. Ansonsten bleibe ich beim Vorzug der hellen Fassade, da ich auch die Gestaltung von Stadthausloggia und Sterntorhaus einer Glas-/Stahlvariante vorziehe.

  • Am in der Filiale ausgestellten Modell ist zu erkennen: Ab dem ersten Obergeschoß überdeckt der erste Entwurf den Gehweg fast auf voller Breite. Das hat im gesamten Straßenzug keine architektonische Parallele und wirkt dementsprechend.


    Entwurf Nr. 1 paßt besser in die Kubenlandschaft, was aber nichts über seine Qualität aussagt. Ich tendiere zum zweiten Entwurf, weil ich fürchte, daß die Fensteranordnung im ersten nicht so zeitlos ist, wie manche vermuten. Es wäre schön, wenn endlich für längere Zeiträume gebaut würde.

  • Die Überbauung des öffentlichen Raumes sollte möglichst unterbleiben. Was das für ungute Auswirkungen hat, lässt sich nämlich einige Meter weiter besichtigen. Das Haus an der Ecke Kaiserplatz/Busbahnhof (früher waren da meines Wissens eine Bank und ein 70er-Jahre-Chinese drin) ragt ebenfalls in den Stadtraum hinein - mangels architektonischer Qualität und Parallele mit entsprechenden Folgen für das ästhetische Empfinden.

  • Hast Du Entwürfe des dritten Preises?
    Wen haben die denn eingeladen, wenn die Erstplazierten sowas fabrizieren? Es waren schließlich 47 (!) Büros am Start.


    Übrigens haben schröder+schevardo auf ihrer Seite unter der Rubrik "Wettbewerbe" interessante Dinge zum Thema Bahnhofsvorplatz sowie Wasserbahnhof publiziert.
    http://www.schroeder-schevardo.de/