Eschenheimer Tor bis Katzenpforte: Neubebauung & Wohnturm "Edge"

  • Wo ich die Bilder sehe, sehe ich das, nur die Vorlagen, die ich hatte, da sah es so aus, als ob der Turm direkt hinter die bestehende Bebauung kommt und da nicht noch was vorgesetzt wird. Kann sich ja sonst noch einer länger mit beschäftigen, ich hatte nur gerade nichts zu tun und wollte mal was nützliches machen. Das Hotel ist allerdings nicht viel weiter hinten, das guckt noch etwas hinter dem weißen Kaufhof(?)gebäude hervor. Hab nur leider keine Zeit, das noch zu korrigieren, da ich jetzt zu Tanzen muss. :)

  • Also wenn die Höhen von FFHV in in dem Bild stimmen, dann weiss ich nicht, wie man jetzt noch ein schlüssiges Argument für Höhenbegrenzung am Eschenheimer Turm finden kann. Die HHer rücken da schon nahe ran und sind, vor allem aus Norden gesehen, sicher VIEL größer als der Turm.


    Aller in allem entsteht hier also dann schon ein schöner kleiner Cluster.


    @Dickie: Sicher, dass die Höhen stimmen?

  • Hallo,


    mir geht es beim Tudor-Haus weniger um die Höhe, als um das nostalgische
    Ensemble der Reklame. Es wäre für mich ein absolut fairer Kompromiss,
    wenn man diese bei einem Neubau wieder "artgerecht" anbringen würde.
    Vielleicht wäre es ja auch möglich, dass der Tudor-Vorbau bestehen bleibt
    und erst danach in zweiter Reihe der Turm entsteht?
    Ein weiterer Vorteil wäre mehr Respektabstand zum Eschenheimer Tor,
    welches an dieser Ecke der zentrale Punkt ist.


    Sicherlich können dieses Nostalgieempfinden mehr die "Ureinwohner" nachempfinden, die Bezeichnung "Mini-Times-Square" ist daher eher liebevoll
    gemeint.
    Genauso wie man FfM liebevoll als "Mainhattan" bezeichnte, ein direkter Vergleich mit New York wäre natürlich auch Blödsinn.


    Wie gesagt, alles in allem ist die Bildung eines Mini-Cluster vor den Toren
    des "großen Cluster" begrüßenswert.
    Ich hoffe nur, dass die Öffentlichkeit in das Arel einbezogen wird und es nicht
    so vereinsamt wie z.B. rund um das Skylight.
    In der Nähe des Skylights fühlt man sich irgendwie fehl am Platz, als ob man
    auf jemandes Privatgrundstück verbotenerweise rumläuft,
    überspitzt ausgedrückt.


    LG


    Phil, nun endlich den Feierabend genießend.

  • Gute Neuigkeiten. Das Tudorhaus selber ist nicht erhaltenwert. Die Architektur ist nicht gerade umwerfend. Schade ist es ums Kino. Ich hoffe man findet ein ordentliches Mischkonzept (Bars, Restaurants oder vielleicht sogar ein neues Kino auf Strassenhöhe).


    Sollte man nämlich nur irgendwelche Yuppiewohnungen a la Skylight bauen, wird das ganze zwar äusserlich schöner wirken, aber nicht gerade viel zur Innenstadt beitragen.

  • @pbruhn: Ja, ich bin mir recht sicher, was die Höhe betrifft, habe mich am 69m hohen Hochhaus am Turm orientiert und dann auf die ca. 123m des Büroturms aufgrund der Perspektive noch ein paar Meter draufgepackt. Würde sich also wenn nur um 2-3m unterscheiden. Außerdem wirkt es aufgrund des Grautons etwas größer als es ist.


    Was den Abriss des Tudorgebäudes betrifft, finde ich es nicht schilmm, da ich als Nichtfrankfurter keine Beziehung zu dem Geäude aufgebaut habe und es ganz objektiv betrachtet ziemlich grauslich finde. Ich gebe zu, die Werbung hat ihre Reize, dennoch könnte man aus der Ecke was schöneres machen.

  • Das Gebäude ist ja auch häßlich wie die Nacht, aber das ist ja der besondere Charm des ganzen. Gerdade durch diese alte Nitribit Geschichte und weitere erhaltene Gebäude (leider jetzt ohne Rundschau-Haus) aus der Zeit hat man hier eine Art kultiges Aufbaujahre - Großstadtatmosphäre Ensemble.
    Da ist ein Unterschied zu den tausenden anderen Bausünden aus den 50ern und 60ern die irgendwo unpassend oder furchtbar monoton die Gegend dominieren.
    Es ist aber auch keine wirkliche Schmuddelecke im Sinne eines sozialen Brennpunkts, sondern der "Dreck" ist eher historisch. Sowas können Leute die nicht aus der Region sind natürlich nicht sehen.

  • Auch als echter Frankfurter Bub weine ich dem Tudorhaus keine Träne nach. Der Kasten ist wie der Rest einfach nur billigste Zweckarchitektur und ordentlich heruntergekommen. Ich finde die Bezeichnung "Mainhatten" übrigens ungemein dämlich und phantasielos. Dieser Vergleich ist einfach nur lächerlich und zeugt von mangelndem Selbstbewusstsein. "Die kleinste Metropole der Welt" finde ich da wesentlich einfallsreicher und vor allem eigenständig.

  • @ octavianus:


    die Hochhäuser entstehen doch sowieso erst in zweiter Reihe, also zur Katzenpforte hin. Direkt an der Großen Eschenheimer also ohne Abstand zum Turm wäre ein Hochhaus gar nicht durchsetzbar und das will hier auch keiner. Trotzdem muss dieser scheußliche Nachkriegskasten weg und durch ne Bebauung ersetzt werden, die sich in puncto Höhe und Fassadengestaltung am Umfeld, sprich Gründerzeitler und Rundschauareal orientiert. Und auf die Werbung kann ich auch verzichten, sollte sie einer ansprechenden Fassadengestaltung zuwiderlaufen.


    Wie goschio schon sagte:


    Das einzig gute an dem Komplex ist die Tudor Werbung. Das rechtfertigt aber nicht den Erhalt.

  • mik


    Du hast es genau auf den Punkt gebracht, die Assoziation mit der Nittribit
    ist echt treffend, genauso denke ich auch. Geschichte halt.

    Auch wenn es jetzt etwas off topic ist, aber die hässlichen 50er Jahre-Zweckbauten stehen meines Erachtens eher an der Berliner Straße,
    hier ist auf jeden Fall Modernisierungsbedarf.
    Wird nicht umsonst als "Bomben-Schneise" bezeichnet... :(


    Wenn ich mir das Bild von 'DerFrankfurter' angucke, könnte man meinen,
    das irgendwann mal ein Gesamtcluster vorhanden sein wird, welcher weiter
    rechts mit dem ehemaligen Erns& Young-Gebäude über das Hochhaus am Turm
    vorbei an FH4 in das hohe Bankenviertel übergeht, quasi ansteigend.


    Wäre das denkbar? Meine zu glauben, dass im Bereich Hauptwache - Rathenauplatz keine Hochhäuser hin dürfen?


    LG


    Phil, bald am Aufbrechen...

  • Ich bin heute abend noch am Tudor vorbei. Ich kann es nur gutheißen, das man dieses Gebäudeenssemble zurückbaut.


    Das Tudor wirkt schäbig und ziemlich heruntergekommen. Die Bausubstanz scheint auch nicht die beste zu sein. Die Gegend hat IMO aber erheblich Potential zu mehr. Mit einem ansprechenden Haus und ebengleichem Konzept kann da was richtig Schmuckes entstehen. Außerdem würde es die Ecke aufwerten... Es bleibt zu hoffen! :D

  • ... ich bin heute da auch mal vorbei. Richtig ist: viel erhaltenswertes gibt es da nicht, aber die grosse Frage ist vielmehr: Wer will in dieser Ecke eine sehr teure Eigentumswohnung in einem Wohnhochhaus kaufen (bzw. mieten)?


    Vielleicht bin ich schlecht informiert, und Skylight läuft wirklich super gut. Aber wenn ICH die Wahl zwischen einer Wohnung in einem noch zu bauenden Kaiserkarree und einer Adresse in der Stiftsstrasse hätte...


    Ich glaube, die Antwort ist klar. Vielleicht gibt's in dieser Einkommensklasse einen Unterschied zwischen sehr teuer und sehr sehr teuer, kann sein...

  • nunja hier haste die skylineansicht aus etwas entfernung, und im kaiserkarree stehst mittendrin. da kommts dann drauf an was du lieber hast ;)

  • Es weiß doch niemand, was gebaut wird. Demnach weil auch niemand, was nicht gebaut wird. Es wird aber schlanker ausfallen müssen als die Berliner Beispiele, zumindest wenn es zwei Hochhäuser werden sollen, denn die Grundfläche ist doch ziemlich begrenzt.


    Die Angaben in #8 sollten stimmen, auch ich bin gestern einmal drumherum gegangen, rot eingerahmt hier noch einmal die [INDENT]drei städtischen Grundstücke auf dem Satellitenbild[/INDENT]

  • Ein paar Artikel in der FR

    Die Stunde der Goldgräber...! In der FR sind eine Reihe von Artikeln erschienen, die sich mit der Wohnhochhaus Bebauung des Turmpalast Areals beschäftigen. Klingt ganz gut - die jetztigen Eigentümer wollen natürlich auf einmal viel Geld für die Grundstücke, aber die Interessenten stehen Schlage. Asiaten müssen mal wieder als potentielle Mieter herhalten ;)


    Kommentar der FR und Interview mit Herrn Schmal vom DAM (Deutsches Architekturmuseum). Sehr richtig, was er von sich gibt.

  • Die müssen gar nicht auf die Asiaten spekulieren, ich ziehe sofort ein! Wann geht es endlich los? Bis die Teile wirklich stehen, kann ich mir sowas auch leisten (also in 20 Jahren... ) :D


    Der Absatz in dem FR-Interview zur Neid-Debatte spricht mir aus der Seele. FR: es gäbe den Vorwurf, dass diese neuen Wohntürme "abgeschottete Luxus-Quartiere" seien. (und dann???) Daraufhin Hr. Schmal vom DAM: der schlechte Ruf von Wohnhochhäusern komme in D genau vom Gegenteil von Luxus, nämlich von den 60er-Jahre-Plattenbausiedlungen außerhalb der Stadt. Das, was jetzt in Frankfurt geplant sei, stelle genau das Gegenteil dar... (und trägt zur Belebung der Innenstadt bei!). Quelle siehe letzter Beitrag.


    Übrigens: welches Hochhaus in der Ulmenstraße könnte gemeint sein, welches umgebaut werden soll? Das zwischen dem Rhein-Main-Center und der SEB-Bank? (keine Ahnung, wie das heißt)

  • Sinneswandel

    Das könnte der Beginn des lange, lange ersehnten Trendwandels im Wohnhochhausbau sein. Das Stichwort lautet: Urbanität.
    Es darf also gehofft und gebangt werden ob es tatsächlich endlich für Investoren aufgrund der steigenden Nachfrage attraktiv wird nicht nur Büroflächen in Hochhäusern unterzubringen. Das die Wohnungen hochpreisig ausfallen werden dürfte jedenfalls verlockend sein. Ob als Miet- oder m.M. nach besser Eigentumswohnung bleibt abzuwarten. Auch eine Mischung wäre denkbar.
    Vorbilder im positiven wie im negativn Sinne sind ausreichend vorhanden. Ich denke da im positiven v.a. an Toronto, Vancouver, Rotterdam, Wien.

  • Ich war vor zwei Wochen im Turmpalast, dort wird im gesamten Treppenhaus der Fußbodenbelag ausgetauscht. Statt dem bisherigen Teppichboden wird alles neu gefließt. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass jemand noch Geld in die Sanierung eines Gebäudes steckt, dass in zwei Jahren abgerissen werden soll, gerade wenn es schon seit Jahren so verwahrlost ist. Wer weiss, vielleicht hat man es mit den Abrissplänen doch nicht so eilig, wie einige hier erwarten.