Straßenbau und -planung in Frankfurt und Umgebung

  • Laut FR von gestern (Fr., 25.05.) ist das Land gerade dabei, die Pläne für den Alleentunnel (Untertunnelung des Alleenrings Lückenschluss der A66) wieder auszugraben. Allerdings beruft sich die FR dabei nur auf Aussagen von BI-Sprecher Friedhelm Ardelt-Theek.

  • Man merkt, dass die Pläne aus Wiesbaden und nicht aus Frankfurt am Main stammen. Bei der mittlerweile im Nordend ansässigen Bourgeoisie dürfte das heute nicht mehr durchsetzbar sein.

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    Den Zusammenhang zwischen Nordend und Allentunnel musst Du mir noch erläutern.
    Ist es nicht so, dass der Bereich Nordend und Höhenstraße vom Wegfall des Durchfahrtsverkehrs entlang des Alleenrings profitieren würden?


    Dazu kommt, das mit einer abschließenden Entscheidung zum Alleentunnel (egal in welche Richtung) auch eine Planung für eine Untertunnelung der Eckenheimer Landstraße endlich möglich wird. Bislang ist die kostengünstige(re) Variante in einfacher Tieflage und mit entsprechend kurzer Rampe durch die Alleen-Tunnelstrecke ausgeschlossen.

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    Und nicht nur das:


    Der Alleentunnel ist seit 1980 planfestgestellt, jedoch ist der Beschluss nicht besandskräftig. Das beim HessVGH anhängige Verwaltungsstreitverfahren ruht seit über 20 Jahren. Da sich inzwischen die technischen Bestimmungen für den Brandschutz und den Immissionsschutz geändert haben, müsste der Plan noch mal überarbeitet werden.


    Das Hauptproblem dürfte indessen in fehlenden Geldmitteln beim Bauherrn, der Bundesrepublik Deutschland liegen. Auskunft gibt der Bundesverkehrswegeplan:


    Die Projekte sind kategorisiert nach Dringlichkeitsstufen
    VB = vordringlicher Bedarf, umfasst die laufenden und fest disponierten Vorhaben und neue Vorhaben;
    WB = weiterer Bedarf. Hierzu gehören Vorhaben, deren wirtschaftliche Vorteilhaftigkeit in Verbindung mit einer positiven Beurteilung nach den übrigen Kriterien aus heutiger Sicht zwar gegeben ist, deren Investitionsvolumen den Finanzrahmen bis 2015 übersteigen. In begründeten Ausnahmefällen (Verkehrsbedarf, Planungen anderer Baulastträger) kann die Projektplanung mit Einwilligung des BMBVS aufgenommen oder weiterbetrieben werden.


    In der Anlage Hessen zum BVwPl steht der Alleentunnel im Abschnitt WB unter „neue Vorhaben“ bei Pos. 133 ! Bemerkenswert ist, dass er trotz Planfeststellung im Jahr 1980 als neues Vorhaben geführt wird.


    Der Alleentunnel gehört im Bundesverkehrswegeplan zu den zehn teuersten Einzelprojekten überhaupt. Der Bundesanteil wurde 2003 mit 263,5 Mio € angegeben. (Quelle: Bundesverkehrswegeplan 2003, S. 51, und Projektliste Hessen). Der Landesanteil und die städtischen Kosten dürften ebenfalls erheblich sein und Preisteigerungen seit 2003 sowie die Überarbeitung der Planung bezüglich Brandschutz usw. werden sicher zur weiteren Verteuerung beigetragen.

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

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    Es gibt ja noch ein paar weitere kostenträchtige Aspekte.


    Geplant war der Tunnel als eine Ebene mit 2 x 2 Fahrbahnen + Seitenstreifen in einer Doppelröhre. Mit 2x(1,5m + 2 x 3,75m + 3m) + 3 x 1,5 m Wandstärke passt dieser Tunnel aber nicht durch die Rat-Beil-Straße, weil - was man ursprünglich übersehen hatte - das Untertunneln des jüdischen Friedhofs ein NoGo ist. Also an dieser Stelle eine 2-stöckige-Röhre 2 Etagen zu 12m Innenbreite und je 5-6m Höhe, die westlich der Nationalabibliothek entflochten werden muss um an die Vorleistung an der U-Bahn-Station Miquel-Adickes-Allee anzubinden.


    Durch den Plan, die A661 mit einem Deckel zu versehen, ist die offene Bauweise der Alleenspange auch nicht mehr machbar, damit müsste der Tunnel statt 2,7 km etwa 4,5 km lang werden.

  • ^Also der Riederwaldtunnel (siehe S. 3) wird mit 6 Fahrstreifen plus Standstreifen über die Außenkanten 30 m breit. Zieht man zwei Fahrstreifen á 3,75 m ab, kommt man auf eine Bauwerksbreite von 22,5 m. Die Rat-Beil-Straße ist 24 m breit; ich denke deshalb, der würde da schon reinpassen.

  • Der Riederwaldtunnel bekommt nur einen Sparquerschnitt mit 3,5m breiten Fahrstreifen, den Regelquerschnitt 33, nur halt ohne Bankette. Die vierstreifige Version davon (RQ26, bzw ersetzt duch den RQ28) wird man hier ganz sicher nicht anwenden.
    Im BVWP ist der Alleentunnel aber meiner Erinnerung ohnehin mit 6 Fahrstreifen enthalten, wobei der Generalverkehrsplan von irgendwann Ende der 90er dann wegen besserer Effekte für die zu entlastenden Teile Frankfurts die Alleenspange vorgeschlagen hat (diese dann aber nur vierstreifig) - die dann zwar bei der politischen Abstimmung über den derzeitigen Gesamtverkehrsplan vor ein paar Jahren nicht in seine endgültige Fassung mit aufgenommen wurde, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

  • Sonnemannstraße

    Alles, wirklich alles, nimmt einmal ein Ende. Selbst die Sanierung und Umgestaltung der Sonnemannstraße. Die Ankündigung stammt von März 2008, Baubeginn war Sommer 2009, letzter Beitrag dazu hier. Zur Rettung der Beteiligten muss ich anerkennen, dass der "Boulevard Sonnemann" ausgesprochen und rundherum gut gelungen ist. Ein kleiner Abschnitt:



    Bild: epizentrum

  • Sonnemannstraße; Hansaallee

    ^ Seh ich auch so, der Aufwand hat sich gelohnt. Soweit ich das im vorbeifahren erkennen konnte, ist auch die Umgestaltung der Hansaallee (Info, Foto) weitgehend abgeschlossen, was auch dem Zeitplan entspricht. Hier noch ein ergänzendes Foto der Sonnemannstraße aus erhöhter Perspektive.



    -Bild von mir-

  • Neue Infos zu Alleentunnel und -spange

    Zu den Posts #166 bis #169 (Alleentunnel/Alleenspange) steht heute was passendes in der FNP:

    • Keine der im Verkehrsausschuss vertretenen Fraktionen möchte aktuell die Alleenspange bzw. den Alleentunnel bauen.
    • Beide Projekte sind nicht Bestandteil des Gesamtverkehrsplans der Stadt und werden auch durch den Landesbetrieb "Hessen mobil" nicht weiterverfolgt.
    • Widerstand gegen beide Projekte kommt auch von den früheren Befürwortern aus CDU und FDP aus offensichtlichen Gründen (kein Geld vorhanden).
    • Auf die Tagesordnung kamen beide Projekte, da sie bei den Lärm- und Schadstoff-Untersuchungen für den Riederwaldtunnel berücksichtigt werden müssen (alle im Bundesverkehrswegeplan enthaltene Projekte in der Umgebung sind dabei zu berücksichtigen und somit auch Alleentunnel und -spange)
  • Aus für ÖPP-Brücken-Projekt

    Ebenfalls aus Geldgründen wird das 500 Millionen Euro ÖPP-Projekt gestoppt, mit dem 170 Brücken in Frankfurt von einem Investor saniert werden sollten. Dies berichtet die FNP in ihrem Onlineartikel.


    Bei dem Projekt der öffentlich privaten Partnerschaft (ÖPP) wollte sich die Stadt Frankfurt für 30 Jahre an einen Investor binden, der 170 Brücken plus Lärmschutzwände saniert und instand hält. Im Gegenzug hätte dieser jährlich ein festes Entgeld von der Stadt erhalten. In der FNP weisen die Fraktionsvorsitzenden Helmut Heuser (CDU) und Manuel Stock (Grüne) darauf hin, dass bei dem Projekt "sehr hohe, bis zum letzten Tag der Laufzeit einzuhaltende Leistungsstandards für Bau und Instandhaltung" vorgesehen waren. Wegen der "deutlich verschärften Finanzlage der Stadt" könne man sich diesen Standard aber nicht mehr leisten. Laut FNP soll das Projekt deshalb noch vor der Sommerpause gestoppt werden.


    Die geplanten Sanierungsmaßnahmen sollen neu bewertet und reduziert werden. Laut FNP bedeutet dies, dass die Stadt Frankfurt die Brücken selbst sanieren, aber nur das Nötigste tun wird. Betroffen davon ist auch die Sanierung der Alten Brücke, die nicht mehr umfassend saniert werden soll, damit man einen zweistelligen Millionenbetrag einsparen kann.


    Weiter wird berichtet, dass der Magistrat nun schnellstmöglich ein neues Konzept erarbeiten solle und das man im Straßenbauamt wieder eine funktionfähige Brückenabteilung aufbauen will. Die Haushaltslage verhindere aber auch hier einen großen Personalaufbau.


    Nachtrag: Ein weiterer Artikel (und aktuellerer) der FNP meldet, dass das Projektaus schon gestern im Verkehrsausschuss einstimmig beschlossen wurde. Bisher habe man für das Projekt 2,2 Millionen Euro ausgegeben. Zudem ist unklar ob und in welcher Höhe die an dem Geschäft interessierten Firmen Schadensersatz geltend machen (können). Besonders marode Brücken will die Stadt laut FNP nun schnell in Angriff nehmen. Genannt wird die Omega-Brücke in Griesheim.

  • Haltestelle Konstablerwache

    Respekt, liebe Stadt! Die neugestaltete Haltestelle Konstablerwache ist seit heute in Betrieb (=9549767"]Quelle). Seit Baubeginn verstrichen gerade einmal drei Monate. Sie wurde insbesondere verbreitert. Die beiden Autospuren der Kurt-Schumacher-Straße verjüngen sich entlang der Haltestelle zukünftig (bzw. wegen der Baustelle schon seit Wochen) auf je eine breitere Spur à la Hanauer und Mainzer Landstraße.


    Die Arbeiten am Umbau der Kurt-Schumacher-Straße auch südlich der Battonstraße freilich gehen weiter. Siehe auch Alte-Brücken-Thread.

  • Leipziger Straße soll umgestaltet werden

    In einem Mini-Artikel berichtet die FNP, dass die Leipziger Straße in Bockenheim "freundlicher gestaltet" werden soll. Im Stadtparlament kündigte Wirtschaftsdezernent Markus Frank an, dass man die Bepflanzung erneuern wolle und über eine besser ÖPNV-Anbindung (Fahrtrichtung City-West und Rebstock) nachdenkt. Frank könne sich zudem vorstellen, dass man im Bockenheimer-Depot Stadtteilmessen veranstaltet.


    Bin mal auf konkreteres gespannt. Aber hier merkt man, dass der geplante Kulturcampus sich positiv auf dessen nähere Umgebung auswirken kann. (Vergleichbar mit der EZB, die das Ostend weiter belebt & dessen Entwicklung weiter beschleunigt hat.

  • Eyssenstraße

    Die Eyssenstraße im Ostend wird bald Geschichte sein. Im Zug der Neuentwicklung des Gebietes Honselldreieck/Hafenpark/EZB ordnet die Stadt auch die Straßen neu. Zur Zeit verlaufen die Mayfarthstraße und Eyssenstraße zwischen dem Osthafenplatz etwa in Richtung Westen und der Honsellstraße mit nur wenigen Metern Abstand parallel zueinander. Die Mayfarthstraße schwenkt dann leicht nach rechts und trifft auf die Philipp-Holzmann-Straße am EZB-Gelände. Die Eyssenstraße geht mehr oder weniger geradeaus weiter. Folgendes passiert nun:


    • Die Mayfarthstraße und die Eyssenstraße verschmelzen zur breit ausgebauten Mayfarthstraße mit begrüntem Mittelstreifen ("Mittelanger")
    • Der ehemals westliche Bereich der Mayfarthstraße entfällt
    • Der westliche Bereich der Eyssenstraße wird zur Fortsetzung der verbreiterten Mayfarthstraße
    • Die Philipp-Holzmann-Straße wird zum Fußgängerweg


    Schematisch illustriert:



    Karte: (C) OpenStreetMap and Contributors, CC-BY-SA. Markierungen: epizentrum


    Quelle: Magistrats-Vorlage M148 vom 2.7. (PDF mit eigener Illustration)


    Nachtrag: Hier noch ein frisches Bild vom ebenso frischen asphaltierten Südabschnitt zwischen Osthafenplatz und etwa der Hagenstraße:



    Bild: epizentrum

  • Hansaallee

    Zwei Impressionen der fertiggestellten Hansaallee von heute:



    Weiter nördlich:



    Bilder: epizentrum


    Trotz vier Spuren ist sie recht ansehnlich geworden. Dazu trägt vor allem die Begrünung inklusive Mittelstreifen und den vielen Bäume bei.

  • Friedberger Landstraße / Konrad-Adenauer-Straße

    Laut Auskunft eines Bauarbeiters wird der gesamte Kreuzungsbereich


    • Konrad-Adenauer-Straße
    • Friedberger Tor / Friedberger Landstraße
    • Bleichstraße
    • Seilerstraße
    • Vilbeler Straße


    umgestaltet. Auch die Ampeln werden versetzt. Anbei ein Foto der ersten Fahrbahnverschwenkungen.


  • Fertigstellung der Baustelle Hansaallee/Miquelallee

    Die FNP berichtet in Ihrer Online-Ausgabe heute über die Fertigstellung der Großbaustelle an Hansaallee und Miquelallee. Kurze Zusammenfassung:

    • Seit gestern sind die Bauarbeiten zum Großteil beendet
    • Lediglich einige kleinere Arbeiten, wie das Setzen der Ampeln, stehen noch aus
    • Baudauer: 4 Jahre
    • Baukosten: 8,5 Millionen Euro
    • Baufläche:über 25 000 Quadratmeter
    • 127 Ahornbäume wurden gepflanzt
  • BAB-Abfahrt Niederrad - Update

    Auch auf der A5 macht sich die Baustelle jetzt bemerkbar. In dem Bereich der neuen Abfahrt wurde eine Baustelle eingerichtet, die 4 Fahrbahnen verschwenkt sowie mit der Demontage der Lärmschutzwand abschnittsweise begonnen.

  • Nied-Ost, Bahnübergang Oeserstraße

    In der Tagesordnung für die nächste Verkehrsausschusssitzung steht als unerledigte Vorlage der Magistratsvortrag vom 25.5.2012 zur Beseitigung des plangleichen Bahnübergangs an der Oeserstraße in Nied-Ost. In der Sache gibt's eigentlich nichts Neues, aber das Projekt ist hier soweit ich sehe noch nicht thematisiert worden.


    Nachdem die StVV den Magistrat 2005 mit der Planung beauftragt hat, scheint mit der Vorlage M_133 vom 25.5.2012 eine abgestimmte, d.h. vor allem mit der Bahn abgestimmte Lösung zur Unterquerung der Bahnstrecke vorzuliegen. Der vom RMV seit Jahr & Tag gewünschte Haltepunkt Nied-Ost würde u.a. über die neue Unterführung angebunden (siehe Lageplan).