RRX - Rhein-Ruhr-Express [in Bau]

  • Was bringt die Baugenehmigung, wenn kein Geld für den Bau selbst da ist?
    Daher würde ich die Aussage des Verkehrsministers als ähnlich bedeutsam einordnen wie so einiges andere aus unserer momentanen Landesregierung. (zb Rüttgers: "Ab 2020 machen wir keine Schulden mehr". :D)


    Übrigens regt sich, wie in dem WAZ-Artikel schon am Rande erwähnt, auch in anderen "benachteiligten" Regionen Widerstand gegen den Fokus auf die beiden geplanten Großprojekte bei der Bahn. Mal sehen, wie stark der Widerstand wird.

  • Nun, dass die Landesregierung hinter dem Projekt steht, glaube ich Ihr allerdings schon. Letztendlich geht es bei dem Geplänkel darum, wer die Kosten trägt. Die skeptischen Töne von der Bahn haben (wie immer) eine einzige Message: Wir wollen mehr Subventionen – und zwar sofort. Man fragt sich, ob der RRX nicht mit einem anderen Unternehmen umzusetzen ist...


    Nach der Pseudoprivatisierung der Bahn vereint diese gekonnt alle Nachteile eines Staatsunternehmens mit allen Nachteilen eines Privatunternehmens.


    Wenn Baden-Württemberg sogar Stuttgart 21 durchdrücken kann, dann sollte es für NRW allerdings nicht so schwer sein, den RRX auf die Schiene zu bringen. Die Planungs- und Realisierungszeiträume können allerdings weit ausufern – selbst, wenn man die Finanzierung schnell regelt.

  • Ich weiß aus persönlicher Quelle, dass wohl zumindest an der überteuerten RRX-Trasse im Dortmunder HBF geplant wird und der zweite Bauabschnitt des HBFs tatsächlich wegen eben jener Planungen so pervers lange auf sich warten lässt. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass die Bahn ihre Mitarbeiter an ohnehin nicht finanzierbaren Projekten planen lässt. Fairerweise muss ich aber sagen, dass die Quelle nicht sehr sicher ist, da es sich mehr um eine "Der-Bekannte-Von-Einem-Bekannten-Info" handelt. Dennoch stimmt sie mich recht optimistisch.

  • Alles in Allem mal wieder eine typische Politiker-Kopfgeburt dieser RXX und nur ein pathologischer Reflex auf das Nichtzustandekommen des Transrapid-Projekts um irgendwie doch noch hier und da Steuermittel abzugreifen. Man lasse den RE im Halbstundentakt zwischen Dortmund und Düsseldorf/Köln seine Kreise ziehen und zur Stoßzeit mal ein Waggönchen mehr dran hängen und schon löst sich der eine oder andere Frust beim gemeinen Bahnkunden in Rauch auf...

  • @Rotkohl
    Gewagte Argumentation. Nach deiner Argumentation bräuchten wir ja keine Straßen- und U-Bahnen in Großstädten mehr, sondern können einfach zu Stoßzeiten X-Busse parall hintereinander fahren lassen ^^

  • Neons :


    Ich denke eher, Rotkohl meinte damit, das dies die Denke der Politiker ist und nicht seine. Denn im Endeffekt läuft es ja genau darauf aus, da der RRX (meiner Meinung nach) sowieso nur ein umetikettierter RE ist. Er bringt im Grunde genommen gar keine Verbesserung der Situation wie wir sie jetzt hier haben. Nichtsdestotrotz sind im Zuge des RRX geplante (Bau-) Erweiterungen trotzdem sehr sinnvoll (wie beispielsweise die Trennung Nah- vom Fernverkehr, derzeit teilen sich die REs ja ihre Strecken mit Fern-, Güter- und/oder S-Bahnstrecken.)


    Alles im allen wäre der RRX wirklich sinnvoll als Ergänzung, nur werden mit dem RRX eben doch RE-Linien eingestellt und nicht etwa "erweitert". Im jetzigen Konzept ist und bleibt der RRX eine Mogelpackung, da nützt auch ein höheres Tempo nichts.


    Soweit mein Senf dazu...

  • Bund stellt Weichen für Rhein-Ruhr-Express

    Pressemitteilung:


    "Der Bund will den Rhein-Ruhr-Express (RRX) weiterhin auf die Schiene bringen. Sobald die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind, soll der RRX möglichst abschnittsweise gebaut werden. Das sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bei einem Treffen mit NRW-Spitzenpolitikern in Düsseldorf zu. Für die Anbindung des RRX an den Dortmunder Hauptbahnhof stellt der Bund zusätzlich 48 Millionen Euro zur Verfügung.
    Die Deutsche Bahn sicherte bei dem Treffen zu, alle erforderlichen Planfeststellungsverfahren zwischen 2011 und 2013 einzuleiten. Der Rhein-Ruhr-Express soll zwischen Dortmund und Köln pendeln.
    Außerdem unterzeichneten Land und Bahn eine Rahmenvereinbarung für ein Maßnahmenpaket für mehr Qualität im öffentlichen Nahverkehr mit einem Gesamtvolumen von rund 680 Millionen Euro. Zu den wichtigsten Projekten gehören der Umbau der Bahnsteige der Hauptbahnhöfe Dortmund und Duisburg."


    Quelle: Presseverteiler Informationsdienst Ruhr
    siehe auch:
    Düsseldorf: Land muss für Rhein-Ruhr-Express zahlen | RP ONLINE
    Rhein-Ruhr-Express: Bau beginnt im Frühjahr 2011 - WELT ONLINE
    „Ein schlechtes Geschäft für NRW“ - Kölner Stadt-Anzeiger

  • Gibt es schon eine Info, ob bei allen RRX-Linien die Triebwagen der Gattung "Flirt" zum Einsatz kommen sollen? Oder war der in den RRX-Farben lackierte Wagen der eurobahn nur ein Design-Beispiel?


    Im Vergleich zu den jetzigen Doppelstockwagen haben die aber eine viel zu geringe Kapazität. Allerdings hat die S-Bahn-Zürich die ersten "Doppelstock-Flirt"-Triebwagen bestellt. Vielleicht wären diese eine Alternative. Alleine das Fahrradaufkommen an Wochenenden könnten die normalen Triebwagen niemals tragen.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Stadler_Flirt


    Hier ein Bild:
    http://www.bahnbilder.de/1024/…428-628-et-604-360225.jpg


    Allerdings wäre die Taktung ja dann enger, sodass das Fahrgastaufkommen entzerrt würde. Hmm...

  • Ja die Regierung geht vom Einsatz von Flirt-Fahrzeugen aus. Die derzeit auf den Linien RE 3 und RE 13 eingesetzten Fahrzeuge werden beim VRR auch als Erprobungsbetrieb genannt.


    Aber jetzt sollte man doch einmal genauer erklären, worum es beim Rhein-Ruhr-Express im Kern geht und warum auch der Fahrgastverband ProBahn die grobe Planung des Landes als durchaus gelungen ansieht:


    Der Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen hat ein großes Problem: Obwohl die Hauptstrecken (insbesondere Köln-Düseldorf-Duisburg-Essen-Dortmund und Köln-Wuppertal-Hagen-Dortmund) viele Züge fahren, können für kurze Strecken nur relativ wenige Züge mit schnellen Fahrzeiten genutzt werden. Eben die besagen REs.


    Wegen der unterschiedlichen Geschwindigkeiten von RE (meist 160) und IC (zwischen Köln und Duisburg 200) und unterschiedlicher Zwischenhalte haben die Verkehrsverbunde schon seit Jahren Probleme neue Trassen für den Regionalverkehr zu mieten. Dies zeigt sich zum Beispiel bei den Linien RE 3 und RE 11: Zwischen Düsseldorf und Duisburg befahren sie ein Stück weit die S-Bahn-Gleise, warten meistens eine Minute und können dann erst einige Kilometer später auf die eigentlichen Ferngleise fahren.


    Bei eigener Verspätung und bei Verspätungen im Fernverkehr müssen die REs meistens den Fernverkehr überholen lassen. Dadurch sind die REs so extrem verspätungsanfällig. Hinzu kommt noch, dass an einigen Knotenbahnhöfen die Standzeiten zum Aus- und Einsteigen nicht ausreichen. In der Hauptverkehrszeit kommt es häufig vor, dass allein deshalb neue Verspätungen entstehen.


    Die bisher eingesetzten Doppelstockzüge beschleunigen recht langsam und können auch nur schwerlich um weitere Wagen ergänzt werden. (Hierfür sollen ja zum Fahrplanwechsel 2010/2011 modifizierte Loks verwendet werden)


    Das aktuelle Liniennetz in NRW hat zwei große Probleme: Zwischen dem Ruhrgebiet und Köln gibt es nur eine stündliche Verbindung (RE 1). Diese Linie sichert auch an allen Großbahnhöfen wichtige Anschlüsse. Zwischen Essen und Düsseldorf gibt es rechnerisch 2,5 stündliche Verbindungen.
    Das zweite Problem lässt sich besonders schön auf der Relation Duisburg-Düsseldorf demonstrieren: Hier kommen einige REs mit kurzen Abstand fast direkt hintereinander. Danach fährt dann über 25 Minuten kein RE mehr.


    Nun zum Konzept des Landes für den RRX: Durch ein Gleispaar zwischen Düsseldorf Benrath und Duisburg Hauptbahnhof soll der Regionalverkehr ohne Einschränkungen durch den Fernverkehr auf diesem Abschnitt fahren können. Zwischen Duisburg und Dortmund liegt die fahrbare Höchstgeschwindigkeit zischen 150 und 160 km/h. Damit unterscheiden sich die Verbindungen hier auch kaum in ihrer Fahrzeit. Die einzigen Unterschiede entstehen durch die Regionalhalte Mülheim (Ruhr) und Wattenscheid.
    Durch den vollständigen zweigleisigen Ausbau der S-Bahn-Gleise zwischen Köln-Mülheim und Langenfeld soll der Güterverkehr im Regelfall die S-Bahn Gleise benutzen. Außerdem soll es durch neue Weichen endlich möglich sein, bei Sperrungen der Ferngleise die S-Bahn-Gleise zu benutzten, um nicht wie bisher über Obladen umleiten zu müssen.


    Die Hauptbahnhöfe Düsseldorf und Duisburg werden neu sortiert, in Düsseldorf entsteht ein neuer Bahnsteig. Dadurch soll der Fernverkehr auch am Hauptbahnhof getrennt vom Regionalverkehr verkehren können. Zwischen Köln und Dortmund sollen weitere Weichenverbindungen zur S-Bahn entstehen. Was in Dortmund geschehen soll, steht noch nicht fest.
    Durch verschiedene kleine Maßnahmen sollen auch die Einfahrten in die größeren Bahnhöfe beschleunigt werden.


    Durch eine Taktverdichtung zwischen Dortmund und Köln Messe soll die Anzahl der Verbindungen aus dem Ruhrgebiet nach Köln vervierfacht werden. Die Züge sollen dann weiter nach Aachen, Köln/Bonn Flughafen, Koblenz im Süden/Westen und Emmerich, Münster, Minden und Paderborn im Norden/Osten fahren.


    Um trotz mehr Zwischenhalte und geringerer Höchstgeschwindigkeit auf der Gesamtstrecke dem Fernverkehr ähnliche Fahrzeiten zu erreichen, müssen die Züge stark beschleunigen können und dürfen auch nur kurz halten.
    Daher die Entscheidung für einstöckige Züge. Anders lassen sich kurze Fahrgastwechselzeiten auch nicht erreichen. Zusätzlich wird Fahrgästen mit Rollstühlen, viel Gepäck, Kinderwagen oder Fahrädern der Einstieg auch erleichtert.


    Durch Mehrfachtraktion lasen sich auch gute Sitzplatzkapazitäten pro Zug erreich.


    Ich hoffe, ich habe nicht zu chaotisch versucht alles zusammenzufassen.

  • Laut Rheinischer Post, ist mit der inbetriebnahme der ersten Teilstücke des Rhein-Ruhr-Express nicht vor 2020 zu rechnen. Dank der Verpflichtungen die die Bahn mit Stuttgart21 eingegangen ist und dank unserer unfähigen ehemaligen Landesregierung, bei der Bahn und beim Bund mal auf die Tube zu drücken, wird wohl vorerst nichts aus dem schönen Projekt Rhein-Ruhr-Express.:Nieder:


    http://www.rp-online.de/wirtsc…r-Express_aid_896658.html

  • Die Planungen von Stuttgart 21 gehen bis in die 80er-Jahre zurück. Die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt ist seit 1996 in Bau und gehört freilich zur Ost-West-Vernetzung und zum Aufbau Ost. Die (ganz) alte Landesregierung hat bis 2003 noch die Idee des Metrorapid verfolgt – RRX ist erst danach in den Blickpunkt gerückt.


    Die anderen genannten Projekte haben einen zeitlichen Vorsprung von mehr als einem Jahrzehnt. Wir reden beim RRX aktuell erst vom Beginn des Planfeststellungsverfahrens. Ungewöhnlich langsam ist der Prozess hier nicht. Dass Finanzierungszusagen auf noch unkonkrete Planungen gemacht werden, wäre schon viel verlangt. Die Planungskosten werden gedeckt – das sind die einzigen Kosten aktuell.


    Davon abgesehen wird/wurde ja glücklicherweise bereits in die Bahnhöfe investiert.

  • Beförderungsfälle gepfercht wie Sardinen

    Anscheinend sind bis 2020 keine Verbesserungen im Regionalverkehr geplant. Mittlerweile sind die Züge der Linie RE1 so voll, dass dicht gepferchte Leute zusammenbrechen (RP-Artikel). Der Bahnsprecher weiß nichts besseres, als die Leute ob der angeblichen Unmündigkeit zu verhöhnen, als ob jemand nur zum Spaß in einen überfüllten Zug einsteigen würde.


    Kürzlich sprach ich mit einem der Männer, die Fahrgastzählungen durchführen - in der Hauptverkehrszeit werden oft über 1000 Fahrgäste ermittelt. Sitzplätze hat der Zug bei 5 Waggons in zweiter Klasse etwa 500-550, bei 4 etwa 400. Selbst die vor vielen Jahren vorgesehene Verlängerung der Züge von 5 auf 6 Waggons lässt immer noch auf sich warten. Irgend etwas sollte endlich passieren, auch ohne Baumassnahmen.

  • Ssänkju foa träwwelling wiss

    Bis der RRX rollt, müssen auf den wichtigeren RE-Linien einfach mehr Züge fahren (der ein-Stunden-Takt ist absurd). Das gilt auch für den RE 5, wie ich diese Woche feststellen durfte. So ganz neu sind die Überlastungen allerdings auch nicht. Die Bahn ist einfach enorm schwerfällig.


    Und dann wären da noch die fünf Probleme der Bahn: Frühling, Sommer, Herbst, Winter und die böse Störung im Betriebsablauf.


    Vielen Dank für Ihr Verständnis.

  • Der Bund (sowohl für Ramsauer, also auch für Merkel ist wohl S21 wichtiger) möchte NRW keine konkrete Finanzierungszusage erteilen. Zumindest setzt sich die aktuelle Landesregierung dafür ein, dass die Bahnstrecke durch Köln, Düsseldorf und Ruhrpott mit einem RRX nachhaltig entlastet werden soll.


    Pressemitteilung Land-NRW

  • ^^

    Leider wird sowohl vom Bund, Bahn und auch vom Land das Ruhrgebiet mehr als nur Stiefmütterlich behandelt, ich würde mein ganzes Geld darauf verwetten (freut euch nicht, ist nicht wirklich viel) das bei einem Rhein-Express zwischen Düsseldorf und Köln sämtliche Landespolitiker darauf gepocht hätten und die Strecke für mehrere Milliarden gebaut worden wäre.
    Wenn die Bahn erst einmal an der Börse ist wirds richtig schlimm, denn dann müssen die Kosten-Nutzenrechnungen bereits früher im positiven Bereich gelangen, denn die Aktionäre wollen Dividende


    @#53


    Ich hab eine neue Lieblingsdurchsage:
    Die Abfahrt des Zuges wird sich um XX Minuten verzögern. Grund ist die verspätete Ankunft des Zuges.

  • 1. Ich seh die Privatisierung der Bahn gar nicht so kritisch. Zum einen wäre die Bahn ein Stück weit transparenter, weil sie den Shareholdern zur Auskunft verpflichtet wären und zum anderen muss auch die Bahn dann wirtschaftlich rentabel handeln. Das ist das Schicksal einer Marktwirtschaft und die Logik eines jeden Unternehmens. Da würde jeder Durchschnittmanager S21 als wirtschaftliche Kamikazefahrt bezeichnen!


    2. Hoffe ich auf eine stärkere Konkurrenz auf dem Bahnsektor. Wettbewerb disziplinert immer! Die Kunden könnten dann im Fern- oder Nahverkehr auf DB verzichten und einen anderen Bahnanbieter nutzen.


    3. Jede Lösung hat seine Vor- und Nachteile:
    Bspw. würde man die Infrastruktur, also den Schienenverkehr privatisieren wäre es dem Infrastruktur-Betreiber egal, wer auf den Schienen unterwegs ist. Konsequenz: Viele Bahnanbieter würden unterwegs sein. Gleichzeitig würde der Infrastruktur-Betreiber aus Rentabilitätsgründen viele Strecken streichen.

  • @Winnie:


    Der RRX soll doch auch und gerade zwischen Düsseldorf und Köln verkehren.


    In der Landespolitik herrscht wohl parteiübergreifend Einigkeit zu dem Projekt. Die Regierungen Steinbrück, Rüttgers und Kraft waren/sind jedenfalls dafür.

  • @57: Die Einigkeit bedeutet leider nicht genügend Energie, die Kapazitäten und die Taktdichte auszubauen. Erstaunlich, dass auch nach langen Diskussionen die Sache um keinen Milimeter vorwärts kommt, während so viele Straßenprojekte verwirklicht werden.


    @56: In Spanien wurde 2005 das Netz vom Betrieb getrennt. Auch die Bahnhöfe wurden der separaten Betreibergesellschaft ADIF übertragen. Die gleiche Trennung wird in Deutschland ab und zu angeregt, aber bisher ergebnislos.


    RP vom 9.11: Der Verbund VRR will der DB AG die Zahlungen kürzen, wenn die Züge sich verspäten oder zu kurz werden. Erneut wurde die Verlängerung der RE1-Züge um einen Wagen versprochen, diesmal im Jahr 2011.

  • THXNRW


    Ich persönlich halte eine Trennung, insb. die Privatisierung von Schienennetz Bahnhöfe und Bahnstrom für sinnvoll. Die Bahn könnte sich dann keine Pannen mehr leisten, weil die Kunden dann zur Konkurrenz wechseln würden. Aber solange die Monopolstellung erhalten bleibt kann sich die Bahn immer und immer wieder schlechten Service leisten, weil der Bahnfahrer keine Ausweichmöglichkeit hat.


    Mit einer Wettbewerbslösung muss man aber damit rechnen, dass die kleineren Bahnhöfe, niedrig frequentierte Strecken und Zuganbindungen an Dörfer aus Effizienzgründen logischerweise gestrichen werden. Wettbewerb disziplinert ist aber auch keine "eierlegende Wollmilchsau"!


    In NRW ist die Lage zwischen Köln-Düsseldorf-Ruhrpott ja korsettartig. Es gibt genug Beschwerden bzgl. überfüllter Züge, Verspätungen und die Kettenreaktionen, weil nicht genügend Trasse vorhande ist.

  • Die DB hat einige Änderungen für den Regionalverkehr bekannt gegeben, die bis Ende 2011 umgesetzt werden sollen. Ich fasse mal kurz die wichtigsten Änderungen, die in der WAZ-Ausgabe vom 12. November zu finden sind.


    • einen zusätzlichen Wagon sollen die Züge folgender Linien erhalten: RE 1 Aachen-Hamm, RE 2 Mönchengladbach-Münster (ab Dezember Düsseldorf-Münster) und RE 5 Koblenz-Emmerich
    • hierdurch soll die Anzahl der Sitzplätze der 2. Klasse um 25 % angehoben werden (ein Doppelwagon hat 140 Sitzplätze)
    • neben der Streckenführung des RE 2, werden mit der Fahrplanumstellung im Dezember auch die Streckenführungen des RE 1 (Verlängerung von Hamm nach Paderborn) und des RE 11 (statt Düsseldorf-Paderborn künftig Mönchengladbach-Hamm) geändert
    • zudem soll der RE 11 künftig im Stundentakt verkehren anstatt wie bisher nur alle zwei Stunden
    • zu guter Letzt hat die Bahn versprochen, demnächst pünktlicher zukommen