City-Tower | 69m [in Planung]

  • Eine gewisse Logik steckt da schon hinter, Ruhrgebietskind, denn anfänglich lagen die Preisvorstellungen bei über 16 Euro für den Quadratmeter. Die jetzt aufgerufenen 12 Euro/Quadratmeter (in den Sockelbauten und den unteren Stockwerken des Hochhauses) resultieren aus der Pleite des Fonds und dem verlustreichen Verkauf des Komplexes. → Kurz nach dem Kauf des 29.000 Quadratmeter (Mietfläche) großen Westfalentowers konnte der neue Eigentümer zahlreiche Abschlüsse, unter anderem 13.000 Quadratmeter durch die Commerzbank, vermelden. Zufall?


    Nochmal, ich gönne Bochum und den Bochumern ihren Stadtturm. Doch bei einem jährlichen Büroflächenumsatz von etwa 50.000 Quadratmetern und einer Spitzenmiete von unter 12 Euro erscheint mir eine Umsetzung doch sehr weit hergeholt. Wie sieht es eigentlich mit potenziellen Eigennutzern aus? Hat ein Unternehmen aus Bochum aktuell einen größeren Bedarf an Flächen?

  • Nun wie schon zuvor hier besprochen hatte BP/Aral mit seinen rund 1000 Mitarbeitern konkretes Interesse sich im Stadtturm niederzulassen, weil der Mietvertrag im alten Gebäude abläuft und die Fläche zu groß geworden ist. Man hat sich zum Schluß mit dem Besitzer des Mietobjekts dann doch noch auf eine Verlängerung des Mietvertrags im alten (erst 2006) errichteten Gebäude geeinigt.


    Dann wäre natürlich Vonovia mit seiner Konzernzentrale so ein Kandidat für den Stadtturm gewesen, die für mehr als 1000 Mitarbeiter eine neue Zentrale braucht. Die haben sich bekanntlich für einen eigenen Neubau an der Universitätsstraße entschieden. Dann fällt mir da noch der Softwarespezialist G Data ein. Sie haben sich im Bochumer Süden in einem eigenen Campus letztes Jahr niedergelassen. Dann wäre da noch die schnell wachsende GLS Bank.


    Unabhänig davon bifindet sich Bochum in der Metropolregion Ruhr, die nach Außen hin immer stärker als Einheit wahrgenommen wird. Da gibt es nicht mehr die Stadt, sondern die Hotspots, die man m.M.n noch viel stärker herausarbeiten müsste. Auf den Büromarkt bezogen wären es die vier Städte Dortmund, Essen, Duisburg und Bochum vorallem mit ihren Innenstädten. Aber auch Oberhausen und Gelsenkirchen im kleineren Maße. Um auf den Stadtturm zurück zu kommen heißt es im klaren. In den Hotspots wären dann auch solche Leuchtturmprojekte möglich, die normalerweise nicht realisierbar wären. Ein Großunternehmen, das sich hier in der Region niederlassen will schaut dann nich mehr auf die 53 Städte und Gemeinden, die es hier im Ruhrgebiet gibt, sondern auf die wenigen Hotsports, wo die Büromärkte konzentriert sind. Dort könnten dann dementsprechend auch viel höhere Mieten erzielt/verlangt werden.

  • Hochhaus: Base Camp

    Bochum soll ein neues Hochhaus bekommen. An der Stelle am Südring/Ecke Universitätsstraße wo zu Zeit noch ein Parkhaus steht soll der Neubau entstehen. Jahrelang lief unter dem Titel Stadtturm die Investorensuche für dieses Grundstück in der Innenstadt. Nun wurde mit dem European Student Housing Fonds ein Investor gefunden. Der Fonds investiert europaweit in studentische Wohnanlagen. Unter anderem wird auch das ehemalige Karstadt Technikhaus an der Kampstraße in Dortmund von der Gruppe in eine Studentenwohnanlage umgebaut. Am Donnerstag (31.08) will der Investor, die Base-Camp Student GmbH, gemeinsam mit Verantwortlichen der Stadt das Konzept vorstellen.


    Quelle: WAZ - „Neue Landmarke für Bochum“ soll am Hauptbahnhof entstehen / Radio Bochum - Bochums Innenstadt bekommt ein neues Hochhaus.


    Siehe auch: BaseCamp

  • Tja, der schicke gläserne Stadtturm wird damit wohl Geschichte sein. Dessen Architektur und Fassade dürfte für ein Appartmenthochhaus ungeeignet sein.


    Man darf gespannt sein was kommt. Hoffentlich möchte BaseCamp keine Corporate Identity Architektur bauen. Wenn man sich dann am geplanten Gebäude in Dortmund orientieren würde, käme wohl so ein ähnliches Haus wie der Neubau des Königshofs in München dabei raus - nur in höher.


    Diese Tetrisarchitektur wäre zwar in Bochum wohl immer noch eine Verbesserung des Istzustandes, ob man sie wirklich schön und spektakulär findet ist Geschmackssache.


    Aber vielleicht gibt's ja auch was wirklich Schickes - oder doch nur so schlicht wie der Neubau in Münster?


    Man darf auf die Entwürfe gespannt sein.:)

  • Das ist doch wunderbar! Nachdem der Büromarkt einen weiteren Turm nicht nachgefragt hat, bekommt Bochum nun doch sein Hochhaus an dieser Stelle. Ein Studentenwohnheim - einen besseren Auftakt für die Universitätsstraße kann es ja nicht geben! Zudem kommt die Stadt mit diesem Bau der Idee ein Stück weit näher, die Universität "in die Stadt zurück zu holen".


    Das Wohnheim-Ghetto rund um die Hustadt stieß mir schon immer sauer auf. Dort wurde so viel Potential verschenkt, indem man Studenten dort auf der grünen Wiese bündelte. Kaum soziale Infrastruktur dort unten...


    Jeder Neubau eines Studentenwohnheimes in der Innenstadt ist von mir daher zu begrüßen. Wenn dann ein Bau auch noch so gefällig (vieleicht ein bishen klobig von seinen Proportionen, aber sei s drum) daher kommt... Chapeau!

  • Der Entwurf reißt einen sicherlich nicht vom Hocker, aber man wendet sich auch nicht mit Grausen ab. Bei der Art der Fassade hätte man auch in Versuchung kommen können es bunt zu treiben und mehrere Farben zu nehmen.;)


    Sicherlich hätten dem Turm ein paar Stockwerke mehr besser gestanden und er würde nicht mehr ganz so klotzig wirken. Aber durch den dann notwendigen Brandschutz für dies Wohngebäude würde die Wirtschaftlichkeit leiden. Soviele Studenten, die sich die dann fälligen Spitzenmieten leisten könnten, wird's in Bochum nicht geben.


    Insgesamt halt eine enorme Verbesserung der jetzigen Situation. Bochum kann sich wohl glücklich schätzen überhaupt ein Hochhaus zu bekommen. Im Ruhrgebiet gibt's halt noch genügend Platz um in die Breite zu bauen. Und Firmen die aus reinem Prestige hoch bauen wollen gibt's auch fast keine.

  • Eine sehr positive Nachricht für Bochum! Das bringt die Stadt näher dem Ziel eine richtige Universitätsstadt zu werden. Zudem passt das Konzept sehr schön in die Innenstadt. Direkt am Bahnhof kann man auch andere Universitäten und Hochschulen des Ruhrgebiets leicht erreichen.


    Der Entwurf gefällt mir ganz gut. Ich hatte schon die Befürchtung, dass wir so was ähnliches wie das Studentenhochhaus in Münster bekommen. Die Struktur der Fassade erinnert mich ein wenig an das geplante BaseCamp in Dortmund. :daumen:


    Hier noch die Pressemitteilung der Stadt Bochum dazu:




    Bild: BaseCamp / Quelle: Stadt Bochum

  • 105 Meter ohne einen Eigennutzer lassen sich in Deutschland nur in ganz, ganz wenigen Städten realisieren. Von daher ist der 67 Meter hohe Wohnturm doch topp. Wie in Dortmund, bin ich gespannt auf die Fassade - ein Naturstein wäre natürlich auch hier sehr wünschenswert!


    Unternehmen, die sich ein Hochhaus leisten könnten, gibt es im Ruhrgebiet übrigens genug. Sie, also die Hochhäuser, sind nur nicht gewollt → Stichwort/Unwort Campus-Konzept...

  • Das Wohnheim-Ghetto rund um die Hustadt stieß mir schon immer sauer auf. Dort wurde so viel Potential verschenkt, indem man Studenten dort auf der grünen Wiese bündelte. Kaum soziale Infrastruktur dort unten...


    Als ehemaliger Bewohner des "Wohnheim-Ghettos" an der RUB will ich nur kurz einwerfen dass es im Prinzip schon sinnvoll ist, Wohnraum für Studis in der Nähe der Universität anzusiedeln wenn man denn schon eine Campus-Uni hat.
    Zudem gibt (oder zumindest gab es in den 90ern) eine durchaus lebhafte Heimbarszene und einen recht umfangreichen circuit von Wohnheimparties, Veranstaltungen direkt an der RUB wie z.B. das SKF-Kino, das Freizeit-, Sport- und Kulturangebot von BoSKop, und nicht zuletzt auch noch das Uni-Center (welches allerdings dringend revitalisiert gehört und schon bessere Zeiten gesehen hat, bis Ende der 90er gab es dort sogar ein Programmkino).
    Also so eine schlimme Pampa wie du es darstellt ist Querenburg nicht, ich hab die Bars im Bermudadreieck eigentlich nicht vermißt.
    Der Vorteil des Standorts HBF ist natürlich dass die Unis in Dortmund und Essen auch gut erreichbar sind, aber mal ehrlich, wer studiert wirklich an zwei Unis gleichzeitig?
    Zur RUB jedenfalls müssen die Bewohner des BaseCamp pendeln...
    Außerdem frage ich mich wo in einer Stadt wie Bochum mit recht entspanntem Wohnungsmarkt und moderaten Mieten wirklich die Nachfrage nach 400 Appartments zu einem Quadratmeterpreis von 20 € herkommen soll?

  • Für den Neubau des Hochhauses an der Universitätsstraße 1 wird das Parkhaus 7 abgerissen. Es gehört zu Zeit noch der städtischen Wirtschaftsentwicklung. Die Abrissarbeiten sollen 2018 erfolgen. Den erforderlichen Bebauungsplan für den Neubau des BaseCamp und des neuen Parkhauses will die Stadt wie bereits beim Vonovia Neubau im Eilverfahren durchführen.


    Die Mieten für die voll möblierten und mit Highspeed-Internet ausgestatteten 400 Appartements werden sich auf 450 bis 500 Euro belaufen, womit jegliche Kosten gedeckt seien. Darin enthalten werden zudem die Nutzung eines Kinoraums, einer Lounge, eines Fitnessraums, einer Caféteria sowie einer Bibliothek samt Unterbringungsmöglichkeiten für Lernmaterial sein. Die reinen Ein-Personen-Appartments umfassen etwa 20 Quadratmeter, es soll viele Gemeinschaftsräume zum gemeinsamen Lernen geben.


    Quelle: https://www.bszonline.de/artik…erwohnheim-der-innenstadt

  • Im BaseCamp sollen auf insgesamt 18.400 Quadratmetern, 410 Zimmer und 38 Küchen entstehen. Deutliche Akzente soll die verzahnte geschosshohe Lochfassade aus Glaselementen und Beton setzen. Die Architektur wird sich optisch in die vorhandene Umgebungsbebauung einfügen. Auf einer weiteren Visualisierung, die im Oktober veröffentlicht wurde, kann man eine etwas abgeänderte Fassadengestaltung erkennen.



    Bild: Geber Architekten

  • Das Projekt wird nun auf Seite der Gerber Architekten gelistet und wird so umschrieben:


    Das Hochhaus entsteht oberhalb einer aus dem zweiten Weltkrieg stammenden Luftschutz-Bunkeranlage und ersetzt ein bisher an diesem Ort stehendes Parkhaus. Das Gesamtensemble setzt sich aus drei Gebäudeteilen zusammen, welche in ihrer Nutzung klar gegliedert sind: Vom Bahnhofsvorplatz abgewandt bietet ein sechsgeschossiges Split-Level Parkhaus reichlich Fläche für den ruhenden Verkehr im Innenstadtbereich. Daran schließt sich im zweigeschossigen Sockelbereich des Hochhauses das Empfangsfoyer an, sowie zahlreiche Seminarräume, welche auch von der Ruhruniversität Bochum für den Veranstaltungs- und Lehrbetrieb angemietet werden können. Das Studentenhochhaus selbst dient rein dem Wohnen und ermöglicht mit seiner Höhe, trotz der verhältnismäßig geringen Grundstücksfläche, die Unterbringung von über 400 Apartments.


    Eine leicht überarbeitet Visualisierung wurde ebenfalls veröffentlicht. Neu ist eigentlich nur der BaseCamp Schriftzug am Hochhaus.



    Bild: Gerber Architekten

  • Bebauungsplan

    Es liegt nun der Bebauungsplan zum geplanten Hochhaus vor. Hier einige Informationen daraus:



    Die Abrissarbeiten am Parkhaus sollen Ende diesen Jahres beginnen und bis 2 Quartal 2019 dauern. Darauhin soll direkt mit dem Bau begonnen werden. Das Hochhaus wird übrigens sogar etwas höher sein. Nun wird es mit 69m geplant.


    Quelle: https://session.bochum.de/bi/vo0050.asp?__kvonr=7070133

  • Die Planungen für das BaseCamp Bochum sind abgeschlossen. Der Bebauungsplan wurde bereits öffentlich ausgelegt und beschlossen. Detaillierte Informationen gibt es hier




    Bilder: Gerber Architekten | Quelle: Stadt Bochum

  • Nächstes Jahr soll der Bauantrag gestellt werden. Bislang habe man sich intensiv mit der Bauleitplanung beschäftigt. Eine besondere Herausforderung bei der Planung war der Luftschutzbunker. Ein Teil der neuen Immobilie wird auf Pfählen errichtet, die in den mittlerweile entwidmeten Atombunker gestellt werden. Über den Zeitplan für Abriss und Neubau stimmen sich gerade alle beteiligten ab.


    Quelle: WAZ - Bauantrag für Bochumer Studenten-Wohnturm wird 2019 gestellt

  • BaseCamp vor dem Aus?

    Quelle: https://www.lokalkompass.de/bo…uer-das-basecamp_a1077642


    Die Bochum Wirtschaftsentwicklung rechnet offenbar nicht mehr mit dem BaseCamp, ist aber zuversichtlich, einen alternativen Investor zu finden. Das kann ich mir zwar auch gut vorstellen, dennoch finde ich es schade, dass die in meinen Augen interessante Planung wohl nicht realisiert wird.


    Mod/nikolas: Den zitierten Beitrag musste ich leider löschen. Grund: Pressetext | Bitte unsere Richtlinien für das zitieren von Texten beachten: https://www.deutsches-architek…rum/showthread.php?t=6540 Die passende Pressemitteilung habe ich im fogenden Beitrag gepostet.