Sonstige Bauprojekte innerhalb der Wallanlagen

  • Weiß man welche Personen hier genau verantwortlich sind? Ich kann mir gut vorstellen, dass es eine Frage der Zeit ist, dass diese Beamten in den Ruhestand gehen und neue das Ruder übernehmen. Denkmalschutz ist ja nicht zwingend in Stein gemeißelt. Jetzt nochmal 20 Mio € investieren, dann kann man das Gebäude in 30 Jahren halt erst abreißen. Ggfs. ist man dann ja nochmal schlauer, wie man denn diese Stelle besser bespielen kann.

  • Albusstraße 19-21

    Der Abbruch bis zur Keller-Oberkante ist vollendet, siehe zuletzt in #1.450:


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    Ein paar Schritte, am Querriegel Zeil 23 / Albusstraße 16 gegenüber in Höhe des Dream-Hotels, laufen Modernisierungsarbeiten. Das Haus ist eingerüstet, eventuell wurden neue Fenster unter Wahrung des Nachkriegserscheinungsbildes eingebaut:


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    Bilder: epizentrum

  • Fischerfeld (B-897, Offenlage)


    Der Entwurf des B-897 „Fischerfeldstraße/Lange Straße“ geht nächste Woche in die Offenlage, ein Planwerk mit Potenzial, im Fischerfeld einige positive Entwicklungen anzustoßen.


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    Abb.: Stadtplanungsamt Frankfurt am Main, 2021


    Die planerische Absicht einer maßvollen Nachverdichtung erschließt sich erst durch den direkten Vergleich der bestehenden Festsetzungen mit den neuen Festsetzungen. Die alten B-Pläne haben gegenüber dem ursprünglich dichten Bestand eine in der Denke der Nachkriegsjahres niedrige, weniger dichte Bebauung durchsetzen wollen; erkennbar an der Grundflächenzahl von 0,3 und der Zahl von vier Vollgeschossen.


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    Abb: Stadtplanungsamt Frankfurt a.M.,


    Der neue B-Plan nimmt die vorhandenen Überbauungsverhältnisse auf und setzt fast durchgängig GRZ 0,6, 0,7 und 0,8 fest, 0,8 liegt deutlich über den Grenzen nach § 17 BauNVO. Auf eine maximale Zahl von Vollgeschossen wird verzichtet, an bestimmten Stellen wird eine bestimmte Traufhöhe vorgeschrieben, zurückgesetzte Voll- oder Staffelgeschosse lassen aber höhere Gebäudehöhen zu, hängt halt vom Zuschnitt der Grundstücke ab.


    An der Langestraße wird die Schließung des Blockrands vorgeschrieben, man kann wohl davon ausgehen, dass damit die Ecke Langestraße/Battonstraße einschließlich der südlich angrenzenden Gebäude „angezählt“ wird; könnte ja sein, dass der Innovationsschub vom „MainYard“ herüberschwappt.


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    Ein Schlüsselgrundstück (1.600 m²) dürfte die 1961/62 erbaute SPD-Zentrale Fischerfeld-/Schützenstraße sein; wenn der Gebäudezustand Sinnbild für den Zustand der Partei ist, brauche ich nicht viel Phantasie mir vorzustellen, dass eine von Mitgliederschwund und infolge schlechter Wahlergebnisse finanzieller Auszehrung gezeichnete Partei ihr marodes Haus nicht saniert und umzieht. Vielleicht ist das Erbbaurecht Anfang der 60er Jahre nicht für 100 Jahre eingeräumt worden, sondern - wie bei Erbbaurechten für Nicht-Wohnzwecke üblich - auf 60 oder 70 Jahre.


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    Die gegenüberliegende Ecke (Fischerfeldstr. 5) steht schon länger leer und wartet vielleicht nur auf die Offenlage des B-Plans für eine Baugenehmigung nach § 33 BauGB.


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    Auch die Festsetzungen für das Grundstück des Arbeitsamtes lassen jetzt eine Blockrandbebauung zu, das Grundstück ließe sich intensiver nutzen, allerdings nicht für Wohnzwecke.


    Das Flemming’s-Hotel in der südlichen Lange Straße wird nicht planunsgrechtlich abgesichert, im festgesetzten WA werden Beherbergungsbetriebe nicht ausnahmsweise zugelassen, d.h. der Bestand ist geschützt, aber im Fall der Neubebauung wäre ein Hotel nicht mehr zulässig. Dasselbe gilt für die westlich der Lange Straße liegenden Verwaltungsgebäude des Heilig-Geist-Hospitals, dieser Block wird von MK umgezont zu WB (besonderes Wohngebiet mit Wohnungen ab dem 2. OG, EG und 1. OG Räume für freie Berufe).


    Für das gesamte Plangebiet gilt bei Wohnbauvorhaben eine Quote von 30% für geförderten Wohnungsbau, der allerdings nicht im jeweiligen BVH, sondern irgendwo im Plangebiet errichtet werden muss; das eröffnet Spielräume für spezielle Geschäftsmodelle.


    Nachtrag: ich verlinke noch die Begründung zum B_897, was hier angesprochen wurde steht ab S.18


    Fotos von mir

  • Es wäre wirklich schön, wenn der neue Bebauungsplan dieses innenstadtnahe Quartier endlich aus seinem Dornröschenschlaf?, nein, eher Nachkriegskoma wecken würde und der Funke vom Allerheiligentor überspringt. Nirgendwo anders in der Stadt, nicht einmal im Holzgraben, hat sich diese Mischung aus frühem Nachkriegsnotarchitekturflickwerk und brachial eingebrachter, allerdings langsam zerfasernder 50er/ 60er-Jahre-Moderne, die einmal so typisch für Frankfurt war, so lange halten können. Besonders wünschenswert wäre natürlich eine Neuordnung an der Langen Straße, wo die Andeutung einer Kammbebauung ja nur notdürftig bemäntelt, daß man seit der Straßenverbreiterung den Blick in die ehemaligen Hinterhöfe, auf die Hinterhäuser und Ex-Seitenflügel genießt. Erfreulich viel städtebauliche Vernunft, auch was die Verdichtung angeht. Daher wünsche ich ihm wenig Einwendungen und schnelle Rechtskräftigkeit.

  • Hochstraße 2 Sanierung und Erweiterung der Landwirtschaftlichen Rentenbank


    Das zuletzt im April 2020 erwähnte Vorhaben scheint jetzt umgesetzt zu werden. Das Gebäude erscheint leer und das Grundstück ist vollständig umzäunt, was die Angehörigen mobiler ethnischer Minderheiten offenbar zu einer Zwischennutzung der Außenanlagen inspiriert hat.

  • Biebergasse 6-10 / Börsenplatz 7-11

    Der Abbruch des Ex-Görtz-Hauses durch die kleinen Knabberbagger scheint ein mühsames Unterfangen zu sein. Letzter Stand von April: #1.441. Noch immer stehen tragende Teile des Erdgeschosses:


    Bild: epizentrum

  • Das dürfte sich im Keller noch interessant fortsetzen, dort sollten eigentlich immer noch die Tresorräume der Girosammelverwahrung des Kassenvereins sein. Dort lagerten bis vor ca 30 Jahren Wertpapiere inkl. Coupons zum abschneiden ...

  • Interessant. Der dreigeschossige Keller bleibt allerdings bestehen (womöglich gerade wegen einer massiven Ausführung). Die Tiefgarage bleibt auch.


    Das Bauschild beschreibt das Vorhaben so: "Errichtung eines Büro- und Geschäftshauses mit großflächigem Einzelhandel (in 3 Einheiten) auf einem bestehendem Keller (3 Geschosse) sowie Neubeordnung der Tiefgarage mit 68 Stellplätzen."

  • Bleidenstraße 1/ Neue Kräme

    hier wird sich auch einiges tun (siehe Bauschild). Die Ganter Group wir aber bestimmt was schönes aus dem momentan nicht so attraktiv aussehenden Gesamtbild im EG/Läden machen.


    Das Gebäude befindet sich auf der Liste der Kulturdenkmäler in der Frankfurter-Altstadt, somit gehe ich davon aus, dass sich das Gebäude an sich nicht viel verändern wird von außen sondern nur aufgehübscht wird.


    Ein Bild vom heutigen Zustand, alle Geschäfte sind bereits ausgezogen und das Gebäude ist komplett umzäunt.



    Bilder: Skyview

  • Das Bauschild beschreibt das Vorhaben so: "Errichtung eines Büro- und Geschäftshauses mit großflächigem Einzelhandel (in 3 Einheiten) auf einem bestehendem Keller (3 Geschosse) sowie Neubeordnung der Tiefgarage mit 68 Stellplätzen."

    Neuordnung der Tiefgarage wird intreressant, da es bisher - wie nach dem Abrisstand jetzt erkennbar ist - keine TG-Zufahrt gibt. Offenbar wird die TG über ein Nachbargebäude erschlossen.

  • Nein, nein, auf dem Grundstück liegt westlich noch ein niedriger 2-geschossigen Anbau, der auch die TG-Zufahrt birgt. Der Anbau liegt etwas zurückgesetzt hinter der Bauflucht des Eckhauses.


    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 08.2021,© Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

  • Ich glaube, bei den Bezugnahmen zur TG ist was durcheinander geraten. Das Zitat von Xalinai in #1476 bezog sich auf den Neubau in der Biebergasse (nicht die Sanierung in der Bleidenstraße!).


    Bei der Biebergasse habe ich mich auch gefragt, wo es in die TG gehen soll - sind doch auf beiden Seiten des Grunds keine wirklichen Straßen mehr (Rückseite Börsenplatz, Front die beruhigte Biebergasse). Anlieferung für die Geschäfte ist ja nochmal was anderes.

  • Die Tiefgarageneinfahrt war schon immer am Börsenplatz. Hier kann man sie ganz gut sehen. Bis zur Einfahrt besteht eine Fahrbahn, recht dicht entlang der Gebäude, die zugegebenermaßen nicht auf den ersten Blick als solche erkennbar ist. Ich denke nicht, dass sich hier etwas ändern wird. Eher wird sich "Neuordnung der Tiefgarage" lediglich auf das Innere beziehen.

  • Die Tiefgarage des Gebäudes war früher eine recht empfindliche Palletenanlage auf der die Fahrzeuge eng geparkt wurden und der Zugang durch verschieben der Paletten ermöglicht wurde. Wenn das immer noch so vorhanden sein sollte wird es sicher überarbeitet.

  • Umbau Kurt-Schumacher-Straße 30-32 / Allerheiligenstraße 52 (ehemals Segmüller)


    An der Kurt-Schumacher-Straße (Umbau Tegut) wird, wie von Skyview in Beitrag #1476 berichtet, derzeit nicht gearbeitet. Die Eröffnung der neuen Filiale verschiebt sich nach Auskunft der Tegut Zentrale in Fulda aus nicht näher benannten bautechnischen Gründen von Herbst 2021 auf voraussichtlich das 1. Quartal 2022.


    Im Bereich Klingerstraße 11 und Allerheilgenstraße geht die Renovierung dagegen konsequent voran. Inzwischen wurden neue Fenster eingebaut und die Fassade in der Allerheilgenstraße wurde bereits bearbeitet. Mehr dazu in Beitrag #1440 von Schmittchen.


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    Allerheiligenstraße Richtung Kurt-Schumacher Straße


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    Ecke Allerheiligenstraße /Klingerstraße