Sonstige Bauprojekte innerhalb der Wallanlagen

  • "WMF-Haus" (Bethmannstraße 58 / Kaiserstraße 15)

    das letzte update diesbezüglich stammt von November 2020 #1418. Mittlerweile sieht man die beiden neuen Staffelgeschosse bzw. das zweite befindet sich noch im Bau. Die Fenster wurden in den anderen Etagen bereits eingebaut, allerdings konnte ich davon kein Bild machen, da kaum Lücken vorhanden sind.


    Nochmal zur Vorstellung wie das ganze mal aussehen soll der Beitrag von epizentrum #1397.


    Ich finde die Höhe and dieser Ecke sehr gut mit den Staffelgeschossen, dies wird die Ecke rein optisch aufwerten.



    Bilder: Skyview

  • Junghofstraße 13-15 / Fürstenhof sowie Kaiserstraße 30

    Commerzbank mit Schließung und Neueröffnung


    [ich pack' es mal hier rein, gerne verschieben]


    Die FAZ berichtet heute, dass die Commerzbank zwei ihrer Fillialen in der Frankfurter Innenstadt schließt, gleichzeitig aber neue Räume beziehen wird:

    • Geschlossen werden die Fillialen im Fürstenhof sowie in der Kaiserstraße (an der Ecke zur Neuen Mainzer Straße, direkt an der Gallusanlage);
    • Neu bezogen dagegen werden Räume in der Junghofstraße 13-15, dabei handelt es sich um die ehemals von Morgan Stanley gemieteten Räume, die wiederum in den Omniturm gezogen waren. In der Junghofstraße solle das "Herzstück des Privat- und Unternehmerkundegeschäft entstehen".

    Eine gute (und ökonomisch nachvollziehbare) Nachricht, wie ich finde. Ich kenne das Innere des Gebäudes in der Junghofstraße noch aus 2012, für eine Investmentbank noch viel Tageslicht für die Analysten im Gegensatz zu manchem Londoner Büroraum (selbstverständlich auch deutlich kleiner), mit Kindergarten im Hinterhof. Jedenfalls wird sich die Junghofstraße vom Anfang (= Frankfurter Sparkasse) bis zum Ende (Deutsche Bank Altbau-Four) jetzt auch noch (zumindest ein wenig) in ihrer Mitte weiter verändern.

  • Vielen Dank. Ein Foto des Gebäudes Junghofstraße 13-15, das aus den 1950er-Jahren stammt, ein Stahl-Tragwerk besitzt und vor 20 Jahren komplett entkernt und neu ausgebaut wurde, hatte ich noch im Speicher:


    junghofstrasse_13-15.jpg

    Bild: Schmittchen

  • ^^ Dann dürften Rossmarkt und Opernplatz doch eigentlich in absehbarer Zeit auch schließen. Die drei Filialen lägen ja keine 300 m jeweils voneinander entfernt.

  • Heute stellt eine Meldung von Thomas Daily klar, dass die Commerzbank das vollständige Gebäude Junghofstraße 13-15 mit 7.300 Quadratmetern Fläche gemietet hat. Entstehen soll ein neue "Hauptfiliale" für insgesamt 300 Mitarbeiter. In den Obergeschossen sind Büros und Konferenzräume geplant. Das Gebäude wird umgebaut, Anfang 2022 sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.

  • Rund um das Gebäude wurden schon die Bauzäune aufgestellt und die Bauarbeiter sind schon fleißig dabei allerlei Material nach draußen zu schaffen.



    Bild: Skyview

  • Weißfrauenstraße 1-3 (Sanierung, Umnutzung)

    Seit längerem schon stand an der Ecke Weißfrauenstraße/Seckbächer Gasse ein Ladengeschäft leer. Nun wird bekannt, dass der Magistrat für diese städtische, denkmalgeschützte Liegenschaft zu Gunsten der Crespo-Stiftung für die Dauer von 23 Jahren ein Erbbaurecht bestellen will. Das Erbbaurecht wird für kulturelle und gewerbliche Zwecke sowie zu einem untergeordneten Teil für Wohnzwecke genutzt.




    weissfrauen1_3iwk6j.jpg


    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 05.2021, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation


    Es geht um dieses Gebäude:





    Bilder von mir

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Bilder eingefügt

  • Neue Mainzer Straße 82


    Das erste Mal wurde das Projekt hier von Epizentrum vorgestellt, dann hatten wir auch einmal eine hier ein Draufsicht, schließlich hatte sich Serendip bemüht, trotz Baustelle auf der Gegenseite uns die Fertigstellung zu liefern.


    Nun sind sämtliche Bauzäune weg, ein Friseur ist im Erdgeschoss mit entsprechender Beschilderung an der Fassade eingezogen, kurz der Bau ist fertig. Ich will die ehemaligen Diskussionen über die Dachaufbauten nicht wiederbeleben, habe aber heute für mich bemerkt, dass es doch irgendwie ganz gut zum Ma'Ro passt, daher zwei Bilder.


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  • Revitalisierung Goethestraße 2 geplant

    Das Umbauprojekt hatte Skyview in #1.443 vorgestellt. In seinem Beitrag gibt es auch aktuelle Bilder.


    Heute wurde eine Visualisierung des Umbauentwurfs des Frankfurter Büros APD bekannt. Das Duo Medcap Real Estate (Valencia) und Luwin Real Estate Managers (Frankfurt) wird die Fassade demnach vollständig erneuern lassen. Wie bereits bekannt, wird das Gebäude auch um ein Staffelgeschoss samt Terrasse erweitert. Nach Fertigstellung wird die Goethestraße 2 über rund 1.600 m² Mietfläche für Einzelhandel und Büros verfügen (Q). Mit einem "Retail-Flagship-Store" wird die italienische Marke Salvatore Ferragamo in das Gebäude zurückkehren.


    goethestrasse_2_umbau_2021.jpg
    Bild: apd architektur+ingenieurbüro

  • Das freut, eine neue Fassade hat das Gebäude benötigt. Etwas schade um die Licht-Installation vor dem Ferragamo Store. Die fand ich irgendwie toll und Abends sah das immer klasse aus.

  • Auf den ersten, flüchtigen Blick habe ich gedacht, daß das Rendering das Foto vom derzeitigen Zustand ist.


    Die abweisende Fassade zum Rathenauplatz ist nur geringförmig aufgelockert worden, und auch das Staffelgeschoss, bei dem was man erkennen kann, lässt zu wünschen übrig ( allein die Farbgestaltung in ocker, äh, ja..).


    Auch wenn es nur einen Bruchteil an einem der prominentesten Frankfurter Plätze ausmacht, wäre hier ein Abriss und ansprechender Neubau - im Stile des rechten Nachbarn - absolut wünschenswert gewesen.

  • Abriss wäre in der Tat deutlich besser als der Erhalt dieses abweisenden fensterlosen Klotzes. Bei Neubau würde ich aber eher den Stil des noch recht jungen linken Nachbarn bevorzugen. Und natürlich wie dort ebenfalls mit Haube, so dass der Eingang der Goethestraße wieder wie in der Vorkriegszeit beidseitig damit eingefasst ist.

  • Neues Projekt: Umbau und Sanierung Personal- und Organisationsamt Alte Mainzer Gasse 4

    Die Liegenschaft Alte Mainzer Gasse 4 ist ein südlich des historischen Rathauses gelegenes Gebäude, das in den Jahren 1954-1955 als Erweiterungsbau errichtet wurde. Das Bauwerk in L-Form hat vier Geschosse; es besteht aus zwei Hauptbaukörpern, die südöstlich aneinander anschließen. Die Alte Mainzer Gasse 4 ist Eigentum der Stadt Frankfurt und wird als Dienstgebäude durch das Personal- und Organisationsamt genutzt.


    alte_mainzer_gasse_4.jpg
    Bild: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (Orthofotos 2020)


    Das Bauwerk steht seit 2014 unter Denkmalschutz und ist im Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen. Teilansicht Südseite:



    Bild: Schmittchen


    Aufgrund des Alters und der einfachen Bauweise befindet sich die Alte Mainzer Gasse 4 in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. In den letzten Jahrzehnten wurden bei Renovierungsarbeiten lediglich die unumgänglich notwendigen Maßnahmen durchgeführt.


    Nun plant die Stadt eine "Gesamtsanierung". Dafür rechnet der Magistrat mit Gesamtkosten von rund 20 Millionen Euro. Mit der Planung wurde das Frankfurter Büro HGP Architekten beauftragt.


    Im nordöstlichen Bauteil ist die Wiederherstellung des Veranstaltungssaals im dritten Obergeschoss geplant. Derzeit sind dort Schulungsräume. Der Saal soll Platz für 475 Menschen bieten. Grundlage beim Umbau wird das Erscheinungsbild der 1950er-Jahre sein, noch vorhandene Bauelemente aus der Bauzeit sollen nach Vorgabe des Denkmalamts erhalten, aufgearbeitet und teilweise ergänzt werden.


    Alternativ zur Sanierung hat die Stadt auch den Abbruch und Neubau des Gebäudes geprüft. Dies sei ist jedoch durch die denkmalschutzrechtliche Feststellung nicht möglich, heißt es in einer aktuellen Bau- und Finanzierungsvorlage des Magistrats (PDF), da die Liegenschaft als besonders erhaltenswert eingestuft sei und laut Denkmalamt zudem eine einmalige Gebäudestruktur darstelle.


    Das Gebäude des Personal- und Organisationsamts ist die zentrale Bebauung auf dem Areal südlich des Römers, auf dem nach einer Initiative des Frankfurter Architekten Georg Zastrau die "Altstadt 2.0" entstehen könnte. Sein Konzept wurde 2015 in der FNP vorgestellt und hier etwa in diesem Beitrag erwähnt. Aufgrund des seit wenigen Jahren vorliegenden Denkmalschutzes, ferner auch infolge der bevorstehenden Baumaßnahme, dürfte die Wahrscheinlichkeit einer Realisierung in absehbarer Zeit gegen Null gehen.


    Ansicht des umgebauten und sanierten Gebäudes von Nord und Süd (Planung als PDF)


    alte_mainzer_gasse_4_umbauentwurf_1.jpg


    Ansicht Ost und West (Planung als PDF)


    alte_mainzer_gasse_4_umbauentwurf_2.jpg

    Grafiken: HGP Architekten / Stadt Frankfurt am Main

  • Ich nehme an, dass die offenbar angestrebte Farbgebung in "mandel" (?) (RGB: 240,226,209) ebenfalls auf eine Vorgabe des Denkmalschutzes zurückgeht. Vielleicht entspricht das ja dem ursprünglichen Zustand. Aber rote Fensterrahmen?

  • Furchtbare Nachrichten. Ist doch immer wieder interessant, welche dringend nötigen Stadtreparaturen (Bundesrechnungshof, Schauspielhaus, etc und jetzt eben hier) durch den sogenannten Denkmalschutz verhindert werden, während just die gleichen Ämter überhaupt kein Problem damit haben, wenn tatsächliche Baudenkmäler, so zB das Jügelhaus, bis zur Unkenntlichkeit verschandelt werden. Ich denke ich bin nicht der einzige, dessen Respekt vor diesen Ämtern mittlerweile gen null geht, und eine Radikalreform, weg von Nachkriegsschrottverherrlichung, Substanzfetischismus und Rekonstruktionsablehnung, hin zu gesunden Stadtbildern, für dringend nötig erachtet.


    Kann man nur hoffen, dass im Zuge der "Sanierung" auch derart viel Styropor an die Mauern geklatscht wird, dass sich die Bausubstanz und damit das Thema der weiteren Erhaltung dieser Bausünde in spätestens 20 Jahren aufgrund massiven Schimmelbefalls von selbst erledigt haben wird.

  • Wie die Frankfurter Rundschau am 1. Juni berichtete, wird in der Münzgasse ein Wohnhaus mit 25 Wohnungen von der Vonovia modernisiert. Dies umfasst eine Dämmung der Fassade und Kellerdecke, den Einbau von neuen Fenstern und eine Sanierung von Flachdach und Balkonen.

  • Als ich das letzte Mal (vor ein paar Jahren) bei Dämmerung über das Areal ging, hoppelten da zahlreiche Wildkaninchen über die menschenleeren Restgrünflächen. Bis heute bin ich noch nachhaltig schockiert, über diesen Vorstadtcharakter inmitten des Zentrums einer der am stärksten wachsenden Großstädte des Landes. Ich empfand das Areal, trotz dass es unmittelbar an den Römer angrenzend, als insoliert - aufgrund der vielen toten Ecken und der wirklich dauerhaften Abwesenheit von Passanten als irgendwie beklemmend und spießig.


    Prinzipiell halte auch ich große Teile des Amtes für denkmalwürdig (gerade die Eingangszone und der Gebäudeteil mit dem 2-geschossigen Saal). Wie auch beim Bundesrechnungshof, empfinde ich es aber als fatal, wenn der Denkmalschutz hier einen aus heutiger Sicht überkommenen, verschwenderischen und strukturell nicht wandelbaren Städtebau für die nächsten Generationen zementieren will. Priorität hat für mich immer der Städtebau und dann kommt die Architektur, ob mit Zeugniswert seiner Entstehungszeit oder ohne.


    Ob das Abstandsgrün am Haupteingang im Süden, oder die Parkierungs- und Restgrünflächen im Westen und Osten, der Tiefhof im Norden, oder diese 2- bis 3-geschossigen Durchfahrtsbauköper mit Nebennutzungen - die in den 50ern immer nur dazu dienten, aus bezuglosen Zeilenbauten Straßenräume zu generieren, ist Zeugnis eines Städtebaus von Vorgestern, der Stadt und Peripherie mit identischen Strukturen zersiedelt.


    Wenn man zumindest ein zukünftiges Entwickungsszenario für das Areal mit in die Planung einbeziehen würde, wäre ich mit der Sanierung durchaus einverstanden. Es sieht aber eher so aus, als ob man hier ein Ensemble im städtebaulichen Maßstab mit all seinen Fehlern konservieren will.

  • Der Denkmalschutz idealisiert und zementiert eine Zeit, die aus der Not heraus einfache und schlichte Baukörper hervorbrachte, weil sie nicht anders konnte. Schon die Idee, an jeder erdenklichen Ecke Parkplätze für Autos zu erhalten, zwecks Ensembleschutz (?), kann einer modernen europäischen Stadt von heute nicht standhalten. Städte wie Amsterdam oder Paris dagegen vertreiben ihre Autos aus den Innenstädten.


    Etliche innerstädtische Freiflächen nicht zu bebauen, insbesondere dieser Art, heißt, der Stadt ihre Urbanität zu nehmen. Für mich ist das auf lange Sicht ein Imageschaden, den die Stadt hier in Kauf nimmt, nur damit sie ein paar Idealisten, Ewiggestrigen, gerecht werden kann. Als Frankfurter Bürger der dritten Generation schäme und wundere ich mich über solche Entscheidungen.


    Eine so prominente Stelle so abweisend zu hinterlassen, so dass man am liebsten aus ihr fliehen möchte, das muss man als Stadtplaner erst einmal schaffen. Daran wird eine 20 Millionen Euro (!) teure Restauration auch nicht viel ändern. Die Summe wäre besser investiert in die Wiederherstellung des Rathauses, für das sich der Denkmalschutz bemerkenswerter weise nicht mit dem gleichen Enthusiasmus einsetzt.


    Hier wird leider nicht in die Zukunft investiert, sondern in eine gefühlte Steinzeit, die wir längst hinter uns lassen müssten!

  • Weiß man welche Personen hier genau verantwortlich sind? Ich kann mir gut vorstellen, dass es eine Frage der Zeit ist, dass diese Beamten in den Ruhestand gehen und neue das Ruder übernehmen. Denkmalschutz ist ja nicht zwingend in Stein gemeißelt. Jetzt nochmal 20 Mio € investieren, dann kann man das Gebäude in 30 Jahren halt erst abreißen. Ggfs. ist man dann ja nochmal schlauer, wie man denn diese Stelle besser bespielen kann.