Sonstige Bauprojekte innerhalb der Wallanlagen

  • Brönnerstraße 22 (Peterskirchhof) + Lange Straße 18

    Ein aktuelles Bild der Brönnerstraße 22 (Peterskirchhof), im Vorbeitrag hat epi schon alles gesagt. Die Gerüste werden zurzeit abgebaut



    die Fassade gezoomt


    Seit über 2 Jahren hat sich an der Lange Straße 18 nichts getan (letzter Beitrag hier) jetzt ging es hier weiter. Hoffentlich kommt die letzte Etage nicht erst in 2 Jahren


  • Brönner-22 (Peterskirchhof), Börsencenter/Centric (Schiller-)

    Endspurt am Peterskirchhof. Ich finde, es ist hier gelungen, mit moderner Architektursprache und doch mit Rücksicht auf die Umgebung zu bauen. Der Baukörper bleibt unter der Dachtraufe der Nachbarn, ist sogar ein Stück von der Bauflucht zurückgenommen, möglicherweise bewusst, um die Sandsteinumrandung der Brandmauer des Nachbarn nicht zu verdecken. Die Klinkerfassade ist in zurückhaltend erdfarbenen Tönen gehalten - vielleicht ebenfalls nicht zufällig mit Respekt auf die umliegenden Gräber des Peterskirchhofs. Direkt über den Grabtafeln liegen keine Fenster (nur zwei weiter oben), der Balkon zeigt nicht zur Straße, Einblicke ins Blockinnere sind von der Straße nicht möglich. Das ganze Gebäude nimmt sich zurück. Die obere Hälfte:



    Nachfolgend außerdem eine Gesamtansicht sowie ein Blick durch die Schillerstraße auf das nun komplett eingerüstete historische Gebäude vom Börsencenter/Centric-Projekt:


    Bild: https://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_LXA0488.jpg Bild: https://www.dafmap.de/d/serve.py?2018/EPI_LXA0465.jpg
    Bilder: epizentrum

  • Lange Straße 18 + Braubachstraße 3-5 "Domblick"

    Die Lange Straße 18 hat ihre Endhöhe erreicht



    Beim "Domblick" (Braubachstraße 3-5) liegt die Bodenplatte und erste Kellerwände stehen


  • Lange Straße 18 + Braubachstraße 3-5 "Domblick"

    Die Lange Straße 18 wird doch höher als von mir erwartet



    Das Erdgeschoss der Braubachstraße 3-5 "Domblick" ist im Rohbau fertig, man arbeitet an der ersten Etage


  • Neue Mainzer Straße 82

    Hatten wir die Neue Mainzer 82 hier schon? 2017 erfuhren wir vom Verkauf und der anstehenden Sanierung des Geschäftshauses, in dem bis zu ihrem Umzug in den Marienbogen (hier gegenüber) die Frankfurter Niederlassung der MISR Bank residierte.


    Käuferin war damals die Stiftung der Familie Reh aus Trier. Oben erwähnte Sanierung läuft bereits seit einiger Zeit. Laut Bauschild wird das Mansarddach zurückgebaut und ein Vollgeschoss (5. OG) sowie ein Staffelgeschoss hinzugefügt. Hofseitig wird ab dem 1. OG aufgestockt. Statt einer Bankfiliale wird es - wie angekündigt - einen Laden im Erdgeschoss geben. Das für den Entwurf und die Bauleitung verantwortliche Büro Badtke Architektur kommt aus dem "fernen" Bergisch Gladbach.


    Schnappschuss von gestern vom Opernplatz aus gesehen:



    Bild: epizentrum

  • Liebfrauenberg Hsnr. 37

    Der Bau aus den 50er Jahren steht jetzt schon einige Zeit leer (unten ein Foto von mir aufgenommen Anfang April). Kein Bauschild.


  • Neue Mainzer 82

    ^^ Ein Vögelchen zwitscherte mir zu, dass sich das Gewerbeobjekt bereits zur Anmietung auf dem Markt befindet, bspw. hier und dort. Beide Exposés zeigen eine Visualisierung des Umbau- bzw. Erweiterungsentwurfs. Der neue Dachaufbau geht in die Richtung "Eike Becker in rund" oder auch "zwei herausgeschnittene Grand-Tower-Wohnungen". Macht etwas her, auch wenn die historische Fassade darunter einer - nicht unattraktiven - modernen Gestalt weichen muss. Lt. DenkXweb ist die Fassade eben nicht denkmalgeschützt, auch wenn man das meinen könnte.


    Von der Visualisierung habe ich im Netz nur Dateien mit Makler-Wasserzeichen gefunden, deshalb nur der Verweis auf die Webseiten. Der Entwurf dürfte von Badtke Architektur stammen, Google findet außerdem ein gerade leider nicht ladbares "Announcement" des Frankfurter Ingenieurbüros Schwarzbart & Partner (Website), von dem die Tragwerksplanung stammen dürfte.


    Als Fertigstellung wird uneinheitlich das 3. Quartal, der 31. Dezember 2019 und auch "2020" genannt.

  • Danke. Sieht so aus, als sei von der bauzeitlichen Fassade nur das erste Obergeschoss und noch ein Teil des zweiten erhalten. Vermutlich wurde das Haus im Krieg stark beschädigt und beim Wiederaufbau auch aufgestockt. Oder dies geschah später, im Zuge der Anbringung der nach 1980er-Jahre aussehenden übrigen Fassade und der Errichtung der bis zuletzt vorhandenen Dachkonstruktion. Bei einer denkbaren Rekonstruktion des ursprünglichen Zustands, sofern dazu Unterlagen vorhanden sein sollten, würden wahrscheinlich Geschosse verloren gehen. Einen solchen Verlust würde eine (nicht einmal in Frankfurt ansässige) Familien-Stiftung wohl kaum in Kauf nehmen. Außerdem ginge in dieser inhomogenen Häuserzeile die beruhigende Wirkung der in etwa gleichen Höhe verloren. Vor diesem Hintergrund geht die Planung aus meiner Sicht in Ordnung.

  • Diese seltsamen Kokons würden noch nicht mal beim Nachkriegsgebäude nebenan für eine Aufwertung sorgen, beim jetzt betroffenen Gebäude ist es aber sogar eine extreme Verschlechterung. Geht in meinen Augen daher überhaupt nicht in Ordnung. Beim Ist-Zustand korrespondiert die Dachpartie wenigstens noch halbwegs mit den darunterliegenden Altbaugeschossen. Die Planung dagegen ist einfach nur modische Dachverschandelung der übelsten Sorte.

  • Ich dachte mir, dass zu unserer Diskussion oben auch ein Bild von oben (Bild von mir) passen könnte, aus der die gegenwärtigen Dachaufbauten auch noch einmal deutlich werden (auch im Hinblick auf die von Schmittchen angeführte beruhigende Wirkung der einheitlichen Höhe sowie deren Verlust):



  • Zeil 3 (Bürgeramt)

    FR, FNP und jetzt die FAZ hatten es schon, nur wir nicht. Das Gebäude Zeil 3 - die Heimat des zentralen Frankfurter Bürgeramtes - wird schrittweise saniert und teilaufgestockt. Wenn sich seit dem Stand der letzten Umbauarbeiten nichts geändert hat, gehört das Gebäude einem Frankfurter Architekten, der sich mit der Sanierung und dem Bau von Synagogen einen Namen gemacht hat. Mit der Stadt hat er nun eine Mietverlängerung um weitere 15 Jahre und in diesem Zug wohl auch die jetzt beginnenden Bauarbeiten vereinbart. Von jetzt bis Juni 2020 sollen das 4. bis 6. Obergeschoss saniert werden. Von November 2021 bis April 2023 werden sowohl die darunter liegenden Geschosse saniert als auch das Gebäude aufgestockt. (=35682238"]Q) Letzteres könnte wegen der prominenten Ecksituation interessant werden, da möglicherweise ein Eckturm, zumindest ein Hochpunkt entsteht. Die Front vorhin:



    Der Bau hat eine harmonisch gegliederte Rasterfassade, die mit geschliffenem Granitstein veredelt ist. Auffällig ist die "abgeschnittene" Ecke, an der die Fassade zu einem Turm aufsteigt. Aus der Fläche wölbt sich ein Erker heraus. Siehe auch von oben auf der Satellitenkarte. Schade wäre, wenn die Gaubenreihen über den Flanken einem zusätzlichen Obergeschoss weichen müssten und der Bau nur ein Flachdach bekäme. Im Moment passen die Proportionen, die Traufhöhe und auch die Farben perfekt zur noch stehenden gründerzeitlichen Umgebung. Wie man auf dem Bild übrigens sieht, ist ein Umzugsunternehmen bereits zugange.


    Zwei weitere Ansichten:


    Bild: https://www.dafmap.de/d/serve.py?2019/EPI_85B5718.jpg Bild: https://www.dafmap.de/d/serve.py?2019/EPI_85B5720.jpg
    Bilder: epizentrum


    Nachtrag: Die Magistratsvorlage M31/2019 präzisiert die Eigentumsverhältnisse (jetzt Eigentümergemeinschaft u.a. mit obigem Architekten) und nennt das Ausbauvolumen. Es werden 745 Quadratmeter Fläche hinzukommen. Der Mietvertrag wird um 20 Jahre verlängert, jedoch mit Sonderkündigungsrecht nach 15 Jahren. Die Miete steigt sehr moderat von 16,24 Euro um 2% auf künftig 16,57 Euro je Quadratmeter. Hinzu kommt ein Einmalbetrag in Höhe von maximal 300.000 Euro nach Abrechnung der zu erwartenden Baukostensteigerungen durch Aufteilung in zwei zeitlich relativ weit auseinander liegenden Bauphasen auf Wunsch der Stadt. Letzterer bleiben wiederum fast eine Jahresmiete dadurch erspart, dass sie zum Vertragsende von der Renovierung freigestellt ist.


    Nachtrag 2: Auf der Projektseite des für die 1. Phase verantwortlichen Projektcontrolling-Büros FF Projekt finden sich Bilder vom Bestandsbau aus aufschlussreichen Perspektiven.

  • Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie hier eine Aufstockung stadtbildverträglich durchführbar sein sollte. Die Dachzone des Gebäudes ist im Moment von den Parametern her ideal (Traufhöhe, Dachneigung, Gesamthöhe, etc), jede Änderung kann da nur eine Verschlechterung bedeuten. Auch die Proportionen des Gebäudes, das ja durchaus relativ gut mit den benachbarten Altbauten zusammenpasst, können nur leiden.

  • Brönnerstraße 22 (Peterskirchhof)

    Das oben schon in fast fertiggestelltem Zustand gezeigte Objekt, welches das Wohn- und Geschäftshauses Brönnerstraße 22 rückseitig zum Peterskirchhof um zwei Wohneinheiten erweitert, ist nicht nur von mir in den höchsten Tönen gelobt, sondern nun auch vom Deutschen Architekturmuseum in die 2020er-Shortlist ihres jährlich vergebenen "DAM Preises für Architektur in Deutschland" aufgenommen worden. Dazu findet sich auf der DAM-Seite ein informativer und bebildeter Projektsteckbrief. Zur Feier des Tages nachfolgend auch hier weitere Bilder aus verschiedenen Perspektiven von heute morgen. Gesamtansicht:



    Zoom der einfach wirkenden, aber genau ausgetüftelten Details:



    Weitere:


    Bild: https://www.dafmap.de/d/serve.py?2019/EPI_85B6334.jpg Bild: https://www.dafmap.de/d/serve.py?2019/EPI_85B6338.jpg Bild: https://www.dafmap.de/d/serve.py?2019/EPI_85B6339.jpg
    Bilder: epizentrum

  • Dieser Neubau ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass auch moderne Architektur in der Lage ist, sich perfekt in ein historisches Umfeld einzufügen ohne fremdartig oder aufdringlich zu wirken.


    Bei vielen Neubauten hat man leider den Eindruck, dass die jeweiligen Architekten das Gegenteil erreichen wollen. Auch wenn ich das an anderer Stelle schon mal gesagt habe: Architektur im Stadtraum ist kein Selbstzweck, sondern sollte sich auch an seinem Umfeld orientieren.


    Dieses Projekt bietet dafür perfektes Anschauungsmaterial.

  • Landwirtschaftliche Rentenbank

    In @Schmittchens Beitrag #1293 war die Rede von einer im März 2018 eingereichten Bauvoranfrage.


    Aus einem aktuellen Paket von Ausschreibungen (Tragwerksplanung, Haustechnik, Brandschuitz, Innenarchitektur, Außenanlagen) ergibt sich - hier Innenarchitektur - u.a. dies:



    Als Beginn der Maßnahme werden der 1.5. bzw. 1.7.2020 genannt, was darauf hindeutet, dass eine Baugenehmigung bereits vorliegt oder in Kürze erteilt wird.

  • Biebergasse 6-10 ("Görtz-Haus")

    Das Geschäftshaus Biebergasse 6-10 wird weitgehend abgerissen. Lediglich das Erdgeschoss bleibt stehen.


    4139_biebergasse_goertz-haus.jpg
    Bild: Schmittchen


    Anschließend wird das Gebäude neu aufgebaut. Die Geschosse werden dabei höher als bisher. Da deren Zahl gleich bleibt, wird das Gebäude höher als zuvor. Der Axa-Konzern wird knapp 90 Millionen Euro investieren. Ein Bauantrag ist gestellt, steht in heute der gedruckten FAZ. Nach Ende der Bauarbeiten werden 4.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche zur Verfügung stehen.


    Letzter Einzelhandelsnutzer ist nach Ende verschiedener Zwischennutzungen das Schuhhaus Görtz. Dieses zieht im kommenden Jahr in die Kaiserstraße 9. Dort schließt Bettenrid zum Jahresende seine einzige Filiale außerhalb Münchens. Das Fachgeschäft war einst selbst Mieter in der Biebergasse 6-10 und ist erst vor fünf Jahren an die Kaiserstraße gezogen.


    4116_biebergasse_6-10.jpg
    Bild: Schmittchen


    Noch zum Vorbeitrag: Während der Modernisierung und Erweiterung des Stammsitzes Hochstraße 2 zieht die Landwirtschaftliche Rentenbank in das "Goldene Haus" in der City-West, Theodor-Heuss-Allee 80. Der fünf Jahre laufende Mietvertrag über 12.300 Quadratmeter beginnt zum 1. Oktober 2020 (Q). Der höhere Gebäudeteil des Stammsitzes am Eschenheimer Turm wird künftig zwölf Geschosse einschließlich Staffelgeschoss haben, bisher sind es acht (Q). So könnte es dann aussehen.