Sonstige Bauprojekte innerhalb der Wallanlagen

  • Zum Ärgernis wird das Bauvorhaben hier durch die unmittelbare Nähe zu einem Kulturdenkmal, nämlich der Hochstraße 27, in diesem Forum meist "Biedermeier-Häuschen" genannt.


    Das stimmt. Allerdings muss man sagen, dass angesichts der Umgebungsbebauung wohl eher das Biedermeier-Häuschen den Fremdkörper darstellt. So gesehen würde der Entwurf dann noch zu den umliegenden Häusern passen.

  • Naja, die Nachbarbebauung ist nicht schön, aber passt mit Fensterformaten, Fassaden Gliederung, Dachgestaltung und Farbe noch halbwegs mit dem Altbau zusammen. Hundertmal besser jedenfalls als diese rücksichtslose Umbauplanung

  • Töngeshof (Töngesgasse 34-36)

    Der Töngeshof steht jetzt ganz frei. Letzte Bilder, siehe hier und dort, heute morgen:



    In diesem Abschnitt der Töngesgasse sind nun auch alle Geräte und Zäune entfernt. Das neue Gesicht der Straße:



    Bilder: epizentrum

  • Japan-Center

    Die Sockelarbeiten auf der Seite zum Taunustor sind abgeschlossen. Auf dem neu gestalteten Gehweg fehlen noch die Bäume. Ich frage mich allerdings ob die "formschöne Steingestaltung" so erhalten bleibt. (letzter Beitrag hier)


  • Börsenstraße 17 und 19

    Zum Umbauprojekt Börsenstraße 19 bereits oben #1210 ff. Vom aufgestellten Gerüst hat Megaxel berichtet, ansonsten ist am Ex-Sitz der BBBank noch nichts von außen Erkennbares passiert.



    Auf den Visualisierungen der umgebauten Börsenstraße 19 fiel schon das Dach des Nachbarhauses mit Hausnummer 17 auf, das hatte ich nämlich anders in Erinnerung. Tatsächlich wurde dieses im vergangenen Jahr teilweise abgebrochen und neu errichtet, nunmehr mit zwei Dachgeschossen. Nach Mandarddach soll es aussehen, es endet aber in einem Flachdach mit zwei Dachterrassen. Die Straßenfassade wurde lediglich farblich neu gestaltet. Das Ergebnis ist insgesamt annehmbar, meine ich. Bauherr ist hier Krieger + Schramm, der Umbauentwurf ist vom Architekturbüro Michael Neubert aus Hofheim am Taunus.



    Alle Bilder: Schmittchen


    Wesentliche Änderungen gibt es auch im Erdgeschoss, denn beide früheren Ladenlokale wurden beziehungsweise werden zu Gastronomieflächen umgebaut. Bereits im Dezember eröffnete die Bar Sakura ("a wide variety of Sake and Shochu and very nice food"). Letzter Nutzer dort war wohl eine Secondhand-Boutique - Food ist das neue Fashion. Nebenan ist leider der British Bookshop verschwunden. Das seit 1956 (!) bestehende Geschäft schloss Mitte Februar 2016 aufgrund der bevorstehenden Umbauarbeiten. Eventuell geht es an anderer Stelle weiter, steht hier, aber fast ein Jahr seit Schließung sind die Chancen dafür bestimmt nicht gestiegen. Vom Umbau ist von der Straße noch wenig zu sehen, und doch hat bereits ein Nachfolger ein Plakat aufgehängt. "Madame Mei Chinese Cuisine" ist dort zu lesen.


    Zur Börsenstraße 17 zum Großklicken (v. l. n. r.): Bar Sakura, alte Ladenfront British Bookshop, Bauschilder und Ankündigung.


    ............

  • Mainkai 35, Römerberg 9

    Am Mainkai 35 entsteht die rückseitige Dachkonstruktion mit Fertigbetonteilen und Ortbeton:



    Vom Römerberg 9 (ev. Akademie) hatten wir diesen Stand der Rückseite noch nicht:



    Man arbeitet zur Zeit intensiv an den Seitengebäuden und an der Durchfahrt. Dort ist der südliche Eingang großflächig und mit schmalen Profilen verglast (sieht nach einer automatischen Schiebetür aus). Die Decke der Durchfahrt wird beidseitig ein wenig herausgezogen. Zur Zeit montiert man eine Konstruktion aus Schienen und Alublechen:



    Bilder: epizentrum

  • Frankfurt – Kulturerbe

    [FONT=&quot]^ #1209, #1217, #1222[/FONT]

    [FONT=&quot]Was hier wieder mit dieser Glaskonstruktion in der engeren “Altstadt“ gebastelt wird macht einen nur [/FONT]
    [FONT=&quot]sprachlos. Immer wieder werden ohne Rücksicht auf Verluste moderne und dem Altstadtbild [/FONT]
    [FONT=&quot]entgegengesetzte Konstruktionen eingebracht. Hier mal wieder angebaut, an dem einzigen vollständig [/FONT]
    [FONT=&quot]erhaltenen Fachwerkaus (Haus Wertheim, links) in der “Altstadt“, wenige Schritte nur neben dem [/FONT]
    [FONT=&quot]Rathaus und am Römerberg, von der evangelischen Gemeinde gebaut, die sich in diesen Dingen in [/FONT]
    [FONT=&quot]der Altstadt besonders hervortut.[/FONT]

    [FONT=&quot]Von der ja im Kern immer noch Altstadt-Feindlichen Stadt wurde das natürlich wieder locker [/FONT]
    [FONT=&quot]durchgewunken. Problemlos zumal, weil in diesem Falle ja wiederum keinerlei spezielle Satzung, [/FONT]
    [FONT=&quot]zwingende Kontrolle oder Beratung, wie beim Dom-Römer-Areal, dazwischen steht. Von einer [/FONT]
    [FONT=&quot]eingebundenen Öffentlichkeit ganz zu schweigen.[/FONT]

    [FONT=&quot]Mir klingen noch heute die Worte eines Ausschussmitgliedes, in einer Sitzung des [/FONT]
    [FONT=&quot]Sonderausschusses “Dom-Römer-Areal“, [/FONT][FONT=&quot][FONT=&quot]wie Hohn [/FONT]in den Ohren, der auf eine kritische Zuschauerfrage empört [/FONT]
    [FONT=&quot]antwortete, [/FONT]
    [FONT=&quot]“Wir bauen hier die Altstadt wieder auf!“.[/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]

  • Es ist trotzdem im Herz der Altstadt, und insbesondere direkt am Römerberg sollte man definitiv was altstadtgerechteres erwarten können, als einen sterilen Glaskasten. Problem sind aber generell auch die Politiker und Stadtplaner in Frankfurt die überhaupt keine sinnvolle langfristige Agenda haben, wie die großenteils absolut tote Altstadt umgebaut und umgenutzt und damit ihrer besonderen Rolle für die gesamte Stadt wieder gerecht werden kann. Stattdessen hat man im Innenstadtkonzept sogar das längerfristige Festhalten an der trostlosen Vorstadttristesse der 50er-Jahre-Siedlungshäuser rund um Dom und Römerberg bestimmt...

  • Ich muss Rohne recht geben.


    Neben dem Haus Wertheym hätte ich mir eine sensiblere Lösung gewünscht. Gerade von der Mainseite sieht das alte Fachwerkhaus wie angeklebt aus.

    Eine Spiegelfläche ist grundsätzlich für alle eine Zumutung. Die Nachbarn werden sich freuen. Das gespiegelte Motiv gibt auch nicht viel her.


    Zur Römerseite hin wirkt das Haus einfallslos und unmotiviert. Provinzielle Architektur.

  • Freßgass 29 (Große Bockenheimer Straße)

    Das Nachkriegsgebäude auf der Freßgass gegenüber dem Apple Store (Große Bockenheimer Straße 29, siehe Karte und Street View) hat eine charakteristische, schmucke Fassade mit feiner Gliederung und mit Sternen, Wellen und Rauten im Putz. 2008 gab es Pläne, diese Perle von 1953 abzureißen. Jetzt ist ein Gerüst aufgestellt, an dem neben dem Gerüstbauer auch ein Schwarzwälder Spezialist für Edelputze (Web) sowie ein Fenster/Türen-Produzent ihre Banner angebracht haben. Es geht wahrscheinlich um eine erhaltende Sanierung. Schnappschuss:



    Bild: epizentrum

  • Lange Straße 59 + Römerberg 9

    Die Gerüste sind gefallen an der Lange Straße 59 (letzter Beitrag hier)



    am Römerberg 9 wurden an der Durchfahrt die ersten Verkleidungsbleche angebracht, erinnert mich irgendwie an den Silvertower ...


  • Zwei Auffälligkeiten

    [FONT=&quot]Muss das so sein?[/FONT]

    [FONT=&quot]^ #1228[/FONT]

    [FONT=&quot]Lange Straße 59 [/FONT]

    [FONT=&quot]Gar nicht so schlecht in dieser Umgebung.[/FONT]
    [FONT=&quot]Die Fassade ist pflegeleicht und das Klinker-Design passt sowohl in die 60er Jahre als auch [/FONT]
    [FONT=&quot]zusammen mit diesen Fenstern in unsere Zeit.[/FONT]

    [FONT=&quot]Warum wohl aber die Regenfallrohre einmal nach außen abbiegen (rechts) und einmal gerade [/FONT]
    [FONT=&quot]abgehen, lässt sich vermutlich nur damit erklären, dass man erst nachträglich festgestellt hat, dass [/FONT]
    [FONT=&quot]einmal unten im Erdgeschoss ganz rechts der Pfeiler schmäler ist und einmal das Rohr zu dicht an [/FONT]
    [FONT=&quot]den Fenstern liegen würde, der Einlauf oben aber weiter innen liegen muss. Vielleicht hatte man da [/FONT]
    [FONT=&quot]auch schon die Rohre auf der linken Hausseite montiert? Ist das nun Handwerklich zu verzeihen oder [/FONT]
    [FONT=&quot]gar gestalterische Absicht gewesen?[/FONT]

    [FONT=&quot]^ #1228[/FONT]

    [FONT=&quot]Römerberg 9[/FONT]

    [FONT=&quot]Diese Glas- Metallkonstruktion an diesem Ort, zwischen Römer und Haus Wertheim, wird durch diese [/FONT]
    [FONT=&quot]Verkleidungen eher noch abstoßender. Das ist schon hochgradig provokativ.[/FONT]
    [FONT=&quot]Hier wird der Ruf nach einem ständigen Gestaltungsbeirat anschaulich nachvollziehbar.



    [/FONT]

  • Lange Straße 59

    Die Fassade hat durchaus Charme - den des Kölner oder Berliner Wiederaufbau um 1948. Was die Regenrohre angeht, hat man wohl auf der rechten Seite zu spät gemerkt, daß das Fallrohr direkt neben dem kleinen Fenster herunterkäme und dann ganz rechts außen einen auf Symetrie gemacht. Ja, das Haus paßt perfekt in die grausliche Umgebung, es fehlen nur noch die Satellitenschüsseln und eine Spielhölle im Erdgeschoß, aber auch das sollte sich machen lassen. Städtebaulich gesehen, hätte auch gleich der Vorgängerbau stehen bleiben können. Daß hier Wohnungen für jeweils über eine halbe Million 'versteckt' wurden, sieht man dem Haus wirklich nicht an. Understatement der besonderen Art.

  • ^


    Das mit der grauslichen Umgebung ist so eine Sache. Das Gebäude schließt an eine sehr gelungene postmoderne Spielart der Gründerzeit, die neben der Ostzeil auch die unmittelbar nördlich gelegene Kreuzung (Lange Straße/Zeil/Seilerstraße) prägt und zu einer der schönsten Ecken der Innenstadt macht. Anders sieht es bei der südlich gelegenen Kreuzung (Lange Str./ Allerheiligentor) aus. Bei letzterer gelte es architektonisch harsch zu intervenieren und zum Teil sogar nicht vor einem Abriss zurückzuscheuen. Gerade weil auch hier zwischen Allerheiligenstraße und Buttonnstraße eines der schönsten und spannendsten Gebäude der Stadt steht und großes Potential birgt.

  • Seilerstraße 3-7

    Die Anzeichen mehren sich, dass ein weiterer Unort vom Stadtplan getilgt wird. Es handelt sich um das Brachgrundstück Seilerstraße 3-5, auf dessen Rückseite der Wendehammer am Ende der Heiligkreuzgasse liegt.



    C: Stadtvermessungsamt Frankfurt a.M.


    Es hängt zwar noch kein Bauschild, aber in der vergangenen Woche wurde auf dem Bauplatz ein Raupenbagger entladen sowie H-Träger zur Herstellung des Baugrubenverbaus.


    Das Grundstück weist eine Problematik insofern auf, als beim U- und S-Bahnbau Ende der 70er/Anfang 80er Jahre in der Ostzeil Kanäle und Leitungen aus mir nicht näher bekannten Gründen nicht im Straßenverlauf verlegt wurden, sondern durch das Grundstück. Bisher scheiterten alle Bebauungsversuche, vor allem seinerzeit im Sanierungsverfahren, an den Kosten für die Verlegung der Leitungen. Einer Magistratsvorlage aus dem Jahr 2002 ist zu entnehmen, dass diese Kosten der Käufer übernommen hat, aber vom Kaufvertrag zurücktreten darf, falls sich die Verlegung als undurchführbar erweist. Ohne Leitungsverlegung scheint eine sinnvolle und wirtschaftlich vertretbare Bebauung zumindest schwierig zu sein. Jetzt also deutet sich an, dass es eine Lösung gibt.