Sonstige Bauprojekte innerhalb der Wallanlagen

  • ev. Stadtakademie

    Nun ist endlich einmal das zukünftige grafisch gestaltete Glasdach der ev. Stadtakademie zu bewundern. Die mit weißem Siebdruck gestalteten Glaselemente sind bereits großflächig in die Stahlkonstruktion eingebaut.
    Ich muss sagen, ich finde es spannend im Blick auf das Gesamtergebnis. Allein der altstadttypische hohe Giebel hat seine Wirkung vom Mainufer aus. Aber auch insgesamt ist es mal ein mutiges Projekt - eine moderne Übersetzung des Altstadtreparaturgedankens und keine Billigheimerlösung.

  • ^ Absolute Zustimmung. Ich bekam gestern abend zwei schnelle Handy-Schnappschüsse hin; die Arbeiten waren um 19:30 Uhr noch in Gang. Noch sah es etwas "unordentlich" aus auf dem Dach, aber man kann die zarten fachwerkartigen Strukturen erkennen. Es wird ein Wechselspiel zwischen Transparenz und blickdichten Aufdrucken geben. Die Seite zur Alten Mainzer Gasse:



    Die Vorderseite zum Römerberg mit weiterem Material am Boden:



    Bilder: epizentrum

  • Evangelische Stadtakademie

    So, jetzt mit etwas besserer Qualität und größerem Zoom mit Stand heute Mittag. Die Arbeiten kommen gut voran, sodass man sich inzwischen das Endergebnis zumindest teilweise vorstellen kann:



    Herangezoomt:



    Bedruckte Verglasung auch an den Außenwänden:



    So sieht eine bedruckte Scheibe aus der Nähe aus:



    Wie von RYAN-FRA beschrieben, die Wirkung des Spitzgiebels hinter der Baustelle Mainkai 35 vom Mainufer aus gesehen:



    Bilder: epizentrum

  • Breite Gasse 7-9

    Freude im Haus: Ich vermute, die Außenhaut wird demnächst ordentlich geschrubbt, die schmuddeligen Fliesen hätten es verdient. Vielleicht wird auch mehr passieren. Das Gebäude ist eingerüstet:



    Bild: epizentrum

  • Stephanstraße 13

    Der Umbau der Stephanstraße 13 (Post vor der Revitaliserung) ist wohl abgeschlossen, zumindest äußerlich sieht es ganz danach aus.


    Und auch wenn ich kein großer Fan von architektonischem Stückwerk bin, muss ich gestehen die unteren beiden Etagen des Gebäudes können sich durchaus sehen lassen. Das Ganze wäre sicher sensationell geworden, wenn man die oberen Level auch noch überarbeitet hätte. Zumindest eine farbige Anpassung der Fassadenelemente (wenn schon nicht das selbe Material) und ggf. eine Überblendung der Fensterfassungen hätten sicher noch einiges mehr raus holen können.





    Bilder von mir.

  • AOK-Gebäude Battonnstraße 40-42

    Nachdem wir in den letzten Tagen so einige positive Überraschungen erlebt haben, habe ich heute ein Projekt welches für mich leider eher eine Enttäuschung darstellt. Mir ist natürlich durchaus bewusst, dass der Fokus bei diesem Umbau eher auf einer energetischen Sanierung lag. Ich sehe allerdings keinen Grund warum man nicht trotzdem bei der Matieralwahl und/oder der Gestaltung der Fassadenteile eine etwas zeitgemäßere oder attraktivere Lösung hätte finden können!?


    In meinen Augen wurde hier viel Aufwand betrieben und keine wirkliche Verbesserung der Gesamtwirkung erreicht. Im direkten Vegleich zu vor der Sanierung (siehe Schmittchens Post vom 22.03.13) vielleicht sogar eine Verschlechterung.





    Bilder von mir.

  • sweet_meat : ich muss Dir absolut Recht geben und auch ich empfinde das Ergebnis als absolut ernüchternd.


    Die von Dir gemachten Photos sind offensichtlich überdies im warmen und schmeichelnden Abendlicht gemacht worden. Demzufolge erwecken sie den Anschein, dass die Fassade wärmer und bräunlich-golden geworden ist. Das Gegenteil ist jedoch der Fall! Ohne goldenes Herbst-Abendlicht handelt es sich um eine graue und absolut kalte Fassade, die meines Erachtens schlimmer nicht sein könnte und die ihr ganzes Umfeld in ihren Plattenbau-Bann herunterzieht.


    Es ist für mich unfassbar, dass man dieses eh schon hässliche Monstrum noch derart weiter verschandeln konnte. Jetzt müssen wir wohl die nächsten 50 Jahre damit leben.


    Vor dem Hintergrund der sowieso schon nicht nachvollziehbaren Entscheidungen der hiesigen Denkmalschutzbehörde würde es mich nicht wundern, wenn auch dieses Gebäude als "herausragender Bau der Deutschen Nachkriegsmoderne" eingestuft und unter Denkmalschutz gestellt worden wäre. Allerdings konnte man bei dem Originalbau aus den 50ern noch eine gewisse Leichtigkeit erkennen und die Fassade führte die zugrundeliegende Stahlkonstruktion fort. Davon kann jetzt nicht mehr die Rede sein. Ein Sprengkommando wäre die einzig richtige Lösung gewesen.

  • Du hast natürlich recht marty-ffm die Fotos sind gestern während des Sunsets entstanden, was die Gesamtwirkung etwas verfälscht.
    Allerdings kann selbst die sagenhafte „Golden Hour“ bei diesem Meisterwerk nicht mehr allzuviel retten oder beschönigen.
    Nur der Vollständigkeit halber nun hier nochmal eine Ansicht von heute Nachmittag unter einer Nebelbank, also quasi nahezu in Normlicht. ;)



    Bild von mir.

  • Belebung der B-Ebene kommt voran

    Das Projekt der VGF zur Belebung der B-Ebene an der Hauptwache kommt voran. Der geplante Einbau eines zusätzlichen Lastenaufzuges als Voraussetzung für die Einrichtung eines Lebensmittel-Marktes im ehemaligen B-Ebenensektor von Kaufhalle/Sport-Arena ist genehmigt worden und kann jetzt umgesetzt werden. Da alle unterirdischen Bereiche an der Hauptwache Teil der Verkehrsanlage "U- und S-Bahnstation Hauptwache" sind, auch die nicht-öffentlichen, müssen wesentliche Änderungen nach PBefG planfestgestellt werden (...nur, falls sich jemand wundert, dass wegen eines Lastenaufzuges das Regierungspräsidium involviert ist mit Planfeststellung pp. ...)


    Details


    Zum Zeitrahmen der Umsetzung enthält der Plan keine Angaben.

  • Schäfergasse 52 / Ecke Große Friedberger

    Der Nachfolger des in 2014 abgetragenen, 2-geschossigen Nachkriegsbau (ehemals Zeil Kebab – siehe Post #1062) an der Ecke Schäfergasse / Große Friedberger wird nun endlich ausgepackt. Nachdem über die komplette Bauzeit keine einzige Visualisierung aufzutreiben war, hatte ich tatsächlich schon schlimmste Befürchtungen. Diese bestätigten sich (zum Glück) allerdings nicht. Ganz im Gegenteil, der Nachfolgebau überrascht mieses Erachtens äußerst positiv und wertet sie Ecke deutlich auf.


    Die durch die Zusammenfassung der unteren beiden Ebenen angedeuteten Kolonnaden, der zurück genommene Eingangsbereich durch den (darüber) quasi ein Erker entsteht und auch die abwechslungsreiche Aufteilung der Glas-/Spiegelflächen können sich sehen lassen.


    Hier eine kleine Rundum-Serie (bei leider relativ bescheidenem Wetter)...





    Schönes Detail: Mit besser werdendem Licht, spiegelte der großflächige Glasanteil der Fassade mehr und mehr die direkten Nachbarn ein.
    Durch die Spiegelungen und die trotzdem noch vorhandene leichte Transparenz der Glasteile, ergeben sich interessante Mischungen aus Reflexion und Durchsicht.




    Alle Bilder von mir.

    3 Mal editiert, zuletzt von Schmittchen () aus folgendem Grund: Und Vertipper lassen sich doch korrigieren ...

  • ^ Nicht schlecht, zweifellos eine Aufwertung.


    Was mich stört, sind die massiven Brandwände zu den Nachbargebäuden - gut zu sehen auf dem ersten Bild. Das hätte man vielleicht harmonischer gestalten können, z.B. durch Rundungen oder Abschrägungen. Vielleicht aber auch nicht, bei unserem Baurecht weiß man nie...

  • Römerberg 9 | Mainkai 35

    Die spiegelnde Fassade der Evangelischen Stadtakademie hat in der Tat ihre Reize ...



    Hier sieht man auch den oberen Abschluss ...



    ... und hier den Aufbau der Fassade:



    Der Rohbau Mainkai 35 hat die Traufhöhe erreicht, auch der Vorbau steht (Vis zum Vergleich):



    Bilder: Schmittchen

  • Umbauvorhaben Börsenstraße 19

    Umwandlungen von Büro- zu Wohnnutzung sind meist erfreulich. Es geht aber auch anders, wie ein Vorhaben an der Börsenstraße zeigt: An der Einmündung der Zwingergasse befindet sich ein vermutlich in den frühen 1960ern entstandenes Bürohaus (auf dem Foto rechts), das seit rund vier Jahren weitgehend leer steht. Letzter Nutzer der Büroräume der Börsenstraße 19 war die BBBank, die Ende 2012 in das "Junior-Haus" an der Kaiserstraße gezogen ist.


    Nun plant ein Entwickler aus dem Raum Kaiserlautern unter dem Projektnamen "Suits19" den Umbau in ein Wohnhaus mit gewerblicher Nutzung im Erdgeschoss. Neben einer Gewerbeeinheit sollen 19 Eigentumswohnungen entstehen. Nichts Gutes lässt die Beschreibung "modern, gradlinig, fast puristisch" auf der Website des Projekts erahnen. Geplant ist demnach eine Aufstockung um zwei Geschosse. Das bisherige Satteldach, zur Zwingergasse hin abgewalmt, soll zu Gunsten eines Flachdachs verschwinden. Für die Fassade ist ein Wärmedämmsystem geplant, mit einer Verkleidung aus anthrazitfarbenen Klinkerriemchen. Offenbar als Krönung des Ganzen ist zur Zwingergasse ein Erker vorgesehen, verkleidet mit blauen Aluminiumpaneelen.


    Das mag für sich gesehen in Ordnung gehen, sofern es die Umgebung zulässt. Zum Ärgernis wird das Bauvorhaben hier durch die unmittelbare Nähe zu einem Kulturdenkmal, nämlich der Hochstraße 27, in diesem Forum meist "Biedermeier-Häuschen" genannt. Das um 1810 entstandene Wohnhaus, Teil der frühen Wallstraßenbebauung, wurde bekanntlich vor wenigen Jahren mit sehr viel Aufwand und Liebe zum Detail saniert (Bilder u. a. in Beitrag #730). Gleich südlich davon, nur durch die schmale Zwingergasse getrennt, ist das "Suits19" geplant.


    Nach Angabe des Projektentwicklers wurde im Oktober 2015 eine Baugenehmigung erteilt (Az. B-2015-1116-4). "Hochwertiges City-Wohnen" stellt man sich in der Pfälzer Provinz so vor:



    Bild: worag-14 GmbH & Co. KG