Sonstige Bauprojekte innerhalb der Wallanlagen

  • Sanierung Braubachstraße 34

    Die Gerüste an der Braubachstraße 34 sind abgebaut und das Haus erstrahlt im alten Glanz, die Haustür wird hoffentlich noch ersetzt. Für einen Vergleich vorher/nachher, hier epi's Beitrag vom April 2011 ansehen



    und hier noch ein paar Details



    Bilder: thomasfra

  • Das zuletzt in Beitrag #1004 erwähnte Vorhaben hat jetzt eine Website. Daraus ergibt ergibt sich, dass nun doch sämtliche früher von der Frankfurter Sparkasse genutzten Nachkriegsbauten abgebrochen werden sollen. In zwei Neubauten und dem umgebauten historischen Bestand sollen bis zum ersten Quartal 2016 27 Wohneinheiten entstehen.


    Der "historische Bestand" ist ja auch nicht das, was er verspricht. Von dem gelegentlich fälschlicherweise als "Schönborner Hof" bezeichneten Gebäude ist ja nur der Treppenturm historische Baumasse, hinter der barocken Fassade westlich davon ist ein Betongebäude aus den 70ern verborgen. Das Originalgebäude wurde beim Umbau von der Wurstfabrik zum Sparkassenbürogebäude abgetragen.

  • Projekt "Goethe34" (Große Bockenheimer Str. 45 und Goethestr. 34)

    Trotz Gerüst wirkt "Goethe34" schon jetzt mit seiner runden Ecke auffällig schmal. So schmal, dass von einem gelungenen Blickfang und einem hohen Wiedererkennungswert gesprochen werden kann.


  • Planung für Mainkai 35

    Auf Höhe des nördlichen Brückenkopfs des Eisernen Stegs und in Nachbarschaft zum Haus Wertheym am Fahrtor steht das Gebäude Mainkai 35. Eine Abbildung gibt es bei Street View.


    Nun ist geplant, das Gebäude aus der Nachkriegszeit abzubrechen und an seiner Stelle einen sechsgeschossigen Neubau zu errichten. Dieser soll nach Planung des Frankfurter Büros Landes & Partner gebaut werden. Vorgesehen ist eine Grundfläche von 21,5 x 25,5 Metern und eine Höhe von 17,5 Metern über Geländeoberkante (Q). Zum Main hin ist dem Erdgeschoss-Grundriss zufolge Gastronomie vorgesehen. Deren auf der Visualisierung erkennbarer Name dürfte eine Reminiszenz an das bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg an dieser Stelle stehende Restaurant "Main-Terrassen" (Foto) sein.



    Grafik: Landes & Partner

  • Hätte schlimmer kommen können, ist der erste Gedanke. Nur warum vergibt man an dieser Stelle die Chance, die Altstadt optisch ein wenig mehr um die Ecke zu ziehen? Ein bis zwei Gesimse und spitze Giebel über den Gauben hätten Effekt. Sicher liegt es wieder am Geld - und am Mut.


    Außerdem ist mir aufgefallen, dass die ganze Fläche vor dem Haus zum Main hin recht staubig bis siffig wirkt. Für eine Terrassenbewirtschaftung nicht gerade förderlich. Zudem sind die wildwachsenden Bäume zwar ganz schön, nehmen dem Platz in ihren Ausmaßen aber Licht und Raum.

  • Spannendes und hocherfreuliches Projekt, da prominent gelegen an dieser doch konstant gut besuchten Ecke. Äußerlich absolut vertretbar und angemessen. Glücklicherweise keine Quadrat- oder Schießschartenfenster.


    Die Gastronomie dürfte wie fast überall in Mainnähe zum Selbstläufer werden. Der Platz ist siffig und verstaubt, gerade weil kein Gastronom für Belebung gesorgt hat. Das perfekte Beispiel ist der Friedrich-Stoltze Platz, der vor der Öffnung der "Bar Celona" ein ähnlich jämmerliches Bild abgab. Wäre schön, wenn es an dieser zentralen Stelle mal eine bezahlbare Café-Alternative zum "Metropol" oder "Karin" gäbe und es mal ausnahmsweise keine überteuerte Trend-Location á la Oosten, Walden oder Table wird.

  • Ich muss sagen, dass ich den geplanten Neubau als deutliche Verbesserung des bisherigen Zustandes sehe. Ich finde auch den Entwurf sehr gut. Erfreulich, dass ein richtiges Schrägdach geplant ist. Und durch die Gauben, die sich jeweils nur über einen Teil der Front ziehen, entsteht tatsächlich eine Art Altstadt-Feeling. Das ganze wird noch dadurch unterstützt, dass das doch recht lange Gebäude optisch in zwei Häuser gegliedert wird. Der vorspringende Baukörper der Main-Terassen sorgt zusätzlich für Abwechslung und ist überdies ein schönes Zitat.


    Von mir aus können alle verbliebenen 50er bzw. 60er- Jahre Häuser an der Mainfront abgerissen werden und durch etwas Vergleichbares ersetzt werden. Es wird Zeit, dass wir uns von diesem entsetzlichen Mief mal befreien.

  • Dass es Fenster in stehendem Format und keine "Quadrat- oder Schießschartenfenster" gibt ist ebenso wie die vorgesehene Dachform auf die "Gestaltungssatzung für die nördliche Mainuferbebauung" aus dem Jahr 2007 zurückzuführen. Die wird sich auch auf die Wahl der Fassadenfarbe auswirken (Farbton gemäß Anlage) und das Dach muss mit Schiefer gedeckt werden.

  • Nach besagter Gestaltungssatzung ist ein Drittel der Wandfläche der Südfassade als geschlossene Wandfläche auszubilden (§ 4 IV). Mir kommt es so vor, als wäre der Fensteranteil hier größer als 2/3. Ich sehe irgendwie nur Fenster.

  • Mainkai 35

    Sehr erfreulich, dass sich an der Stelle etwas tut! Losgelöst von (natürlich relevanten) rechtlichen Fragen gefällt mir der hohe Fensteranteil eigentlich ganz gut, ebenso die vorgelagerte Terrasse und die optische Unterteilung in zwei Häuser. Was mehr irritiert sind die beiden "Giebel", die auf mich groß und klobig wirken. Aber das mag auch daran liegen, dass wir hier bisher nur diese eine Grafik sehen können, die noch nicht sehr detailliert ist.


    Die Terrasse dürfe ein Selbstläufer werden, das denke ich auch, gerade weil es auf der Altstadtseite direkt am Fluss ja kaum Konkurrenz gibt, flussaufwärts erst beim Mainkai Café an der Straßenecke Zum Pfarrturm und flussabwärts erst beim Nizza. Dafür aber jede Menge Laufpublikum, wie Golden Age schon schreibt.


    Anbei mal zwei Fotos des Bestands, wegen der zahlreiche Bäume auf dem ansonsten eher unschönen Platz kaum zu sehen. Bisher sitzt hier übrigens das Revisionsamt. Wie man sieht, wurde auch damals schon auf die historischen Main-Terrassen Bezug genommen, nur wird die Terrasse von der Behörde wie es ausschaut nicht genutzt.



    Und die Gebäuderückseite zur Alten Mainzer Gasse.



    -Bilder von mir-

  • Von Landes ist man ja normerweise auch eine gewisse Qualität gewohnt (von ihren Entwürfen für Markt 38 und das Romantikmuseum mal abgesehen - auch die Webseite des Büros offenbart noch weitere Grausamkeiten die ich ihnen niemals zugetraut hätte), und es ist zumindest eine Verbesserung zum Vorzustand. Allerdings möchte ich vielleicht lieber nicht wissen was ohne Gestaltungssatzung herausgekommen wäre. Die Zeichnung ist noch sehr grob, so dass sich noch nicht alles beurteilen lässt, aber zu den Grundzügen des Entwurfs kann man sich durchaus schon eine Meinung bilden. Zusammengefasst: recht solide, aber trotzdem schade dass man nicht noch mehr Mut bewiesen hat. Positiv auf jeden Fall die Orientierung am Vorkriegszustand, ersichtlich zum Beispiel bei der Anzahl der Fensterachsen.
    Die Fensterflächen sind im Verhältnis zur gesamten Fassadenfläche aber definitiv zu groß, und allgemein fehlt mir eine Gliederung der Obergeschosse. Die Idee optisch zwei Gebäude draus zu machen ist gut, die Umsetzung aber fragwürdig, da eben beide Baukörper die genau gleiche (Nicht-)Gestaltung der Obergeschosse aufweisen. Hoffe dass da noch nachgebessert wird. Sehr schade auch, dass die "Gauben" als klobige Rechtecke ausgeformt werden sollen. Ebenfalls schade, dass man im rückwärtigen Bereich zur Alten Mainzer Gasse sich nicht stärker am historischen Grundriss orientiert, wobei mir bewusst ist, das der in diesem Bereich quer über die Gasse gestellte 50er-Klotz hier gewisse Einschränkungen schafft.

  • Nur warum vergibt man an dieser Stelle die Chance, die Altstadt optisch ein wenig mehr um die Ecke zu ziehen? Ein bis zwei Gesimse und spitze Giebel über den Gauben hätten Effekt.


    Der Entwurf ist doch sehr nah an der Vorkriegsbebauung: Teilung in zwei Baukörper, gleiche Anzahl Fensterachse, Zwerchhaus. Was fehlt, wäre nicht spitze Giebel sondern der flache Tempelgiebel auf dem Zwerchhaus.
    M.M.n ein gelungener Entwurf.


    Possitiv finde ich auch, dass diese Garagenzufahrt verschwindet.

  • Geh mal auf die unter #1023 verlinkte Streetview-Ansicht, da kann man sie noch erkennen, ein bißchen verdeckt durch einen Baum, direkt an der Grundstückgrenze zur Konditorei Hollhorst.

  • Ja, das Tor unmittelbar neben dem einzigen vollständig erhaltenen Fachwerkhaus der Altstadt - gestalterische Brillanz trifft üppige Dekoration trifft penibelsten Unterhalt:




    Bilder: Schmittchen

  • Goethe34

    Die Steinfassade am Goethe34 sieht richtig gut aus. Schöner Stein in Creme mit feinen Kanneluren und schwarze Fensterrahmungen. Sehr edel.


    Nicht schlecht und hoffentlich eine Gedankenvorlage für das Maintor-Panorama.

  • "Goethe34"

    Das charakteristische auskragende Dreiecksdach mit abgerundeten Ecken nähert sich der Fertigstellung. Der Betonkragen hat schon eine Teerabdeckung, die jedoch bei Vergrößerung des Bildes recht provisorisch wirkt.


  • Katzenpforte

    Gefühlt seit Ewigkeiten wird an der Ecke Stephanstraße/Katzenpforte gebauarbeitet. Jetzt wurde der östliche Gehweg in der Katzenpforte auf ganzer Länge asphaltiert. Anscheinend wird die Straße nun komplett erneuert und die Verkehrsumleitung erfolgt über den Gehweg.



    Ecke Stephanstraße



    Blick in die Katzenpforte


    Bilder von mir