Sonstige Bauprojekte innerhalb der Wallanlagen

  • ^ Eine spitz zulaufende Verlängerung des Gebäudes in Richtung Westen fände ich eine feine Sache. Das würde die Goethestraße optisch ein Stückchen verlängern und sie "sauberer" abschließen als bisher. Freßgass dito. (Wo soll aber bloß der Schwenkgrill hin, der dort immer zu den Straßenfesten steht!? ;)) Ein Stadtplan aus den 1920er-Jahren zeigt ebenfalls eine spitze Westecke an dieser Stelle, allerdings höchstens bis zur Litfass-Säule auf Schmittchens Bild. Historiker vor, wie war's damals genau bebaut?

  • Aus dem Kopf weiß ich nur, dass das ein prächtiger neobarocker Kopfbau mit Turmlösung zur Ecke hin war, von der allerbesten Qualität wie die Häuser an der Ostseite des Opernplatzes. Baujahr kurz nach 1880 parallel mit dem Durchstich der Goethestraße. Ob das Ding zerbombt oder in der Nachkriegszeit wichtigeren Dingen wie etwa dem Verkehrsfluss geopfert wurde, ist mir leider nicht bekannt.

  • Es war ebenfalls die Basler-Versicherung:



    Und so sah das Gebäude 1945 aus:



    Es war wie vieles durchaus zu retten, zumal die Fluchtlinie dieser Seite der Großen Bockenheimer Straße noch original ist und nicht zurückgenommen wurde. Auch dieses Grundstück ging nicht bis an die Straßenbegrenzung und hatte etwa die selben Abmaße wie der Nachfolgebau.


    Einmal editiert, zuletzt von BEKU () aus folgendem Grund: Bild ergänzt

  • ^ Meine Herrn, das war ja eine prächtige Ecke! Ob vielleicht ein Turm angebaut wird? Ich träume einfach mal...


    Heute ist der Umzugskandidat übrigens bereits eingezäunt, und die Bodenplatten um ihn herum entfernt. Siehe Foto von heute. Von dieser Perspektive kann man ganz gut erkennen, dass selbst der Baum einige Meter von der aktuellen Westkante entfernt steht, die Gebäudeerweiterung also auch in dieser "kleinen" Version ihre Wirkung zeigen wird.

  • Man ist mal wieder sprachlos ob der Leichtigkeit, mit der in der Nachkriegszeit mit den wenigen Resten repräsentativer Architektur aufgeräumt wurde. Selbst auf dem kleinen Bild erkennt man, dass sämtliche Bauplastik, selbst der Dachaufbauten, noch erhalten war. Anbetrachts des Sonnenstandes und mit Blick auf die Fenster ist das Gebäude offenbar noch nichtmal in den unteren Geschossen ausgebrannt. :bah:

  • ^Man muss sich halt klarmachen, dass der Frankfurter der späten 1940er und 1950er hier keine "Reste repräsentativer Architektur" sah sondern die Ruine eines veralteten Gebäudekonzeptes, die jetzt einem modernen, hellen und aufgeräumten Gebäude Platz machen musste.

    Nimm die historisch verklärende Brille ab und überlege einmal, was Du als verantwortliche Führungskraft eines Unternehmens gemacht hättest, wenn sich die Möglichkeit geboten hätte, auf bestehender Fläche im Zentrum der Stadt die nutzbare Bürofläche mindestens zu verdoppeln - zu Kosten, die aufgrund der einfacheren Bauausführung (glatt, rechte Winkel, wiederholbar) vermutlich niedriger waren als ein Wiederaufbau und obendrein locker in der halben Zeit machbar.
    Wenn Du deinen Job hättest behalten wollen, hättest Du damals genau das gebaut, was da heute steht.


    Die (sentimentale?) Freiheit, zumindest Teile des Bestands zu retten, hatten damals nur Eigentümer in Personengesellschaften, die ausschließlich eigenes Geld verantworteten und nicht, als angestellte Manager einer Kapitalgesellschaft, fremdes Geld. Dass der eine oder andere angestellte Manager das heute nicht mehr richtig herum auf die Reihe bekommt ist wieder ein anderes Thema.

  • Da magst Du recht haben, aber man hätte sich aus heutiger Sicht mehr Kampf um das Stadtbild durch die Stadt/entscheidenden Politiker gewünscht, die einen Wiederaufbau oder die Rettung des einen oder anderen Gebäudes damals sicher noch hätten forcieren können. Aber genau das Gegenteil war ja der Fall: aus politisch/ideologischer Überzeugung heraus hat man einem Investor keine Steine in den Weg gelegt, wenn er abreißen wollte, ja sogar eher die schon liegenden und noch stehenden Steine weggeräumt (im wörtlichen Sinne).

  • Fantastische Architektur damals! Was ich auch schlimm finde ist das man nach dem Krieg nicht einmal die Struktur der damaligen Stadt mehr gefolgt hat d.h. die Strassenbreite, grösse der Plätze, Blockrandbebauung etc. Hätte man mindestens die damalige Struktur respektiert, hätten wir heute eine viel mehr angenehmere Stadtbild gehabt. Leider wurden die meisten Strassen und Plätze viel grösser oder breiter was dazu führte dass es unpersönlicher wurde. Heute sind wir so "weit" gekommen das wir angefangen haben die alten Fehler zu korrigieren wie z.B. Altstadt, Berlinerstr. Die Strukturen sind nach meiner Meinung mindestens so wichtig wie die Architektur von den einzelnen Gebäuden. Das wird sehr oft vernachlässigt wenn man über die Schönheit einer Stadt spricht aber tatsächlich ist es genau das was eine Stadt zum grossen Teil schön macht.


    Es geht um Proportionen - und meiner Meinung nach sind die heutigen Stadtplaner noch recht schwach in dem Bereich. Immer noch werden sehr grosse (oder lass uns sagen unproportional grosse) Plätze oder breite Strassen gebaut, die kein Sinn machen und die meistens auch leer/leblos bleiben. Ich finde z.B. die Europaalle zu breit im Verhältnis zu dem Rest. Die hätten es viel enger bauen sollen um die richtige Stimmung für Frankfurt oder den Stadtteil zu finden. Europaalle wird leider nicht sehr lebendig werden wie viele träumen. Es wird eine leicht verbesserte Version von Theodor-Heussalle. Wer geht denn da gerne schlendern? Noch ein guter Beispiel davon finde ich den Walther-von-Cronberg-Platz und das Main Plaza. Eigentlich super Architektur aber zu grosse Leerräume, zu unpersönlich, keine Enge, die Interesse weckt und Action bringt. Da herrscht auch die Stille und der kalte Wind eher. Ein paar Restaurants gibt es aber von einer lebendigen Stadt kann mann nicht reden meine ich.

  • Hochstraße 33

    Bei Hochstraße 33 (Lage) wurde bereits vor einer Weile wie angekündigt mit den Umbau- und Sanierungsarbeiten begonnen, mehr Infos in diesen Beiträgen. Das Gebäude ist eingerüstet und wird entkernt, auch der markante Reklamestempel ist verschwunden.



    Die Rückseite Richtung Zwingergasse.



    -Bilder von mir-

  • Seniorenhaus Bleichstraße

    Am Seniorenhaus in der Bleichstraße geht es vorerst nicht nur langsam voran, wie zuletzt marty-ffm hier zeigte, sondern gar nicht mehr. Während woanders die Krane schneller als die Krokusse sprießen, holt BKL heute ihren dort aufgestellten Kran nach Hause.


    Bleibt zu hoffen, dass hier keine lange Brache entsteht, auch weil die Verschwenkung der Fahrbahnen die Passage immer wieder zu einem kleinen Abenteuer für Rad- und Autofahrer macht.

  • ^ Bestätigt. Der Abbau hat mich vorhin beim Vorbeigehen so erschüttert, dass mein Finger, der sich Tag und Nacht an der Kamera befindet, zuckte (- und ein zweites Mal). Kürzlich gab es wegen der Umstände und Risiken, die die Fahrbahnverschwenkung bereiten, eine Anfrage beim Magistrat. Der Ab- und sätere Aufbau muss günstiger sein als den Kran über die Zeit des Baustopps stehen zu lassen. Fragt sich nur, warum es die zweite Pause gibt und wie lange sie dauern wird.

  • Stiftung Waisenhaus | Bleichstraße)

    Ich war am Samstag auch zufällig in der Ecke und etwas erschrocken.
    Kann es nicht auch sein das ggf. die Baufirma wechselt, auf der Baustelle herrschte immerhin schon seit Ende letzten Jahres Stillstand!?
    Dadurch gäbe es im Zweifel ja dann sogar eine Möglichkeit, dass mit neuem Unternehmen das Projekt etwas zügiger voran schreitet.


    Der Vollständigkeit halber hier noch zwei Schüsse vom Kranababau:

    Schnappschüsse von mir.

  • AOK-Gebäude Battonnstraße 40-42 wird saniert

    Das in Beitrag #853 erwähnte Ausschreibungsverfahren ist entschieden. Den Auftrag, den Umbau des AOK-Gebäudes zu planen, hat das Darmstädter Büro Baurconsult (Web) erhalten. Zur Erinnerung: Der Baubeginn ist im 4. Quartal 2013 vorgesehen, Ende 2014 bis Anfang 2015 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen werden.


    Das nach einem Entwurf der Architekten Meid/Romeick (u. a. auch National-Hochhaus von 1964 und Hochhaus Taunusanlage 11 von 1972) erbaute Hochhaus wurde 1958 fertig gestellt. Damals sah es so aus. Zuletzt wurde die Fassade im Jahr 1984 saniert. Damit später verglichen werden kann zwei Bestandsfotos von Ende 2012, das erste von der Kurt-Schumacher-Straße aus:



    Von der Einmündung der Klinger- in die Battonnstraße:



    Bilder: Schmittchen

  • Sparkassen- und Giroverband

    Das Dach an der Alte Rothofstr.9 sieht fertig aus, nach der Fassade zu urteilen sollten die Gerüste bald fallen



    Bild: thomasfra

  • Meisengasse 9

    Eigentlich wollte ich ja Fotos vom Börsentor machen, wo sich aber noch nichts tut. Dafür direkt daneben in der Meisengasse (Karte), dort gehen die Verschlimmbesserungen weiter. Nachdem vor einer Weile das Nachbarhaus Meisengasse 7a und das Erdgeschoss der Nr. 9 umgebaut wurden (siehe hier, dort und da), ist nun auch das Dach gefolgt. Die ehemaligen Gauben sind verglasten Dachschrägen gewichen, die stark denen des Nachbargebäudes ähneln. Auf Schmittchens letztem Updatefoto zum Börsentor kann man erkennen, dass das Gebäude dort eingerüstet, das Dach aber noch nicht verändert war. Der etwas rustikaleren Charme, den das Gebäude früher hatte (auf google maps noch zu sehen) gefiel mir besser, ebenso wie die urige Kellerbar Mephisto. Mittlerweile ist dort der schon oben erwähnte Club mit dem Namen m9 eingezogen.




    -Bilder von mir-

  • HAT64 (Bleichstraße 64-66)

    Gleich neben der fleming's-Baustelle zwischen der Eschenheimer Anlage und der Bleichstraße (Karte) laufen Bauarbeiten im HAT64 genannten Hochhaus. Wieder einmal, muss man sagen; denn die letzte umfängliche Modernisierung gab es 2008 nach Komplettsanierung von 1997 bis 2000. Der 18-geschossige Bau stammt von 1972. Siehe auch die objekteigene Website. Laut abrufbarem Bauschild passiert dieses Mal folgendes:


    Zitat

    Brandschutzrelevante Grundrissänderungen und Errichtung jeweils einer Dachterrasse im 11. und 16. Obergeschoss eines Bürogebäudes GK: Sonderbau nach § 2 Abs. 8 Nr. 5 + 12 Hochhaus gem. § 2 (8) 1 HBO


    Entwurfsverfasserin ist die MMZ Architekten GmbH, die in eben jenem Gebäude residiert. Das Bauschild-Aktenzeichen stammt übrigens bereits von 2010. Die Nordseite des Gebäudes heute:



    Bild: epizentrum

  • Rentenbank

    Zu dem befürchteten Umbau des Rentenbank-Stammhauses, in diesem Thread mehrfach Thema, wird es wohl nicht kommen. Einigermaßen verblüffend die Begründung: Selbst die zuletzt gewünschte Aufstockung des Gebäudes würde nicht ausreichend Platz schaffen, jedenfalls nicht auf lange Sicht. Zuletzt ist die Belegschaft der Bank nämlich stark gewachsen. Ein (zusätzlicher) Anbau nach Norden dürfte wegen des Wallservituts nicht genehmigungsfähig sein. So bleibt wohl nur ein Umzug.


    Laut Dienstagsausgabe der FAZ hängt die Bank zwar an dem 1955 von ihr selbst erbauten Gebäude, sucht nun aber nach einer neuen Bleibe*. Nicht in Frage kommen soll ein Wegzug aus Frankfurt. Fotos des seit dem Jahr 2000 denkmalgeschützten Gebäudes:


    Bild: http://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/2070rentenbank_status.jpg Bild: http://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/2694rentenbank.jpg
    Bilder: Schmittchen

  • Bleichstraße 12

    ^ Das sind zwei gute Nachrichten auf einmal. Mich beruhigt, dass eine Ausnahme vom Wallservitut nicht einmal zur Debatte zu stehen scheint. Mit dem Hilton steht ja ein Beispiel gleich nebenan. Vielleicht kommt eine dritte gute Nachricht hinzu, wenn die Rentenbank ein Bestandsgebäude innerhalb der Wallanlagen für sich herrichten lässt.


    Zur Bleichstraße 12: Nachdem dort im März der Kran abgebaut wurde (Zeitsprung), gibt es mit dieser Bauauftragskorrektur einen neuen Endtermin für die Bauarbeiten. Sie verschieben sich um ein glattes Jahr auf September 2014.

  • Wohnen am Dom (Große Fischerstraße)

    Die Südbalkone der beiden Mäckler-Spitzhäuser bekamen gestreifte Planen bzw. Vorhänge und Markisen spendiert. Sicher nicht jedermanns Sache. Hier gibt es einen Schnappschuss davon. Das letzte Update zum fertiggestellten Projekt ist hier zu finden.