Sonstige Bauprojekte innerhalb der Wallanlagen

  • Gebäudesanierung/Umbau, Freßgass


    Das Gebäude links neben dem neu entstehenden Gebäude Freßgass 30 (ehemaliges Plöger-Haus) ist eingerüstet und wird umgebaut... Ein kleines Rendering ist zu sehen. Leider hatte ich keine Kamera dabei... Sieht aber nach einer enormen Aufwertung aus... Besonders das Dach scheint spacig zu werden... Damit verliert diese Seite der Freßgass ihren bislang wohl unansehnlichsten Bau...


    Gut so..! :daumen:

  • Freßgass 32 / Freßgass 30 / Alte Rothofstraße 8-10

    Das von nicodemus entdeckte Bauschild am Gerüst der Freßgass 32:



    Das Gebäude wird um ein Vollgeschoss sowie ein Staffelgeschoss aufgestockt.


    In den Neubau Freßgass 30, der daneben anstelle des Plöger-Gebäudes entsteht, soll einem FNP-Bericht zufolge im nächsten Jahr der hier im Forum zuweilen herbeigesehnte Apple Retail Store kommen. Das wäre dann der dritte in Deutschland.


    Inzwischen schreitet der Um- und Neubau des Sparkassen- und Giroverbands Hessen-Thüringen an der Alte Rothofstraße 8-10 einigermaßen zügig voran. Von dem Bestandsgebäude mit der Hausnummer 8 bleibt nicht viel stehen, vor allem die Aufstockung scheint einen ziemlich umfangreichen Teilabriss erforderlich zu machen.



    Fassade im Detail, kaum Ähnlichkeit mit der bekannten Visualisierung:



    Bilder: Schmittchen

  • Zur großen Bockenheimer Str. 32 (Freßgass):


    Schaut ganz gut aus, das Bildchen, ist aber m. E. von der Idee her nicht ganz "neu". Vor dem "Signaris"-Gebäude rechter Hand an der Mainzer Landstrasse hängt ein ähnliches Bauschild bzw. -bild. Sieht dem Gebäude Freßgass m. E. ziemlich ähnlich. Dort ist bereits eingerüstet und wird wohl auch sehr umfassend renoviert!


    Halte das für ein sehr gutes Zeichen in diesen Zeiten, daß zumindest umfassend renoviert wird. Bietet sich aber andererseits gerade jetzt (bei Leerstand!?) zwingend an, um veraltete Gebäude wieder in einen vermietbaren Zustand zu versetzen. Somit hat die Krise auch was gutes, sozusagen: "Aus alt mach neu"....und wenn`s wieder brummt sind die Gebäude auf dem neuesten Stand und somit wieder vermietbar.:)

  • Die Renovierung ist zu begrüßen, auch wenn die Fassade selbst noch recht einfallslos aussieht.


    Mit Sorge betrachte ich allerdings den Trend zu Mode-Einzelhandel auf der Fressgass. Meines Erachtens spricht diese Entwicklung dafür, beispielsweise die Kaiserstraße zur neuen Goethestraße zu entwickeln. Ausreichend Nachfrage scheint da zu sein, denn auf die Fressgass ziehen hauptsächlich Premium-Marken. Weiß jemand in wie fern die Stadt Einfluss auf die Ladenvergabe nehmen kann (also hauptsächlich Lebensmittel/ Restaurants)?

  • Es gibt eine Gestaltungs- oder Erhaltungssatzung für die Fressgass, da war glaub ich auch ein Passus zur Ladenstruktur drin. Aber derartige Satzungen scheinen in Frankfurt in letzter Zeit ja eh nichts mehr zu gelten... Und ob man mit einer Satzung überhaupt großartig Einfluss auf die Mieterstruktur von privaten Gebäuden nehmen kann, wage ich (leider) zu bezweifeln. Bleibt wohl nur zu hoffen dass es sich irgendwie verhindern lässt, dass sich noch mehr Klamotten-Läden auf der Fressgass breit machen.
    Zum Sanierungsprojekt: schrecklich! Die Fassade ist ja schlimmste Nachkriegstristesse, null Verbesserung zum Ist-Zustand und eine Aufstockung um gleich zwei Geschosse hat dort ja mal gar nichts verloren. Was soll das? Sollte wohl mit der möchtegern-eyecatchenden Dachpartie von der Einfallslosigkeit bei der Fassadengestaltung abgelenkt werden...

  • Tatsächlich enthält die Freßgasssatzung keine Regelung bezüglich der Branchen, ich war auch immer gegenteiliger Meinung. Die Satzung von 1979 ist eine reine Gestaltungssatzung.


    Die Freßgass ist denkbar weit von Leerstand entfernt, skyliner, sie gilt als 1A-Lage. Auch nachzulesen in dem FNP-Artikel, den ich im letzten Beitrag verlinkt habe. Dort geht es außerdem um den Branchenmix und die Tatsache, dass die Stadt Ketten nicht raushalten kann. Und doch verdient die Straße m. E. ihren Namen noch, auch wenn die Lebensmittelgeschäfte weniger und die Restaurants mehr geworden sind.


    Auch in der übrigen Innenstadt gibt es praktisch keinen Leerstand. Unvermietbare Geschäfte geben daher - anders als höhere Ausnutzung - keinen Anlass für die Sanierung oder den Neubau von Geschäftshäusern. Man mag das manchmal bedauern, zum Beispiel wenn man sich die Häuser nördlich und südlich der Konstablerwache ansieht.

  • Schmittchen : Das mit dem Leerstand war hauptsächlich auf die Mainzer Landstrasse bezogen: Vermietungsschilder u. a. am Gebäude der Allianz Global Investors, Trianon etc. Das habe ich nicht klar genug herausgestellt sorry!


    Zur Freßgass: Bei einem Rundgang vor ca 1 1/2 bis 2 Jahren hat sich z. B. der Einzelhandelspräsident Frank Albrecht auch darüber echauffiert, daß diese Gasse immer weniger Ihrem Spitznamen entspricht. Der planungspolitische Sprecher der CDU, Jochem Heumann, hat damals ebenfalls darauf hingewiesen, daß es keine explizite Verpflichtung von Mietern gäbe, dort Lebensmittelläden in welcher Form auch immer anzusiedeln. Sehr wohl beachte man bei der Stadt nach wie vor, daß hier auch künftig noch genügend Restaurants etc. vorhanden sein werden. Ausnahmen wie z. B. der Herren!?-Ausstatter Rene Lezard am Beginn der Freßgass ggü. Opernplatz bestätigten hier aber die Regel.


    Wie auch immer, im neuen Börsenforum (ehem. Frankfurter Volksbank) entsteht z. Z. immerhin mehr für den "großen und kleinen Hunger zwischendurch" als vorher...:)

  • Das ist nicht ganz richtig, denn dem Bau des Börsenforums fiel auch das Restaurant "Tomate" zum Opfer. Es befand sich früher in dem Häuschen mit vorgesetztem Fachwerk.

  • Projekt Börsentor, Börsenstraße 15

    Das Geschäftshaus Börsenstraße 15 wird vollständig umgestaltet. Das schätzungsweise in den frühen 1960er-Jahren erbaute Gebäude, unmittelbar nördlich an den sanierten Bau der Frankfurter Volksbank anschließend, war früher der Sitz der PVG Presse-Vertriebs-Gesellschaft. Seitdem diese in einen Neubau im Gewerbegebiet Am Martinszehnten gezogen ist steht das Gebäude leer.


    2007 wurde offenbar ein Umbau zu einem "Hotel an der Börse" geplant, Info in diesem Beitrag. Passiert ist aber nichts. Nun hängt ein Transparent an der Fassade das ein Projekt Börsentor ankündigt. Verwiesen wird auf diese Projekt-Website. Nach den dortigen Angaben soll der Umbau im Frühjahr 2009 beginnen und im nächsten Jahr abgeschlossen werden.


    So sieht das Gebäude derzeit aus:



    Bild: porteño


    Das ist geplant:



    Das sechs Meter hohe Foyer:



    Bilder: LaSalle | emptyform/tjie


    Noch kurz zu dem Geschäftshaus das derzeit anstelle des abgebrochenen Plöger-Gebäudes gebaut wird: Das geänderte Rendering ist jetzt auch auf der Website des Entwicklers zu sehen.

  • Toll! Gerade wenn man den Platz kennt, ein ungemein guter Entwurf! Vor allem das offene Erdgeschoss ist ein riesiger Fortschritt, da ist es fast egal, was sich hinten der Fassade tut.


    Knuffig ist natürlich der Baumstamm.


    Was die Projektseite nicht verrät: Wohin wird wohl der Durchgang führen? Dahinter ist doch eigentlich "nur" das Börsenparkhaus? Oder wird sich dort auch etwas tun?


    Die einzige Stelle in diesem Quartier die jetzt noch dringend aufgewertet werden muss ist das Eckgebäude Schillerstraße/Taubenstraße...

  • Auf dem geänderten Rendering des Freßgass 30 (ex Plöger) scheint sogar der neue Apple Retail Store mit seinen typischen weißen Wänden sichtbar zu sein.


    Mit dem Umbau von Freßgass 32, dem neuen Börsenforum und dem Neubau von Freßgass 29 (Nordsee, Antiquariat Ewald, das Wirthaus) kann man schon von einer "Freßgass 2.0" sprechen. Die Gefahr in eine zweite Goethestrasse zu mutieren, ist nicht nur vorhanden, sondern schon seit vielen Jahren voran geschritten. Alleine die schnieke Long Island Summer Lounge dürfte als Indikator dienen. Dies hat aber auch damit zu tun, dass die zu kurz geratene Goethestrasse aus allen Nähten platzt, den vielen Nachfragen nicht gerecht werden kann und sich somit fast zwangsweise auf die Nebenstrassen ausbreiten musste.


  • [...] und dem Neubau von Freßgass 29 (Nordsee, Antiquariat Ewald, das Wirthaus) kann man schon von einer "Freßgass 2.0" sprechen.


    In einem Bericht der FAZ vom 18.12.2008 über den Einbruch mit Brandstiftung im Antiquariat Ewald fiel eine Bemerkung, dass der Investor für den Neubau von Freßgass 29 bereits zurückgetreten sei:


    Zitat


    Das Aus für Ewalds kleine Idylle kam im Sommer, als bekannt wurde, dass ein Berliner Investor das Haus kaufen und abreißen wollte. Zwar ist der Interessent mittlerweile wieder zurückgetreten, wie Ewald nun erfahren hat. Seine Kündigung aber bleibt wirksam und er selbst hat sich damit abgefunden, dass nun etwas Neues kommen muss.


    Weiß jemand hier genaues?

  • Noch ein kleines Update von heute nachmittag in Sachen Schäfergasse, die Fassade (insbesondere die Rundung) wird langsam sichtbar:



    (Klicken zum Vergrößern)



    (Klicken zum Vergrößern)



    (Klicken zum Vergrößern)


    Alle Bilder von mir, ihr könnt damit treiben, was ihr wollt, außer sie für Geld zu verhökern.

  • Bethmann Colonnaden

    Informationen zum Projekt in Beitrag #262. Inzwischen sind die Kolonnaden an der Bethmannstraße weitgehend fertig. An den Geschäften dahinter wird noch gearbeitet.


    An der Fassade der darüber liegenden Büros erkenne ich bisher keine Veränderung. Von dem angekündigten "aufwändig gemusterten Pflaster" in den Kolonnaden ist ebenfalls noch nichts zu sehen. Offenbar werden - vorübergehend? - die alten Platten wieder verlegt. Der Konferenzraum für Baker & McKenzie auf dem Dach des Gebäudes Berliner Straße, Ecke Bethmannstraße ist äußerlich fertig. Wie die Kolonnaden ist er mit Anröchter Dolomit verkleidet.


    Ein ungewöhnlicher, schöner und hier gut passender Naturstein. Ziemlich misslungenes Bild, im Vorbeifahren fotografiert:



    Bild: Schmittchen