Exzenterhaus | 89m [realisiert 09/2013]

  • @ Maehler


    "Interessant war der einführende Vortrag des Sprechers über das Schutzgut
    Mensch ..."
    Es wäre sicher im Interesse der "Betroffenen" besser gewesen, sie hätten sich dieses Thema durch einen Spezialisten erklären lassen und nicht durch jemanden, der sehr emotional, aber mit wenig fachlichem Hintergrund die Leute vor seinen Karren spannen will.


    "U-Bahn"
    Es war also ein spezialisierter Statiker, der die vorliegenden Gutachten und Berechnungen kennt anwesend? Die Zeitung berichtet darüber nichts.


    "Mikroklima / Fallwinde"
    Bevor man sich in die Gefahr begibt den Betroffenen Unsinn zu erzählen, sollte man sich über die Sachverhalte informieren: Es liegt schon seit Monaten eine Untersuchung aus dem Windkanal vor. Dies kann man in der Begründung zum Bebauungsplan nachlesen und das Originalgutachten konnte im Rahmen der öffentlichen Auslegung eingesehen werden. Hier werden falsche Hoffnungen bei den "Betroffenen" erweckt, die für deren Entscheidung sicherlich nicht hilfreich sind.


    "Verschattung bis zu über 700 / 900 m"
    Auch ein Körper von nur ein Meter Höhe kann einen Schatten von 700 / 900 m werfen. Es kommt nur auf den Tag und die Uhrzeit an. Solche Aussagen, wie sie da in der Zeitung stehen, sind wenig hilfreich, weil sie nichts über eine wirkliche Betroffenheit aussagen.


    "Von Parkplätzen freikaufen"
    Was sollen solche Informationen? Angst / Stimmungsmache? Wenn man sich hinsichtlich des Standes des Projektes auf dem Laufenden hält, hätte man feststellen können, dass der inzwischen rechtskräftige Bebauungsplan gerade geändert werden soll, um noch mehr Stellplätze auf dem Baugrundstück unterbringen zu können. Diese Änderung wurde möglich, weil die Kreuzung Universitätsstraße/Oskar-Hoffmann-Straße nun nicht mehr zu einem Kreisverkehr umgestaltet werden soll und daher mehr Fläche für Stellplätze zur Verfügung gestellt werden kann. https://session.bochum.de/soma…onr=7037931&voselect=4008


    Heute, am 17.1.08 ist das ganze auch in der Zeitung nachlesbar
    Der Link ist bereits tot. Vielleicht funktioniert dieser hier:
    http://www.westline.de/nachric…t=0&order=relevanz&ort=bo

  • @ Gérard - Danke daß du das ansprichst.
    Stimmungsmache ist nämlich ein zweischneidiges Schwert, das in diesem Fall begonnen wurde mit dem Begriff "Leuchtturm" . Ein Hochhaus als Leuchtturm für die Stadt zu verkaufen ist bereits Stimmungsmache ohne sachlichen Hintergrund. Man könnte auch sagen ein werbestrategischer Begriff um für den Turm zu werben. Also ein Begriff aus dem Lager der Befürworter und Initiatoren. Dürfen deswegen diejenigen, die den Bau nicht haben wollen, nicht zweifeln und ihre Zweifel vortragen, und das ganze mit eigenen Argumenten ?
    Man benötigt keinen Gutachter um selbst sagen zu können:
    was einem gefällt oder nicht,
    was jemandem zu groß erscheint oder nicht,
    was jemand bei einem solchen Bau empfindet oder nicht
    und was die umliegenden Anwohner ertragen wollen oder nicht -
    wenn dem so wäre ...


    Und die Untersuchung im Windkanal ? Wurde da nur am Exzenterhausmodell versucht oder mit einem Modell des gesamten Bereiches incl. Häuser. Und ich meine damit nicht nur einige wenige Häuser die direkt nebenan liegen, sondern den betroffenen Stadtteil.


    Und dann bleibt immer noch die Frage der Frischluftschneise unbeantwortet, städteplanerisch heutzutage ein wichtiger Punkt.


    Gérard, du scheinst in der Tat Fachmann zu sein, aber ist der Vergleich und die Relativierung eines 96 m Hauses das einen bis zu 900 m Schatten wirft mit dem einen Meter Körper nicht auch schon in gewisser Weise Stimmungsmache, allerdings verharmlosender Art ?

  • Ein paar Hochhäuser hat Bochum ja bereits. Ich würde dieses zwar nicht als einen Leuchtturm bezeichnen, aber diese Proteste sind auch übertrieben. Laut eines Lageplans etliche Beiträge zuvor wird vorwiegend ein Platz zwischen zwei Straßen beschattet. "96 m Hauses das einen bis zu 900 m Schatten wirft" - huh, sowas ist wohl nur wenige Minuten nach dem Sonnenaufgang bzw. kurz vor dem Sonnenuntergang möglich.

  • @ Maehler


    "Stimmungsmache"
    Ich habe den Herrn B. schon real erlebt. Ich habe gelesen, was er zu dem Thema geschrieben hat (was jeder andere auch kann) – das reicht mir. Im Übrigen weiß ich nicht, wo der Begriff "Leuchtturm" herkommt – das ist aber auch egal. Es geht darum, ob Bürger, die sich durch eine Planung oder ein Bauvorhaben in ihren Rechten verletzt sehen, möglichst objektiv über Sachverhalte aufgeklärt werden und dann entscheiden können, ob sie klagen sollen oder nicht. An einer solchen Stelle ist Demagogie eben nicht angesagt.


    "Untersuchung im Windkanal"
    Natürlich gab es ein Umgebungsmodell, das den Anforderungen, die an die Untersuchung zu stellen sind entsprach.


    "Frischluftschneise"
    Es gibt hier zum einen keine Frischluftschneise im eigentlichen Sinne – das würde unversiegelte Flächen im größerem Umfang voraussetzen, zum anderen verändern sich in Bezug auf den Luftaustausch die Verhältnisse nicht, da sich der relevante Versieglungsgrad durch das Vorhaben nicht ändert.


    "96 m Hauses wirft bis zu 900 m Schatten"
    Du hast es immer noch nicht verstanden. Aber der Beitrag von @ Bewacher sollte dich auf die richtige Spur bringen.

  • Ein Nachtrag zu dieser Schatten-Sache noch: Ich arbeite im Büro mit einem Südfenster. Bei der Sonne müssen die Rolladen runter, weil ich sonst nichts auf dem Bildschirm sehen könnte - und ohne Sonne würde es eh keinen Unterschied ausmachen, würde vor dem Fenster ein Hochhaus stehen.


    Ich bin in einer Wohnung aufgewachsen, aus der man direkt auf ein 90m-Hochhaus blickte - und es störte überhaupt nicht. Dieses ganze Schatten-Gerede kann ich echt nicht verstehen.

  • Man hat jetzt mit der Vermarktung des Exzenterhauses begonnen. Die Miete pro m² beträgt 14,50 EUR. Es steht noch eine Gesamtfläche von 4.593,00 m² zur Verfügung.
    Die 14-15 Etage ist bereits vergeben. Die Verfügbarkeit wird ab 4. Quartal 2009 angegeben.


    ))) Hier ((( ein paar neue Renderings :daumen:



    Quelle: ImmobilienScout24

  • Da bin ich mal gespannt, ob bei dem Mietpreis genügend Interessenten gefunden werden. Die Spitzenmiete im Ruhrgebiet liegt für vergleichbare Flächen zur Zeit unter 13 Euro. Drücken wir mal die Daumen.

  • Die Verfügbarkeit wird ab 4. Quartal 2009 angegeben.


    Da die über dem Bunker bauen, wird wohl keine Baugrube mit Fundamenten usw. fällig? Die Zeit bis zum 4. Quartal 2009 kommt mir nämlich etwas knapp vor, bei vergleichbaren Hochhäusern in Düsseldorf hat es eher wesentlich länger als ca. 20 Monate gedauert. (Und auch so müssten die wohl gleich anfangen).

  • Gestern, am 14.2.08 fand die zweite Bürgerversammlung statt. Die unterstützende Rechtsanwältin referierte über verschiedene klagewürdige Punkte. Der Sprecher der Interessengemeinschaft führte seinen Vortrag aus der ersten Versammlung fort.
    Was anfänglich als schwierigster Punkt erachtet wurde, die Kosten einer Klage aufzubringen, wurde durch die Nennung von Zahlungseingängen in die "Kampfkasse" nicht bestätigt. Wie es aussieht wird das Geld vor allem von den Betroffenen im umliegenden Bereich zur Verfügung gestellt. Aber auch andere Bochumer Bürger aus anderen Stadtteilen beteiligen sich an der finanziellen Unterstützung. Die Solidarität der Menschen wird deutlich sichtbar.
    Es finden weitere Treffen statt

  • "Die Solidarität der Menschen wird deutlich sichtbar."


    Das klingt so, als ob jemand vertrieben werden sollte. Die Wahrheit - in einer Großstadt wird über einem Bunker ein Gebäude errichtet (welch Unglück! :lach: )


    BTW: Gerade strahlt die Sonne und obwohl die (etwas durchsichtige) Rollade runter ist, vom mühsamen Starren auf den Bildschirm tun mir die Augen weh. Könnte die Bürgerinitiative ein Schatten spendendes Hochhaus auf dem Nachbarsgrundstück einklagen? ;)

  • @ Enzo Molinari, zu der in Bochum üblichen und durchschnittliche Bebauung passt der Turm auch nicht, genauso wie in Dortmund. Wenn du mal in die Nähe kommen solltest, mach doch einfach einen Abstecher nach Bochum und schau dir den Stadtteil und den Bunker an, mach dir ein eigenes Bild vor Ort. Ich möchte hier auch keine dauernden und endlosen Wiederholungen vortragen.
    Nun ist aber ein neuerlicher Aspekt bekannt, der vielen Leuten zu denken gibt und ein flaues Gefühl im Magen hinterläßt:
    Der schmale, kleine Mittelstreifen, auf dem der Bunker steht, wurde nun zum Kerngebiet deklariert. Hintergrund ist offensichtlich, daß mit diesem Trick die gesetzlichen Abstandflächen umgangen werden sollen, was aber so nicht funktioniert, weil es sich bei den betroffenen Grundstücken der Anlieger um Wohngebiet handelt. Und solcherlei Herumeierei brachte die Bürger noch mehr auf die sprichwörtliche Palme.

  • Ich kenne diese Gegend, weil es fast direkt am Bunker einige Treffen des Wikipedia-Stammtisches Ruhrgebiet gab. Wo ein Bunker steht, kann die Schönheit der Gegend kaum beeinträchtigt werden. Ich kann auch den Hang zum Dursten nach Kilometern Wiese rund um eigenes Haus weder verstehen noch teilen. Es ist ebenfalls wirklich so, dass ich lieber im Schatten eines Hochhauses als im viel zu hellen und im Sommer im viel zu heißen Büroraum arbeiten würde.


    Der Stadt Bochum täten vor allem interessantere Fassaden der City gut - nicht nur Bauhaus-Legoland fast durchgehend. Von diesem einen BV wird dies zwar nicht besser, aber auch nicht schlechter.


    "Der schmale, kleine Mittelstreifen, auf dem der Bunker steht, wurde nun zum Kerngebiet deklariert. Hintergrund ist offensichtlich, daß mit diesem Trick die gesetzlichen Abstandflächen umgangen werden sollen, was aber so nicht funktioniert, weil es sich bei den betroffenen Grundstücken der Anlieger um Wohngebiet handelt. Und solcherlei Herumeierei brachte die Bürger noch mehr auf die sprichwörtliche Palme"


    Ach so - Ihr wollt einklagen, dass auch die Grundstücke rundum zum Kerngebiet werden? Dem könnte ich zustimmen, da die Gegend eher innenstädtisch wirkt... Die Entfernung zum Hauptbahnhof ist jedenfalls ähnlich wie im Fall großer Teile der City: Google-Map

  • @ Maehler
    "Der schmale, kleine Mittelstreifen, auf dem der Bunker steht, wurde nun zum Kerngebiet deklariert. Hintergrund ist offensichtlich, dass mit diesem Trick die gesetzlichen Abstandflächen umgangen werden sollen, was aber so nicht funktioniert, weil es sich bei den betroffenen Grundstücken der Anlieger um Wohngebiet handelt."


    Wenn die Anwältin dies behauptet hat, ist sie nicht gut. Wenn es von der Bürgerinitiative behauptet wurde und die Anwältin nicht widersprochen hat, ist sie auch nicht gut.


    Für die Betrachtung der Abstandsflächen wurde für die Bebauung auf der Ostseite der Universitätsstraße "Mischgebiet" zugrunde gelegt (wie sich in der Begründung zum Bebauungsplan für jedermann nachlesen lässt - Seite 46 der Beschlussvorlage https://session.bochum.de/soma…o0050.php?__kvonr=7037210 ). Für Mischgebiete gelten dieselben Abstandsregeln wie für Wohngebiete. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Turm in einem Kerngebiet oder in einem anderen Baugebiet steht.


    Also kein fauler Trick, auch kein neuer Aspekt und auch keine Grund auf die Palme zu gehen, sondern nur Falsches behauptet - schade, dass die Leute auf so was reinfallen.