BND-Zentrale [in Bau]

  • ... ich sehe es auch so wie Rotes Rathaus und Theseus532. Der BND Neubau wirkt m.E. stabilisierend auf seine Umgebung ein. Gerade der südliche Wedding, eines der größten sozialen Problemzonen der Stadt, kann von der Umfeldveränderung profitieren. Anfangs stand ich dem BND-Neubau an dieser Stelle kritisch gegenüber, inzwischen bin ich anderer Meinung. Und der BND belegt ja nur ein kleinen Teil der großen Fläche zwischen Mitte / Hbf und Wedding.


    Was wäre denn dort hingekommen, wenn es den BND Neubau nicht gegeben hätte ? Entweder erst einmal gar nichts, denn zu dem Zeitpunkt der Standortentscheidung in den frühen 2000er Jahren lag der Geschosswohnungsbau darnieder, Wohnungen gab es im Überfluß, die Stadt lies tausende Wohnungen abreissen, die Wohnungsförderung wurde eingestellt, WBS gab es praktisch nicht mehr.


    Wahrscheinlicher wäre eine Bebauung mit großflächigen Einzelhandel a la Ikea, Obi, Kaufland, Möbelhaus, etc. gewesen. Und niemand muss sich der Illusion hergeben, dass solche Märkte nach wenigen Jahren wieder abgerissen worden wären. Das wird als Gewerbegebiet ausgewiesen und dann war es das mit großstädtischer Wohnbebauung.


    Die Perspektive eines städtischen Wohnungsbau, wie z.B. in der Flottwellstraße, gibt es doch erst seit ~ vier, fünf Jahren. Selbst gegen Ende der 00er Jahre war solch ein Projekt noch nicht absehbar. Und Gewerbebauten / Büros wie z.B. am Humboldthafen sehe ich dort auch nicht in grösserem Umfang, dazu ist das Gebiet schon wieder zu dezentral. Und wenn, dann meist Billigbauten, wie rund um den Nordbahnhof. Woher sollte die Qualität auch kommen, bei 11-14,00€ Brutto Kalt /m², die man in solchen Lagen erwirtschaften kann.

  • Was wäre denn dort hingekommen, wenn es den BND Neubau nicht gegeben hätte ? Entweder erst einmal gar nichts, denn zu dem Zeitpunkt der Standortentscheidung in den frühen 2000er Jahren lag der Geschosswohnungsbau darnieder, Wohnungen gab es im Überfluß, die Stadt lies tausende Wohnungen abreissen, die Wohnungsförderung wurde eingestellt, WBS gab es praktisch nicht mehr.


    Es war ein autofreies Viertel geplant wo die Kinder ohne Gefahr über die Straße gehen konnten, an der Habersaathstrasse 2 Sportplätze und Werkstädten inclusive einen Disco-Zentrum am südlichen Ende der Chausseestrasse. Über 50% der Mietverträge waren schon unterschrieben, aber "Autosenator" Strieder wollte dies nicht!



    Edit, Link:


    https://kiezspione.wordpress.c…tadtviertel-an-der-panke/

  • ... ich sehe es auch so wie Rotes Rathaus und Theseus532. Der BND Neubau wirkt m.E. stabilisierend auf seine Umgebung ein. Gerade der südliche Wedding, eines der größten sozialen Problemzonen der Stadt, kann von der Umfeldveränderung profitieren.



    Stimmt, nach Hipstern fehlte dem Wedding eigentlich nur noch Geheimdienstmitarbeiter, höchstwahrscheinlich handelt es sich hier um höchstsympathisches Klientel das den Kiez noch ein Stück sympathischer machen wird und garantiert werden sich alle Weddinger im Kiez über die steigenden Mieten freuen!


    Und Gewerbebauten / Büros wie z.B. am Humboldthafen sehe ich dort auch nicht in grösserem Umfang, dazu ist das Gebiet schon wieder zu dezentral. Und wenn, dann meist Billigbauten, wie rund um den Nordbahnhof.


    Statt Billigbauten jetzt ein Billigmonstrum, da haben wir ja nochmal Glück gehabt!
    Ach ja, dezentrale Lage? Das kann nicht dein Ernst sein...:nono:

  • BND-Zentrale unter Wasser gesetzt

    Wie Bild online heute schreibt, haben Diebe auf der Baustelle für die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) Wasserhähne gestohlen und damit das Gebäude teilweise unter Wasser gesetzt. Dies wurde erst Stunden später bemerkt. Der Schaden geht in die Millionen. Der private Sicherheitsdienst hatte nichts bemerkt (logo, bei 8,50 Euro/Stunde).


    Unfassbar!

  • Noch steht das Projektdisaster BND-Neubau Berlin im Schatten des BER. Aber wer weiß, sollte der BER bis 2016/2017 doch endlich fertig werden könnte das BND-Projekt eventuell wieder mehr in den Blick der Öffentlichkeit geraten.
    Wie der Tagesspiegel nun berichtet kommen für den Umzug weitere 450 Mio € Mehrkosten dazu. Damit steigen die voraussichtlichen Gesamtkosten für Neubau, Umzug Verkleinerung des Standortes Pullach auf insgesamt 1,9 Mrd €. Man fasst es nicht...

  • Wenn man bedenkt, das gute Eintausend Mitarbeiter in Pullach verbleiben und das dann ebenfalls, zusätzlich einen dreistelligen Millionen Betrag mit sich bringt, fragt man sich schon wie so etwas die Mehrkosten insgesamt rechtfertigt.


    Allein der Neubau hatte ein vorkalkuliertes Volumen von einer runden Milliarde €.



    In den zurückliegenden Tagen kam die Meldung das man Überlegt die Restlichen Regierungsresidenzen von Bonn nach Berlin zu holen.


    Wetten, wenn das passiert, Wiederholen sich diese Beispiele.

  • Wenn ich das richtig verstanden habe, hat der Freistaat Bayern einen Deal mit der Bundesregierung geschlossen, um den Standort Pullach nicht komplett zu verlieren. Dort soll nun das Amt für Militärkunde ihren neuen Hauptsitz erhalten.
    Auch mal wieder eine Kungelei, obwohl der AMK sich in Pullach sicher Pudelwohl fühlen wird.


    Angeblich sollen die Investitionen in Pullach nur dem neuen Rechenzentrum dienen :)


    Anbei der LINK

  • Der BND-Bau nähert sich nun wohl seiner Vollendung. Gerade werdend die Spanplatten am Zaun entfernt, so dass man besser auf das Areal schauen kann.
    Nun kommt der Feinschliff: Die Wege und die Grünstreifen werden in Angriff genommen. Man wird also demnächst am BND-Komplex auf ordentlichem Pflaster vorbeispazieren können.


    Falscher Thread --> richtiger Thread.
    Bato

  • ^ So ist es. Dazu ein paar aktuelle Bilder, zunächst die Chausseestraße. Auch vor dem südlichen Teil des Komplexes wurden jetzt Riesen-Kiefern gesetzt:



    Hier ist der Bretterzaun schon weg:




    Der nördliche Teil:



    Die Rückseite zum Panke-Grünzug. Hier steht der Bretterzaun leider noch:


  • BND-Neubau wurde offiziell besichtigt

    Im Feuilleton der FAZ wird der Bau als der geheimnisumwitterte Mythos, der Großbehördensitz schlechthin eingeführt. Man wundert sich, dass ausgerechnet der BND so eine Zentrale bekommt und fragt sich, was das wohl bedeuten mag.


    Der Bau wird als unheimlich und faszinierend zugleich dargestellt. Er sei allesverschlingend, die Stein und Stahl gewordene Entsprechung des Begriffs "Weltkonzern".


    Die gleiche etwas ambivalente Faszination empfinde ich bei dem Bau auch. Er ist für Berlin eine enorme Bereicherung. Solche etwas zwielichtigen Großbauten passen einfach zu Berlin und bilden den dritten Schwerpunkt mit den urbanen Gründerzeitvierteln und den modernen Wiederaufbauprogrammen.


    Sehr lesenswerte Architekturkritik:
    http://www.faz.net/aktuell/feu…kong-turnen-14225704.html

  • Der BND vergrößert sich mit dem Umzug ja nicht personell. Man könnte eher sagen, jetzt tritt einmal an das Licht der Öffentlichkeit, was sich die letzten 60 Jahre hinter hohen Mauern, abgeschottet von den Augen der Öffentlichkeit, auf dem weitläufigen BND Gelände bei München verbarg. Wenn man nach einer tieferen, politischen Bedeutung des Baus schürft dann eben genau das - es wird sichtbar, dass die große Bundesrepublik Deutschland eben doch nicht eine kleine Schweiz oder ein kleines Luxemburg ist, das sich immer ganz klein macht und harmlos tut.


    Der BND ist global mindestens so aktiv wie die französischen und britischen Geheimdienste, über die öffentlich aber wesentlich mehr bekannt ist, insb. im Ausland kennt den BND quasi niemand.


    Das mag für die Arbeit eines Geheimdienstes ja sogar von großem Vorteil sein, diese scheuen klassischerweise das Licht der Öffentlichkeit. Aber hier wird endlich mal deutlich, was das tatsächlich für ein Apparat ist, über dessen Tätigkeit selbst von unseren Volksvertretern nur ein enger Zirkel genauer informiert wird, das sog. Parlamentarische Kontrollgremium (das sogar, weithin unbekannt, im Grundgesetz verankert ist - Art. 45d Grundgesetz).


    All das war bisher umso mehr verborgen, weil der BND im Umland von München wunderbar abgeschottet residierte. Wenn man so darüber nachdenkt glaube ich, dass sich die Regierung gar nicht wirklich bewusst war, was sie da eigentlich macht, mit diesem Umzug und wie sehr nun in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt wird, was für eine riesige Organisation das eigentlich ist.

  • Der Tagesspiegel hat ebenfalls einen Artikel über die BND-Zentrale veröffentlicht, welcher den Leser sogar mit einem Bild vom Inneren des Gebäudes erfreuen kann; nach Angaben des Tagesspiegels das einzige, welches zur Veröffentlichung freigegeben wurde.

  • Außenanlagen BND Neubau

    Der Baufortschritt tröpfelt einer Fertigstellung entgegen. An der Chausseestraße wird nun der Gehweg neu erstellt. Die Fundamente für die künftigen Sicherheitspoller sind gut erkennbar:




    Hoffentlich werden diese tatsächlich so relativ dezent wie auf der Visu (vom Bauschild abfotografiert):



    Und am Pankegrünzug an der Westseite des BND-Komplexes ist jetzt der hässliche Holzbauzaun weg (zum Vergleich hier der letzte Vorzustand). Leider besteht der Sicherheitszaun aus fast ebenso hässlichem feuerverzinkten Stahl, als ob man hier ein Gewerbegebiet einfrieden will...



  • ^ .... nicht nur das Konstantin, irgendwie finde ich sie auch mit ihrer Kiefernwäldchengestaltung besser in sagen wir mal Onkel Toms Hütte aufgehoben, als mitten in der Stadt. Seinerzeit, als die ersten Visus auftauchten war ich davon angetan aber jetzt empfinde ich es mehr und mehr als einen Fremdkörper. Nicht nur von Architekturwegen sondern auch von der Außengestaltung her.

  • Mir gefällt es.
    Ich finde der große Baukörper wurde gut eingefügt (die Grösse wird einem eher bewusst wenn man hinten an der Panke steht, das wirkt dort richt monumental)
    Die Außengestaltung mag vielleicht ungewöhnlich für einen Innenstadtbereich sein, finde ich aber gelungen.
    Wichtig ist auch die Einsehbarkeit, trotz des Zaunes, (a propos Jugendknast, in Moabit ist ne Mauer rum und man sieht gar nix...)
    Die Torbauten mit dem Haupteingang finde ich auch gut gelöst.