CITY [Bauprojekte & Stadtteilplanung]

  • Foto-Update am Maifeiertag folgend den von den Forumskollegen hier eingestellten Baustellen

    moxy hotel & residence inn

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    ..und der Nachbar mit dem Essener Hof wartet schon nebenan,

    sozusagen auf (Augen-)Dachhöhe. Die Eröffnung wird für den Sommer angekündigt.

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    Die LiA4-City-Appartments dürften fertig sein

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    Das Hauptpostamt entwickelt sich in der City zur Dauerbaustelle

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    Alle Bilder sind von mir und gemeinfrei

  • Foto-Update vom 24.6. moxy hotel & residence inn:


    Bis auf die Fassade (wohl Lieferschwierigkeiten) äußerlich größtenteils alles soweit fertig was Fenster, Dämmung, UK betrifft.

    Bei den Räumlichkeiten zur Hauptstraße hin sind momentan die Estrichleger beschäftigt:


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    Alle Bilder von mir und gemeinfrei

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    Mittlerweile sind auch die Fassadenarbeiten im vollen Gange. Die Residence Inn-Seite ist fast komplett fertig montiert, auch der Bauzaun ist dort abgebaut und gibt die Sicht frei. Die Farbgestaltung der Fassade verläuft allerdings entgegengesetzt der Visualisierungen; https://c-l-p.de/project/neubau-hotel-essen:


    Gestern Nachmittag wurden noch fleißig Bleche angebracht:

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    Die fast fertige Seite des Residence Inn Hotels, links der Essener Hof:

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    Ohne Bauzaun gibt es jetzt Ein- u. Durchblicke:

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    Fotos von mir und gemeinfrei

  • Der mittlerweile fertiggestellte ADAC Neubau unmittelbar vor seiner Fertigstellung vor etwa zwei Wochen:

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    Quelle: Eigenes Bild


    Hier gibt es noch ein Video vom Innenraum von der Essener Wirtschaftsförderung:


    Leider wird der ohnehin hässliche Neubau durch das defacto fensterlose Erdgeschoss noch trister. Hoffentlich wird das Gebäude noch hinter etwas Grünzeug auf den angedeuteten Pflanzenbeeten versteckt.


    Weiß jemand, ob es Pläne für die momentan als Parkplatz genutzte, gegenüberliegende Fläche neben der Agentur für Arbeit gibt?

  • moxy hotel & residence inn by marriott Gildehofstraße


    Mittlerweile ist die Fassade montiert die Hotellogos sind plaziert die Innenarbeiten wie auch Außenarbeiten laufen auf Hochtouren. Bis zum Eröffnungstermin bleibt vermutlich nicht mehr viel Zeit. Zwei Fotos von heute bei schlechten Lichtverhältnissen gegen Abend:


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    Fotos von mir


    Nachzutragen wäre noch der Eröffnungstermin der aktuell auf den September 2020 datiert ist; https://www.marriott.de/hotels/travel/dusox-moxy-essen-city/

    Einmal editiert, zuletzt von hanbrohat () aus folgendem Grund: Eröffnungstermin nachgetragen

  • Essen - Umbau der Rathausgalerie

    Einen umfassenden Umbau soll die kränkelnde Rathaus-Galerie in der Innenstadt bekommen. Der Umbau soll Corona bedingt dieses Jahr beginnen. Die Genehmigungsverfahren laufen. Ursprünglich wollte man schon weiter sein. Das Einkaufscenter leidet unter der hohen Leerstandsquote. Das kündigt der neue Besitzer die HBB Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft an die zusammen mit Henderson Park 2019 die Rathaus Galerie erworben hatte. So soll das gastronomische Angebot in Form einer neuen Foodhall erweitert werden.

    Die Rathaus-Galerie wurde 1979 als City Center eröffnet, 2008 bis 2010 erfolgte der Groß-Umbau zur Rathaus-Galerie.


    Quelle: Essen: Umbau der Rathaus-Galerie soll dieses Jahr beginnen - waz.de

  • Essen – Die Einkaufsstadt


    Kreativität und Gestaltungswille ist gefragt


    Essen – Die Einkaufsstadt, welch ein Anachronismus. Dieser Slogan ist längst aus der Zeit gefallen, seit es den Online-Handel gibt. Nur die „Immmergestrigen“ halten daran fest.


    Die Zeiten, als Essen noch 5 große Warenhäuser hatte (Horten, Wertheim Stadtmitte, Wertheim Steele, Quelle, Karstadt) gehören längst der Vergangenheit an.


    Und auch die Einkaufscenter sind auf dem absteigenden Ast (siehe Rathausgalerie, ECE, Eigentümer des Limbecker Platz) baut meines Wissens nach schon seit Jahren keine neuen Center mehr.


    Und in dieser Zeit geht die Stadt Essen her, mietet leerstehende Ladenlokale in der City an, in der wagen Hoffnung, dass sich irgendwann einmal ein Nachfolgemieter dafür finden möge.


    So schmeiß man gutes Geld schlechtem Geld hinterher. Es hat sich in der Geschichte der Menschheit noch niemals ausgezahlt, die Zeichen der Zeit zu missachten und an überholten Strukturen festzuhalten.


    Wer wüsste das besser, als wir im Revier. Viel zu lange ist an Kohle und Stahl festgehalten worden, ausgezahlt hat es sich nicht. Wir leiden im Revier bis heute an den Folgen und befinden uns in einem verstetigten Strukturwandel.


    Die Geschichte ist voll davon, wie falsch es ist, an überholten Strukturen festzuhalten. Schon Gerhard Hauptmann erzählt in seinem Sozialdrame "Die Weber" davon.


    "Essen – Die Kulturstadt", das wäre ein Slogan auf dem Handelshof, der mir gefallen würde. Gerade und vor allen Dingen nach 2010. Denn die Innenstadt der Zukunft ist ein Ort der Begegnung, ein Ort der Interaktion, weniger des Konsums und des Warenhandels.


    Und da fällt den Verantwortlichen nicht mehr als „Gastronomie“ ein, Gastronomie, die gerade besonders von der Pandemie betroffen ist. Dabei gibt es sooooo viele andere Chancen.


    Nur 2 Beispiele:


    Warum bietet man dem GOP und seinen Artisten nicht eine riesige Freilichtbühne in der Innenstadt, auf der sie ihre Kunst präsentieren können?

    • Das wäre ein Einstieg in den Umbau der Innenstadt, der City von morgen.
    • Man würde einem wichtigen kulturellen Player in Essen helfen, durch diese schweren Coronazeiten zu kommen und diese zu überstehen.

    Kuckst Du--> WAZ: https://www.waz.de/staedte/ess…nzhilfen-id231574379.html


    Kuckst Du nochmal--> Radio Essen: https://www.radioessen.de/arti…e-perspektive-868633.html

    • Das Geld, das nun in das sinnfreie Anmieten von Ladenlokalen gepumpt wird, könnte hier investiert werden.
    • Neben der zusätzlichen Gastronomie, die dringend gebraucht wird, käme ein 2-ter Player zur Belebung in die City, die Kultur!
    • Die Stadt Essen würde endlich an 2010 anknüpfen und die Geschichte „Kulturhauptstadt Europas“ fortschreiben, was bisher leider viel zu wenig der Fall gewesen ist.



    Ich hatte 2 Beispiele angekündigt:


    Die Innenstadt als Bühne für Straßenmusiker und Jugendliche mit vorzeigewürdigen Talenten (Halfpipes, Kletterparcours) auszubauen und weiterzuentwickeln.


    Kurz: die Innenstadt für Menschen jeden Alters zu öffnen, die ihre besonderen Talente zur Schau stellen möchten.


    Das sind nur 2 Beispiele, wie ich mir die City in Essen der Zukunft vorstelle und wünsche. Parallel müsste die Innenstadt natürlich auch baulich gravierend umgebaut werden und damit die „alten Bretterbuden“ aus den 50-er und 60-er Jahren endlich Platz für neues machen können.


    Hier habe ich einen Bruder im Geiste gefunden --> https://www.lokalkompass.de/es…er-ein-neuanfang_a1524311


    Glück Auf

  • Theaterpassage

    Die Theaterpassage in Essen sollte bekanntlich veräußert werden. Eigentümer sind die Sparkasse Essen und die Stadt Essen. Hintergrund sind der Leerstand und die vorherrschende Tristesse in dem Haus.


    Bilderquelle: ruhr-bauten.de


    Nun hat der Rat der Stadt Essen gestern beschlossen, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, das denkmalgeschützte Gebäude für die Einrichtung einer Zentralbibliothek umbauen und sanieren zu lassen.


    Die Idee ist also, die Zentralbibliothek, deren Mietvertrag 2025 ausläuft, von der Hollestraße hinein, in die Theaterpassage zu verlegen.


    So soll dem Haus „neues Leben“ eingehaucht werden.


    Die Herausforderung: Der Sanierungsbedarf ist immens und für eine Bibliothek müsste das Gebäude umfangreich umgebaut werden denn dafür war es nie gedacht.


    Es müsste also komplett entkernt werden.


    Kuckst Du--> https://www.waz.de/staedte/ess…rpassage-id231648647.html


    Glück Auf

  • Die Rathaus-Galerie wird mal wieder umgebaut.

    In Kürze:

    - Öffnung der Fassade zum Porscheplatz für ein Café (Eröffnung schon 2. Quartal 2021).

    - Der nördliche Gang wird geschlossen bzw. in eine Food-Mall ("ANNE BUDE") umgebaut. Dort auch Öffnung der Fassade durch Fenster, so dass von der Food-Mall auf die Schützenbahn geschaut werden kann und Tageslicht herein kann.

    - neue Farben und Materialien und offenbar mehr Ruhrgebiets-Flair.


    Umbau hat wohl schon begonnen bzw. Läden aus dem nördlichen Gang ziehen in den südlichen Gang, um Platz für die Food-Mall zu machen. Food-Mall wird in einem Jahr eröffnet, der gesamte Umbau soll 2 Jahre dauern.


    Mehr Infos: https://www.hbb.de/projekte/rathaus-galerie-essen/


    Und dazu ein image-Film: https://www.youtube.com/embed/…rue&width=1200&height=675

  • Die Visualisierungen wirken doch relativ ansprechend. Die Galerie war bislang sinnbildlich für die Essener City. Hoffentlich wird sie ein Baustein in Richtung moderner, lebenswerter Metropole.

  • Es gibt noch diese Projektwebseite, auf der auch das Café mit weiteren Bildern visualisiert ist: https://meinrevier.center


    Mir gefällt des fröhlichere und buntere Erscheinungsbild. Das alte CityCenter war zwar chaotisch und wirkte zuletzt arg abgeranzt, aber nach dem Umbau zur Rathaus Galerie wurde es nicht nur ordentlicher und gradliniger sondern auch viel zu steril („pseudo-Edel“ trotz der vielen Billig-Geschäfte) und vor allem viel zu dunkel. Ich bin froh, dass das Glasdach im dann verbliebenen Durchgang wieder sichtbar wird.


    Der Erfolg des Food Courts wird jedoch auch von der Qualität der Gastronomie abhängen. Und es tut mir leid, aber da MÜSSEN alle aktuellen Pächter vor die Tür gesetzt werden, sonst wird das nichts. Maredo ist pleite und das Chinesische Restaurant war/ist (gibt es sie überhaupt noch?) Mittelmaß. Aber die Imbisse im Bereich Decathlon/Real sind schlicht unterirdisch!

  • Ein bißchen amüsant finde ich den ersten Satz in der Vorstellung der Rathausgalerie auf den Seiten der HBB: "Die Stadt Essen ist ca. 35 km nördlich von Düsseldorf gelegen..."
    Nur, damit der geneigte Leser weiß, wo dieses Essen liegt, dass ca. 6 % weniger Einwohner hat als Düsseldorf, dafür aber doppelt so viele DAX-Konzerne. ;)

    Mit gefällt die Öffnung hin zur Innenstadt mit Durchbrechen der cleanen und irgendwie kalten Fassade zur Porschekanzel
    Im Gegensatz zu _pulse gefiel mir die Gradlinigkeit und das Weiß. Damit war aber vermutlich weniger intendiert, alles edel aussehen zu lassen; Mit Sicherheit war es primär ein Versuch war, den Effekt der hohlen Gasse an der eine Stelle und den des dunklen Tunnels an anderer Stelle abzuschwächen. Dass das edel wirkte, war damals wohl ein willkommener Nebeneffekt.

    Dennoch: An sich finde ich die ersten Visus aber angenehm farbenfroh, und passender. Denn da bin ich bei _pulse: Es passte nicht, edel zu wirken, wenn die Geschäfte diesen Eindruck nicht widerspiegeln.

    Bei der Ruhrpottfolklore haben sie es wohl etwas übertrieben, auch, wenn sie das in diesem Video (1:16) selbst zu erklären versuchen. Den Spirit der Trinkhalle und der Pommesschmiede "umme Ecke" werden sie bestensfalls schlecht kopieren können, auch wenn es da "'ne gemischte Tüten zu fuffzig" zu kaufen gibt.
    Zudem fällt mir an den Visus auf, wie (-naja, irgendwie-) dreist man sich an Kunstwerken aus der Umgebung bedient:

    Spontan ist mir da Tim Etchells Wanderinstallation "How Love could be" aus dem "This is not Detroit"-Projekt (2014) in Bochum aufgefallen, die lange auch am Fördergerüst des Bergbaumuseums hing.
    Und das "KunstLichtTor 15" (Christoph Hillebrandt, 2014) , ebenfalls Bochum, denn die Form der Buchstaben und gewähltem Worte der Installation über dem Stadtbahnabgang dem Stadtbahnabgang erinnen doch stark an dieses, im Video ebenfalls kurz gezeigte Kunstwerk.

    Wäre (m.M.n.) nicht schlimm, wenn die Geschichte hinter diesen Kunstwerken dabei nicht komplett auf der Strecke bliebe: "How love could be" z.B. ist eine Zeile aus einem MoTown-Klassiker (The Miracles - Bad Girl), der gewählt wurde, weil Bochum 2014 trotzig "this is not Detroit" rief, als der größte Arbeitgeber, ein Automobilwerk, die Pforten schloss. Man wollte sich nicht in das Schicksal der zeitweise insolventen ehemaligen Motorstadt Detroit in den USA fügen.
    Verzeihung, dass ich da so weit ausgeholt habe. Nur wollte ich, so kurz das (mir) eben möglich war, erklären, dass dieses Kunstwerk keinerlei Bezug zu Essen und wenig Bezug zum gesamten Ruhrgebiet hat.
    Und dann wäre da noch etwas, was ich nicht richtig verstehe: Sagt der Sprecher hier "Stahl und Kohl"?:/
    Sich mit Ruhrpott-Folklore schmücken zu wollen, ist riskant. Die Gefahr, sich eher lächerlich zu machen, bleibt gegeben, HBB wären nicht die ersten, die in diese Falle tappten.

    Nun, vom gestalterischen her finde ich, wie gesagt, die Farbenpracht, die Öffnung der Fassade, und die Umgestaltung der Wege sehr gut. Besonders gefällt mir, dass offensichtlich viel mit Holz verkleidet wird, aber das ist auch wieder so eine Geschmackssache.
    Ich bin zwar auf der anderen Seite der Meinung, dass es Ecken in der Essener City gibt, die dringender Aufmerksamkeit brauchen, aber da hier ein privater Investor versucht, eine nicht mehr optimal laufende Mall zu reaktivieren, hat das mit der Gestaltung der übrigen Essener City wenig zu tun.
    Und wenn, dann kann die Nutzung für Aussengastronomie auf die Porschekanzel keinen ganz schlechten Einfluss haben.

  • und den des dunklen Tunnels an anderer Stelle abzuschwächen. Dass das edel wirkte, war damals wohl ein willkommener Nebeneffekt.

    Das ist einer der Punkte, der mich an der Rathaus Galerie gegenüber dem alten City Center immer gestört hat. Das City Center war dank der verglasten Dächer einfach heller. Die Gänge wurden erst durch die abgehangenen Gitter an den Decken zu dunklen Tunneln.


    Zudem fällt mir an den Visus auf, wie (-naja, irgendwie-) dreist man sich an Kunstwerken aus der Umgebung bedient:

    Ich habe die ganzen Slogans wahrgenommen, mir aber ehrlich gesagt keinen einzigen davon durchgelesen :D

    Diese ganze Deko, die lautstark schreit "ICH BIN INSTAGRAM WÜRDIG" trifft man ja mittlerweile überall an, sodass es mir nur noch selten wirklich auffällt.


  • Ich bin zwar auf der anderen Seite der Meinung, dass es Ecken in der Essener City gibt, die dringender Aufmerksamkeit brauchen, aber da hier ein privater Investor versucht, eine nicht mehr optimal laufende Mall zu reaktivieren, hat das mit der Gestaltung der übrigen Essener City wenig zu tun.
    Und wenn, dann kann die Nutzung für Aussengastronomie auf die Porschekanzel keinen ganz schlechten Einfluss haben.

    Danke für deinen interessanten Beitrag. Den letzten Abschnitt teile ich aber nicht. Für die Großbaustelle Essener City ist jedes Puzzle-Teil elementar wichtig. Und hier sprechen wir nicht von einer Hausfassade am Rande der City, sondern von einem markanten Objekt mitten in der Innenstadt. Die Galerie war bislang eine völlige Enttäuschung und bot in den letzten Jahren keinerlei Mehrwert. Im Gegenteil, sie drohte zusehends ein lebloser Schandfleck zu werden. Unbelebt, dunkel, leer und ästhetisch wenig ansprechend. Wenn diese Baustelle jetzt angegangen wird und hoffentlich ein belebendes Element geschaffen wird, ist das ein wichtiger Schritt für die City. Das darf man nicht unterschätzen. Jeder Baustein ist wichtig.

  • Ich habe ja nun auch nicht gesagt, dass dieser Teil der Essener Innenstadt keine Aufmerksamkeit benötigte. Nur war ich der Meinung, um die Innenstadt zu stützen, begänne ich aber woanders. Ganz abgerückt bin ich davon noch nicht: Denn die Rathausgalerie ist jetzt zwar nicht unbedingt der Ort, der Menschen in die Innenstadt zieht, aber im Gegensatz zu manch anderer Ecke verschreckt sie nicht. Sie macht, bei allen Planungsfehlern, zumindest einen modernen und gepflegten Eindruck, und das ist leider in der Essener Innenstadt noch nicht selbstverständlich.

    Dennoch muss ich ein Stück zurückrudern: Ich habe bei meinen Betrachtungen etwas übersehen. Als jemand, der sich immer nur aus Richtung Hbf und meist zu Fuß der Rathausgalerie genähert hat, ist mir glatt entgangen, dass diese 1.) über einem der wichtigsten Umsteigeknoten der Stadt sitzt und 2.) der einzige für Fußgänger hinnehmbare Weg in aus dem Osten in die Innenstadt ist.
    Das macht sie zu einem Tor zur Innenstadt, dass fast ebenso wichtig ist wie der Willy-Brandt-Platz.

    Und auch, wenn ich dabei bleibe, dass zwar jeder Baustein wichtig ist, aber nicht alle gleich wichtig sind, so bin ich nach dieser Überlegung an dem Punkt, dass das hier eines der wichtigeren Bausteine der Innenstadt ist.
    Aber das birgt auch Probleme: Da sehe die gesamte städtebauliche Situation rund um das Rathaus als eine Herausforderung.
    Die Innenstadt der Zukunft wird nicht mehr, wie bisher, nur auf den Einzelhandel mit Konsumgütern setzten können, siehe auch Keschas Beitrag #347
    Das das Einfallstor da im privater Hand liegt, ist da etwas problematisch, Ich fürchte nämlich, da muss man diese komplette städtebauliche Situation überdenken und nicht den alten Wein (vulgo Einzelhandel + anonyme Fressbuden) in neuen Schläuchen servieren. Unter der Prämisse, dass die Rathausgalerie nicht zu unterschätzen sei, greift dieser Umbau m.M.n. deutlich zu kurz (natürlich würde ich mich freuen, wenn ich da irrte).

  • der östliche Zugang zur Innenstadt ist städtebaulich eine Katastrophe. Da sind Dortmund und Bochum deutlich besser aufgestellt hinsichtlich ihrer City, vor allem wenn es darum geht, ob es attraktive Wohnviertel, fußläufig zur Innenstadt gibt. Hier liegen meine Hoffnungen für Essen auf der neuen Weststadt und dem Südviertel