Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“

  • ^ Es gibt noch einen Nachlauf an Mängeln bei der Kabelanlage, die in den nächsten Monaten abgearbeitet werden, lt. LD. Es wurden zuerst die Mängel beseitigt, die für den Funktionsablauf und die WPP relevant waren.
    Im Herbst sollen die Dokumente für die Baufreigabe behördlich eingereicht werden, so der Plan, wenn die WPP erfolgreich sind.
    Die Nutzungsfreigabe soll dann zum Ende des Q1 in 2020 erfolgen.


    Einen Beitrag mit einigen Photos von Oliver Pritzkow anlässlich des Richtfestes vom T2 kann man hier lesen: Link

  • Terminal 2

    Zum Terminal 2 gibt es eine weitere Bilderstrecke hier zu finden: Link


    Derweil gab es ein Treffen des Sonderausschusses im Brandenburger Landtag. Man wird optimistsicher bezüglich der Eröffnung nächstes Jahr. Aber die WPP Tests sind natürlich erst am Anfang und so bleibt auch Ungewissheit. Link
    Tagsüber sind Tests und Abends halten sich die Firmen für Nachbesserungen bereit.

  • Black-Building-Test

    Das Terminal 1 hat den Black-Building-Test unter der Regie des TÜV Rheinland erfolgreich bestanden.


    Bei diesem Test gibt es eine weiträumige kontrollierte Stromabschaltung im Hauptterminal, um die Sicherheitsstromversorgung im Falle eines Netzausfalls zu testen. Die Prüfung war Teil der laufenden Wirk-Prinzip-Prüfungen. Getestet wurden neben dem Hauptterminal T1, dem Pier Nord und dem Pier Süd zudem auch der Tower, die Befeuerung der nördlichen Start- und Landebahn, verschiedene Betriebsgebäude und zwei Feuerwachen.


    Q: PM der FBB

  • T2 - Verzögerung

    Der Bau des T2 verzögert sich. In den vergangenen Wochen sind baulich Anpassungen nötig gewesen, die mittlerweile weitgehend abgeschlossen sind. So waren teilweise Auslassungen für Technik nicht an der richtigen Stelle betoniert.
    Die FBB ist mit dem Fortschritt auf der Baustelle und dem aktuellen Stand der Baufertigstellung insgesamt zufrieden und betont, Verzögerungen und ihre Kompensation seien bei Bauprjekten üblich. Die Firma Zech Bau errichtet das T2 schlüsselfertig für die FBB.
    Q: https://www.berliner-zeitung.d…-verzoegert-sich-33135750

  • ^Hab vielen herzlichen Dank für Deine regelmäßigen Updates. Aufgrund der zähen Prozesse lese ich die Meldungen meist nur noch am Rande und da kommen Deine Zusammenfassungen sehr Recht.


    BTT: Auch wenn es bei Terminal 2 nun zu Verzögerungen kommt und der Ärger mit den Kabeln sich unglaublich zäh in die Länge zieht, klingt es ja inzwischen doch recht hoffnungsvoll. Durch die lange Verzögerung, wirkt eine mögliche nahende Eröffnung mehr denn je wie ein historisches Ereignis. Aber selbst im Fall der Fälle, dass es dann endlich mal klappt, wird man das lange Hickhack wohl noch seinen Enkeln berichten...

  • ^
    Kann man den ganzen Zeitungen und Boulevard-Magazinen mit ihren Click-Bait Headlines überhaupt noch trauen?
    Ich denke hier geht's nur noch um Clicks.


    Da zitiert eine Tageszeitung die mittlerweile auch schon halb Boulevard ist ausgerechnet die Bild-Zeitung die wiederum einen angeblichen Projektplaner zitiert und somit gravierende Planungsfehler ausgemacht haben will.


    Wir rufen uns noch mal in Erinnerung: das Gebäude hat keinen Keller und ist Industriestandard aus Fertigelementen. Wenn bei einem Standard die nötigen Durchlässe nicht an der richtigen Stelle sind dann ist das sogar normal dass diese nachträglich neu gesetzt werden müssen.


    Und zur Eröffnung 2020 reicht auch die Kapazität der Terminals T1 und T5.


    Von daher...lasst sie reden.

  • Regierungsterminal

    Der Bund überdenkt seine Vorstellungen in Sachen Regierungsterminal. So wird nun erwägt das Interimsterminal dauerhaft zu nutzen, wie das die FBB angeregt hatte. Es soll dazu zwei Machbarkeitsstudien geben und geklärt werden ob es genügend Vorfeldflächen und Hangars für die Regierungsflieger gibt und auch ob das Interminsterminal langfristig die Bedürfnisse erfüllt. Dieses ist bereits fertig gestellt und könnte nun auch schon früher vom Bund genutzt werden. Bisher wurde dies abgelehnt und auf einen mind. 340. Mio Euro teueren Neubau eines Regierungsterminals beharrt.
    Q: Morgenpost

  • Jahr des Aufatmens


    Nach Angaben vom RBB und dpa sind die technische Prüfungen am BER fast abgeschlossen. Der Flughafenchef Daldrup sagt, die Ergebnisse seien noch besser, als er erwartet hatte. Man kann offenbar mit immer mehr Zuversicht sagen, dass der Eröffnungstermin 2020 steht, auch wenn der Terminal T2 den gleichen Berichten zufolge möglicherweise nicht rechtzeitig fertig sein wird.


    Das fast nicht mehr geglaubte Ende dieses langen Alptraums BER fügt sich in eine Reihe weiterer Entlastungen für Berlin 2019:


    - Anfang des Jahres begannen die Bauarbeiten am wichtigsten innerstädtischen Projekts, der Neugestaltung des Molkenmarkts;


    - nach Jahrzehnten des Wartens haben auch die Hochhaus-Bauarbeiten am Alexanderplatz begonnen;


    - die viele Jahre Bauzeit beanspruchende James Simon Galerie und vor allem


    - der Wiederaufbau des Stadtschloss werden 2019 äußerlich (nahezu) abgeschlossen sein. 2019 wird für Berlin daher ein gutes Jahr gewesen sein.

  • ElleDeBE : Ähnliches habe ich auch schon gedacht, wobei ich bezüglich BER und auch anderen Projekten (Humboldtforum, U5...) wohl erst 2020 mit der endgültigen Eröffnung richtig aufatmen werde. Bisher bin ich ers einmal gespannt, ob die guten Nachrichten jetzt auch wirklich anhalten.


    OT: Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf das kommende Jahrzehnt. Ich finde es zunächst mal extrem positiv, dass wir bald ein Vollzeitparlament haben. Wenn man jetzt noch die Verwaltung auf Trab bekommt, könnte sich da so einiges bewegen.

  • Naja, es wird kein "Vollzeit"-Parlament, sondern ein "Hauptzeit"-Parlament.
    Das bedeutet, dass weiterhin den ursprünglichen Hauptberufen nachgegangen werden kann und auch die Einkünfte nicht angerechnet werden.


    Klar, wird im Parlament zukünftig mehr gearbeitet. Aber unterm Strich ist es in kräftiger Schluck aus der Pulle.


    Nicht, dass ich es den Abgeordneten nicht gönne. Im Gegenteil, die müsste wesentlich mehr bekommen. Denn es werden gute bis sehr gute Personen als Abgeordnete gebraucht. Aber Gute gehen in die freie Wirtschaft, da die besser bezahlt. Und um das "Delta" zu überbrücken, könnten einige versucht sein, die Hand aufzuhalten... und das wollen wir alle erst recht nicht.

  • Heute gehen die Wirk-Prinzip-Prüfungen des TÜV Rheinland am Terminal 1 des BER zu Ende. Über den letzten Stand der Ergebnisse wird heute der Aufsichtsrat der FBB unterrichtet. Die abschließenden Ergebnisse der WPP-Tests werden für Ende Oktober erwartet.
    Q: RBB

  • ^ Die Berliner Zeitung berichtet über den letzten Stand der Ergebnisse: Die Wirk-Prinzip-Prüfungen, in denen der TÜV das Zusammenspiel sicherheitsrelevanter Systeme am BER testete, wurde, wie Engelbert Lütke Daldrup gestern Abend mitteilte, erfolgreich abgeschlossen. Der Vorsitzende des FBB-Aufsichtsrat, Rainer Bretschneider, habe erklärt: „Für den Aufsichtsrat kann ich feststellen, dass die Eröffnung im Jahr 2020 sicher ist.“


    Allerdings bliebe noch viel zu tun, die Sanierung der Kabeltrassen im Hauptterminal T1 sei noch nicht abgeschlossen, und der TÜV werde voraussichtlich noch bis Februar weitere Abnahmen im BER durchführen. Bis Ende März soll dann die sogenannte "Baufertigstellungsanzeige" erfolgen, daraufhin könne ein sechsmonatiger "Inbetriebnahmeprozess" beginnen.

  • Am T2 wird im Oktober mit der Montage der Gepäckförderanlage begonnen. Hr. Lütke Daldrup geht weiterhin davon aus, dass das T2 zur geplanten Eröffnung im Okt. 2020 fertig sein wird. Gleichwohl wird es knapp.


    Der Eröffnungstermin für T1 und wahrscheinlich T2 soll dann im November bekannt gegeben werden. Wenn man die Regionalbahnen und Busverbindungen heute ansieht, könnte es der 4. Oktober sein.


    Der Umzug von Tegel soll dann max. zwei Wochen dauern.


    Bei Großbaustellen wie dem BER ist es nicht ungewöhnlich, dass beispielsweise spezifische Aufhängungen für Kabel gibt, die technisch sicher sind, aber bisher noch nie so gebaut wurden und deshalb neu genehmigt werden müssen.
    Gleichwohl sind in Tests einige Dübel durchgefallen und müssen durch feuerbeständigere Aufhängungen ersetzt werden.
    Der BER wird am Ende das wohl brandschutztechnisch sicherste Terminalgebäude weltweit besitzen.


    Zu Beginn der Eröffnung wird das T1 eine Kapazität von 25 Mio. Passgieren haben. Diese soll dann zügig auf 28 Mio. steigen, auch durch eine Erweiterung der Gepäckanlage.


    Die Gepäckanlage des T2 allerdings wird nicht mit der Anlage des T1 verbunden.


    Q: u. a. Morgenpost


  • Der BER wird am Ende das wohl brandschutztechnisch sicherste Terminalgebäude weltweit besitzen.


    Das ist doch die Hauptsache. Wer braucht schon funktionierende Infrastruktur, unterstütztes Wirtschaftswachstum und interkulturellen Austausch, wenn man auch Brandschutz haben kann. All die anderen Groß-Flughäfen auf der Welt, die täglich zum Wohlstand ihres Landes beitragen, Millionen Passagiere befördern und "weniger" Brandschutz haben, sind halt einfach nicht so schlau wie wir Deutschen. :lach:


    Ich wette der BER wird dann bald in den Flughafenrankings weltweit auf Platz 1 stehen, weil der Brandschutz so toll ist. Dafür bin ich dann in einem "nach Industriestandarts" gebauten Billigterminal unterwegs, wenn ich nicht gerade das Glück habe, im T1 abzufliegen. Peking, Istanbul und Dubai zittern schon vor Angst.

  • ^ Kannst Du mir sagen, was Du mit diesem Beitrag sagen willst?


    Wenn der Brandschutz nicht funktioniert und Menschen sterben? Denk mal an Düsseldorf 1996.
    Bist Du dagegen gewesen die Eröffnung des BER 2012 abzusagen? Hältst Brandschutz für nachrangig?

  • Ich halte Brandschutz nicht für nachrangig, aber erklär mir mal warum es direkt "der beste der Welt" sein muss. "Beste" ist nämlich in dem Fall synonym für "den teuersten". Falsche Prioritäten sind das. Wir bauen einen der häßlichsten, disfunktionalsten, laufwegeintensivsten, kleindimensioniertesten, unrepresentativsten Flughäfen, den jemals eine westliche Industrienation in ihrer Hauptstadt nach 1970 gebaut hat, aber wir bauen in einem Jahrzehnt mit unfassbarem Geldeinsatz den weltweit besten Brandschutz ein. Das ist Deutschland.

  • Im Bezug zum T1, so finde ich, kann man nicht davon sprechen, dass es häßlich oder wenig repräsentativ sei. Und so wahnsinnig laufwegeintensiv finde ich die neue Infrastruktur auch nicht. Die Funktionalität werden wir dann sehen, wenn das T1 eröffnet ist.
    Es gibt auf der Website der FBB eine aktuelle Fotostrecke mit Fotos vom 28.08. und 03.07.19: Link
    Was ist daran genau häßlich?


    Ein Flughafenbau muss aber auch am Bedarf ausgerichtet sein. Und in Berlin bedeutet das wenig Umsteigeverkehr und viel LCC.


    Ich finde Deine Kritik pauschal und wenig fundiert. Aber vielleicht kommen ja noch Argumente. Deshalb die Frage: was ist denn am BER für Dich dysfunktional, oder laufwegeintensiv, jenseits der Geschmacksfrage?


    Und das die Kosten am BER aus dem Ruder gelaufen sind und die Geschichte des BER desaströs ist - keine Frage.

  • Den T1 habe ich ja ausdrücklich ausgenommen von der Kritik. Hier hat man sich auch noch halbwegs Mühe gegeben, einen representativen Standart einzuhalten für den man sich nicht schämen muss. Guck dir mal das T2 an und was man hier für 200+ Millionen baut. Und dann vergleich das mit z.B. mit dem geplanten Terminal in London Stansted, der für deutlich weniger Geld deutlich mehr Pax abfertigt und deutlich hübscher aussehen wird.


    London: 130Mio Pfund/8 Mio Pax.
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    Berlin: 200+Mio Euro/ 6 Mio Pax.
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    Es ist eine Schande was wir dieses Geld vorgesetzt bekommen. Ein Flughafenterminal, der wie ein Schlachthaus oder eine Massentierhaltungsanlage aussieht. Low Cost hin oder her. Der Terminal in Stansted ist ebenfalls Low Cost.


    Was die Laufwege angeht:

    • Laufe ich vom T1 einfach nur gegenüber in das geplante T3, muss ich etwa 300m zurücklegen. Diese Gebäude werden vis a vis stehen.


    • Laufe ich vom T2 (Billigterminal) in das T1, weil mir z.B. die Currywurst dort besser schmeckt, dann lege ich bereits ca. 550m zurück. Ich muss ja auch wieder zurücklaufen, dann bin ich also mehr als 1KM(!) unterwegs (u.U. mit Gepäck), nur um eine Currywurst zu essen.


    • Habe ich das Pech, mein Auto in einem der südlichen Parkhäuser zu parken und möchte z.B. zum T2, dann bin ich schon mehr als 750m unterwegs.


    • Checke ich im T1 ein und habe das Pech, dass mein Flieger von einem der südlichen Arme ganz weit rechts startet, dann muss ich schon 900m laufen.


    • Zum Vergleich: Die maximale(!) Laufdistanz beim TXL beträgt etwa 270m.


    https://abload.de/img/laufwegetzkf5.png



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