Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“

  • Schade, dass das Gebäude im Internet kaum zu finden ist. Bis auf ein paar Photos in der Morgenpost vor ein paar Monaten gibt es kaum etwas.
    In den Meldungen zum Regierungsflughafen kommt es auch immer nur in maximal einem Nebensatz vor.
    Beschämend ist der Umgang mit dem Bau jedenfalls, vor allem weil er nun wirklich nichts Wichtigem weichen muss

  • Das Gebäude steht nun einmal mitten im Sicherheitsbereich des Flughafens und ist damit auch langfristig nicht für die Öffentlichkeit nutzbar. Was brächte also ein Erhalt, zumal künftig der jetzige Nutzer auszieht und ein Neuer nicht zu erwarten ist?

  • ^^
    Jedes Baudenkmal in Privatbesitz ist ebenso öffentlich nicht nutzbar und trotzdem erhaltenswert. Dass der jetzige Nutzer Bundespolizei auszieht dürfte angesichts der Perspektive Abriss nicht verwundern ;) Würde er auch bei Erhalt des Gebäudes ausziehen wollen?

  • Ja, weil man dort anwesend sein möchte, wo die Fluggäste sind. Und das ist künftig der Bereich zwischen den Landebahnen.


    Baudenkmäler in Privatbesitz werden idealerweise auch durch private Gelder erhalten. Durch öffentliche Gelder ein nicht öffentliches Gebäude ohne Nutzung zu erhalten, das auch noch im Weg steht, wäre dagegen ein wenig absurd. Ich erkenne zwar durchaus die architektonische Schutzwürdigkeit des Gebäudes an, aber eben nicht unter diesen Umständen.

  • ^ Gefühlte 90% aller professionellen Fotografen nehmen doch bei jeder Nachtaufnahme einen Gitterfilter, die solche Sternblendeffekte erzeugen. Außer ein wenig an den Kontrasten, Farb- und Schärfewerten ist da m.E. nicht groß rumgespielt worden.


    Nicht wirklich... Sterne kommen eigentlich grundsätzlich bei jedem Objektiv, wenn man nur die Blende weit genug schließt.

  • Die momentanen Nutzer des Generalshotel ziehen aus, weil es abgerissen wird; es wird aber nicht abgerissen, weil die Nutzer ausziehen. Dass neue dagegen nicht zu erwarten wären, ist reine Spekulation. Und weshalb sollte eine Integration in den neuen Regierungsflughafen nicht möglich sein? Repräsentativer wird der Neue wohl kaum werden. Und das Argument, dass das Gebäude im Weg steht... legt man sich eben zurecht.


    Übrigens handelt es sich bei dem Regierungsflughafen auch um ein öffentliches Gebäude, da es einer öffentlichen Institution dient. Nicht notwendig hierbei ist ein Zugang durch jedermann. Und unabhängig davon werden auch private Baudenkmäler durch öffentliche Gelder erhalten.

  • ^ Ich gehe davon aus, dass du für deine erste Behauptung eine Quelle zitieren kannst? Oder ist das wieder eine deiner zahlreichen Spekulationen, die du im Berlin-Forum gern als Fakt verkaufst? Die Bundespolizei ist zunächst einmal nicht für den Regierungsflughafen, sondern für den normalen Flugbetrieb da und wird ungefähr verdreifacht. Entsprechend ist seit Jahren klar, dass man in Richtung Süden ziehen wird. Eine Nutzung des Gebäudes für den Regierungsflughafen, wie du suggerierst, war nie geplant, also gibt es keinen Nutzer mehr. Aufgrund der Nähe zum Protokollbereich des Regierungsflughafens wäre auch eine anderweitige Nutzung beinahe ausgeschlossen. Weiterhin wird nicht das jetzige Gebäude durch ein neues ersetzt, es steht schlicht mitten auf dem Vorfeld, das erweitert werden soll.


    Nochmal: ich weiß nicht, wieso Geld für den Erhalt eines Gebäudes ausgegeben werden soll, das zwar einen historischen Wert, aber keinen Nutzer mehr hat und dem Verkehrsnutzen des Flughafens - und der ist nun einmal in erster Linie ein Infrastrukturobjekt - im Weg steht.


    Die eigentliche Frage, die man sich stellen sollte, ist, wieso ein Regierungsterminal mit über 300 Mio. Euro fast die Hälfte des Hauptterminals kostet, in dem jährlich beinahe 30 Mio. Passagiere abgefertigt werden können.

  • ^ Deine Reaktion ist so erwartbar wie das Amen in der Kirche. Bezichtigt man dich der Spekulation, bezeichnest du einen der Spekulation. Das hat schon was von Kindergarten.


    Und wo die Meinige zu finden ist, wenn stets alleinig als Abrissgrund angegeben wird, das Gebäude stehe dem neuen Regierungsflughafen im Weg, ist mir ziemlich schleierhaft.


    Umgekehrt wird also ein Schuh draus: woraus entnimmst du, dass ein Abriss (auch) aufgrund des Bundespolizeiauszuges erfolgt? Woher weißt du, dass eine weitere Nutzung überhaupt nicht möglich ist? Auch wenn die Bundespolizei das Gebäude als Dependance weiterhin nutzen könnte (und natürlich gehört die Sicherung des Regierungsflughafens zu ihren originären Aufgabengebieten), so ist überhaupt nicht gesagt, dass eine Nutzung zwangsläufig durch sie erfolgen muss und nur durch sie erfolgen kann. Nur weil die Regierung etwas nicht plant, bedeutet es nicht, dass etwas nicht geht. Soviel Staatshörigkeit hätte ich dir gar nicht zugetraut.


    Der historische Wert allein berechtigt schon seinen Erhalt. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich, bildlich gesprochen, als Wessi eines Tages schützend vor ein sowjetisches Gebäude stellen muss, um es vor einem Ossi zu retten. ;)

  • Ich spekuliere nicht, sondern äußere mich anhand der bekannten Fakten, die dich allerdings nicht sonderlich zu interessieren scheinen. Weil auch das mit dem Verständnis in Sätzen augenscheinlich ein wenig hapert, mal kurz ein Reality-Check in Stichwortform:



    Behauptung: Die Bundespolizei zieht aus, weil das Generalshotel abgerissen werden soll.


    Reality-Check: die Aktivitäten des Flughafens verlagern sich in den Bereich zwischen Nord- und Südbahn, entsprechend entsteht am Terminal des Flughafens ein von Anfang an geplantes Sicherheitsgebäude, an dem im März diesen Jahres Richtfest gefeiert wurde und in dem künftig 750 Mitarbeiter der Bundespolizei zusammen mit Zoll- und Sicherheitsbediensteten Arbeiten werden. Die direkt für den Regierungsflughafen relevanten Räume von Bundeswehr, Bundespolizei & Co sind logischerweise in direkter Nähe zu den Personenkontrollstellen im Regierungsterminal vorgesehen. Es gibt also keinen Bedarf seitens Bundespolzei, Bundeswehr, Flugbereitschaft, Zoll oder BKA für zusätzliche Räume.


    Behauptung: Eine weitere Nutzung ist ohne weiteres möglich


    Reality-Check: Das Gebäude befindet sich im Protokollbereich des Regierungsflughafens, wo gesonderte Sicherheitsbestimmungen gelten, inbesondere im Falle der Nutzung durch Minister oder Staatsgäste (avisiert sind 600 Mal im Jahr), was eine dauerhafte Nutzung beispielsweise durch die Flughafengesellschaft oder andere nichtstaatliche Organisationen ausschließt.


    Behauptung: der Abriss erfolgt grundlos


    Reality-Check: Das Generalshotel würde sich mitten auf dem geplanten Rollfeld befinden, das Anlegen von zwei Parkpositionen verhindern sowie die Zufahrt zu den Hauptpositionen für Staatsgäste mit größeren Flugzeugen verkomplizieren.


    Denkmalschutz schön und gut, aber mit Sicherheit nicht unter diesen Umständen für ein Gebäude, das außerhalb von Denkmalschutztagen sowieso niemand zu Gesicht bekommt.

  • ^ Du hast Recht, deine Fakten interessieren tatsächlich nicht besonders, weil sie argumentativ in dieser Sache einfach nicht stichhaltig sind. Nichtsdestotrotz kann man diesem kleinen Abriss einen allgemeinen Informationsgehalt zur Gedächtnisauffrischung zubilligen. Immerhin. Dafür sei dir schon mal herzlich gedankt.


    Ausgangspunkt meines letzten Kommentars war also die Schlussfolgerung, dass ein Abriss allein deshalb erfolgt, weil – wohl unbestritten – stets die bauliche Inkompatibilität des neuen Regierungsflughafens mit dem Generalshotel von Regierungsseite behauptet wird. Ich stelle fest, dass aus keiner von uns zur Verfügung stehenden Quelle belegt werden kann, dass das Gebäude wegen des Auszugs der Bundespolizei und/oder wegen fehlender Nutzbarkeit in der Zukunft aufgegeben werden soll.


    Weiterhin, und insofern findet wohl eine überschießende Interpretation meiner Worte statt, wurde von meiner Seite aus nirgendwo in Abrede gestellt, dass der Auszug der Bundespolizei auch (!) deshalb erfolgt, weil ein neues Gebäude an anderer Stelle errichtet wird. Der Auszug wegen Abrisses (der wohl zwangsläufig ist) und der Einzug in neue Räumlichkeiten korrespondieren unbestreitbar. Nochmals zur Verdeutlichung: Die Bundespolizei zieht aus, weil das Gebäude abgerissen wird UND eine neues künftig zur Verfügung stehen wird.


    In aller gebotenen Kürze nun zu den aufgeworfenen Behauptungen:


    „Es gibt also keinen Bedarf seitens Bundespolzei, Bundeswehr, Flugbereitschaft, Zoll oder BKA für zusätzliche Räume.“
    Du bist in interne Sicherheits- und Verwaltungsentscheidungen bezüglich des neuen Regierungsflughafens eingebunden? Du kannst ausschließen, dass keinesfalls in den nächsten Jahren der Bedarf nach weiteren Räumlichkeiten außerhalb des Empfangsgebäudes besteht, sei es für Verwaltung, Unterkünfte, Logistik, etc.? Kannst du nicht? Dann ist deine Äußerung wohl reine Spekulation. Ich wette, dass in spätestens 10 Jahren erneut gebaut werden muss.


    „…was eine dauerhafte Nutzung beispielsweise durch die Flughafengesellschaft oder andere nichtstaatliche Organisationen ausschließt.“
    Hat auch niemand in Erwägung gezogen. Wenn die grundsätzliche Bereitschaft besteht, wird man auch eine Nutzbarkeit für den Regierungsflughafen finden. Denn: wer suchet, der findet. Insbesondere staatliche Institutionen beherrschen diese Fähigkeit üblicherweise aus dem Effeff.


    „Das Generalshotel würde sich mitten auf dem geplanten Rollfeld befinden, das Anlegen von zwei Parkpositionen verhindern sowie die Zufahrt zu den Hauptpositionen für Staatsgäste mit größeren Flugzeugen verkomplizieren.“
    Eine Behauptung, ergo eine Spekulation. Gesetz des Falles sie entspricht tatsächlich der Wahrheit, wird man auch hier sicherlich eine befriedigende Lösung finden.


    Um mein Plädoyer auf einen zusammenfassenden und abschließenden Satz zu bringen: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Freundlicherweise hat uns Dase auch den Unwillen mit „Fakten“ näher erläutert.


    Reality-Check: Dase, sollte man dich eines Tages aus der Werbebranche rauswerfen und zur selben Zeit eine Stelle als Regierungssprecher vakant sein, dann bewirb dich.


    Ach so noch was: Es ist total absurd, aber die Denkmalschutzwürdigkeit eines Gebäudes misst man nicht an den Tagen, an welchen es der Öffentlichkeit zum Besuch offen steht.

  • Bevor ihr euch die Köpfe einschlagt kommen hier ein paar neue Fotos von den Berliner Flughäfen:





    Vor allem das letzte Bild gibt einen mir bisher unbekannten Blick auf die Struktur der Kolonaden an den Terminalseiten.


    Quelle: Berliner Flughäfen

  • ^ Das "popelig" hab ich noch gelesen, aber ich verzeih dir das... ;) Sieht gut aus, ich werd mir für Juni Tickets ordern. Mit dem Zug macht man das einmal und dann nie wieder.

  • Ja, wollte eure heiße Debatte nicht noch zusätzlich anheizen. Finde es irgendwie müßig sich da jetzt ellenlange Diskussionen um die Generalsvilla zu liefern. Die Standpunkte sind wohl klar.


    EDIT: Also sollte die Belichtung wirklich so hell sein wie auf den Bildern, dann dürfte das Hauptterminal bald den Spitznamen "Kathedrale des Lichts" weghaben.

  • @ Hans Dampf: ich würde vorschlagen, du gründest einen Verein, der Geld sammelt, um russische Holzkirchen rund um Tschernobyl zu renovieren. Kann zwar auch keiner besuchen, aber allein das wissen um den Erhalt wird dir sicherlich das Herz wärmen. Die Inbrunst, mit der du hier ein nichtöffentliches Gebäude verteidigst, das du bis gestern nicht kanntest, ist schon amüsant.



    Blubb [...] Nochmals zur Verdeutlichung: Die Bundespolizei zieht aus, weil das Gebäude abgerissen wird UND eine neues künftig zur Verfügung stehen wird.


    Brich dir keinen ab. Die Bundespolizei zieht ausschließlich aus, weil ein neues Sicherheitsgebäude errichtet wird, dass bereits seit Jahren Bestandteil der Planung war. Dass im Nordteil von Schönefeld ein Regierungsterminal errichtet wird, ist seit 2009 klar, dass das Generalshotel gefährdet ist, seit 2010. Du verwechselst hier Koinzidenz mit Kausalität und hast offensichtlich keinen blassen Schimmer über die zeitlichen Abfolgen der einzelnen Entscheidungen, die zum jetzt bekannten Ergebnis führen. Um die zu kennen, muss man im Übrigen nur googeln können, was dir aufgrund deiner Antipathie gegenüber Fakten jedoch recht fremd zu sein scheint.



    Du bist in interne Sicherheits- und Verwaltungsentscheidungen bezüglich des neuen Regierungsflughafens eingebunden? [...] Kannst du nicht? Dann ist deine Äußerung wohl reine Spekulation. Ich wette, dass in spätestens 10 Jahren erneut gebaut werden muss.


    Du hast es nicht verstanden. Das Argument, man könnte eventuell in 10 Jahren eine Abstellkammer gebrauchen, wiegt nicht schwerer als die momentan gegen einen Erhalt sprechenden Tatsachen.



    Eine Behauptung, ergo eine Spekulation. Gesetz des Falles sie entspricht tatsächlich der Wahrheit, wird man auch hier sicherlich eine befriedigende Lösung finden.


    Das ist keine Behauptung, sondern kann anhand des zur Verfügung gestellten Kartenmaterials zweifelsfrei nachvollzogen werden. Kleiner Tipp: das unterstrichene sind die Links.



    Um mein Plädoyer auf einen zusammenfassenden und abschließenden Satz zu bringen: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Freundlicherweise hat uns Dase auch den Unwillen mit „Fakten“ näher erläutert.


    Im Klartext: jegliche faktenbasierte Diskussion erübrigt sich, denn Hansi hat das Argument schlechthin: man muss nur wollen. Damit kann man sich künftig erst recht sparen, deine dünnen Beiträge auch nur zu überfliegen.

  • Die Innenaufnahmen sehen zwar logischerweise noch recht nackt aus, aber der erste Eindruck scheint sich mE zu bestätigen: Es dürfte ein sehr funktionaler aber gleichzeitig auch ein überaus reizvoller Flughafen werden. Ich glaube sowieso, dass gerade die funktionalen Strukturen (ggf. mit dezenten Verzierungen) oft sehr begeistern können. Die Wabenstruktur eines Bienenstock ist ja auch die effizienteste Struktur für die Tiere, aber irgendwie auch sehr formschön. Moderne Architektur wie die des BBI und auch die Fosters zeigt, dass "form follows function" nicht zwangsläufig häßliche Formen hervorbringen. Es freut mich aber auch, dass man gerade beim BBI Bezüge zur Berliner Bautradition herstellen wollte. Alles in allem übertrifft es meine Erwartungen, denn anderswo wird für vergleichbare Kosten mitunter gerade mal ein neues Terminal angefügt.


    @Dase (Offtopic): Selbst wenn Du in der Sache evtl. "Recht" bzw. die besseren Argumente hast (ich habe irgendwann nur noch überflogen), könntest Du Dich mE etwas weniger polemisch und diffamierend ("Hansi") ausdrücken. Wer sich so sicher ist richtig zu liegen, sollte das mE nicht nötig haben. Jedenfalls nervt mich als Dritten so ein unangemessener Stil in einem Forum mehr als vermeintlich unwissende Aussagen, selbst wenn sie noch so vehement verteidigt werden.


    Den letzten Beitrag habe ich in den Papierkorb verschoben. Wir sind hier nicht im Kindergarten. Persönliche Differenzen könnt ihr via PN klären. Ansonsten bitte wieder zurück zum Thema (und zwar ohne beleidigenden Unterton)! Danke.
    Bato

  • Einen Einblick in die verschiedenen Non-Aviation-Konzepte auf dem neuen Flughafen gibt diese Broschüre der Berliner Flughäfen.


    Vom Kaisers mal abgesehen wird der neue Flughafen dadurch wohl eine sehr hohe Aufenthaltsqualität liefern. So wie ich das überblicken kann wurde an alle möglichen verschiedene Bedürfnisse gedacht und fast durchgängig werden sehr wertige und durchdacht wirkende Konzepte realisiert. :daumen: