Westend-Nord - rund um Hansa- und Miquelallee

  • Parkstraße 17 (ehem. Hotel Mozart)

    Nach langer Zeit gibt's wieder was neues zur Parkstraße 17 (#65, Lage). Die Endphase der Renovierung zieht sich, genauer gesagt hat sich äußerlich monatelang nichts getan. Kürzlich ist wieder mehr los auf der Baustelle und es wurden an der Ostseite Balkons angebaut, die ganz hübsch anzusehen sind. Momentan wird an einem netten Gartenmäuerchen gewerkelt. Generell ist das Ergebnis im Vergleich zum Ausgangszustand sicher nicht umwerfend, aber doch ganz passabel geworden - wenn man es schafft das Erdgeschoss zu ignorieren. Warum dieses dermaßen fensterlos und abweisend gestaltet wurde, ist mir ein Rätsel, das macht die Gesamtwirkung echt kaputt.




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    Einmal editiert, zuletzt von Robbi () aus folgendem Grund: Link repariert

  • ...wenn man es schafft das Erdgeschoss zu ignorieren. Warum dieses dermaßen fensterlos und abweisend gestaltet wurde, ist mir ein Rätsel, das macht die Gesamtwirkung echt kaputt.


    Schau Dir das Haus genau an, und Du siehst, warum die Seite fast fensterlos ist:
    Man hat im EG eine Ladenfläche zur Wohnung umgebaut. Was als Laden gut ist, das Fußodenniveau auf Straßenhöhe, ist für eine Wohnung einfach nur unangenehm, weil einem jeder Passant in die Zimmer guckt (wir sind ja keine Holländer, die vorbeischauen können).
    Ergebnis: Die Fenster im Erdgeschoss wurden, bis auf das Bad, zur linken Seite gelegt, wo sie durch die von Dir erwähnte Gartenmauer abgeschirmt werden.


    Damit ist das "warum" geklärt. Schöner wird es dadurch natürlich nicht.

  • Parkstrasse 17 - Der Gipfel der Gewöhnlichkeit

    Die Lage von Parkstrasse 17 ist phänomenal. Direkt gegenüber gelegen von der Uni & dem Park, parallel zum (wieder-)belebten Grüneburgweg und umgeben von typischen Westend-Stadtvillen. Angesichts dieser Vorzüge ist das "Gropius Reloaded" Ergebnis geradezu verheerend. Das Argument, dass es noch viel schlimmer hätte kommen können, ist da ein schwacher Trost. Bauhaus hat an dieser Stelle nichts zu suchen. Die Fensterschlitze, kahlen Putz-Wände und abweisende Monotonität des Gebäudes (besonders entlang der beinahe fensterlosen Erdgeschoß-Ebene) ist eine Beleidigung für seine Umgebung. Wie man es machen soll, zeigt die höchst erfreuliche Entwicklung an der oberen Hansaallee (Beitrag #80), die aber leider an einer relativ abgelegenen Ecke kaum zur Geltung kommen wird.

  • ...geradezu verheerend ... hat an dieser Stelle nichts zu suchen ... Beleidigung für seine Umgebung ...


    Hansaalle ist ein schönes Beispiel dafür, was man mit einem Industriebau mit hohen Etagen anfangen kann. Das hier war ein Gebäude, bei dem das Erdgeschoss die gleiche Höhe hatte, wie die Etagen darüber - also irgendwo zwischen 2,50 und 2,80m.


    Also sag mal, was man bei einem Bestandsbau mit der hier vorhandenen Etagenhöhe im EG und der Absicht einer Wohnnutzung hätte besser machen können.


    Die einzige Variante, die mir einfällt, wie man an diesem Standort etwas besseres hätte erreichen können, wäre ein Abriss des Bestands gewesen, um das Erdgeschoss anzuheben, wahlweise mit einem höheren Fußbodenniveau für eine Wohnnutzung oder nur eine größere Raumhöhe für eine zeitgemäße Gewerbenutzung.

  • Optimierungspotenziale für Parkstrasse 17

    Für den Bestandsbau mit Wohnungsabsicht an Parkstrasse 17 gibt es viele Optimierungsvorschläge:
    [INDENT]- Dachabschluss nicht als flacher Deckel und Pfützenkollektor, sondern mit Staffelgeschoß mit einem begrünten Dachterassenaufsatz (viele Beispiele sind im Holzhausenviertel zu sehen).
    - Die eintönige Farbauswahl in alpinweiß verleit dem Bau zu wenig Struktur. Eine weiß verputzte Fassade sieht schnell nach Zweckbau aus. Daher hätte hier eine oder zwei Längs-Kanten schon einiges bewirkt.
    - Der Putz hätte mehr Abwechslung benötigt (z.B. Klinker, Sandstein), besonders im Eingangsbereich.
    - Einige Umbauten von 50er Jahre Häusern haben interessante Kniffe mit eingebaut. So sind z.B. venezianische Rolläden die auf Seitwärts-Schienen verankert sind, durchaus ansehnlich (auch hierfür gibt es Beispiele in Frankfurt).
    - Das Erdgeschoß ist die große Schwachstelle dieses Baus. Hier hätte mehr Öffnung dem Gebäude mehr Transparenz und Luftigkeit verliehen. So wirkt der Bau für direkte Passanten beinahe abgeschottet. Zudem ist es nicht gerade schlau gegenüber von einer Uni eine große weiße Wand im Erdgeschoß zu platzieren. Tags und Graffiti sind hier so sicher wie das Amen in der Kirche.[/INDENT]


    Insgesamt eine verpasste Chance und eine unbeholfene Schlichtheit, die hoffentlich gerade in Top-Lagen keine Nachahmer finden wird.

  • Parkstraße 17; Wolfsgangstraße 90

    ^ Zu Parkstraße 17 (Karte): Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, ich denke auch, dass man da viel mehr hätte machen können, nicht nur, aber vor allem, am EG. Es kann gut sein, dass dort deswegen kaum Fenster sind, damit sich die Bewohner nicht beobachtet fühlen. Dass es auch anders geht, zeigt das nahe Westsight, wo auch im EG Fenster sind, obwohl es auf Straßenniveau liegt. Wobei da zugegebenermaßen eine Kita (o.ä.) und keine Wohnung drin ist. Davon abgesehen wäre praktisch jeder Laden dort ein Selbstläufer gewesen, weil das Haus gegenüber dem Campushauptgebäude und zudem noch an einer Bushaltestelle liegt. Und jeglicher Laden mit studentischem Bedarf (Bäcker, Copyshop, Schreibwaren, Literatur, was auch immer) etliche Gehminuten entfernt liegt. Ob einer solchen Nutzung möglicherweise dem Nutzungsrecht widerspricht, habe ich allerdings nicht nachgeschaut. Wie auch immer, dem Projekt geht auf den letzten Metern scheinbar die Luft aus. Über ein halbes Jahr nach dem letzten update wurde nur das Gartenmäuerchen fertiggestellt, ansonsten sind fast überall die Rollläden runter, das Haus schein leerzustehen.



    Es gibt eine weitere Sanierung im hochwertigen Bereich zu vermelden: In der Wolfsgangstraße 90 (Karte) wird derzeit ein um 1960 errichtetes Wohnhaus komplett umgebaut. Laut Bauschild werden sowohl Dach als auch Balkone abgebrochen und neu errichtet, sowie die Fassade geändert und ein Aufzug angebaut. Bauherr ist die Frankfurter Wohnen GmbH & Co. KG, Entwurfsverfasser der Architekt Andreas Brehm. Das Haus wird nach energetischen Gesichtspunkten aufgepeppt und zwar nach der EnEV 2009 zu einem KfW-Effizienzhaus 100. So wird das Gebäude topgedämmte, bodentiefe Holzfenster erhalten, ebenso wie ein mit Naturstein verkleidetes Erdgeschoss. Sowohl die Innenausstattung als auch die Preise der Eigentumswohnungen bewegen sich im gehobenen Bereich, mehr dazu auf der Verkaufsseite von Schenk & Company. Wie das Haus vorher aussah, kann man bei Google Maps sehen. Momentan ist das Haus gut verpackt, so dass man nicht viel erkennen kann.



    Und so soll es später mal werden.



    (c): Schenk & Company Immobilien GmbH


    Die Rückseite wirkt noch ziemlich entkernt, auch wenn der neue Dachstuhl schon steht.



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  • Und sogar auf dem früheren Grundstück des Motorradhändlers Am Dornbusch 31, Ecke Hansaallee geht es voran. Wie gewohnt im Schneckentempo.


    Zum Beitrag #77 auf dieser Seite:
    Ist eigentlich bekannt, was das Projekt an o.g. Ort zum Stocken gebracht hat? Erst gestern wurden dort stationierte Container abtransportiert, die Baustelle entwickelt sich seit einem Jahr zurück.

  • Neubau Studentenwohnheime Hansaallee 141

    Zum Projekt oben Beitrag #41.


    Lange hat der Abriss des alten Zoll-Hochhauses gedauert, weitere Verzögerungen kamen hinzu. Jetzt endlich wurde der Auftrag für die Erd- und Rohbauarbeiten vergeben. Den Zuschlag erhielt die Ed. Züblin AG.


    Das oben klein gezeigte Modellfoto größer:



    Bild: APB Architekten

  • Ein sehr schönes Projekt. Und auch mal wieder eine gute Materialwahl, auf dass es nicht zu eintönig wird.


    Die Mischnutzung durch Studenten und Beamte finde ich auch originell und sinnig. ich weiß nicht, ob es in anderen Unistädten ähnlich viele und wertige Studentenwohnungsbauprojekte gibt wie in Frankfurt.

  • ^ Das weiß ich auch nicht, aber Frankfurt hat in puncto Studentenwohnheime m. E. einen enormen Nachholbedarf. Das Studentenwerk sowie die Wohnheimträger das katholischen und evangelischen Kirche bieten in Frankfurt insgesamt 3.002 Wohnheimplätze an, 1.825 das Studentenwerk, 831 der katholiscfhe Wohnheimträger und 346 der evangelische. Bezogen auf 30-40.000 Studierende ist das recht wenig.

  • Parkstraße 17

    Der Vollständigkeit halber ein paar Abschlussfotos von Parkstraße 17 (letzter Beitrag, Lage). Nach zuletzt sehr zähen Endarbeiten wurde das Erdgeschoss auch bloß weiß gestrichen, womit die Chance vertan wurde, zumindest mit der EG-Gestaltung optisch noch etwas rauszureißen. Mittlerweile sind die ersten Bewohner eingezogen.



    Die Balkone auf der Westseite nutzen jeden verfügbaren cm Raum aus und wirken reichlich beengt.



    Immerhin ist das ansonsten vermehrt im Nordend anzutreffende Gespenst, welches vor dem Umbau auf dem Schornstein residierte (Foto), zurückgekehrt und schaut nun von oben links auf die Parkstraße hinab.



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  • Sa-gen-haft. Man hat es tatsächlich geschafft, eine abartige Bausünde noch scheusslicher zu gestalten. Gibt es dafür auch einen Architekturpreis? Man könnte noch die wenigen verbleibenden Lichtöffnungen vermauern, dann taugt das Gebäude alternativ immerhin als Museum.

  • Hansaallee 2 (Revitalisierung geplant)

    An der Einmündung der Hansaallee in die Eschersheimer Landstraße steht ein kleines Hochhaus (Street View), vermutlich Ende Sechziger auf Grundlage des sozialistisch geprägten Fingerplans des SPD-Planungsdezernenten Kampffmeyer gebaut. Das achtgeschossige Gebäude ist ein Fremdkörper in der gründerzeitlich geprägten Umgebung, die Fassade erscheint - milde formuliert - verbesserungsbedürftig in gestalterischer wie in energetischer Hinsicht.


    Bekannt ist das Hochhaus als Sitz des Architekturbüros Braun & Schlockermann und Partner. Eben diese Architekten kündigen nun auf ihrer Website an, dass sie die Revitalisierung des Gebäudes planen. Bestimmt wird die Fassade erneuert, was sonst noch geplant ist entzieht sich meiner Kenntnis. Auch ein Entwurf ist nicht zu finden. Hier eine Fassadenstudie samt Hinweis auf den Auftraggeber AyCo hyp.

  • Hansaallee 2

    Die Designstudie soll wohl ein Witz sein? In der Tat fügt sich der Bestand nicht harmonisch in die gründerzeitlich geprägte Umgebung ein, aber er nimmt sich mit seiner grauen Farbe und recht aufgelockerten Gliederung doch einigermaßen zurück und fällt nicht weiter auf. Demgegenüber ist der "designte" schwarze und eintönige Glasmonolith ein noch größerer Fremdkörper, der seine komplette Umgebung geradezu erschlägt.


    Doch selbst an anderer Stelle hätte ein solches Unding m.E. nichts zu suchen. Ich dachte, wir hätten die 70-er Jahre und ihre langweiligen Horizontalgliederungen in Baukastenform endlich überwunden. Derartige Fassaden werden derzeit an anderer Stelle ersetzt, weil sie kein Mensch mehr sehen kann und will. Unfassbar!

  • Der OS12-Entwurf wird m.E. nicht in der gezeigten Form zum Zuge kommen, wahrscheinlich wird das dort ansässige Architekturbüro für die Überarbeitung verantwortlich zeichnen. Das Bild erinnert mich auch eher an die 1960er Jahre als an 1970er. Über Geschmack lässt sich nicht streiten, aber ich persönlich finde den Entwurf allerdings ausgeprochen elegant.

  • Studierenden- und Zollbedienstetenwohnheime Hansaallee 141

    Ende August war Grundsteinlegung für den oben in Beitrag #41 vorgestellten Baukomplex. Dazu eine Pressemitteilung des Studentenwerks Frankfurt. Die Fertigstellung ist demnach Mitte 2015 geplant. So sah es gestern aus:



    Blick in die Gegenrichtung:



    Bautafel mit den Beteiligten:



    Im Hintergrund des vorletzten Fotos erkennbar der Kopfbau der mittlerweile fertig gestellten "Hansa-Höfe" (letzte Fotos #77 und #81). Die Büros in der Hansaallee 154, genannt "Haus Hamburg", sind offenbar recht schnell weggegangen. Mieter sind Freiberufler, ein britischer Zeitschriftenverlag, eine Krankenversicherung etc. Schönes Detail die Eingangstüren aus Baubronze:



    Sogar bei dem Dauerprojekt auf dem Grundstück Am Dornbusch 31, Ecke Hansaallee geht es voran:



    Es entstehen Mietwohnungen und Gewerbeflächen:



    Bilder: Schmittchen

  • Wolfsgangstraße 90 + 136

    Das vor einer Weile vorgestellte Umbauprojekt Wolfsgangstraße 90 (Karte) nähert sich der Fertigstellung. Infos zum Umbau gibt es im oben verlinkten Beitrag und beim ursprünglichen =B-2009-1473-4&tx_vierwdbafinfothek_infothek[action]=bauschild"]Bauschild. Seitdem gab es noch eine =B-2013-755-4&tx_vierwdbafinfothek_infothek[action]=bauschild"]Ergänzung, wonach das Souterrain freiberuflich genutzt werden soll, zudem reduziert sich die Anzahl der Wohnungen von elf auf sechs und es entstehen statt der Garage mit drei Stellplätzen eine Doppelparkeranlage mit sechs Stellplätzen, sowie zwei oberirdische Stellplätze. Das hübsche und denkmalgeschützte Nachbarhaus Wolfsgangstraße 92 (Foto bei wikipedia) wird momentan ebenfalls renoviert.



    Ein Stück weiter wird das Wohnhaus Wolfsgangstraße 136 (Karte) aufgestockt und umgebaut. Das Projekt lief vor einer halben Ewigkeit an, denn schon vor geraumer Zeit wurde der Putz von der Fassade geschlagen, anschließend passierte lange nichts. Laut Leerstandsmelder war das Gebäude schon 2011 über ein Jahr ungenutzt. Schön, dass jetzt endlich was passiert. Neben der Neuerrichtung des Dachs wird im rückwärtigen Teil noch angebaut, siehe =B-2011-833-4&tx_vierwdbafinfothek_infothek[action]=bauschild"]Bauschild. Eine Aufnahme vom September 2013 (anklicken zum Vergrößern)…



    …und von gestern.



    Die Gartenseite im September 2013...



    …und gestern.



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  • Hansaallee 2

    An der Hansaallee 2 tut sich etwas. Sie ist eingerüstet, auch wenn dies momentan mangels Bautätigkeiten wohl eher der Sicherung dient:



    Bild: epizentrum


    Das Mini-Hochhaus findet man auf dieser Karte und im letztjährigen Zustand bei StreetView. Eine Revitalisierungsankündigung fand Schmittchen letztes Jahr. Das Architektenbüro Braun & Schlockermann ist inzwischen ausgezogen, um dem Büro OS.12 Urban Design GmbH (Website) Platz zu machen, die 2012/2013 eine Fassadenstudie (in schwarz) für das Gebäude entworfen hatten. Das Leipziger Unternehmen AyCo Hyp scheint sich der Immobilie angenommen zu haben; ihr Banner hängt unübersehbar am Haus, und ihre Website zeigt eine Fassadenvariante in weiß. Visualisierungen der beiden Versionen nachfolgend:



    Bild links: OS.12 Urban Design GmbH, rechts: AyCo Hyp


    Auf ihrer facebook-Seite wiederum veröffentlichten OS.12 Urban Design im März ein weiteres Rendering. Es zeigt mehr oder weniger die aktuelle Fassadengestaltung in leicht aufpolierter Fassung:



    Bild: OS.12 Urban Design GmbH


    Nur der Naturstein findet sich auf dem Rendering nicht mehr wieder. Charakteristisch für die aktuelle Gestaltung sind die gitterartige Verkleidung der Ecken und das aufgesetzte Stahlraster, an dem die Außenjalousien befestigt sind. Möglicherweise leidet die Immobilie Not und muss mit kleinstem Budget saniert werden.