Westend-Nord - rund um Hansa- und Miquelallee

  • Da gebe ich Dir Recht, garcia. Wer die graue Fassadenfarbe ausgesucht hat, sollte sich schämen. Noch trostloser wird's, wenn es regnet oder einfach nur nicht gerade die Sonne scheint. Immerhin hat man es anscheinend doch noch geschafft, die westliche Fassade des dritten Blocks von Süden her zu verputzen und weiß zu streichen (oder ist das nur die Sonneneinstrahlung?). Ich hatte schon befürchtet, dass es bei Sichtbeton bleibt, wie auf dem vorletzten Bild in thomasfras vorletztem Beitrag noch zu sehen.


    Es wäre schon besser geworden, wenn alle jetzt grau gestrichenen Elemente in einem warmen Braunton gestrichen worden wären, dann hätte der ganze Komplex auch besser zu den Bauten am Campus Westend gepasst. Das Weiß hätte auch "sandsteinfarben" werden können, so wie bei den drei Häusern in zweiter Reihe, bei denen mir die wie nachträglich angeklebt wirkenden Balkone nicht zusagen. Meine Note für den Gesamtkomplex: ausreichend.

  • Wohnanlagen der Bundesbank (Miquelallee I + II)

    Die Deutsche Bundesbank besitzt in der Nachbarschaft ihrer Zentrale im Viertel zwischen Miquelalle, Hansaallee und der Miquelanlage (Karte, Bing) eine recht ausgedehnte Wohnanlage aus den Jahren 1949-1951. Die 276 Einheiten (in Häusern mit insgesamt 31 Eingängen!) mit den Adressen Karl-Scheele-Straße 1-19 und 2-22 sowie Freseniusstraße 1-19 werden ab November dieses Jahres über vier Jahre hinweg umfassend saniert (Quelle).


    Es geht um eine Investitionssumme von angepeilten 10 Mio. Euro und um 14.650 qm Wohnfläche. Das ist ordentlich. Aus der Baubeschreibung:



    Parallel dazu läuft die große Brandschutzsanierung der Zentrale an der Miquelanlage (bzw. Wilhelm-Epstein-Straße) mit dem rückseitigen Neubau. Das Projekt hatte Schmittchen letztes Jahr hier angekündigt. Seitdem veröffentlichte die Bundesbank quasi laufend europaweit entsprechende Ausschreibungen.

  • Parkstraße 17

    Der Umbau des Gebäudes an der Parkstraße 17, dem ehemaligen Hotel Mozart (klick), ist fast ein Jahr nach den letzten Fotos fast fertiggestellt, nur das Erdgeschoss muss noch folgen. Insgesamt eine Verbesserung, schade sind nur die kleinen Fenster im Treppenhaus und das (bis jetzt) fast fensterlose Erdgeschoss.




    -Bilder von mir-

    2 Mal editiert, zuletzt von Robbi () aus folgendem Grund: Links repariert

  • Wohnanlagen der Bundesbank (Miquelallee I + II)

    Die Sanierung des Bundesbank-Quartiers wird vom Büro Schneider + Schumacher geplant. Das wurde nun bekannt gegeben. Von der Ausschreibung und der Lage der 1949-1951 erbauten Gebäude hatte epizentrum hier berichtet.

  • WestendCarree

    Die Glasfassade des langgestreckten Bürogebäudes in der Gerveniusstraße 16-22 (Karte) erhält eine Auffrischung. Man baut neue Glasscheiben und entsprechende dunkle Profilrahmen ein. Optisch setzt man anscheinend auf Kontinuität. So sieht's aus:



    Stehen bereit:



    Neuer Eingangsbereich mit teils eingebauten neuen Glaselementen:



    Bilder: epizentrum


    Am Gebäude hängen noch Schilder vom Vormieter Colt Telecom.

  • Sinnvoller und v.a. auch schöner wäre eine vernünftige Revitalisierung oder am besten gleich ein Abriss mit anschliessendem Neubau gewesen. Das Ding ist einfach furchtbar und passt in die schöne Gegend einfach nicht rein. Da nutzen auch ein paar neue Fenster und Rahmen nix. Ich habe mich an dieser Bausünde der 80er (?) immer gestört ...

  • Projekt Wohnheim Hansaallee 141 / Neubau Am Dornbusch 31

    Der Abbruch des Hochhauses der Bundeszollverwaltung, Hansaallee 141 (Info), hat begonnen. Auf dem Areal ist bekanntlich in zwei Bauabschnitten die Errichtung eines Wohnheimkomplexes mit sechs Einzelgebäuden geplant.




    Bauschild:



    Seit dem Abriss eines eingeschossigen Gebäudes an der Ecke Hansaallee und Am Dornbusch 31, früher hauptsächlich von einem inzwischen in das Gewerbegebiet Am Martinszehnten umgezogenen Motorradhändler genutzt (Street View), hat sich nicht viel getan. An dieser Stelle war das offensichtlich nicht voran kommende Projekt eines Wohn- und Geschäftshauses schon einmal Thema.


    Nun steht immerhin ein kleiner Kran, die Arbeiten an der Baugrube sind etwas fortgeschritten:



    Bilder: Schmittchen


    Auch hier das Bauschild (man beachte die Jahreszahl im Aktenzeichen der Baugenehmigung):


  • Projekt "Hansa-Höfe"

    Zunächst der Hinweis auf Visualisierung, Projektinfo und das letzte Update. Erwartungsgemäß ist das Vorhaben seit Juni ganz schön vorangekommen. Auch das direkt an der Hansaallee stehende und an das Nachbargebäude angebaute Gebäude ist nun im Rohbau fertig.



    Große Fenster mit vielfacher Teilung (die Makler werden wohl von "Loft Style" faseln):



    Was noch fehlt ist die Klinkerfassade. Deren Farbe lässt sich an den schon bereit liegenden Sohlbänken erkennen.



    Entlang des Pfadfinderwegs dann vier Einzelgebäude, eines davon in zweiter Reihe. Dieses ist hier in der Bildmitte zu sehen:



    Das zweitletzte Haus von der Hansaallee aus gesehen hat in den vier obersten Geschossen eine Klinkerfassade erhalten (ganz oben noch nicht verfugt). Erfrischend mal wieder hellrote Ziegel zu sehen, so wie sie in Norditalien gerne verwendet werden, nach den vielen dunklen bis düsteren Klinkerfassaden in der letzten Zeit.



    Der Abschluss des in westlicher Richtung daneben stehenden Hauses - insgesamt aus meiner Sicht ein schöner Entwurf von Michael Landes.



    Bilder: Schmittchen

  • Drei Baustellen auf einem Blick.


    Links ein Teil des Projekts "Hansa-Höfe", im Hintergrund sind gestern die letzten Fenster der Bundeszollverwaltung herausgerissen worde und im Vordergrund dümpel die Baustelle "Neubau am Dornbusch 31" so vor sich hin. Bei Letzterer wird seit rund zwei Monaten nichts mehr getan. Kennt sich jemand soweit aus, ob die Witterungsbedingungen für den nächsten Schritt einfach nicht ins Konzept passen?




    Quelle: Selfmade-Foto

  • Hansaallee 141

    Das 13geschossige Hochhaus wird derzeit mit Hilfe einer Abrissbirne und mit einem langarmigen Abbruchbagger abgetragen. Wieder ein Waschbetonbau in Frankfurt weniger!
    Was an dieser Stelle neu entstehen soll, hat Schmittchen hier beschrieben.


  • Ich beobachte diesen Abriss seit geraumer Zeit. Kennt jemand den genauen Grund, weshalb das Gebäude mit derartig großem Bedacht abgerissen wird? Die Abrissbirne zerbeizt alle 10 Minuten ein paar gefühlt handgroße Steine, der Abbruchbagger kommt ebenfalls nur sehr langsam voran. Ich glaube diese Phase des Abrisses dauert jetzt schon ca. drei Wochen an, das Resultat (zu sehen im Bild von Beggi) ist doch ernüchternd oder?

  • Das kann ich mir nicht vorstellen. Bestimmt wurde das asbesthaltige Material vor Abrissbeginn vollständig entfernt. Schließlich hat auch die Entkernung mehrere Monate gedauert. Eher glaube ich, dass deswegen mit Bedacht gearbeitet wird, weil der Longfront-Bagger in dieser Phase des Abbruchs nur von einer Seite angreift und kein unkontrollierter Einsturz riskiert werden soll. Jedenfalls steht der Abbruchbagger auf einem recht hohen "Podest" aus Erde und/oder Schutt, auf Beggis Foto gut zu sehen, das es so nur an der südlichen Schmalseite gibt. Überhaupt scheint Zeit bei diesem Abbruch eine untergeordnete Rolle zu spielen.


    Beamtenidylle in Pastell, mit roher Gewalt zerstört:



    Was an der Stelle gebaut werden soll, steht hier. Von Nordwesten gesehen (alle Fotos von gestern):



    Der oben noch komplett nackt gezeigte Rohbau direkt an der Hansaallee, das größte Gebäude des Projekts "Hansa-Höfe", ist nun teilweise verklinkert:



    Bilder: Schmittchen

  • ^ Vielleicht trifft beides zu. Als ob diesen kleinen, aber feinen Thread auch noch andere läsen als die Autoren, hat die ausführende Abbruchfirma AWR just heute ihrer Website u.a. obiges Projekt hinzugefügt. Mit Video und Luftaufnahmen. Danke! Klick!


    Dort können wir lesen, dass die Arbeiten erst im Mai abgeschlossen sein werden und damit geschlagene 10 Monate gedauert haben werden. Für einen Abbruch ist das solide. Neben dem einseitigen Angriff könnte die Schadschoffbelastung allerdings wirklich ein weiterer Grund gewesen sein. Zitat:


    Zitat

    Umfangreiche Schadstoffsanierung

    • schwach gebundener Asbest in Trennwänden
    • Spritzasbest in Decken PCB-haltige Fugenmassen, ca. 8.500 lfm
    • KMF-Sanierung
    • Entkernung
    • kontollierter Rückbau der mineralischen Bausubstanz mittels Großgeräten.


    Das klingt alles wenig appetitlich und nach ziemlicher Fummelarbeit.

    Einmal editiert, zuletzt von epizentrum () aus folgendem Grund: Verlaufene Meter nach Hause gebracht. Danke, Xalinai!

  • Hansaallee 141, Projekt "Hansa-Höfe" u. a.

    Von dem Hochhaus der Bundeszollverwaltung ist nur ein großer Haufen Schutt geblieben:



    Erfreuliches an der anderen Seite der Hansaallee - die äußerlich weitgehend fertig gestellen "Hansa-Höfe" sind wirklich gut geworden, wie ich meine:



    Ein Lob an Michael Landes und Kollegen. Schöne Farbe von Klinker und Fugen, schöne Details im Mauerwerk (ungeachtet der Vorfertigung gewisser Teile):



    Die Außenanlagen sind in Arbeit. Ein Blick entlang der weiteren Gebäude am Pfadfinderweg:



    Und sogar auf dem früheren Grundstück des Motorradhändlers Am Dornbusch 31, Ecke Hansaallee geht es voran. Wie gewohnt im Schneckentempo.



    Bilder: Schmittchen

  • Wirklich sehr schön, wenn schon allerorten in Frankfurt "retro" angesagt ist, dann nehme ich im Zweifel lieber so einen Neo-Backsteinexpressionisten!


    Bis in die Details eine durchdachte Architektur, vor allem der Kunstgriff mit den "fehlenden" Festern im 4. und 5. Stockwerk begeistert mich.


    Auch ein Blick auf das Rendering lässt mich staunen: Die Realität ist diesmal der virtuellen Darstellung meilenweit überlegen!

  • Ja, in der Tat sehr gelungen. Lohnt sich sicher in natura noch einen Blick darauf zu werfen. Der eingehängte weiße Balkon zieht den Blick unwillkürlich nach oben. Was auf dem Rendering auch nicht zu sehen ist, ist die leichte Abstufung der Fassade: auf Höhe des Eingangs tritt sie nämlich in einer Stufe zurück, die das Gebäude optisch verkürzt. Sehr schön !
    O.M. Ungers http://de.wikipedia.org/wiki/Oswald_Mathias_Ungers hätte an den quadratischen Fenstern sicher seine besondere Freude gehabt.

  • Ein gelegentlicher Besuch am nördlichen Ende der Hansaallee lohnt sich bestimmt. Das mit dem Versatz ist mir ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen bisher. Mit der Wirkung hast Du sicher Recht. Hier sieht man es besser:



    Bild: Schmittchen